Petition einreichen?

    • (1) 30.10.13 - 20:47

      Hallo ihr Lieben,

      ich grüble derzeit intensiv darüber nach, an wen ich mich an besten wenden kann, um eine schulpolitische Änderung durchzusetzen (kurz: Verschiebung der Stichtagsregelung vom 30.09 auf den 31.07 oder 30.06).

      Hat jemand Erfahrung damit, wie man hier am erfolgreichsten vorgehen kann? Direkt eine Petition im Landtag einreichen? Eine Unterschriftensammlung für ein Volksbegehren?

      Würde mich sehr über hilfreiche Antworten freuen.

      Liebe Grüße,
      delfinchen

      • Wieso willst du denn den Stichtag verschieben?

        lg

        • Damit jedes Kind wenigstens seinen 6. Geburtstag feierte, ehe es zur Schule kommt.

          Das Schuljahr in Bayern beginnt offiziell am 01.08 - warum liegt dann der Stichtag am 30.09? Das erschließt sich mir nicht.
          By the way. Finnland, unser PISA-Vorzeigeland - schult mit 7 ein. Das will ich ja gar nicht, aber ich hätte gerne, dass jedes Kind, das als MUSS-Kind zur Schule geht, 6 Jahre alt ist.

          Mit 5 ist bei Mädchen frühestens der Teil im Hirn ausgereift, der für das Schreiben verantwortlich ist. Warum kann man da nicht warten, bis er beim normal entwickelten Schüler tatsächlich ausgereift ist und dann erst einschulen?

          LG,
          delfinchen

      Guten Abend,

      leider habe ich keine Ahnung. Aber vielleicht habt ihr ja irgendwo einen Abgeordneten der Freien Wähler sitzen und du gehst einmal in die Bürgersprechstunde und trägst dein Anliegen vor.

      Freie Wähler deshalb, weil sie ja derzeit auch die Wahlfrage G8/G9 in einem Bürgerbegehren initieren.

      LG Reina

        • Bitte gern geschehen.

          Es wäre schön, wenn die Einschulung wieder später wäre. Zurückgerudert sind sie ja schon.

          LG

          • Ja, das wäre super!
            Auch wenn dann trotzdem eine gewisse Altersspanne in einer Klasse ist - trotzdem wären die Kinder dann schon ein paar Wochen 6 Jahre alt, ehe sie zur Schule gingen.
            Mein werden erst 2 Wochen nach Schulstart 6 Jahre alt (weil sie 10 Tage zu früh zur Welt kamen;-).

            LG,
            delfinchen

            • Der Rückstellungswahn hätte ein Ende.

              Die Kinder haben die Grammatik intus und die Lautbildung ist abgeschlossen.

              Sie sind reifer bei der Berufswahl und können auch ausgebildet werden.

              Meiner wird ein Dinosaurier bei der Einschulung sein mit 6 3/4.

              LG Reina

              • Zudem hätte auch der Bereich im Gehirn, der für die Motorik des Schreibens verantwortlich ist, die Chance, ausgereift zu sein - auch bei Jungs!
                Für mich ist die Einschulung mit noch 5 ein Wahnsinn - Eltern, die dies möchten, sollen ihre Kinder als Kann-Kinder gerne so einschulen, dies von allen zu verlangen ist unpädagogisch!

                Flex-Klasse hin oder her - wen das Gehirn noch nicht so weit sein kann, sind Probleme programmiert. Und es ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Schullaufbahn, dass die ersten zwei Jahre gut laufen und vor allem das Kind nicht überfordern.

                • Ich bin ganz bei dir.

                  Ich habe mich schon Kinder therapieren sehen, die etwas können müssen was sie noch gar nicht können brauchen. Bzw. Ärzte die keine Verordnungen ausstellen, weil die Kinder das nicht können müssen und diese Kinder mit ihren lautsprl. Defiziten einen lautsprachlich ausgerichteten Schriftspracherwerb durchlaufen. Der Lehrer wird's schon richten.

                  Das bildungspolitische Sparprogramm hat schon was.

                  Na ja, jetzt lasse ich mich mal überraschen was der neue Lehrplan der Grundschulen mit sich bringt.

                  • "Na ja, jetzt lasse ich mich mal überraschen was der neue Lehrplan der Grundschulen mit sich bringt."

                    Ich auch - ist ja ne Richtlinie für unseren Lehrplan an den Mittelschulen.

                    Besserung wird er aber eher nicht bringen - nur noch mehr Schwammigkeit, dank irgendwelcher Kompetenz-Stufen. Das ein lautsprachlich ausgerichteter Schriftspracherwerb verschwindet, daran glaube ich leider nicht (mehr). Schade, denn das ist meine andere "Baustelle". Diesen - für die meisten Kinder - Nonsens wieder abzuschaffen.

                    (Meine beiden tun sich mit dem "sch"-Laut noch schwer, ab Montag gehen wir zur Logopädie. Aber auf mein Drängen, der Arzt hätte das noch nicht so dringend gesehen. Ich frage mich aber schon, wie mein Kind dann mal "Sch-wein" sprechen soll, wenn es "S-wein" bzw. "Ch-wein" spricht).

                    • Vielleicht wird der Philologenverband ja erhört mit seinen Wünschen.

                      Ich glaub`s ja nicht. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

                      Irgendwie muss ich ja mein Geld verdienen und mein Mann zählt schon die Jahre, wie lange er diesen Irrsinn noch ausgesetzt ist.

                      Kind schreibt SWEIN wie gesprochen, Lehrer streicht an da das Vieh nun einmal SCHWEIN heißt. Folge Elterngespräch. Lautgetreu ist es ja geschrieben. Eine unendliche Diskussion.

                      • Fürchterliche Methode!
                        Benachteiligt mal wieder die Kinder, die sich etwas schwerer tun und auch die, die deutsch nicht als Muttersprache haben.
                        Manchmal fragt man sich wirklich, wofür die "da oben" ihr Geld kriegen. Fürs Denken jedenfalls nicht.

Top Diskussionen anzeigen