Fehlen Frauen ein paar Gene oder sind Frauen feiger als Männer?

    • (1) 18.11.13 - 15:09

      Vor einiger Zeit gab es schon mal eine Diskussion über Entdeckertum und das nahezu alle wesentlichen Errungenschaften bis in die Neuzeit rein, allesamt von Männern erfunden/entdeckt worden sind.

      Eine oft gebrachtes Argument der Gegenseite war, dass Frauen ja früher nicht durften. Somit schien die Diskussion schnell beendet. Zugegeben: Es artet natürlich auch schnell in Provokationen aus.

      Aber was ist mit Leuten wie Ellison, Page, Gates, Jobs, Bezos...die Namen hinter den digitalen Superstars Apple, Google, Amazon, Oracle, Microsoft....alles Männer, nirgends weit und breit eine Frau.

      Reicht heutzutage die Ausrede, dass Frauen nicht dürfen, immer noch aus?

      Oder ist es so, dass Frauen einfach ein Gen fehlt?

      Würde es Frauen heute noch reichen, dass die Erde eine flache Scheibe ist?

      Ich weiß, das klingt provokativ aber die Fakten sprechen für sich: Frauen sind im Bereich von Entdecker- und Unternehmertum hoffnungslos unterrepräsentiert.

      anscheinend ist dir langweilig, deswegen habe ich dir mal etwas Lesestoff zusammengesucht:

      http://www.welt.de/debatte/article6652512/Tueftler-Frauen-zwischen-Klavier-und-Torpedo.html

      http://www.jokers.de/kultur/erfinderinnen/beruehmte-erfinderinnen-des-19-jahrhunderts.html

      http://www.meinhard.privat.t-online.de/frauen/patent.html

      oder was hast du dir von dieser Frage erwartet?

      Früher war es auch üblich, dass Frauen unter männlichen Preudonymen ihre Entwicklungen veröffentlicht haben.

      Ariane #winke

    Dass sie Frage provokativ gestellt war und das fehlende Gen eher als Metapher gemeint war, sei nochmal nachgeschoben. Scheinbar ist das nicht für jedermann zu durchschauen. Wenn sich sogar ein User entblödet, eine Brücke zu demnächst rassistischen Diskussionsgrundlagen zu schlagen versucht.....

    Ich spreche hier explizit Unternehmertum und Entdeckertum an.

    Seit 1901 gab es nach meiner Kenntnis 45 Frauen, die den Nobelpreis bekommen haben, dagegen aber rund 780 Männer. Im Bereich Wirtschaft waren es 70 Männer und.... eine Frau.

    Alle großen Unternehmungen, auch gerade im Bereich des Internets wurden samt und sonders von Männern gegründet und geführt.

    Das muss doch Gründe haben.

    Ich gehe nicht davon aus, dass Frauen weniger kreativ sind. Ich gehe auch nicht davon aus, dass eine Frau wenn sie eine´geschäftsidee hat, bei einer Bank grundsätzlich weniger kreditwürdig ist als ein Mann.

    Also, was sind es es für Gründe, warum Frauen und ihre Ideen sich in erfolgreichen Namen nicht wiederfinden. Immer noch die allseits beliebte weil auch sehr bequeme Erklärung der Unterdrückung der Frau durch Männer?

    Oder ist es so wie jemand mit grundtiefer Überzeugung behauptet: Dass Frauen unter dem Namen von Männern ihre Erfindungen publizieren. Waren oder sind also Steve Jobs und Larry Page Frauen?

    Egal ob das Automobil, die Gentechnik, die Raumfahrt...alles Männer.

    Jetzt könnte man argumentieren, dass Frauen ihre Schwerpunkte auf anderen Gebieten haben und hier großes erschaffen haben.

    Ich schau mir die Kunst an. Wie viele bedeutende Maler der Neuzeit und Gegenwartskunst fallen einem wohl ein, die weiblich sind . Und wieviele, die männlich sind...von Picasso bis Keith Haring?

