Lampedusa-Flüchtlinge

    • Ich glaube das Thema ist ein bißchen zu komplex als daß es jetzt mit einer frage wie "bin dafür oder dagegen" wirklich umfasend behandelt werden könnte

      die eine Seite sind die Asylgesetze, die sehen vor, daß asylsuchende ihren antrag in dem land stellen müssen, welches sie als erstes betreten (innerhalb des schengen-raumes).

      auf der anderen seite funktioniert dieses prinzip ja offenbar nicht (mehr), denn die länder, die so die verantwortung für die meisten flüchtlinge tragen können diese nicht bewältigen.
      wir überfordern damit also länder wie italien oder malta und gewähren als EU (die sich ja auf dieses prinzip geeinigt hat) so nicht mehr eine menschenwürdige unterbringung von Menschen die aus ihren heimatländern flüchten und in der EU schutz suchen.

      Hier ist dringender änderungsbedraf.

      die nächste seite ist das kirchenasyl, welches hier (ganz rechtmäßig) genutzt wird.

      und dann eben die frage die daraus resultiert: wenn die situation eben ist wie sie ist (das was gesetz ist, kann so nicht mehr durchgeführt werden, ohne daß alle darunter leiden) - ist dann nicht die moralische verantwortung höher als die, die wir von gesetzes wegen hätten.

      eine völlig andere seite, die du in deinem kurzen beitrag auch noch mit einflechtest ist das "Racial profiling" , das nicht primär etwas mit der asylpolitik oder der augenblicklichen problematik zu tun hat, sondern ein grundsätzliches problem ist, das nur in diesem zusammenhang so stark zum vorschein kommt, daß sich nun Menschen beeinträchtigt fühlen und damit angeregt werden, sich dagegen zu wehren.

      so lange also die "Erstasylstaaten" nicht in der Lage sind, ihrem auftrag gerecht zu werden, sollte es eine humanitäre verantwortung der anderen staaten sein, so lange einzuspringen, bis eine Lösung gefunden wurden.

      Ich bin daher für ein Bleiberecht.
      Dieses sollte so lange Gültigkeit haben, bis innerhalb der EU eine lösung gefunden wurde, die eine menschenwürdige unterbringung von flüchtlingen gewährleistet (was dann wohl auch einen geeigneten Lastenausgleich beinhalten wird)

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