Religion in der Öffentlichkeit

    • (1) 11.11.13 - 02:28

      Hallo zusammen!

      Um den von Vam-pir-ella erstellten Thread nicht zu sprengen, möchte ich selber einen neuen erstellen.

      Ich kopriere jetzt einfach mal ein paar Aussagen dazu (ich hoffe, das ist okay!):
      "Ich arbeite im Krankenhaus, hier hängt in jedem Zimmer ein Kreuz und es ist eine Bibel vorhanden. (...) Gerade die älteren deutschen Leute brauchen diese Symbole. Und ihr glaubt gar nicht, wie viele junge, coole Nicht-Gläubige in Krisenzeiten dann doch mal in der Bibel blättern oder beten! Deswegen finde ich es wichtig, dass diese Sachen vorhanden sind. Sie bieten Schutz und Trost. Und wer nicht daran glaubt, den sollte es nicht stören."

      "Ich bin Atheistin und es stoert mich massiv, dass Leute in schwierigen Lebenssituationen fuer Religionen rekrutiert werden, die sich halt die schwierige Lebenssituation zum Nutzen machen"

      "Wenn jemand einen Wunsch nach religioeser Seelsorge hat, sollte ihm das natuerlich nicht verwehrt werden. Aber in jedes Zimmer ein Kreuz zu haengen und eine Bibel zu legen geht zu weit. Und Leute, die sich in schwierigen Situationen befinden unter Ausnutzung dieser schwierigen Situation zu missionieren zu versuchen ist geschmacklos."

      "Religion sollte Privatsache bleiben."

      "Ich lasse nun wirklich jedem seinen glauben- aber hälst du es für angemessen, daß in unseren klassenzimmern und gerichtssälen kreuze hängen?"

      Wie seht ihr das? Sollte Religion wirklich reine Privatsache sein und nicht öffentlich? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht? Wieso kann ein Atheist ein für ihn mit keinerlei Bedeutung behaftetes Symbol nicht "übersehen"? Wieso kann ein religiöser Mensch sich darüber aufregen, wenn eben solche Symbole entfernt werden, ihm wird ja nicht sein Glaube genommen? Wieso nutzen so viele Menschen die kirchlichen Angebote (Kindergarten, Beratungsstellen, Krankenhäuser), haben aber gleichzeitig nichts mit der Kirche an der Mütze? Wieso gibt es einen lauten Aufschrei, wenn man St.Martin umbenennen will, wenn gleichzeitig keiner mehr die Bedetungung der anderen Feiertage (Frohnleichnam, etc) kennt? Sollten die Feiertage dann auch abgeschafft werden und es nur noch staatliche Feiertage geben? Wieso sollte jemand, der nicht an Gott glaubt, an Ostern, Pfingsten und Christi Himmelfahrt nicht arbeiten?

      Viele Fragen zu dem einen Thema. Mich interessieren eure Meinungen und wie ihr das seht und lebt. Meine Meinung dazu? Ambivalent. Ich bin Christin, jedoch kein besonders eifriger Kirchengänger. Ich glaube, aber nicht so wie die Kirche das will. Ich kenne die Feiertage und ihre Bedeutung, muss aber aufgrund meines Berufs eh an diesen Tagen arbeiten. Ich finde es gut, dass es die Kirche als Träger sozialer Einrichtungen gibt, befürworte aber nicht alles, was die Kirche tut. Und ich finde, dass Kreuze in öffentlichen Gebäuden hängen sollten.

      Ich hoffe auf eine faire und interessante Diskussion.

      Liebe Grüße und einen guten Start in die neue Woche, Truly

      • Guten Morgen!

        Grundsätzlich ist ja so, das Kirche und Staat nichts miteinander zu tun haben (sollte). Aber, wenn ich in eine Einrichtung mit christlichem Träger, (da ist es dann egal ob Katholisch oder evangelisch) gehe, sei es Kita, Kiga, Schule oder Krankenhaus, dann muss ich damit rechnen das da christliche Symbole hängen und das mein Kind wenn es solche Einrichtungen besucht eben den Glauben näher gebracht bekommt und im Glauben erzogen wird. Aber das habe ich mir ja ausgesucht.