    Oder sind Frauen vielleicht weniger dazu geschaffen, Neues zu entdecken oder zu kreieren. Vielleicht weil ihnen ohne durch die biologische Möglichkeit neues Leben in die Welt zu setzen, was man ohnehin landläufig als ein Wunder des Erschaffens schlechthin bezeichnet, gar nicht motiviert, neue Grenzen zu entdecken? Vielleicht endecken Mänenr deswegen so viel weil sie ständig diesem Malus hinterherlaufen und sie so dieses biologische Defizit ausgleichen wollen. Unbewusst.

    Ich denke, hier sind auch Fragen des Philosophierens gestattet, Wer jetzt immer hier noch einen Aufruf zum Geschlechterkampf entdecken will und muss, soll das bitte gerne tun, kann mich ob seiner Beschränktheit aber mal gerne am Arsch lecken :-)

    • Ich denke das hat viele Ursachen. Zum einen dürfte es , wie schon gesagt , daran liegen das Frauen in der Geschichte kaum die Chance hatten sich zu profilieren. Sie bekamen auch nicht die Förderung die notwendig ist für sowas. Das wirkt im Grunde auch noch bis heute nach. Eine Änderung gibt es erst seit einigen wenigen Jahren. Der Erziehungsstil und das Selbstverständis muss sich dafür grundsätzlich ändern. Auch das geht nicht von heute auf Morgen.

      Frauen haben auch das "Handikap" schwanger zu werden. Damit ist der Fokus der meisten Frauen etwas anders ausgerichtet. Die Prioritäten ändern sich für viele. Männer können meistens problemloser zurück an die Sache die wichtig ist. Neben der Familie. Frauen können sich nicht so leicht dem entziehen. Auch das erfordert, so denke ich , vielmehr Energie.

      Ich bin mir sicher das mit fortschreitender zivilisatorischer Weiterentwicklung vieler Länder wie China oder Indien sich das Ungleichgewicht weiter verschiebt. Allein in den beiden Ländern wohnt fast die Hälfte der Weltbevölkerung. Sollte man es dort verstehen die menschliche Ressource Intelligenz wirklich zu nutzen sieht es bald ganz anders aus.

      Ich denke, Du meinst mich damit, der sich "entblödet"?

      Da gebe ich doch das "blöde" gleich gerne zurück. Denn in der blödheit der Frage steckt dank dem "Gen" nichts anderes als in der ganzen rassischen Überlegenheitsgeschichte.

      Eine beliebige Gruppe von Menschen ist einer anderen beliebigen Gruppe von Menschen auf Grund der Natur überlegen (einmal Mann/Frau, einmal Schwarz/Weiss).

      Wer seine verblödete Frage sowas von blöde formuliert, muss mit einer entsprechenden Reaktion rechnen.

      Setz Dich mal z.B. in entsprechende soziologische Veranstaltungen und stelle diese blöde Frage. Viel Spass.

      Und nein - ich lecke dich garantiert nicht am Hintern - das finde ich ecklig und zeigt aber schon, wessen geistes Kind Du bist, oder? Der einzig Beschränkte bist doch dann eher Du, wenn Du eine absolut bekloppte Frage stellst, um sie dann zu relativieren, weil wohl selber einsehen musst, dass sie zu bescheuert gestellt war - aber dann die Schuld auf die anderen schiebst. Du stellst die These auf, dass Frauen nichts reissen, das ist aber KEIN Geschlechterkampf?

      Und auch wenn Du es nicht sehen willst: Du begründest die Unterschiede zwischen den Männern (in Deiner Darstellung als die "Reisser" der Gesellschaft) und den Frauen (die "Nichtskönner") mit Genen.

      Im Rassismus begründet man den Unterschied zwischen der eigenen "Rasse" (den "Reissern") und einer anderen "Rasse" (den "Nichtskönnern") mit der Natur.
      Nun liegen Gene in der Natur.

      ICH sehe hier einen Zusammenhang - nämlich dass die Grundannahme der eigenen Überlegenheit auf der natürlichen unzulänglichkeit der Anderen NATÜRLICH bestimmt ist. Und etwas das natürlich ist, gegen das kann man ja nicht ankämpfen und alles ist gut. Es legitimiert mich sogar dazu, diesen Unterschied noch weiter auszubauen.

