Wählen gehen!

    • (1) 08.09.13 - 21:46

      http://www.youtube.com/watch?v=uy1af0A2Bn0

      • Finde ich richtig gut und vor allem zeitgemäß gemacht.
        Gut wäre natürlich, wenn man auch eine echte Wahl hätte...

        • "Gut wäre natürlich, wenn man auch eine echte Wahl hätte... "

          Du hast sogar noch viel, viel mehr, Du darfst in der Politik mitmischen, Du darfst sogar Deine eigene Partei gründen!

          Woanders geht das nicht, mancherorts würde man dich schon für das Verfassen dieser Zeilen einbunkern.

          • "Du hast sogar noch viel, viel mehr, Du darfst in der Politik mitmischen, Du darfst sogar Deine eigene Partei gründen!"

            Ich weiß, nur was nutzt das? Prof. Bernd Lucke zum Beispiel hat ja seine eigene Partei gegründet. Und? Was wird sich in Deutschland - speziell bei den Menschen - dadurch ändern?

            Wenn ich schrieb, dass es gut wäre, eine echte Wahl zu haben, dann liegt die Betonung nicht auf "Wahl", sondern auf "echt". Sind wir doch mal ehrlich: welche Wahl haben wir denn?

            Ich fange mal ganz rechts außen an. NPD? Wir sind uns hier wohl zu 99% alle einig, dass man die NPD nicht wählen kann, wenn man einen IQ in Höhe wenigstens der Zimmertemperatur hat, oder?

            Union? Die haben ein "C" für christlich im Namen, aber in der Politik finde ich davon nichts. Für mich steht die Union nicht zur Debatte.

            FDP? Diesen Lobbyistenverein, dem das Wohl einiger weniger wichtiger ist, als das Wohl der Mehrheit? Deren Wahl könnte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren!

            Grüne? Weil ich u.a. gern große und schnelle Autos fahre, wäre für es mir selbst gegenüber nicht ehrlich, Grün zu wählen. Außerdem möchte ich selbst entscheiden, wann ich Gemüse esse und wann ich Fahrrad fahre,

            SPD? Denen nehme ich die stümperhafte "Sozialpolitik" unter Schröder, Münte und Clemens heute noch übel!

            Linke? Ok, die würde ich wählen, weil bislang viele positive Impulse von denen gekommen sind, auf die nahezu alle anderen Parteien gesprungen sind. Leider wird die Linke aus Angst vor dem eigenen Machtverlust derart von den anderen Parteien diffamiert, dass sich kaum jemand trauen wird, die Linke zu wählen. Also wird meine einzelne Stimme da nichts zu einem Politikwechsel in Deutschland beitragen können.

            AfD, Piraten und so weiter? Das sind mir zu viele kleine Splitterparteien. Wenn sich der Wähler zwischen 100 Parteien entscheiden muss, dann werden auch 100 Parteien Stimmen bekommen und für keine reicht es, aktiv Politik zu machen.

            Also eine "echte" Wahl habe ich nicht wirklich...

            • <<Grüne? Weil ich u.a. gern große und schnelle Autos fahre, wäre für es mir selbst gegenüber nicht ehrlich, Grün zu wählen. Außerdem möchte ich selbst entscheiden, wann ich Gemüse esse und wann ich Fahrrad fahre,>>

              Die Grünen haben angesprochen, in KANTINEN einen Veggie-Day einzuführen, um Bewusstsein für die Problematik der durch unseren Fleichkonsum getriggerten Massentierhaltung zu schaffen. Es wird niemand daran gehindert, sich seine Wiener oder seine Buletten mitzubringen.

              Im übrigen ist diese 'Nach mir die Sintflut'- Haltung a la ich fahre gerne dicke und schnelle Autos ja nicht gegensätzlich zum Wahlprogramm der Grünen. Wenn mehr in F&E investiert würde, könnten auch Autos mit alternativen Engergien sehr bald sehr effizient sein und gleichwertige Leistung zu herkömmlichen Antriben bringen.