        Was Bibeln und Kreuze im Krankenhaus angeht, da ist wieder die Sache mit dem Träger. Ich persönlich finde es schön, wenn es in einem KH noch Nonnen gibt, die haben zum Teil viel mehr Zeit sich um Alte, Kranke, Einsame zu kümmern. Unser Sohn wird übrigens wenn es soweit ist eine Schule besuchen die noch in Nonnenhand ist.

        Wenn man aber jetzt hingeht und die Kreuze aus öffentlichen Gebäuden entfernt, sprich staatliche Schulen, Ämter, Gerichte etc, also neutrale Gebäude, was ich auch befürworte, denn Staat und Religion haben nichts miteinander zu tun, dann muss ich aber auch hingehen und Kopftücher und Burkas und andere Glaubenszeichen anderer Religionen in solchen Einrichtungen verbieten.

        Normal müssen wir dann die Feiertage abschaffen, dann nur noch Tag der deutschen Einheit und 1 Mai. Den Rest, wie Pfingsten, Christi-Himmelfahrt, Weihnachten können wir auch arbeiten gehen, oh Ostern hab ich vergessen.

        Ach ja ein sehr komplexes thema..

        Li Isi #winke

        • Moin,

          Die beiden Kindergärten in meiner Gemeinde sind unter katholischer Trägerschaft. Ich habe somit die Möglichkeit "katholischer Kindergarten" (nicht mal evangelisch oder christlich, sondern katholisch) oder kein Kindergarten. Dies beisst sich aber mit der realität, respektive mit meinem Anspruch auf einen Platz, wenn mit "dann geh halt nicht hin" gekontert wird.

          Wenn ich in ein Krankenhaus eingeliefert werde, habe ich im Krankenwagen auch nur mässige Mitbestimmungsrechte, wo die mich abliefern. Und wenn die einzige, sagen wir mal, Kardiologie in der Gegend in einem "christlichen" Krankenhaus ist, habe ich da auch nur eine beschränkte Wahlfreiheit.

          Zudem übernehme ich gerne persönlich die entfernung von Symbolen von "fremden" Religionen in öffentlichen Räumen, wenn du die christlichen entfernst. (nein nein - nicht, weil ich die da weghaben will, sondern weil ich mir dann einen faulen lenz machen werde. Mir ist zumindest noch kein "fremdes" religiöses Symbol bewusst wahrgenommen). Zudem habe ich hier nicht die forderung gelesen, dass Kreuze weg sollen, halbmonde aber hin kommen, sondern dass sämtliche religiösen Zeichen weg sollen.

          • Also willst du den muslimischen Damen das Kopftuch runter reissen? Um sowas ging es mir, nicht um Symbole wie das Kruzifix.

            Dann alles was mit Religion zu tun, und da gehören Kreuze wie auch Kopftücher oder Kippa zu.

            • Das Kopftuch lasse ich, wo es ist. Wenn ich jemandem ans Kopftuch will, muss auch das Kettchen mit dem Kreuz um den Hals weg :-)
              Aber der Vergleich mit dem Gericht hinkt sonst leider etwas, wenn es nicht um das Gebäude und die Verzierungen ging, sondern um die Personen, die darin verkehren. Denn dies hat wohl noch niemand gefordert, dass eine Nonne bspw. zum Anmelden ihres Fiat sich in bürgerliche Kleidung werfen muss. Wenn sie aber vor Gericht aussagen muss, ist eine bürgerliche Kleidung vielleicht doch nicht so verkehrt, da sie ja mit der Kleidung ein Bild vermittelt, um das es gar nicht geht.

