Wie ist die AfD einzuschätzen?

    • (1) 26.09.13 - 14:44

      Hallo,

      dass die AfD für eine neue Partei ein sehr gutes Ergebnis hatte, war nach den Prognose bereits absehbar. Dennoch wundert mich, dass sie sowohl Zulauf von rechts und links bekommen hat, als auch aus der Mitte, aus alles Richtungen quasi.

      Das trägt auch, wie das Parteiprogramm und die Reaktionen auf die Wahl, weiterhin dazu bei, dass ich diese Partei nicht einschätzen kann und sie mir nicht geheuer ist.

      Was ist an den Vorwürfen, die AfD sein verkappt recht dran?
      Was hat euch bewogen, diese Partei zu wählen?
      Warum lehnt ihr sie ab.

      Und eine Frage an die Aktiven: Was will die AfD wirklich?

      Ich bin gespannt!

      vlg

      • Meine Einschätzung: Sobald das Thema Euro in den Medien abflaut, wird es auch mit AfD bergab gehen. Denn viel mehr haben die nicht.

        Da traue ich den Piraten noch mehr zu: Die haben wenigstens ein Thema, das wirklich wichtig und langfristig ist. Wenn es auch noch keinen interessiert, wie die letzte Wahl gezeigt hat (Damit meine ich nicht das schlechte Abschneiden der Piraten, sondern das gute Ergebnis der CDU).

        • Mh, in einem Atemzug zu behaupten, dass die AfD nur ein Europolitsches Parteiprogramm hat und die Partei wichtigere Themen hat... Da musste ich kurz schmunzeln :-)

          Die AfD wird sich erst in den nächsten Wochen neu formieren, ein Programm für die Europawahl ausarbeiten. Ihre Ansätze sind super, sie ist weit mehr als eine "Anti Euro Partei".

          Bei den Piraten passt für mich einfach jedes Klischee. Menschen die ich kenne und die Piraten wählen, passen auch genau in dieses typische Piratenschema :-) Vlt. lerne ich ja noch klügere Piratenwähler kennen. Wobei ich sagen muss, dass ich die mehr mag als junge Wähler, die einfach das wählen, was die Eltern wählen!

          • "Bei den Piraten passt für mich einfach jedes Klischee. Menschen die ich kenne und die Piraten wählen, passen auch genau in dieses typische Piratenschema"

            Vielleicht liegt es an den Menschen, die Du kennst?

            Und welche Klischees sind das denn?

            "Die AfD wird sich erst in den nächsten Wochen neu formieren, ein Programm für die Europawahl ausarbeiten."

            Dann bin ich mal gespannt. Vielleicht wähle ich die dann. :-)

            • Habe ja geschrieben, dass ich vlt. noch welche treffe, die nicht in das Klischee passen. Das Klischee ist doch, dass nur langhaarige PC Freaks die noch bei Mutti wohnen die wählen. Bisher konnte mir auch noch niemand mehr vermitteln als "Die wollen mehr Freiheit im Internet" :-)

              Genau solche habe ich bisher getroffen oder bei deren Wahlveranstaltungen gesehen!

              • Dann verweise ich gern auf das Wahlprogramm.

                Übrigens, ist diese ganze NSA Geschichte und die "Reaktion" unserer Regierung an Dir vorbeigegangen? Dann sollte ja auch klar sein, wofür die Piraten stehen.

                • Daran wird keine Partei etwas ändern, da wir nach dem krieg einige "ungünstige" Verträge unterzeichnet haben, die uns den Besatzern ausliefern. Bis vor kurzem hatte Frankreich noch das recht, unser Briefgeheimnis zu ignorieren. Wurde erst auf Drängen der FDP beendet.

                  • "da wir nach dem krieg einige "ungünstige" Verträge unterzeichnet haben, die uns den Besatzern ausliefern"

                    Oh, das wusste ich nicht, dass wir unseren Besatzern ausgeliefert sind. Wo steht das denn?

                    "Bis vor kurzem hatte Frankreich noch das recht, unser Briefgeheimnis zu ignorieren. Wurde erst auf Drängen der FDP beendet. "

                    Wenn sogar die FDP das beenden konnte, scheint es ja nicht so schlimm gewesen zu sein....

                    • na zum Beispiel hier:

                      http://de.wikipedia.org/wiki/Londoner_Schuldenabkommen

                      Da haben die bösen Besatzer uns doch glatt verboten, unsere Schulden zurückzuzahlen. ;-)

                      • (10) 26.09.13 - 16:25

                        Stimmt, habe ich letztens erst auf WDR5 was dazu gehört. Ich war verwirrt, weil es so gar nicht in mein von urbia geprägtes Weltbild passte :-)

                        Die haben Sie uns sicher nicht aus purer Menschenliebe erlassen. Wie auch die Amerikaner, standen die Briten nach dem Krieg wirtschaftlich schlecht dar. Durch den Erlass der Schulden verdienten sie im laufe der Jahre viel mehr an Deutschland, als sie durch die Schuldbegleichung. Durchaus ein Plan, von dem beide Länder profitiert haben :-) Also eine gute Idee!

                        • Vergleich: Marshall Plan... Es sollte ein markt geschaffen werden, für amerikanische produkte. Deutsche Produktion lag am Boden, also musst eman auf Güter der Besatzer zurück greifen :-)

                          • Ja,der Marshall-Plan – ein weiteres Beispiel wie das arme geplagte Deutschland unter dem bösen Ausland zu leiden hatte. #niko

                            • aufgrund welcher meiner Aussagen kommst du darauf, dass ich der Meinung bin, dass Deutschland darunter gelitten hat?! Die Textstelle musst du mir mal zeigen Herr X :-)

                              Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass Du es lieber gesehen hättest, dass die Allliierten den Alternativplan gewählt hätten und aus Deutschland ein reines Agrarland gemacht hätten.

                              Dann könntest Du jetzt mit freiem Oberkörper auf dem Feld stehen und im Schweiße des Angesichts das tägliche Brot erarbeiten statt in Internetforen eine Splitterpartei zu verteidigen, die sich bis zur nächsten Bundestagswahl noch selbst entzaubern wird.

                              Wie kamen wir jetzt darauf?

                              Ah, richtig, Du hattest die These aufgestellt, dass Deutschland in den Nachkriegsjahren einige ungünstige Verträge unterzeichnet hätte und ein vergessenes, praktisch bedeutungsloses Relikt aus den Nachkriegsjahren als Referenz benannt.

                              Woraufhin ich das Londoner Schuldabkommen erwähnt habe, was wie Du zugegeben hast, nicht ganz schlecht für Deutschland war.

                              Kurz darauf bis Du dann auf den Marshall-Plan gekommen, auch nicht so ganz ungünstig für Deutschland.

                              Vielleicht können wir uns ja auf die Schlussformel einigen, dass nach 1949 Einiges für Deutschland auch sehr viel schlechter hätte laufen können? Und das einige kluge Entscheidungen der Besatzungsmächte dazu beigetragen haben?

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