Hätte Deutschland einem Atomkrieg zum Opfer fallen können?

    • (1) 13.12.13 - 07:35

      Wie wahrscheinlich war es eigentlich damals, als Deutschland geteilt war, dass die Alliierten sich über Deutschland einen erbitterten Krieg liefern? Hätte über Deutschland sogar ein Atomkrieg entstehen können, sodass es komplett vernichtet worden wäre? Gibt es eigtl irgendwo eine Chronologie der Ereignisse vom Ende des Krieges bis zum Mauerfall?

      • Was ich gerade gelesen habe:

        "Hätte hätte Menschenkette".

        Der kalte Krieg, auf den spielst du an, oder?

        Das "hätte" ist schwer zu definieren.

        Theoretisch hätte das klappen können, die Mittel (Bombe und Gedöns) waren vorhanden. Die Vernunft aber wohl auch, es NICHT zu tun, wegen der doch weitreichenden Folgen.
        Selbstverständlich gibt es diese Chronologien, darüber werden ganze Bücher geschrieben.

        Google mal nach "Kalter Krieg". Letztlich war das alles eigentlich ein Machtkampf zwischen Grossmächten. Ein aufwändiges Muskelzeigen, das aber auch ganz schnell hätte kippen können. So habe ich es bisher verstanden.

        Wer mich eines besseren belehren kann und will, bitte.

        :-)

        L G

        White

        • Hallo white-blank-page,

          ich habe mal gelesen, dass Pläne in Ost und West so aussahen, Deutschland komplett zu verbomben (sowohl mit konventionellen Waffen als auch mit Nuklerwaffen). Deutschland war die Grenze zwischen dem Warschauer pakt und der NATO. Man wollte mit der Vernichtung Deutschlands einen "Puffer" zwischen diese beiden Blöcke bringen. Unter anderem die französischen Nuklearwaffen waren auf Deutsche Städte gerichtet.

          Wie der Spiegel seinerzeit berichtete, hätte die UDSSR ohne weiteres bis zum Rhein vordringen können im Falle eines Krieges.

          Ich will garnicht wissen, wie oft wie kurz an der totalen Vernichtung vorbei geschrammt sind! Kannst dir ja mal diese geschichte durchlesen: http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/7601/der_mann_der_den_dritten_weltkrieg_verhinderte.html
          Hätte der Mann falsch gehandelt (bzw. richtig in Augen der Russen), dann wage ich zu behauptet, dass wir beide heute hier nicht säßen!

          Lieben Gruß

      Hallo,
      ich glaube die Welt und somit auch Deutschland waren gar nicht so selten kurz davor in einen alles vernichtenden Atomkrieg verwickelt zu werden.

      Wahrscheinlich waren wir nie näher an der Katastrofe als im Oktober 1962 zur Zeit der Kubakriese.

      Eine Überblick der Geschichte Deutschlands ab 1945 findest Du hier.

      http://www.zum.de/fontane44/geschichte_deutschlands_ab_1945_1.htm

      Grüsse.

      Joomla

    • Hallo,

      mit einem beginnenden Atomkrieg wäre nicht nur Deutschland von der Landkarte verschwunden.

      LG

      Hätte, wenn und aber, alles nur Gelaber.

      Die techn. Möglichkeiten waren vorhanden. Die Menge an Bomben ebenfalls.
      Die Kubakrise aber hat bewiesen, es wollte wohl niemand den Supergau provozieren wollte. Die Vernunft hat gesiegt!

      Wäre nur eine Bombe unterwegs gewesen, alle Nuklearmächte hatten den roten Knopf gedrückt und die Welt wäre wohl ausgelöscht gewesen.

      *nicht ernst nehmen: Nur ein Affenpärchen hat überlebt. Beide saßen unter einem Apfelbaum und die die Affenfrau bietet dem Affenmann einen Apfel an.
      Der lehnte dankend mit den Worten ab: fängst Du mit der Sche.... schon wieder an?

      FG acentejo

    • (7) 13.12.13 - 17:01

      Naja, WENN es zum Dritten Weltkrieg gekommen wäre, wäre von Deutschland, durch das ja der Eiserne Vorhang verlief, nicht viel übriggeblieben.

      http://www.welt.de/print-welt/article215588/Atomraketen-auf-Bremen-Die-Angriffsplaene-gegen-Deutschland-waehrend-des-Kalten-Krieges.html

      "Hätte über Deutschland sogar ein Atomkrieg entstehen können, sodass es komplett vernichtet worden wäre?"

      Nö, weißte, wir sind damals einfach nur aus Jux und Dollerei auf die Straße gegangen und haben demonstriert. Wir hatten halt nichts besseres zu tun, also wurde sich die Aufrüstung und der Nato-Doppelbeschluss ausgedacht um mal wieder Anlass zu zünftigen Zusammenkünften im Freien zu haben...

      Naja, damals standen die Siegermächte häufiger kurz vor einem Atomkrieg. Wenn man das aus heutiger Sicht betrachtet, ist es ein Wunder, dass alles noch da ist! Über Deutschland hätte ohne Frage ein Atomkrieg entfachen können. Hier ist eine Chronologie in der das auch erwähnt wird: http://tagderdeutscheneinheit.net/

      Eine wahrscheinlichkeitsrechnung kannst du dazu natürlich nicht aufmachen, aber wenn du dir vorstellst, daß sich mit den USA und die UDSSR zwei Großmächte gegenüberstanden, die die Welt unter sich aufteilen wollten, dann wäre Deutschland natürlich nicht der schlechteste Ort gewesen um dort einen Stellvertreterkrieg zu führen.

      Aber die Geschichte zeigt, daß das ja nicht zwangsläufig in einem Atomkrieg enden muß wie sowohl Kubakrise als auch Kora- oder Vietnamkrieg zeigen.

      Im Grunde wäre ja gerade der Einsatz (oder die drohung) von atomwaffen gegenüber eines Kriegsgegners ohne eigene Atomwaffen erheblich wahrscheinlicher als deren Einsatz gegenüner eines Staates oder Verteidigungsbündnisses mit eigenen Atomwaffen.
      Aber selbst in den vielen Kriegen, die seither von Atommächten geführt wurden kam es ja nicht zum Einsatz einer solchen Waffe (ausgenommen selbstverständlich die ersten Bomen auf Japan zum Ende des 2. Weltkrieges).

      Insofern ist natürlich eine "hätte/ wäre / wenn" diskussion eher schwierig.
      Aber die Gefahr war natürlich niemals ganz ausgeschlossen und Deutschland als Stationierungsort von Atomwaffen immer auch umstritten (nur heute interessiert es keine sau mehr)

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