              Ich persönlich bin für absolute Religionsfreiheit (im Rahmen der Verfassung und der Gesetze). Mir ist durchaus bewusst, dass das Eis hier sehr dünn ist, aber ich unterscheide noch zwischen Immobilien und damit einhergehende Gegenständen (Kruzifixe, Heiligenbildchen, Madonnenstatuen) und den Bereichen, die durch das Persönlichkeitsrecht geschützt sind (Kleidung, Schmuck, Ansichten, Ideen etc.)

              Ich bin gegen Kopftücher von Unterrichtspersonen. Aber auch gegen Nonnentrachten. Mönchskutten, Nudelsiebe, Talare, Nacktheit oder sonst was. Gleiches Recht für alle. Gegen das Kruzifix am Hals habe ich erstmal nichts, da man es unter der Kleidung tragen kann. Offen getragen finde ich das jetzt auch nicht in Ordnung, da es genau so ein Glaubensbekenntnis bezeugt, wie ein Kopftuch.

              Zudem finde ich es etwas Krass, wenn ich ein kreuz von der Wand nehmen (also Raumschmuck) jemandem seine Kleidung zu verbieten. Wenn ich christlichen Wandschmuck verbiete, sollte ich im Gegenzug nicht-christlichen Wandschmuck auch verbieten (aber bei den nicht-christen noch auf Kleidung ausweiten).
              Wenn ich religiöse Kleidung verbiete, sollte ich alle religiöse Kleidung verbieten. Und da wird es sehr schwierig, da Kleidung, Religion, Identität und Gesellschaft sehr stark miteinander verwoben sind.

      Ich stimme dir zu! Bald sind wir eh in der Minderheit und dann ists vorbei mit den Kreuzen in öffentlichen Gebäuden! Keine rechte parolen, sondern Folgen des Demographischen Wandels!

    • "Und ich finde, dass Kreuze in öffentlichen Gebäuden hängen sollten."

      darf ich gleich mal eine rückfrage stellen?
      WARUM?

      Warum befürwortest du das?

      Ich kann dir vielleicht versuchen darzulegen, warum ich es nicht befürworte.
      Ich bin grundsätzlich für eiine trennung von Kirche und staat, von staat und Religion.
      Zum einen weil nur so eine wirklich Religionsfreiheit gewährleistet ist, wenn ich auch die freiheit habe, frei von Religion zu leben.

      da ich mir staatliche instituationen wie Schule oder gerichtssaal nicht aussuchen kann, bin ich also angewiesen, daß mich dort der Staat schützt.
      Dies tut er nicht, wenn er die symbole einer religion dort öffentlich zur schau stellt, während er andere dort nicht zuläßt (lehrerinnen oder anwältinnen mit kopftuch beispielsweise)
      Wie kann ich mein kind frei von religiösen inhalten erziehen, wenn die einschulungsfeier in einer kirche stattfindet geleitet vom pfarrer und vom patoralreferenten?

      Welche botschaft also sendet uns ein gerichtssaal mit einem kruzifix?
      Welche rechtssprechung kann ich dort erwarten?
      hier wird die sorge vor paralleljustiz formuliert wenn es um islamisches recht geht. wie sieht es mit den Rechtsansichten der christlichen kirchen aus?
      Welche aussagen machen sie z.B. zur wiederheirat? Welche zur verhütung? Welche zur abtreibung? Welche zur homosexualität?
      sind diese immer vereinbar mit unserem staatlichen rechtssystem? wenn nein: was hat dann das symbol in einem gerichtssaal (oder eien schule) zu suchen?

      Warum darf die katholische kirche einerseits sagen, sie erkennt eine zweite ehe nicht an, zieht aber dann kirchensteuer vom ehepartner des kirchenmitgliedes ein (der NICHT mitglied einer christlichen kirche ist) ein, nur weil der staat die ehe anerkennt und damit das staatliche recht auf zusammenveranlagung gewährt?

      warum gewähren wir der kirche als einziger institution das recht einfluß auf lehrerausbildung, auswahl der religionslehrer und unterrichtsinhalte zu nehmen?
      Wo ist da eine trennung von kirche und staat gewährt?
      Wo ist da die freiheit gewährt, wenn ich nicht gleichermaßen anderen institutionen diesen zugang gewähre, dort ihre inhalte zu propagieren?