              Die Produktion von Fleisch und des Stellenwert des Autos sind in den westlichen Nationen masgeblich dafür verantwortlich, dass wir unseren Kindern eine stark beschädigte Umwelt hinterlassen - das darf es uns eigentlich nicht wert sein.

              Ich denke, das Wahlprogramm der Grünen stößt einige unangenhme Wahrheiten an, die viele liebend gern verdrängen. Da sind Fleischkonsum, Engergiekrise und Autos nur ein paar Stichworte.

              Einen Veggie Day in Diskussion zu bringen ist übrigens auch eine Art Stilmittel- eine Utopie, wenn du es so möchtest- aber wenn diese Diskussion dazu geführt hat, dass nur ein paar Menschen darüber nachdenken, dass es mit 1,50€ für eine Kilo Hack nicht weitergehen kann, dann Hut ab.

              Wenn man sozial zusammenleben möchte, dann muss man vielleicht auch mal weiter denken als bis zur persönlichen Lust am Autofahren.

              <<Linke? Ok, die würde ich wählen, weil bislang viele positive Impulse von denen gekommen sind[...]Also wird meine einzelne Stimme da nichts zu einem Politikwechsel in Deutschland beitragen können>>

              Das ist das Lieblingsargument der Politikverdossenheit, schon klar.
              An einen Machtwechsel bei dieser Wahl zu glauben, bei dem die Linke maßgeblich an Einfluss gewinnt ist unrealistisch. Klar.

              Trotzdem ist auch eine Zunahme an Stimmen eine politisches Statement! Wenn eine Partei an Prozentpunkten gewinnt, dann zeigt dass auch anderen Parteien, dass dort Programmpunkte vorhanden sind, die den Bürgern wichtig sind.

              Veränderung ist auch immer ein Prozess, gerade in der Politk.

              Also - geh wählen!

                • Hallo,

                  das mit den Verboten der Grünen, die ja vor allem in dieser Wahlkampfsaison als absolute Miesepeter und Spaßbbremsen gelten, halte ich vor allem für mutig und authentisch.

                  Eine Partei formiert sich ja nach Grundsätzen und Zielen, die sie erreichen möchte - und für die Grünen stehen Umwelt- und Tierschutz mit an oberster Stelle.

                  Eine Partei darf, meiner Mainung nach, nicht das Ziel haben es so vielen wie möglich kurzfristig ( und das kurzfristig soll an dieser Stelle bsonders betont sein) recht zu machen, sondern für ihre Ziele einstehen und diese mit dem nötigen Nachdruck voran treiben.

                  Die Menschen müssen dann das wählen, womit sie sich identifizieren können, so entsteht Demokratie.

                  Die Grünen wissen, dass sie keine Mehrheit erlangen und den Bundeskanzler stellen werden - das Programm wäre dann ein anderes, umsetzbareres.

                  Und aus meiner Sicht werden auch mit den Verboten (von denen auch die Grünen wissen, dass sie so nicht eingesetzt werden) wichtige Probleme angesprochen, über die die Gesellschaft dringend mal nachdenken sollte.

                  #winke

                  • "Die Menschen müssen dann das wählen, womit sie sich identifizieren können, so entsteht Demokratie."

                    Da stimme ich Dir zu und wähle eben die Grünen nicht.

                    • Das steht dir frei#winke

                      Ich muss aber noch loswerden, dass die Wahlentscheidung danach zu fällen, dass man gerne Sprit verbläst und auf Umweltgedanken pfeift nicht unbedingt nach mündigem Bürger klingt.

                      Aber wie gesagt, es ist die Entscheidung der Wähler das Ding an die Wand zu fahren.

                      • "Ich muss aber noch loswerden, dass die Wahlentscheidung danach zu fällen, dass man gerne Sprit verbläst und auf Umweltgedanken pfeift nicht unbedingt nach mündigem Bürger klingt."

                        Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Eben weil ich ein mündiger Bürger bin, treffe ich meine Wahlentscheidung, wie ich sie treffe!

