Abtreibung warum so viele Gegner

    • (1) 26.10.13 - 15:18
      auswegslos

      Hallo,

      ich habe eine Abtreibung hinter mir und keine psychischen Probleme, ich hatte mehr wie einen Grund mich dagegen zu entscheiden, mein Lebensgefährte steht kurz vor einem Burnout, wir haben Schulden die wir erstmal in den Griff bekommen müssen, unsere 2 Kinder die schon da sind leiden jetzt schon unter ihrem müden Papa und ich alleine habe mir ein 3. Kind ohne Hilfe nicht zugetraut.
      Aber man wird trotzdem verurteilt!!!! Und das finde ich richtig schlimm, wir haben nicht aufgepasst es war ein großer Fehler und absolut dumm aber habt ihr nie einen Fehler gemacht, nie was unmoralisches getan?

      Wenn es Mord ist, dann würde es ja in Deutschland laut Statistik mehr wie 100.000 Kindermörderinnen pro Jahr geben, das verstehe ich nicht, auf der Welt wird überall abgetrieben, wäre es Mord wären ja unendlich viele frauen Mörderinnen.

      Ich finde es moralisch viel schlimmer wenn Frauen ihre Kinder schlagen, oder vernachlässigen oder eins nach dem anderen in die Welt setzen weil sie Abtreibung als Mord empfinden und dann aber nicht in der Lage sind die Kinder anständig zu erziehen, und die ihr Leben nicht in den Griff bekommen.
      Meine Freundin ist ein ungewolltes Kind und wünscht sich oft sie wäre nicht mehr da!

      Dann sagen viele Abtreibung mit der Tablette (Mifegyne) würde das Kind ersticken es würde qualvoll sterben, es hat nicht einmal eine Lunge in den ersten Wochen.
      Es gibt ja auch Embryonen die sterben in der 11. SSW was ist mit denen erleiden die auch einen qualvollen Tod?

      Warum wird sich so oft über beginnende Leben Sorgen gemacht, aber so viele lebende Kinder und Menschen leiden Armut und da ist niemand der da hilft?!
      Was ist mit der Kupferspirale , da ist doch eigentlich auch schon eine befruchtete Eizelle, die sich halt nicht in der Gebärmutter einnisten kann, aber bei einer gesunden Frau wäre das sicher möglich, diese befruchtete Eizelle trägt auch schon alle Informationen in sich über Geschlecht, Aussehen und wird abgetrieben, auch das wäre jedesmal ein einzigartiger Mensch geworden.

      Das macht mich richtig sauer, manche Frauen sind widerlich selbstgerecht, oder behinderte Kinder warum dürfen Kinder mit Down Syndrom bis zur Geburt abgetrieben werden, richtig entwickelte Kinder, haben sie kein Lebensrecht?
      Es ist bewiesen das diese Kinder ein glückliches Leben haben können, und nur das sollte zählen oder?

      • Hallo unbekannte,

        Erst einmal mein Mitgefühl an dich. Eine solche Entscheidung zu treffen fordert viel mut. Ich persönlich bin ein Gegner der Abtreibung ABER nur wenn Frauen es drauf anlegen und dadurch denken sie können es ja eh weg machen lassen. Ich erinnere mich an eine Dame die Stolz erzählt hat das sie ihre 12. Abtreibung hat. Was geht in diesem Kopf nur vor? Aber in deiner Situation und auch in anderen Situationen akzeptiere und verstehe ich absolut warum, wieso, weshalb. Meine Freundin ist missbraucht worden und wurde schwanger. Sie galt als Schlampe und Mörderin danach, sie hat ebenfalls abgetrieben. Noch nicht mal in solcher Situation schalten die Menschen ihr Gehirn nicht ein. Wir sind schlimmer als Tiere... Und du hast deinem ungeborenen Kind die Entscheidung abgenommen und das verdient stärke. Rechtfertige dich nicht denn die Menschen legen es eh anders. Hättest du es behalten hätten sie ebenfalls schlecht geredet. Ich hätte an deiner Stelle auch kein Kind auf die Welt gesetzt. Und ja keiner ist fehlerfrei, keiner.