      Wenn Du die Augen davor verschliessen willst... bitte... aber dann frage ich mich wirklich, wer hier Beschränkt ist. Wobei... nein... das Frage ich mich dann nicht mehr, sondern ich weiss es (und ein kleiner Tipp: er behauptet von sich, dass er der Doktor der Lawinen sei).

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      Somit komme ich zu meiner beschränkten Sichtweise (im Gegensatz zu anderen Leuten habe ich ja auch noch Argumente und nicht nur Beleidigungen)

      Ich fasse mich kurz und verweise auf entsprechende Literatur, die Du Dir gerne selber recherchieren kannst, da Du ja gar nicht blöde bist:

      I) Innerhalb der Geschlechterklasse "Mann" resp. "Frau" sind die Unterschiede grösser als zwischen der Geschlechterklasse "Mann" UND "Frau"

      II) Penis/Vagina nur EINE von verschiedenen Möglichkeiten ein Geschlecht zu definieren. Bsp. gibt es auch ein hormonelles Geschlecht, eine soziale Geschlechtsidentität, eine psychische Geschlechtsidentität... Wir reden aber gemeinhin nur von Penis/Vagina. Dies ist nicht Ausreichend.

      III) Es gibt Kulturen, welche mehr als nur 2 Geschlechter kennen

      IV) Es gibt neben Patriarchaten auch Matriarchate

      V) Die Leistungsfähigkeit von jedem Menschen wird durch die Umwelt beeinflusst.

      Hinzu kommen folgende Punkte

      I) Der Zugang zu qualifizierter Bildung wurde Frauen über Jahrhunderte verwehrt. In Preussen durften Frauen erst ab 1908 studieren, in Tübingen bspw. 1904 in Heidelberg ab 1900. Seit 1879 steht Harvard Frauen offen und erst 1975 wurden Frauen und Männer beim Selektionsprozess als Gleichwertig angeschaut. Yale ist seit 1969 auch für Frauen geöffnet. Seit 1978 können Frauen nach Oxfort (aber erst seit 1920 auch die selben Abschlüsse erwerben - vorher nur "Frauenabschlüsse"),

      II) Auch in der "Oberstufe" gab es durch die Trennung von Jungen und Mädchen ungleichgewichte in der Ausbildung. Mädchen wurde Haushalt beigebracht, Jungen Handwerkliches geschick oder Vorbereitung auf das Studium. Der Zugang zur Bildung war sehr ungleich.

      III) Die Erwartungshaltung an die Frauen und Männer war eine Unterschiedliche. Eine Frau MUSSTE an den Herd. Ein Mann konnte machen, was er will (Wir reden hier vom Grossbürgertum - bei den ärmeren Bevölkerungsschichten war auch der Mann eher wenig erfinderisch/wissenschaftlich tätig). Bildung und die Möglichkeit somit wissenschaftlich in Erscheinung zu treten war somit auf die Gruppe der Männer limitiert.

      IV) Hier empfehle ich wieder etwas Literatur - gutes Stichwort als Einstieg ist "gläserne Decke". Kurz gesagt: Wer verantwortung hat, und diese Delegieren will, nimmt jemand, dem er Vertrauen kann und will. Jemand, den er für "berechenbar" hält. Er sucht sich somit jemand aus seinesgleichen aus. So kommt auch die relativ geschlossene "Politiker- und/oder Wirtschaftsführerklasse" zustande. Mangelnder Mut, reproduzieren von erlerntem und abgeschlossenheit von seiner "Klasse" gegen neues im sinne von Besitzstandeswahrung.

      V) Die Elternschaft wird auch durch die gesellschaftlichen Normen und Erwartungen auch bei einem Paar, bei welchem die Frau als Forscherin tätig ist, trotzdem überwiegen auf die Frau abgewälzt, was ihre Möglichkeiten einschränkt (Reisetätigkeit, Versetzung an andere Standorte, Elternzeit, Überstunden aber auch die Erwartung der Vorgesetzten, dass dies Eintreten WIRD (unabhängig von der Realität) und Frauen demnach zurück gesetzt werden).

      VI) Wenn wir schon so pingelig sind: Es gibt keinen Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.

