Wo liegen die Interessen Deutschlands an der Ukraine?

    • (1) 04.02.14 - 08:45

      Guten morgen,

      Die Ereignisse im der Ukraine sind furchtbar und nicht zu akzeptieren, das möchte ich vorneweg schon mal sagen.

      Aber was ich nicht verstehe, ist dass Deutschland dieses Land unbedingt in der EU haben möchte. Warum ist das so? Je mehr Länder, desto besser?

      Ein Akt der Nächstenliebe oder gibt es andere Interessen?

      Danke und Gruß,

      Lady

          • Nein die Antworten sind Richtig! Das kannst du im Brockhaus nachlesen. Und auch auf der Seite der Ukraine!

            Wenn du keine Ahnung hast, warum mischt du dich ständig ein und gehst mir mit deinem dummen Kommentaren auf die Nüsse? Such dir ein Hobby!!!

      Hallo,

      Pipelines
      Die Ukraine ist ein wichtiges Transitland für russisches Erdgas. Vor allem osteuropäische Länder werden über die Pipelines mit russischem Gas versorgt.

      Außerdem Besitz die Ukraine einen hohen Anteil von Eisenerz, Gold, Blei, Quecksilber, Nickel, Titan, Uran und Zink. Am Schelf des Schwarzen Meeres wurden Erdöl- und Erdgasreserven entdeckt.

      Yux

      • (7) 06.02.14 - 00:31

        Wie ich schon gesagt habe GAS!!! und Erdöl! aber auch Uran, Gold und vor allem Eisenerz sind unverzichtbar für Europa.

        VG

        (8) 10.02.14 - 22:57

        Wenn Russland stinkig auf die Ukraine ist, weil die bei denen nicht mehr mitspielen, dann helfen der EU die Gasleitungen in der Ukraine herzlich wenig. Dann braucht die Ukraine selbst Gas. Da kommt nämlich plötzlich weniger aus der Leitung als die brauchen. Davor hat die Ukraine auch mächtig Schiss.

    Land.

    Diverse Bodenschätze, sowie die Lage des Landes in Bezug auf den Transit/Warentransfer.

    Dazu kommt noch, dass eine höhere Anzahl an Mitgliedsländern den Euro stabiler macht, besonders wenn zu erwarten ist, dass in dem betreffenden Land Potential steckt, wenn erst mal Ruhe eingekehrt ist. Frisches Blut für einen Körper der von Tag zu Tag mehr Falten bekommt.

    Früher ist man einmarschiert....heute gibt man Kredite, sowie ein nach aussen hin freundliches Gesicht und macht sich unverzichtbar.

    <<<Ein Akt der Nächstenliebe>>>

    DER war gut !

    Sry für meinen Sarkasmus.....aber mir geht das was im Politikpoker abgeht ziemlich an die Nieren....und auf die Nerven.

    Deutschland will sich ja allgemein mehr außenpolitisch engagieren, da kommt der Fall Ukraine ganz gelegen. Da die Ukraine auch gerne in die EU will, will Deutschland natürlich als Vermittler fungieren.

    Humanitäre Gründe für Interventionen egal welcher Art sind IMMER vorgeschoben. Man sollte da keine Illusionen haben.

    Dass die Ukraine ein Transitland für Gas ist und über einige wichtige Rohstoffquellen verfügt wurde ja bereits gesagt. Hinzu kommen noch politische Gründe. Es würde der NATO und besonders den USA sicher gefallen, einen Vasallen an der Westgrenze von Russland zu haben.

    Entsprechend einseitig und parteiisch fällt die Berichterstattung der westlichen Medien aus. Julia Timoschenko wird zur Freiheitskämpferin und politischen Gefangenen gemacht und der Umstand, dass der ehemalige Boxer V. Klitschko bei der Gründung seiner neuen Partei von der Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützt wurde findet keine besondere Erwähnung. Dass die neue Partei in ihren Protesten mit faschistischen Gruppierungen zusammenarbeitet erfährt wird ebenfalls gerne ausgeblendet.

    Ob die protestierenden Gruppen repräsentativ für die Mehrheit der Ukrainer stehen muss bezweifelt werden. Ob sich die Ukrainer mehrheitlich überhaupt an die EU annähern wollen ist mehr als fraglich.

    Die Zusammensetzung des Parlaments nach den letzten Wahlen spricht eindeutig gegen die These, dass es die Ukraine in Richtung EU zieht. Die Frage, welche Vor- und Nachteile ein Assoziierungsabkommen mit der EU für die Ukraine hätte wird gar nicht erst gestellt.

    Dabei muss ein massiver Verlust an Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen befürchtet werden aufgrund der geringen Wettbewerbsfähigkeit der ukrainischen Betriebe. Es sind erhebliche Investitionen, notwendig um die technischen Standards der EU zu erfüllen und dorthin exportieren zu können. Laut einem Papier der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) sind „scharfe und zum Teil sozial äußerst schmerzhafte Anpassungen“ notwendig.

    Da wäre es doch nicht verwunderlich, wenn sich die Ukrainer weiterhin nach Russland orientieren würden, aber das soll um (hoffentlich nur fast) jeden Preis verhindert werden, denn ein Bürgerkrieg in der Ukraine wäre ein gefährliches Unterfangen.

    Wenn die EU die Ukraine nicht auf EU-Kurs bekommt, dann hat Russland ganz schnell die Hand drauf. Die EU legt keinen gesteigerten Wert darauf, dass die Grenze des Machtbereichs von Herrn Putin näher rückt. Der soll mit seiner "gelenkten Demokratie" zu Hause bleiben.

    Nun ist die Ukraine sowohl auf Geld als auch auf Gas angewiesen. Beides hat Russland zugesagt. Die EU versucht sich jetzt an einem Gegenangebot. Der ukrainische Präsident ist nicht gerade Anhänger der EU.
    U.a. Deswegen kommt der EU im Allgemeinen -und Deutschland im Speziellen- ein in Deutschland sehr populärer ukrainischer Oppositionspolitiker entgegen.

    Dann gibt es da noch die Amerikaner, die natürlich auch ein Interesse daran haben, dass Russland bei der Nummer nicht zum Zuge kommt.

    Vielleicht steigen bald die Gaspreise wieder bei uns...

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