Der Mensch als Bedrohung für die Welt?

    • (1) 28.12.13 - 13:59

      Wie seht ihr das, dass der Mensch eine Bedrohung für den Planeten ist?

      Ich habe gestern zum Beispiel einen Bericht über Wüstengebiete gesehen. In dem Bericht ging es konkret um Gebiete, die früher sehr fruchtbar waren und heute total verwüstet und durch falsche Bodennutzung etc. unbrauchbar geworden sind. Glaubt ihr, dass der Mensch die Erde kaputt wirtschaftet? Kennt ihr weitere Beispiele für Länder oder Gegenden, die früher fruchtbar waren und heute unbrauchbar sind?

      • Hallo
        Genau zu diesem Thema gab es mal einen interessanten Bericht mit Frank Schätzing, dem Autor des Romans "der Schwarm".
        Seine Aussage:
        Der Mensch kann die Erde nicht zerstören, nur die Umwelt in der er lebt.
        Jahrmillionen lang war die Erde ein Planet, der absolut lebensfeindlich war und er wird auch wieder zu einem solchen werden, was mit dem Lebensalter und Prozess der Sonne zu tun hat.
        Worüber sich heutzutage aufgeregt wird, ist nichts weiter als ein winziger Tropfen in einem Ozean.
        Sicherlich, für die Menschen hat es jetzt Bedeutung, wie sie mit ihrer Umwelt umgehen, da es ja direkte Konsequenzen auf ihre Spezies hat, aber der Erde...ist es herzlich egal...

        Ich fand diesen Bericht sehr spannend...und wahr.

        Und ich schließe mich an, der Mensch ist keine Bedrohung für den Planeten, er ist eine Bedrohung nur für sich selbst und seine direkte Umwelt, welche auch die anderen Lebensarten einschließt.

            • Ja, nur ICH hatte in MEINEM Absatz geschrieben, dass wir dabei sind, die Welt zu zerstören. Aber wir zerstören nicht die Welt, sondern nur unseren Lebensraum.

              Ich habe dir zugestimmt, weil ich mich in meinem Beitrag falsch ausgedrückt habe.

              :-)

        Das wäre dann die Logik des alten Witzes:

        Treffen sich zwei Planeten.
        Sagt der eine: "Na, wie geht's?"
        Sagt der andere: "Ganz schlecht, ich glaub, ich hab Homo Sapiens!"
        Sagt der eine: "Keine Sorge, das geht vorbei ..."

    Hallo,

    sei mir nicht böse, aber sagt dir das Wort Erderwärmung etwas? Oder Brandrodung? Globales Riffsterben? Vom Aussterben bedrohte Tierarten? Verschmutzung der Ozeane?

    Die Liste ist unendlich erweiterbar und ich finde es verwunderlich, dass du allen Ernstes fragst, ob unsere Erde durch uns Menschen bedroht ist.

    vg, m.

    • Ich möchte präzisieren: Die Erde, so wie wir sie kennen

      Auf Deinen Beitrag möchte ich mit einer Frage antworten.
      Erderwärmung: die Erde erwärmt sich. Unbestritten. Täte es sie nicht, wäre ja noch Eiszeit.

      Dass die Meeresverschmutzung, die Brandrodungen, die Lagerung von Atommüll usw. von Menschenhand forciert wird, ist schon eine Katastrophe schlechthin.
      Aber ebenso verwerflich empfinde ich die Tatsache: in Südamerika wird unsinnige Monokultur betrieben um Benzin zu gewinnen.
      Hat dort jemand mal an die Menschen gedacht, die sich nicht mehr ihr Grundnahrungsmittel (Tortillas) leisten können. Weil zu teuer.
      Was ist in Canada, dort wird Chemie in die Erde gepumpt auf Teufel komm raus um Erdöl zu fördern. Die Folgen, die negativen, kann niemand einschätzen.

      Beispiele gäbe es noch ohne Ende.

      Wir zerstören unseren Lebensraum. Schritt für Schritt.
      Aber, wird dieser landschaftliche Lebensraum nicht auch durch die Zersiedelung derer forciert, die Einfamilienhäuser bauen? Immer mehr Naturflächen zu Bauland deklariert damit die Autofahrten zur Arbeitsstelle (City) noch länger/teurer wird.
      Ein Umdenken wird nicht stattfinden. Nie!

