Was sagt man dazu

    • (1) 03.02.14 - 16:41

      Moralapostelin/transgender und Frauenrechtlerin Alice Schwarzer:

      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/selbstanzeige-wegen-steuerhinterziehung-alice-schwarzers-rechtfertigung-ist-bigott-und-keck-12782978.html

      Mehr als Bitter! Und ihre versuche, sich zu rechtfertigen sind einfach nur lächerlich. Man sollte ihr auch das bundestverdienstkreuz aberkennen. Wenn Sie noch einen Funken Anstand hat, gibt sie es frw. zurück...

      #sonne

      Das selbe dachte ich auch.....macht auf Moralapostel etc. und bescheißt hinterrücks den Staat#contra....diese Person ist doch überhaupt nicht mehr glaubhaft.

      vg

      Ich finde es vielmehr erstaunlich, dass sie sich jetzt in die Rolle des jammernden Opfers begibt, weil ihr doch nach einer Selbstanzeige "Straffreiheit" zugesichert wurde, sie nun aber stattdessen "denunziert" wurde und alle Welt weiss, was sie getan hat.
      Ja, Straffreiheit schon, das ist das eine. Aber sie muss doch davon ausgehen, dass ihr Handeln auf jeden Fall öffentlich gemacht wird, eben weil sie eine öffentliche Person ist, und das war sie ja bislang auch sehr gern.
      Nun heisst es, Würde bewahren (wenn das geht), zu den Fehlern stehen und nicht zu jammern.

      Wobei der Hoeneß ja auch wunderbar jammern kann, der Herr Sommer hat es eben in all dem Arbeitstress verschusselt, ja, alle haben ganz wunderbare Gründe für ihren Steuerbetrug und finden es mehr oder weniger gemein, dann dafür verurteilt zu werden. NICHT vor dem Gesetz, aber vor und vor allen Dingen von der Öffentlichkeit.

      Das stösst mir auf, alles andere gehört für mich zum Spiel dazu.

      Wer Geld hat, sieht zu, dass er es nicht in Deutschland beläßt, wenn er doch woanders noch mehr Geld damit machen kann.

      That is life.

      Erwischt zu werden, ist auch das Leben.

      Wer spielt, kann auch verlieren.

      (Gut finde ich das nicht, bitte nicht falsch verstehen. Ich meine aber, das machen noch viel mehr Topverdiener und alle pokern und hoffen, damit nicht aufzufliegen)

      Aber dann zu heulen, weil man "Mecker" bekommt, nachdem man erwischt wurde, das ist mehr als kindisch. In meinen Augen ist das hochgradig peinlich.

    Mich wundert irgendewie garnichts mehr #gruebel

    • (11) 04.02.14 - 08:28

      Oder doch....heut Morgen in den Nachrichten wurde davon gesprochen, daß sie mit 1000000 Euro Ihres Privatvermögens eine Stiftung gründen will.....Ihres Privatvermögens #rofl#rofl#rofl

Interessant finde ich, dass in sovielen Zeitungen immer wieder geschrieben wird "sie hätte ein gutes Geschäft gemacht" vorallem weil sie ja "nur" die letzten 10 Jahre nachversteuert.

Ein gutes Geschäft gemacht? Hat sie das?

Das Geld war ja als Einkommen versteuert, nur die Zinserträge waren es nicht. Jedenfalls nicht in Deutschland. In der Schweiz hat sie die Erträge mit 35% versteuert. Die Kapitalertragssteuer in Deutschland liegt soviel ich weiss niedriger.

Natürlich hätte sie die Steuern auf die Zinsen an Deutschland abführen müssen, sie führte sie aber an die Schweiz (und seit 2004 vermutlich auch an Deutschland causa EU-Zinsbesteuerung) ab, zahlt jetzt noch Steuern für die letzten 10 Jahre an Deutschland nach, kann sich aber aufgrund von Verjährung kaum Rückvergütung erwarten.

Wäre das Konto von Beginn an in Deutschland gewesen, wäre sie günstiger gefahren, hätte sie das Schweizer Konto von Beginn an angegeben vermutlich auch.

Wie man es dreht und wendet....ein gutes Geschäft? Bezweifle ich stark.

Grüsse

serdes

  • so wie ich das verstehe ist die Schweizer Steuer ja eine, die am ende mit der einkommensteuer verrechnet werden kann (wie die deutsche abgeltungssteuer)

    deutsche staatsbürger ohne Einkommen inder Schweiz können sich diese also zurückerstatten lassen
    http://www.friebe-prinz-partner.de/Seminar/Erst_Anspr_schweizer_Quellenst.pdf

    andernfalls würde es wohl tatsächlich keinen sinn ergeben
    (allerdings war bis vor einigen jahren bei uns der steuersatz auf zinserträge abhängig vom persönlichen einkommensteuersatz und damit teilweise deutlich über 35%)

    • "so wie ich das verstehe ist die Schweizer Steuer ja eine, die am ende mit der einkommensteuer verrechnet werden kann (wie die deutsche abgeltungssteuer)
      deutsche staatsbürger ohne Einkommen inder Schweiz können sich diese also zurückerstatten lassen"

      Ja, so ist das, innerhalb einer 3-Jahresfrist kann man sich das zurückerstatten lassen, .... aber das hat sie nicht. Wenn sie es jetzt angibt, kann sie die Verrechnungssteuer der letzten 3 jahre rückerstatten lassen. Mehr nicht.

      Worum es mir eigentlich geht ist folgendes: In den Medien wird momentan gerne geschrieben, es sei für sie trotz Nachzahlung und Schuldzinsen noch immer ein "Bombengeschäft" mit ihrem "unversteuertem Schwarzgeld".

      Und das halte ich für falsch.

      Denn

      1. Das Geld ist kein"Schwarzgeld", es ist versteuert.
      2. Die Zinsen wurden versteuert und zwar mit 35%, gar nicht mal so wenig
      3. Selbst wenn sie bis 2009 die Zinsen durchgehend mit 42 oder 45% in Deutschland versteuert hätte und nachher mit 27%, denke ich nicht, dass dies soviel mehr ist als durchgehend mit 35% zu versteuern, die letzten 10 Jahre nochmals zu steuern zuzüglich Schuldzinsen und eventuell die letzten 3 Jahre Verrechnungssteuer anrechnen zu lassen.

      Verstehst du was ich meine? Das ist für mich kein "Bombengeschäft" und ich sehe da auch wirklich keine "massive Bereicherung". Wenn sie sich wirklich hätte bereichern wollen, hätte sie das ganz anders angepackt, es gibt ja genug Steuertricks. Aber so? So sieht das eher aus, als hätte sie tatsächlich das Konto einfach vergessen/verdrängt oder vielleicht war ihr der Papierkram auch zu mühsam ....oder aber, sie hatte keine Ahnung, dass ihr das Ganze keinen finanziellen Vorteil bringt. Gibt es ja auch...Leute, die glauben ein Schweizer Bankkonto sei komplett Steuern-und Gebührenfrei.....Optimisten halt:-D

      • ich hab ehrlich gesagt keine ahnung, habe mich mit dem fall nicht wirklich befasst, sondern bin einfach davon ausgegangen, daß sie sich eben die Steuern zurückgeholt hat, denn ansonsten sehe ich auch keinen wirklich Sinn in einem solchen Konto

        ich hab einfach viel zu wenig geld als daß ich mich mit sowas auskennen würde:)

        ich sehe auch das problem weniger im "bombengschäft" sondern in der Diskrepanz zwischen moralischer Institution einerseits und steuerbetrug am Deutschen staat anderseits...

Top Diskussionen anzeigen