      Wo also ist der vorteil, wenn ich in einem staat mit einer rechtsordnung, die nicht der kirchlichen rechtsordnung entspricht, in den institutionen der rechtspfelge die symbole der demokratiefeindlichen kirche plaziere?
      welche aussage soll damit getätigt werden?
      mir erschließt sich das nicht

      Wir sind ein demokraticher staat- warum also verwendt dieser die symbole einer nicht demokratischen institution?

      die frage nach kirchlichen feiertagen ist selbstverständlich berechtigt.
      und auch dieses sollte sich ein laizistischer staat stellen (der wir ja nicht sind).

      Eine demokratie unterscheidet sich in einem wesentlichen merkmal von anderen staatsformen- unter anderem auch von religös geprägten. Nämlich dadruch, daß sie keine "letztbegründung" besitzt auf die sie sich beruft.

      herrschaft wird also nicht durch geburt oder durch "gottesgnadentum" legitmiert.

      Gesetze werden nicht damit begründet, daß sie in letzendlicher weisheit auf etwas höheres zurückgeführt werden, wie eben Gottes wille.
      Sie müssen ausgehandelt werden und sich immer wieder neu als legitim erweisen.
      Nur dieser diskurs ermöglicht demokratie.
      und dieser diskurs macht sie auch so wackelig.

      davor haben wir angst und daher schleichen sich immer wieder solche "letzbegründungen" ein (wie z.B. die menschenrechte).
      und meienr meinung nach halten wir daher auch an den symbolen einer überdauernden kulturprägenden institution fest. aus Angst vor dem verfall des gesamten systems, wenn wir auf die letztbegründung verzichten.

      daher beginnt unser grundgesetz auch mit den worten "Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen,"

      ich kann daher versthen, WARUM wir so gerne daran festhalten, welche Angst dahinter steht und welche Gefahr ja tatsächlich auch für eine Demokratie (die einzige herrschaftsform, die prinzipiell mit ihren mitteln selbst ausgehebelt werden könnte) besteht, weil sie eben auf die Letztbegründung verzichtet, wenn sie laizistisch präsentiert.

      Dennoch bin ich mir sicher, daß wir meine Enkel keine Kreuze mehr in ihren Klassenzimmern haben werden.
      die sekularisierung wird kommen- es wird aber seine zeit brauchen....

      Hallo,

      also ich bin katholisch getauft. Meine Mutter hat mich irgendwann gezwungen dem Kirchenchor beizutreten, daher war ich auch relativ oft in der Kirche. Mit 18 bin ich dann aus dieser ausgetreten. Für mich ist die Kirche nichts weiter als eine Sekte mit staatlicher Genehmigung den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen (Kirchensteuer).

      Trotzallem muss ich halt anerkennen, dass unser Land eben ein christliches Land ist und seine Bräuche und Symbole hat.

      Wir wohnen gegenüber eine Kirche. Das macht mein Leben nun weder besser noch schlechter. Wenn im Krankenhaus ein Kreuz hängt, bin ich weder länger krank noch schneller gesund :-) Auch lernt mein Kind nicht besser, nur weil im Klassenzimmer vielleicht ein Kreuz hängt und es tut ja auch keinem weh.

      Es ist wie immer - etwas mehr Toleranz wäre von beiden Seiten aus angebracht.

      Hingegen für die Aschaffung der christlichen Feiertage wäre ich direkt. Ich brauche kein Weihnachten oder Ostern etc. Es ist ohnehin ja schon belegt, dass Jesus (so er denn wirklich gelebt hat) weder an Weihnachten geboren wurde - noch weiß man wann er gestorben ist. Aber solange der Staat an den Feiertagen dank der Shopping-Wut der Bevölkerung gut mitverdient, wird er den Teufel tun, diese abzuschaffen :-)

      Und seien wir mal ehrlich die Feiertage sind, wie auch der Rest des christlichen Glaubens nur Heuchelei.Warum muss ich genau am 24.12. meinen Lieben Geschenke geben und nett beieiander sitzen. Kann ich das nicht auch an jedem anderen Tag tun ?

