Was erwartet ihr von der Politik?

    • (1) 23.01.14 - 11:25

      Ich hatte die Tage ein sehr interessantes Gespräch mit Freunden, was wir (ganz induviduell) von der Politik erwarten. Ich meine damit nicht allgemeine Themen wie Kampf gegen Links/Rechts oder so, sondern was kann die Politik in eurem Leben aktiv gestalten?! Oder für eure Kinder? Und warum geht ihr nicht selbst in die Politk?! Ich habe das gefühl, dass viele Meckern aber ncith aktiv werden!

      Ich halte meine Ideen vorerst zurück, um niemanden zu beeinflussen.

      Ich freue mich auch eure Antworten!

      • Von der Politik erwarte ich, dass sie sich um den Staat kümmert. Der Staat, das sind seine Einwohner, also wir alle. Dazu fällt mir John Rawls ein. Er sagte: "Mach Gesetze für den Staat. Stell Dir vor, anschließend fällst Du tot um und wirst als irgendein Teil des Volkes wiedergeboren."

        Dieser Denkansatz gefällt mir, weil er für mehr Gerechtigkeit steht. Wenn Politiker so an die Sache herangehen würden, dann gäbe es keine so große Benachteiligung / Bevorzugung bestimmter Gruppen mehr.

        was erwarte ich von politik..... das sie weniger korrupt wird!!!!!!!

        Ich erwarte von der Politik, dass sie in die Zukunft denkt und nicht so ängstlich klein-klein in Mehrheiten und im Jetzt denkt. Dass sie dafür sorgt, dass die nächste Generation nicht schlechtere Voraussetzungen hat als die unsere. Dass sie wirtschaftlich so vernünftig agiert, als wären die Steuergelder selbst verdientes Geld. Dass sie es wagt auch unbeliebte Reformen auf den Weg zu bringen, selbst wenn sie dafür möglicherweise abgewählt wird.

        Ich bin nicht selbst in der Politik, weil mir Machtinstinkt und die Fähigkeit für geschaffene Mehrheiten fehlen. Ich bin zu gradlinig und auch zu offen um in der heutigen Politik erfolgreich zu sein. Da mir die Begabung zur Macht fehlt, kann ich für mich persönlich keine innere Befriedigung aus dieser wirklich wichtigen Arbeit ziehen. Mich "fressen lassen" ohne Chance auf Erfolg will ich nicht.

        Das heisst nicht, dass ich ein unpolitischer Mensch bin. Ich informiere mich, bilde mir eine Meinung, engagiere mich. Aber für den Beruf Politiker, wie er heute ist, bin ich nicht die Richtige.

        LG

      • Ich finde die Politik sollte es Familien ermöglichen mehr Zeit miteinander zu verbingen, seit den fünfziger Jahren ist die Freizeit für Familien stetig gesunken, das finde ich in so einer modernen Zeit wirklich schade.

        • Glaubst du? In den 50ern gab es noch die 48 Stunden-Woche. In meiner Schulzeit (70er/ 80er) war der Samstag nur alle 3 Wochen frei, später dann alle 14 Tage. Urlaub gab es früher nur vier Wochen pro Jahr, heute sind 30 Tage (= sechs Wochen) Standard.
          Ich glaube nicht, dass die Familienzeit wirklich abgenommen hat.
          Heute sind zudem die Arbeitszeitmodelle in vielen Berufen flexibler. Vorgegebene Arbeitszeiten gibt es nur in Dienstleistung und Fertigung, wo einfach bestimmte Schichten abgedeckt werden müssen, die übrigen Berufe haben so gut wie alle Gleitzeit. Auch das kommt Familien doch eigentlich entgegen.

          Die Berufstätigkeit der Mütter, da gebe ich dir recht, war in den 50ern noch die Ausnahme. Aber das ist nicht dein Punkt, oder?

          Und in meinem Beruf (Entwicklung) sehe ich sehr genau, wie verschieden Menschen ihre Zeit investieren: mache sind einfach gerne im Büro, schieben hier und da mal ein Schwätzchen ein, die Kollegen sind auch Freunde. Andere arbeiten sehr straff und gönnen sich dann aber auch ein festes Arbeitsende, um die Zeit (manche) mit der Familie, (andere) mit ihrem Sport zu verbringen. Wieder andere schuften ohne Pause, gönnenden sich dann aber Elternzeit oder Sabbatical. Ich finde man merkt heutzutage viel deutlicher als früher, was einem Menschen wichtig ist - daran wie er seine Zeit einsetzt.

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