        <<Was ist mit der Kupferspirale , da ist doch eigentlich auch schon eine befruchtete Eizelle, die sich halt nicht in der Gebärmutter einnisten kann, aber bei einer gesunden Frau wäre das sicher möglich, diese befruchtete Eizelle trägt auch schon alle Informationen in sich über Geschlecht, Aussehen und wird abgetrieben, auch das wäre jedesmal ein einzigartiger Mensch geworden.>>

        Aus dem Grund benutze ich z.B. keine Kupferspirale oder -kette und hab, obwohl ich 3 Kinder mit 35 und erheblich älter bekommen, pränatale Untersuchungen wie Fruchtwasser abgelehnt, weil für mich Abtreibung keine Option ist.
        Ich weiß nicht, ab wann ein Fötus mitbekommt, was da passiert. aber ich kann nicht glauben, dass er gerade z.B. in der 10. Woche oder älter keine Schmerzen o.ä. hat.

        Wenn Frauen voll hinter ihrem Abbruch stehen, sind sie selbst verantwortlich. Ich mische mich da nicht ein. Aber wenn frauen hier posten, die gegen ihr Gewissen bzw. Herz handeln, weil sie unter Druck stehen z.B. durch den KV., dann ermutige ich sie schon, ihr Kind zu bekommen und versuche, Alternativen aufzuzeigen!!!

        Aber ich merke an deinem Beitrag, dass du wohl selbst keine klare Position hast.
        Dein Schwenk von der befruchteten Eizell bis zur Spätabtreibung ist schon gewaltig und zeigt eigentlich, wie vielschichtig und emotional dieses Thema ist.

        LG

        Monika

        • (4) 26.10.13 - 17:05

          Nein eine klare Position habe ich nicht, nur Gedanken die ich einfach mal geschrieben habe.
          Ich hatte einen Abbruch ganz früh in der 6. Woche außer Fruchthöhle und Dottersack war nichts zu sehen, würde aber auch keine Frau verurteilen die es psychisch nicht schafft ein Kind mit Down Syndrom zur Welt zu bringen und in der 14. Woche abtreibt.

          Aber und das stößt mir auf, hier gibt es Frauen die absolut gegen Abtreibung sind, wenn es gesunde Kinder sind, und bei behinderten sieht es wieder anders aus, und da wird mir schlecht.

          Wenn ich was gelernt habe im Leben urteile niemals über jemanden wenn du ihn nicht kennst, leichtfertig abtreiben finde ich auch schlimm, es gibt Frauen die 12 mal abgetrieben haben? Da fehlt mir auch jedes Versändnis aber wie sieht es aus bei 2,3.oder 4 mal?
          Ist das schlimmer wie einmal, haben die Frauen die nur einmal abgetrieben haben und dann verhütet haben und dann doch noch mal nicht aufgepasst haben im Leben einfach nur Glück gehabt das sie nicht noch einmal in die Situation gekommen sind?
          Ich kenne ein Mädchen das abgetrieben hat, und dann 2 Monate später wieder schwanger war, das Kind behielt, sozusagen war die Abtreibung ja umsonst.

          Aber urteilen das steht mir nicht zu und auch niemand anderem!!!

          • Hallo Ich bin gegen Abtreibungen egal ob es in der 5 ssw oder in der 14 ssw ist. Ich kann es auch absolut nicht verstehen das es legal ist bis zu 12 ssw abzutreiben den dann hat es schon alles was ein Mensch braucht es muss nur noch wachsen. Es gibt immer eine Lösung. Ich hätte auch kein Kind abgetrieben wo das daun syndrom hat. Wo ein Herz schlägt ist auch Leben da auch wenn es gür Wochen nur im Bauch lebensfähig ist. Das ist meine Meinung und zu der stehe ich auch. Nie im leben wäre mir in den Sinn gekommen abzutreiben weil der Mann das Kind nicht haben möchte, ein Mann läst sich wieder finden das abgetriebene Kind ist dann aber für immer weg. Lg Andres
            Ä

        (6) 27.10.13 - 17:52

        "Ich weiß nicht, ab wann ein Fötus mitbekommt, was da passiert. aber ich kann nicht glauben, dass er gerade z.B. in der 10. Woche oder älter keine Schmerzen o.ä. hat."

        Nun, es ist aber keine Sache des "glaubens", sondern schlicht des Wissens. Es ist so typisch - man weiß es nicht, maßt sich aber an, etwas zu "glauben".