      Warum muss ich in weiß in der Kirche heiraten, wenn ich sonst nie im Leben einen Gottesdienst besuche ?

      Mein Respekt gilt all denen, die fest an das Christentum glauben und auch sonst regelmäßig (trotz gesundheitlicher Probleme) den Gottesdienst besuchen und sich in der Kirche eingagieren - leider sind das wohl in der Mehrheit nur noch die alten. Die Jungen wollen immer nur haben, haben, haben (Kindergärten, Taufe, Hochzeit, Weihnachten etc.) Da läuft mir einfach nur die Galle über.

      Ich habe mich, wei gesagt, gegen die Kirche entschieden, habe weder dort geheiratet, noch ist meine Tochter getauft. Leider ist es mit Kind nicht ganz so leicht Weihnachten zu ignorieren aber ich habe mir fest vorgenommen, dies in 2-3 Jahren wieder zu machen, wie ich es auch vor meiner Tochter gemacht habe.

      • "Trotzallem muss ich halt anerkennen, dass unser Land eben ein christliches Land ist und seine Bräuche und Symbole hat."

        Ist das noch so? Wieviele Christen hätten wir denn, wenn alle Bürger nicht getauft worden wären und sich mit 18 dafür entscheiden müssten?

        60% der Bevölkerung sind christlicher Konfession. Wieviele sind denn davon noch aktive Christen, wieviele gehen aus Überzeugung zur Kirche, wieviele feiern bewusst die Feiertage wie Pfingsten etc?

        Christliche Bräuche haben sich zu volkstümlichen Bräuchen entwickelt. Aber das schreibst Du ja auch selbst in Deinem vorletzten Abschnitt.

        • Vermutlich hätten wir fast gar keine Christen mehr, wenn die Baby-Rundum-Schlag-Taufe abgeschafft werden würde.

          Andererseits muss man aber auch sehen, dass der Staat ohne kirchliche Einrichtungen wie Kita´s oder die Caritas ziemlich blöd aus der Wäsche schauen würde :-)

          • Wahrscheinlich aber eher nicht. Bei der Caritas , als Dachverband des Wohlfahrtsverband der römisch-katholischen Kirche, finanzieren die Kirchen von den rund 37 Milliarden Euro lediglich rund 830 Millionen. Heisst die andern rund 97% sind Steuergelder.

            Generell sind die meisten Einrichtungen die die Kirche für sich reklamiert und wo sei eigenes Recht durchsetzt zum grössten Teil staatlich finanziert.

            was denkst du denn, wer die kosen für den kitabesuch zahlt?
            denkst du das caritas-krankenhaus will nicht wie das pirvate krankenhaus oder das städtische seien kosten wieder decken über die krankenversicehrungen?

            der anteil, den die kirchen dazu beisteuern ist gering - ihre macht dadruch aber groß.
            keien ahnugn wie die rechnugn aussehen würde, wenn man dagegen die staatsleitungen gegenrechnen würde
            http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsleistung

    Religion und Kirche war seit jeher mit Politik und dem Staat verbunden - wenn man weit in die Vegangenheit blickt, war die Macht früher viel mehr auf Seite der Kirche. Im Zuge der Aufklärung verschwand der Einfluss der Kirche immer mehr aus dem öffentlichen Raum.

    Ich denke, es ist nur konsequent, religiöse Symbole komplett aus staatlichen Institutionen zu verbannen. Ansonsten müsste man auch gleichberechtigt alle anderen religiösen Symbole daneben hängen. Denn schließlich schreibt der Staat Religionsfreiheit vor, was für mich eine Gleichbehandlung bedeutet.

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