Warum denn NICHT Politiker werden?

    • (1) 28.02.14 - 13:33

      Hallo,

      angelehnt an den Threat unterhalb frage ich mich, warum nicht alle diejenigen, die den Job für leicht und überbezahlt halten, selbst Politiker werden?

      Oder auch diejenigen, die Visionen haben und immer genau wissen, wie mit bestimmten Themen umgegangen werden muss. Die für jedes politische Problem auf nationalem und internationalem Sektor die Lösung wissen?

      Warum nicht klein anfangen, sich regional in einer Partei oder auch parteilos engagieren? Einem Arbeitskreis beitreten, als Sachkundiger Bürger mitstimmen, in einer NGO mitwirken?

      Schon auf regionalem Niveau gilt es, die Interessen so vielen verschiedener Gruppen zu wahren, so vielen Richtlinien und Gesetzt zu beachten und so penibel alle möglichen kurz-,mittel und langfristig möglichen Szenarien bei jeder kleinen Entscheidung durchzuplanen, dass mir persönlich dabei schwindlig wird und ich größten Respekt vor denjenigen habe, die sich das auf nationalen oder internationalem Niveau antun.

      Übrigens sind viele Sitzungen öffentlich, d.h. es steht jedem frei, sich die Arbeit einmal vor Ort anzuschauen und mitzudiskutieren.

      Viele politische Meinungen und Ansichten teile ich nicht und viele Handlungen und Entscheidungen verstehe ich nicht oder kann sie nicht gutheißen.

      Aber den Job als Spitzenpolitiker an sich, mit allem was damit verbunden ist und auch mit dem Ausblick auf eine Topverdiener-Karriere in der Wirtschaft, würde ich mir nicht zutrauen.

      Ich bin gespannt auf Antworten!

      vlg

      Hallo,

      ich finde es gibt einige Politiker, die den Job aus Überzeugung machen. Sie bringen viele Opfer und stehen ständig in der Öffentlichkeit. Das ist nicht ohne und ich finde, dass gerade diese Politiker unterbezahlt sind.

      Leider, und das ist die Mehrheit, sitzen auch sehr viele Abgeordnete im Bundestag und im Europaparlament einfach nur ihre Zeit ab, schlafen während der Sitzungen, lesen Bücher oder Zeitschriften usw... Viele erscheinen erst gar nicht, stehen dann aber komischerweise auf der Anwesenheitsliste.

      http://beta.abgeordnetenwatch.de/2012/04/25/142-abgeordnete-fehlten-bei-keiner-abstimmung-gauweiler-spitzenreiter-beim-blaumachen

      http://www.shortnews.de/id/1016854/prominente-schwaenzer-diese-abgeordneten-fehlen-am-haeufigsten-im-bundestag

      Politiker sollten nach Leistung bezahlt werden.

      VG
      Mateo

      • <<<Politiker sollten nach Leistung bezahlt werden>>>

        Unterschreibe ich....wie aber diese Leistung messen?

        Wie bei einem Unternehmen? Kundenzufriedenheit in Gegenüberstellung mit Umsätzen/Gewinnen wäre wohl zumindest SEHR schwer umsetzbar, so undurchsichtig wie das ist.

        Dass die reine Anwesenheitspflicht eine Farce ist, darf man aber sicherlich als Fakt bezeichnen.

        PS: Manche der momentan im Amt befindlichen Damen und Herren müssten dann ja jeden Monat sogar noch Geld einzahlen ! ;-)

      • Die Arbeit eines Politikers, auch die der Bundestagsabgeordneten, besteht nicht hauptsächlich darin, in Sitzungen zu sitzen. Die hauptsächliche Arbeit findet in den Wahlkreisen statt und das bedeutet viel, Klein-Klein und es bedeutet, dass man viele Einzelinteressen unter einen Hut bekommen muss.

        Leute, die sich nicht ausreichend -besonders in ihren Wahlkreisen- engagieren, werden in der Regel nicht wieder gewählt. Die Menchen, die sich ein Minimum für Politik und für die Belange ihres Umfeldes interessieren, bekommen durchaus mit, ob sich "ihr" Abgeordneter für sie einsetzt und sich dafür stark macht oder nicht.

        Mateo, wie stellst Du Dir bei Politikern ein leistungsbezogenes Entgelt vor?

        Anwesenheit ist nicht Leistung.

        Es gibt bestimmt Politiker die "antreten" um einfach etwas positive für das Allgemeinwohl zu erreichen. Die aber werden im Politikalltag "weichgekocht".

        Und so üppig sind die Diäten auch nicht.

        Gerne provoziere ich jetzt einen "Aufschrei". Berufspolitiker sollten deutlich höhere Diäten bekommen. Damit erhöhen sich die Möglichen "Fachleute" in die Parlamente zu bekommen. Nicht nur verbeamtete Studienräte die nach der dritten Legislaturperiode wieder in den Schuldienst zurückkehren können.
        Mateo, A.Merkel ist sicher keine politische Parteifreundin von mir.
        Aber ihr Job ist wirklich nicht mit Vergnügungssteuer behaftet.
        Und an alle die Schlausprecher im Forum: Geht in die Politik. Euer Erwachen wird euch schnell auf den Boden der Realität zurückholen.

        Ein schönes Wochenende wünscht euch allen acentejo

    "Oder auch diejenigen, die Visionen haben und immer genau wissen, wie mit bestimmten Themen umgegangen werden muss. Die für jedes politische Problem auf nationalem und internationalem Sektor die Lösung wissen?"

    Das ist wie beim Fußball. Es gibt 10 Millionen Bundestrainer in unserem Land, die grundsätzlich alles besser wissen. Aber biete ihnen bitte nicht den Job an, sie würden kläglich scheitern.

    Und all das weiß ein Politiker nicht. Er hat Berater und Lobbyisten, die ihm Informationen beschaffen. Der Politiker muss dann anhand dieser Informationen eine Entscheidung treffen.

    Noch leichter ist das ganze als EU Parlamentarier, da muss man sich damit beschäftigen wie viel liter eine Klospülung verbrauchen darf/kann/soll/muss...

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