        Dir kann geholfen werden:

        "Entwicklung des Schmerzempfindens FALSCH: "Bereits mit 7 Wochen empfindet der Embryo Schmerzen"

        Ab der 8. Woche nach der Befruchtung können durch Reizung motorische Reflexbewegungen beim Embryo ausgelöst werden. Ab der 18. Woche wurden hormonelle Stressreaktionen beobachtet. Bewusste Reaktionen oder Wahrnehmungen des Fötus (z.B. bewusste Schmerzempfindungen/Schmerzerlebnis) sind aber nicht vor der 24. Woche möglich, da die Grosshirnrinde (Kortex) des Foetus noch nicht funktionsfähig ist. Bis zu diesem Zeitpunkt sind auch noch keine regelmässigen Hirnströme festzustellen.

        Für die Fähigkeit zu irgendwelchen Wahrnehmungen sind eine bestimmte minimale Zahl von Nervenzellen in der Grosshirnrinde, ein bestimmtes Entwicklungsstadium dieser Zellen und eine minimale Zahl von Synapsen (Verbindungen zwischen den Nervenzellen) Voraussetzung. Bei diesen setzt um die 24. bis 30. Woche eine rasante Entwicklung ein.

        "Das Kleinhirn erreicht seine endgültige Form im 7. Monat. Die Umhüllung (Myelinisierung) des Rückenmarks und des Gehirns beginnt zwischen der 20. und 40. Schwangerschaftswoche. Diese und andere Entwicklungen des Nervensystems müssen stattgefunden haben, ehe der Foetus Schmerz empfinden kann" (Erklärung der Vereinigung der amerikanischen Frauenärzte). "Vor der 26. Woche ist die Grosshirnrinde nicht funktionsfähig. Deshalb ist es auf jeden Fall unzutreffend, von einer «Wahrnehmung» oder einer «bewussten Reaktion» des Foetus zu sprechen" (Maria Fitzgerald, Prof. für Neurobiologie, London).

        Für die Wahrnehmung oder das Bewusstsein von Schmerz muss die sensorische Information an den Thalamus und die Grosshirnrinde (Kortex) übertragen werden. Das ist frühestens ab der 24. Woche möglich. Das Fehlen von Verbindungen zum Kortex bedeutet, dass ein Schmerzempfinden vor 24 Wochen nicht möglich ist. Report of the Royal College of Obstetricians and Gynaecologists, London, 2010"

        http://www.svss-uspda.ch/de/facts/biologie.htm

    Hey

    Wie ich deinen Text gelesen habe hatte ich das gefühl du schreist jemanden an der dir all das an den Kopf geworfen hat!
    Ich ziehe den hut vor Dir, du bist in einer, tschuldigung wenn ich das jetzt so sage, beschissenen Situation gewesen und hast die für Dich richtige entscheidung getroffen! Ich kann dich da verstehn, absolut!

    Aber ich sage auch das es für Mich persönlich nur einen Grund gibt ein kind nicht zu bekommen, und das wäre wenn ich sexuell missbraucht werden würde!

    In allen anderen Situationen wäre es für mich undenkbar, egal ob das kind behindert wäre oder aufgrund einer erkrankung nur eine geringe lebenserwartung hätte oder oder oder! Evtl liegt es daran das ich lange versucht habe schwanger zu werden und ich einige FG´s hinter mir habe.
    Zum Thema abtreibung, ich war in Bochum in der Körperwelten ausstellung, da ist im Eingang der bereich wo die entstehung eines lebens ausgestellt wurde, von befruchtung bis zur 33. Woche, und auch ein Fötus, nein kann man so nicht sagen, ein Kind in der 12ssw das alter in dem es in deutschland legal ist ein gesundes kind abzutreiben! Verdammt das war vollständig, ich musste so schwer schlucken. Ich finde, die leute die Abtreibung als Verhütungs Methode sehen, sollten sich sowas man anschaun!

    ABER und das Betone ich nochmal, jeder kann in eine scheiß lage kommen, und jeder muss selbst wissen was dann für ihn am besten ist

    • (8) 26.10.13 - 18:13

      Hier in dem Forum wurde ich nicht beschimpft aber eine Bekannte hat von der Abtreibung erfahren und lästert jetzt über mich, wie ich nur kann ein Lebewesen umzubringen , ob ich kein Herz hätte und das tut sehr weh.
      Ich hätte mich gerne für das Baby entschieden aber im schlimmsten Falle hätte ich mit drei Kindern und krankem Mann alleine dagestanden und ich bin jetzt schon oft an meiner Grenze weil es meinem Mann nicht gut geht.
      Ich bereue es nicht und fühle mich nicht als Mörderin, es tut mir leid für die Frauen die auf ein Baby hoffen und wünsche ihnen von Herzen das sie schwanger werden, Kinder sind schön aber wenn die Lebensumstände schon sehr schwer sind wird es nicht besser, mein Mann wollte es gerne und sagte vielleicht ist das ein Antrieb für ihn aber das ist mir alles zu unsicher gewesen ein Baby ist viel arbeit und Stress, meine Frauenärztin hat mir sogar zu einer Sterilisation geraten, was mich auch getroffen hat.