      Ein schönes und gesundes neues wünscht acentejo

      • Ich habe Beispiele gebracht und angemerkt, dass man noch deutlich mehr Beispiele finden kann, die beweisen, dass der Mensch seine Umwelt zerstört. von daher verstehe ich nicht wirklich, was du mir mit deiner Antwort/Frage eigentlich sagen möchtest

        Gesundes neues Jahr!

        • Die von mir angeschnittenen Beispiele haben ausschließlich meine Meinung wiedergegeben. Das direkt (arme) Menschen betroffen sind, denen man die Existenzgrundlage entzieht, fand in Deinem Beitrag keinen Niederschlag.
          Sagen möchte/wollte ich Dir gar nichts.

          Bist dato hatte ich den Eindruck gewonnen, in diesem Forum kann jeder, ohne Erlaubnis einzuholen seinen Kommentar abgeben.

          acentejo

          • "denen man die Existenzgrundlage entzieht, fand in Deinem Beitrag keinen Niederschlag."

            Ich wollte auch überhaupt keine Unterscheidung dahingehend treffen sondern einfach verdeutlich, dass es noch vielmehr Beispiele gibt, wo Menschen (egal ob reich oder arm und egal aus welchen gründen) ihren Lebensraum zerstören.

            Und wenn du auf meinen Beitrag mit einer Frage antwortest, bei der ich nicht verstehe, worauf du hinaus willst, dann darf ich doch fragen, was du damit meinst, sodass das hier "Bist dato hatte ich den Eindruck gewonnen, in diesem Forum kann jeder, ohne Erlaubnis einzuholen seinen Kommentar abgeben" doch jetzt ein völlig überflüssiger Kommentar deinerseits auf meine Verständnisfrage ist. oder wo habe ich geschrieben, du dürftest keinen Kommentar abgeben?

(13) 28.12.13 - 19:32

Ich glaube, dass der Mensch nur ein kleiner Faktor im ganzen Prozess ist und sich die Erde nicht einfach kaputt wirtschaften lässt. Sie wird sich irgendwann im natürlichen Prozess von der ganzen Sache erholen bzw. die Evolution wird das machen. Ein Beispiel für solche durch den Menschen angerichteten Verwüstungen habe ich aber dennoch: http://desertifikation.com/die-sahel/
Früher war da alles fruchtbar, heute nicht mehr und in 1000 Jahren ist da vllt wieder alles fruchtbar. Der natürliche Lauf der Dinge wird das regeln.

"Glaubt ihr, dass der Mensch die Erde kaputt wirtschaftet?"

Ja, das glaube ich. Wir sind vielleicht sogar schon fertig damit. Eine Rettung ist meiner Meinung nach nicht in Sicht.

Schau dir das Ruhrgebiet an. Nicht die Oberfläche, schau drunter. Schau dir an, wie es unter der Oberfläche ausschaut.
Schau dir an, wie es aussieht an Orten, an denen Bergbau betrieben wird. An denen Rohstoffe aus der Erde geholt werden.
Schau dir an, wie es aussieht, wenn Aluminium hochgeholt wird. Goldminen. Kohle.

Und das ist nur ein kleines Beispiel.

Wälder, die abgeholzt sind. Weltweit.

Landwirtschaft macht ganz viel Natur kaputt, besonders, wenn grossflächig angebaut wird.
Städte zerstören Landstriche.
Die Meere sind übervoll mit unserem Plastikschrott, Öl, Dreck.

Du musst nur ein mal hinschauen, schon siehst du es überall. Und dann machst du die Augen wieder zu, so gruselig ist das. Das eingehendste Beispiel gerade:

https://umweltbrief.de/neu/html/Fukushima_Radioactive_Aerosol_Dispersion.jpg

Tolle Farben. Machen deutlich, was da gerade passiert. Und was dennoch keine Sau so richtig interessiert.

Die Asse ist auch so ein Ding. Da lagern Tonnen von Atommüll drin, das ist ein Bergwerk mitten in Deutschland. Ich meine, die Weser ist direkt in der Nähe. Warte ab, bis der Atomdreck durch das Salz durch ist, in die Weser fliesst.
Wenn dann die Fische alle tot sind, das Grundwasser verseucht, dann ist die Mitte Deutschlands, gen Norden hin sich fortsetzend, plötzlich ein Paradebeispiel dafür, wie wir die Erde zerstören.

Das sind alles wir, die Liste setzt sich unendlich fort.
Das "Schöne" daran: Wir zerstören systematisch unseren eigenen Lebensraum.

L G und ein frohes neues Jahr dann auch.

White

Top Diskussionen anzeigen