                        Im Übrigen sieht man ganz aktuell in den Medien, dass Union und FDP die Hosen gestrichen voll haben und die Wähler vor einem Bündnis der linken Parteien warnen. SPD und Grüne wollen gar nicht regieren, denn wenn es bei der Wahl eine linke Mehrheit geben würde, dann gehen die lieber als Mehrheitsbeschaffer in eine große Koalition. Für die SPD ist das mehr als erbärmlich, denn die größte Schnittmenge wäre nunmal mit der Linkspartei...

                        • <<Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Eben weil ich ein mündiger Bürger bin, treffe ich meine Wahlentscheidung, wie ich sie treffe!>>

                          Sicher!

                          Nur wenn Spaß und Statussymbole vor Umweltschutz und erneuerbaren Engergien stehen, kann man sich auch nicht wundern, wenn Parteien Verbote ins Gespräch bringen.

                          Die Diskussion um rot rot grün habe ich gelesen, muss mir noch ein paar Gedanken drüber machen.

                          #winke

                          • Verstehe mich nicht falsch: Ich fahre auch hin und wieder mit dem Rad oder mit dem Zug, aber ich will das eben selber entscheiden können und mir nicht vorschreiben lassen.

                            Ich finde auch, dass ich besser mit dem Flugzeug in andere Länder komme, als mich da mit überfüllten Zügen, Verspätungen und Wartezeiten beim Umsteigen zu quälen.

                            • Bequemer, ja. Besser für dich, wahrscheinlich.

                              Natürlich kannst du selber entscheiden, in Deutschland kann man glücklicherweise die meisten Dinge selber entscheiden.

                              Viele überblicken aber leider nicht, dass der Billigflug nach Malle oder das Discounter

                              Hackfleisch weitreichendere Auswirkungen haben als einen Sonnebrand, lecker Frikadellen und ein volles Portemonnaie.

                              Oder ignorieren es gekonnt.

                              Ich habe das Gefühl, dass Viele nach dem Motto handeln 'Was nicht verboten ist, kann nicht schlecht sein und andersherum' und daraufhin auch die maximalen Grenzen ausreizend.

                              Klar, Verbote schränken erstmal ein bisschen ein und zwingen dazu, das Hirn anzuschmeißen und nach Alternativen zu suchen.

                              Ist das Kind dann erstmal in den Brunnen gefallen, ist das Geschrei aber groß. Man hätte diesen Brunnen schon längst verbieten sollen. Aber er war doch so praktisch und jeder hat ein Recht auf seinen Brunnen.

            (14) 09.09.13 - 09:35

            Du hast ein paar nachvollziehbare Argumente vorgebracht, aber das Gros sind persönliche Ressentiments und allzuoft: "Was kann ich als einzelner schon machen?" Damit kannst Du dich zu den vielen anderen Millionen gesellen...

            Und es nutzt nichts, wenn eine Partei gegründet wird? Die großen Volksparteien sind auch irgendwann mal gegründet worden. Hat keiner gesagt, dass es schnell und einfach geht.

            Ehrlich gesagt, ich kann diese Jammerei nicht hören, weil sie millionenfach angestimmt wird.

            • (15) 09.09.13 - 11:17

              "Damit kannst Du dich zu den vielen anderen Millionen gesellen..."

              Ich wollte meinen Beitrag eher aus Sicht der Allgemeinheit verstanden wissen und die Zunahme an Wahlverweigerern zeigt doch das Ausmaß des Dilemmas.

              "Und es nutzt nichts, wenn eine Partei gegründet wird?"

              Das sehe ich eher skeptisch, denn wir haben schon unzählige Parteien und die zerfasern die Parteienlandschaft zu stark. Was nutzt es denn, wenn die a) es nicht über die 5%-Hürde schaffen oder b) so viele Kleinstparteien in den Bundestag kämen, dass nur noch Koalitionen aus 4, 5 oder noch mehr Parteien eine Mehrheit erzielen würden?

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