      Nur weil man sich dagegen entscheidet heißt das doch nicht das man nie wieder ein Kind möchte, puuh schwieriges Thema aber es hat mir geholfen hier zu schreiben.

      • Deine Frauenärztin ist echt krass!!

        Wie gesagt ich ziehe den hut davor das du dich so entscheiden konntest!!
        Und die bekannte von dir soll mal fein die Füße still halten, so lang sie nicht in deinen schuhen steckt unde deine wege geht!!

    Das Argument "Abtreibung als Verhütungsmethode" hört man immer wieder, aber mal ernsthaft: Hat irgendjemand schon mal eine Frau kennen gelernt, die das so handhabt? Will heißen: die einmal im Monat, 12-mal im Jahr, einen Abbruch hatte? Bei der körperlichen Belastung; dem Rennen von A nach B, um den Beratungsschein zu bekommen; den Kosten, die das verursacht; bzw dem Gehampel mit der Krankenkasse, damit der Abbruch übernommen wird? Was für ein Aufwand!

    Um nicht zu sagen: ich glaube nicht, dass irgendjemand das ernsthaft so betreibt. Auf der anderen Seite wird dieser Vorwurf einfach gerne den Frauen gemacht, die im Laufe eines langen Sexuallebens 2- oder 3-mal einen Abbruch vornehmen lassen. Als ob das ernsthaft als Verhütung gelten könnte.

    Als hätte man einen Abbruch "frei", und alles darüber hinaus sei nicht zu rechtfertigen. Weil, wie jeder weiß, Verhütungsmittel nur ein einziges Mal versagen können.
    Das Argument finde ich schlichtweg schwach.

    • Ich persönlich kenne eine Frau die hat in 1 Jahr 3mal abgetrieben!! Und auf meine Frage wie sie sowas nur machen könne, meinte sie: "Warum nicht, es ist pilliger für mich wenn ich abtreibe als wenn ich mir Gummies oder die Pille hole, oder sonst eine andere verhütung!"

      Ich war so geschockt

      • Hm. Okay.. (billiger? Auch nur, wenn sie die Abbrüche nicht selber bezahlen muss). Letztendlich schadet sie damit aber nur sich selbst und ihrem Körper, der die Belastung aushalten muss. Ich weiß, dass das auf emotionaler Seite viele Leute anders sehen, die meinen, es käme auch ein Kind zu Schaden, aber das sehe ich nicht so, solange wir hier von der üblichen 12-Wochen-Frist reden. Wenn die Dame wirklich diese Ansicht vertritt, ist es sicher besser, dass sie kein Kind zur Welt bringt.
        Dennoch denke ich, dass solche Fälle die Ausnahme darstellen, nicht die Regel.

    Merkwürdig , ich habe über 20 Jahre im sozialen Bereich (den sozialen Brennpunkten einer Großstadt ) gearbeitet und kenne nicht eine Frau die per Abtreibung verhütet hat.
    In den 70ziger und 80ziger Jahren gab es Berichte aus der ehemaligen UDSSR von Mehrfach- Abtreibungen mangels hormoneller und anderer Verhütungsmittel.

    Hallo,

    ich habe so etwas (entgegen meiner Vorschreiberin) aus sozialen Brennpunkten schon gehört.

    Also, jetzt nicht direkt "Abtreibung als Verhütungsmethode"... aber wenn das Geld mal knapp ist, wird schonmal eine Schwangerschaft riskiert und ab und an nicht verhütet. Man schaut halt, dass man nicht um den Eisprung herum Sex hat und das muss reichen.

    Entgegen dem, was du dir da zusammenschreibst, wird man ja auch nicht jeden Monat schwanger in dem man Sex hat. #gruebel

    Ich möchte die Frauen, die in dieser Lage sind auch nicht bewerten. Oft stecken ganz schwierige Strukturen hinter solch einem Verhalten: Mangelnde Bildung, allgemeine Lebensüberforderung usw.

    LG

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