Politische Sendungen im TV

    • (1) 03.04.14 - 00:53

      Mich würde mal interessieren, wer sich für politische Debatten im TV interessiert und für politisches Kabarett. Schaut Ihr Sendungen wie "Hart aber fair", "Menschen bei Maischberger", "Anne Will", "Maybritt Illner", "Studio Friedmann" oder "Die Anstalt"? Und falls "ja", was ist Eure Meinung dazu?

      • Hallo,

        diese ganzen Polittalks finde ich fade.

        Die Anstalt schaue ich gerne, besonders seit die Gastgeber gewechselt haben.

        Auch politisches Kabarett mag ich.

        Einfach, weil da auch mit einem gewissen Augenzwinkern und nicht so bierernst an die Sachen rangegangen wird.

        GLG

        • Was genau findest Du an den Politiktalks denn fade? Sind es eher die Themen, eher die Art der Gesprächsführung, die betreffenden Modertoren; eher die Gäste oder etwas anderes?

          • Hallo,

            da kommen wohl mehrere Punkte zusammen.

            Die Moderatoren sind teilweise absolut träge, die Gäste meist uninteressant (wenn mal ein interessanter dabei ist, kommt der meistens gar nicht so zum Zuge).

            Die Themen, naja, da ist auch nicht so viel für mich dabei.

            GLG

      Hallo,

      ich schaue mir gerne politische Debatten im Fernsehen an. Wobei mich aber das Thema interessieren muss und die Diskussionsteilnehmer. Andere Meinungen und Argumente pro und kontra zu einem Thema erweitern den eigenen Denkhorizont.

      Allerdings schaue ich mir niemals "Studio Friedman" an. Ich mag den einfach nicht.

      Und manchmal bin ich abends zu müde um ernsthaft eine Sendung verfolgen zu können.
      Daher sind meine "Favoriten" Hart aber fair und Günther Jauch. Passt zeitlich am besten.

      Wobei ich auch Sendungen wie Panorama oder Frontal21 gerne sehe. Und mir im Internet jeden Tag ebenfalls Nachrichten auf Focus, Spiegel und Handelsblatt anschaue. So bin ich immer etwas informiert, wenn die oben genannten Sendungen gezeigt werden.
      Freitagsabend dann noch die "heute-Show" und politisches Kabarett eher selten. Wohl mal einen politischen Jahresrückblick.

      Viele Grüße

      rabe0510

      • Naja, Themen und Gesprächsteilnehmer sind auch für mich die Hauptargumente, die Talkshows anzusehen, aber den Friedmann schaue ich mir gerne an, gerade WEIL ich den nicht mag :-D Ich fand es zum Beispiel sehr lustig, als der Lucke einfach das Studio verlassen hat, weil Friedmann ihn immer wieder unterbrach. Ansonsten sind Anstalt und Heute-Show natürlich Pflichtprogramm bei mir, wie auch Volker Pispers, Georg Schramm oder Christoph Siebers, wenn die denn mal wieder einen Auftritt haben.

        • Ich finde den Friedmann einfach zu selbstgefällig und ich kann sein Gerede nicht ertragen. :-(. Habe früher, war es auf NTV(?) seine Sendungen ab und an gesehen. Vor seinem Skandal!

          Und manchmal kann ich auch eine andere Sendung vorzeitig abschalten, wenn die Diskussion nicht mehr meiner Erwartung entspricht. Entweder zu einseitig oder das Niveau geht in den Keller. Wobei ich durchaus lebhafte Diskussionen mag.

    (10) 03.04.14 - 13:00

    Ich bin daheim schon mit "Scheibenwischer" aufgewachsen und schaute gerne die Anstalt. Politische Talkshows schaue ich nicht so oft. Liegt aber nicht an Desinteresse, sondern an der Sendezeit.
    Was ich immer anschaue ist das Politikerderblecken auf dem Nockherberg - ich liebe es.
    http://www.youtube.com/watch?v=0xnnvxCWvFo
    http://www.youtube.com/watch?v=7C40fGWQQ5k
    dieses Jahr wenig Bundespolitik und viel Bayern - kommt immer drauf an, was im vergangenen Jahr politisch passiert ist.
    http://www.youtube.com/watch?v=eczmPRHhay4
    http://www.youtube.com/watch?v=714IhgjexRw
    http://www.youtube.com/watch?v=714IhgjexRw
    http://www.youtube.com/watch?v=RKglcR7jwzU&list=PLC18A43BEC28A1184

(13) 03.04.14 - 14:45

Die politischen Talkshows haben sich in den letzten Jahren aus meiner Sicht negativ entwickelt. Man sieht immer wieder dieselben Gesichter, bei denen man sich oft fragen muss, was sie zur Teilnahme an der Sendung qualifiziert.

Die Moderatorinnen und Moderatoren sind leider schon lange nicht mehr kritisch und unparteiisch. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass sie nicht mehr Journalisten sondern eher kleine Medienunternehmer sind, denen es in erster Linie um die eigene Marke geht.

Das politische Kabarett hat sich hingegen in den letzten Jahren gut entwickelt und ist spannend zu verfolgen. Die Umbesetzungen bei der „Anstalt“ haben eine Reihe von talentierten Leuten die Möglichkeit gegeben, sich einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen. In der letzten Sendung gab es einen sehr interessanten Teil über die private Altersvorsorge, der eigentlich die vielen Befürworter von Riester & Co. nachdenklich machen sollte.

Leider sind die meisten dieser Sendungen stark linkslastig. Es fehlen an dieser Stelle eindeutig Köpfe, die auch mal mit Leidenschaft und Qualität die „linke Flanke“ angreifen.
Die politischen Magazine von ARD und ZDF bringen Beiträge von sehr unterschiedlicher Qualität. Manchmal lohnt sich das Anschauen, häufig sind sie aber zu sehr auf Krawall aus und wollen scheinbar nur Empörung erzeugen, aber nicht ausgewogen und seriös informieren.

Es gibt bei ARD und ZDF gelegentlich sehr gute Dokumentationen, beispielsweise über die Zusammenhänge der Bankenrettung. Leider bekommen diese Sendungen oft sehr ungünstige Ausstrahlungszeiten oder werden nur auf den verschiedenen Abnudelsendern gezeigt. In den Mediatheken stehen sie oft nur kurze Zeit oder gar nicht zur Verfügung.

  • (14) 03.04.14 - 15:29

    Was verstehst Du unter "linkslastig" und warum "leider"? Kritik an einer offensichtlich rechts-liberalen Politik wird man doch schon aufgrund der Natur der Sache nur aus der linken Richtung erwarten können, oder?

    • (15) 03.04.14 - 16:16

      Wirtschaftlich gesehen ist die Politik spätestens seit Schröder eindeutig angebotsorientiert, also wirtschaftsliberal. In gesellschaftspolitischen Fragen sieht das etwas anders aus. Da sind die Strömungen zumindest in weiten Teilen progressiv, was gemäß des altbekannten politischen Kompasses“ links“ ist.

      Kritik an der aktuellen Politik gibt es auch von vielen Menschen, die sich selbst gesellschaftlich eher als konservativ einstufen Die Anzahl dieser Leute ist meiner Ansicht nach beträchtlich, besonders in der älteren Generation. Diese Menschen werden aber durch den aktuellen Stil nicht erreicht.

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