      Zu den weiteren Punkten:

      I) Frauen SIND bei den Banken weniger Kreditwürdig, da der Bankangestellte auch nur nach seiner sozialisation Handeln kann und da hat er gelernt (er wird tendenziell noch aus einer Generation kommen, wo das so verankert war), dass der Mann "Arbeitet" und die Frau maximal etwas "Zubrot" verdient hat, oder gearbeitet hat, weil sie Lust hatte. Er kennt Frauen somit nicht als auf "Augenhöhe". Männer werden Visionen zugeschrieben, die Möglichkeit, den "Karren aus dem Dreck zu ziehen" wenn es mal nicht klappt. Die Fähigkeit durchzubeissen. Männer werden weniger beachtet - Frauen werden dann aber stark beobachtet und wenn es mit dem Geschäft nicht klappt, heisst es gleich: "Ist halt eine Frau! Hab ich doch gleich gewusst! Nie wieder!" beim Mann ist es eher: "Der wird schon aufstehen und ein neues Geschäft aufziehen". Erwartungshaltungen und so.

      II) Nenn mir einen Guten Grund, warum in weiblich dominierten Berufen wie bspw. Krankenschwester der Pfleger trotzdem leichter Karriere macht? Ist er wirklich besser (ich mein... ist ja ein FRAUENberuf) oder liegt es doch eher am Y-Chromosom?

      III) Weitere Punkte darfst Du Dir selber ausdenken, da Du sicherlich nicht bis hierhin gelesen hast, weil dass ja eh alles nur propagandistischer Müll ist, der darauf abzielt, dass es eben gerade KEINEN relevanten Unterschied zwischen Frauen und Männern gibt, sondern nur einen sozial Konstruierten. Aber das ist ja alles nur "blöd" und wer das glaubt ist "beschränkt". Somit werfe ich nicht mehr noch mehr Perlen vor die Säue und amüsiere mich einfach darüber, was für Kleingeister es doch auf der Welt gibt.

      Hallo
      Meine Theorie ist,das Frauen jahrhundertelang gebremst wurden.
      Wissensdurst und Forschergeist galten als unweiblich und wurde entsprechend ausgetrieben.
      Heute noch empfinde ich es so,das Männer in Führungsetagen Probleme haben,eine Frau als Vorgesetzte,Chefin zu akzeptieren.

      Die katholische Kirche sieht Frauen ohnehin nur als Handlanger.

      Und die zahlreichen Vorurteile lassen sich offenbar nicht ausrotten.
      Gilt ein Mann als durchsetzungsfähig-wird Frauen Biestigkeit und Karrieregeilheit unterstellt.
      Sagt ein Mann offen das er eine Karriere anstrebt,gilt er als maskulin und vernatwortungsbewusst.
      Sagt eine Frau das sie Karriere anstrebt wird ihr Rücksichtslosigkeit und mangelnde Empathie unterstellt.

      Nicht immer,ber immer noch häufig genug.

      *

      Ich schau mir die Kunst an. Wie viele bedeutende Maler der Neuzeit und Gegenwartskunst fallen einem wohl ein, die weiblich sind . Und wieviele, die männlich sind...von Picasso bis Keith Haring?*

      Frauen waren entweder reich genug um als Mäzenin für Künstler aufzutreten oder sie malten unter sich im Salon,vorausgesetzt sie waren wohlhabend.

      Nicht wohlhabendende Frauen ackerten auf Feldern,,als Magd,Dienstmädchen und kümmerten sich um Mann und Familie.

      Mir fällt die Schriftstellerin George Sand ein.
      sie machte wohl ihr Ding,konnte es sich aber auch finanziell leisten.

      • Kleiner Nachtrag.

        Frauen sind untereinander auch heute selten solidarisch.
        Anstatt miteinander zu arbeiten ,alte Rollenbilder aufzubrechen,wird häufig gnadenlos nach dem Haar in der Suppe gesucht.
        Männer wurden da pragmatischer erzogen.
        Das Gegenüber kann noch so unsympathisch sein,solange er mir nützt und gute Dienste leistet,ist der Sympathiefaktor unbedeutend.

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