Von Beruf Mönch?

    • (1) 07.10.13 - 11:45

      Hallo zusammen,

      ist "Mönch" eigentlich ein anerkannter Beruf, also werden die Mönche für ihre Lebensweise bzw. für ihre Entscheidung vergütet?
      Wie genau läuft der Prozess des Mönch werdens ab? Ist das dann auch eine Art Ausbildung?

      • (2) 07.10.13 - 13:05

        Das ist kein Beruf und eine Ausbildung gibt es dafür auch nicht. Lediglich eine Art Heranfürhung! Es ist eine Lebensbestimmung!

        (3) 07.10.13 - 13:15

        "Mönch" kann man ja weltweit in verschiedenen Religionen auf unterschiedliche Weise sein.

        Wenn Du katholische Mönche meinst - die sind entweder Priester oder sie gehen im oder außerhalb des Klosters einer anderen Tätigkeit nach, Lehrer, Handwerker, was auch immer.

        Ist ja schon die Grundregel aus dem Mittelalter: Ora et labora, bete und arbeite.

        Die Abtei Münsterschwarznach erklärt den "Werdegang" eines Mönchs ganz gut:

        Schritt 1: Melde dich einfach bei uns per Mail oder Telefon und komme mal bei uns vorbei. Für einen ersten Kontakt kann das für ein paar Tage im Gästehaus sein, verbunden mit Geprächen mit einem Mönch. Du bist immer eingeladen zu unseren Gebetszeiten und wenn du willst kannst du auch mitarbeiten.
        Oder: Wir haben auch unterschiedliche Kloster-auf-Zeit-Kurse bei denen Du in einer Gruppe, das Klosterleben kennen lernen kannst, dabei gibt es auch thematische Einheiten zu Klosterthemen usw.

        Schritt 2: Wenn du länger Zeit hast und uns schon etwas kennst, besteht auch die Möglichkeit als „Aspirant“ mit uns zu leben. Für einen Zeitraum von 4 Wochen bis zu 3 Monaten kannst Du in einer kleinen Gruppe von Männern leben, die ebenfalls der Gedanke Mönch zu werden umtreibt. Du lebst, arbeitest und isst mit uns, und ein Bruder begleitet Dich. So kannst Du prüfen, ob Du den Weg als Mönch in Münsterschwarzach gehen willst.

        Schritt 3: Der Stufenweg im Kloster

        Wenn es Dir und uns nach einer Zeit des gegenseitigen Kennenlernens klar geworden ist, dass Gott dich in unsere Gemeinschaft gerufen hat, dann machen wir einen Termin für den Eintritt aus und es beginnt das Postulat, die Zeit des Eingewöhnens und des sich zurecht findens im Kloster.

        Nach ca. 1/2 Jahr beginnt das zweijährige Noviziat – eine Zeit der intensiven Auseinandersetzung mit der persönlichen Berufung und der Berufung der klösterlichen Gemeinschaft, in der er jetzt lebt. Im ersten Jahr erhält der Novize Unterricht in Fragen des Glaubens, der Liturgie, der Geschichte der Mönche und der unseres Ordens. Er wird vertraut gemacht mit der Klosterregel des heiligen Benedikt und mit den Gebräuchen des Klosters. Im zweiten Jahr beginnt der Einstieg in den Beruf in einem der klösterlichen Betriebe, eine Ausbildung oder ein Studium.

        Die Zeitliche Profess kann einer nach dem Noviziat ablegen, wenn die Mehrheit der Gemeinschaft seinem Wunsch entspricht und der Zulassung zur Profess für zunächst zwei Jahre zustimmt. Mit der zeitlichen Profess nimmt einer für eine begrenzte Zeit die Verpflichtung auf sich, nach den monastischen Gelübden Beständigkeit, klösterlicher Lebenswandel und Gehorsam zu leben. Diese älteren monastischen Gelübde schließen die nicht ausdrücklich formulierten evangelischen Räte Ehelosigkeit und Armut mit ein.

        Die ewige Profess bildet den Abschluss der Initiation ins benediktinische Leben. Sie bildet damit aber auch einen Höhepunkt im Anfangen, das jeden Tag neu gelebt sein will. Das Ablegen der ewigen Profess ist ein endgültiger Schritt, den es ein Leben lang täglich neu zu verwirklichen gilt.
        Mit diesem Schritt sagt der Professe ganz ja zum Ruf Gottes an ihn. In der Gemeinschaft, in die er aufgenommen wird, lebt er künftig ganz und gar, ohne eigenen Besitz und ohne Lohn für seine Arbeit. Es wird ihm aber das Nötige nie fehlen, weder an Herausforderung noch an Lebensunterhalt, weil die Gemeinschaft jedem zuteilen wird, was er braucht.

        LG obscuritas
        .

      (6) 07.10.13 - 14:38

      Ein Bekannter von mir ist Mönch. Er hat eines Tages seinen Beruf aufgegeben und ist dann diesen, eher ungewöhnlichen, Weg gegangen. Er hat gesagt, dass er sich dazu berufen fühlt und genauso ist es auch gedacht. Du bekommst für das Mönch sein kein Geld oder ein regelmäßiges Einkommen. Die Aufnahme bzw. der Weg zum Mönch verläuft in verschiedenen Schritten, schau dazu mal hier: http://xn--mnch-5qa.info/

    (10) 08.10.13 - 10:44

    Hallo,

    mit dem Mönch ist es ähnlich wie mit der Nonne.

    Es ist keine Berufsbezeichnung.

    Es gibt z.B. Nonnen, die Lehrerinnen oder Erzieherinnen sind, oder aber Hauswirtschaft gelernt haben u.s.w.

    GLG

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