China als Weltwirtschaftsmacht

    • (1) 05.04.14 - 11:45

      Hallo,

      habe in den letzten Zogen einen Bericht auf msn.com gelesen in dem hervor ging, dass die USA mit großer Wahrscheinlichkeit bis 2020 ihren Posten als Weltwirtschaftsmacht abtreten muss.

      Nun geht mir das nicht mehr aus dem Kopf, das würde viele Probleme mit sich bringen und die anderen Staatsformen (zB EU) müssten dann neue Verträge aushandeln um in der Weltwirtschaft nicht unterzugehen. Vor allem, müssen wir dann alle Chinesisch lernen, denn Englisch ist ja dann nicht mehr relevant. Schließlich sprechen über 2 Mrd Menschen eine Form von Kantonesisch (zB Mandarin).

      Was meint ihr dazu, ich würde es den Asiaten gönnen, die USA hat in meinen Augen schon lange nichts mehr in der Weltwirtschaft verloren.

      Gruß Tim

      • Hallo,

        solange China sich mehr für Menschenrechte,Völkerrechte, für den Tierschutz und gegen die Umweltverschmutzung , also für direkten Umweltschutz einsetzen würde, hätte ich nichts dagegen einzuwenden. Als bevorstehende Wirtschaftsweltmacht gilt das eigentlich als Grundsatz.

        Lotta

        • USA-Völkerrecht?! Gibt es da für dich dann keine Einwände?

          • @shizzle

            Meintest Du mich, mit Deiner Frage?

            Egal. Die USA und Völkerrecht ist ja nicht wirklich kompatibel.

            Außerdem, China war das Thema.

            Die USA sind zwar in der Lage viele Kriege zu gewinnen.

            Aber selten genug auch Frieden zu schaffen.
            Das ist ihnen 1945 in Deutschland gelungen. Und danach?

            FG acentejo

      Hallo Tim,

      ich glaube irgendwo mal gelesen zuhaben, dass über 40 % der produzierten Wirtschaft mittlerweile aus China und Asien kommt und genau deswegen finde ich die Idee das China zur Wirtschaftsmacht Nr. 1 aufsteigt als nur gerechtfertigt.

      Warum sollte eine Wirtschaftsmacht demokratisch sein, das hat nichts mit Angebot und Nachfrage zu tun, Wirtschaftlichkeit hängt nicht von fairness ab und unsere Einstellung wird dann auch nichts dran ändern können.

      Was ich sowieso nie Verstanden hab, ist warum ausgerechnet gerade englisch die Weltsprache sein soll? Denn noch nicht einmal mehr als 500 Mio sprechen englisch als ihre Muttersprache, es wäre nur gerecht, wenn eine der Mrd Bevölkerung deren Sprache als Weltsprache anerkannt würde, zb chinesisch, indisch oder arabisch.

      Adele Korianders

      • Englisch ist die geografisch am weitesten verbreitete Sprache, daher auch Weltsprache... Es macht ja überhaupt keinen Sinn die Sprache zur Weltsprache zu machen, die zwar von vielen Menschen gesprochen wird, aber eben auf einem geografisch sehr beschränktem Raum. Das wäre für internationale Beziehungen ja eher kontraproduktiv.

        Hallo,

        für mich kann kein Staat Weltwirtschaftsmacht sein, der so mit seiner Bevölkerung umgeht, dem das Klima und der Umweltschutz komplett am Ar... vorbeigeht, nach dem Motto "Nach mir die Sintflut"

        Und es mag vielleicht eine Milliarde Menschen Chinesisch, Indisch oder Arabisch sprechen, aber eben nicht hier, sondern auf Kontinenten, mit denen ich im Normalfall nichts zu tun habe, außer ich arbeite da oder bin da mal im Urlaub.

        Und selbst mein Bruder, der nach seinem Studium als Ingenieur viel in Nahost gearbeitet hat, kann kein Arabisch.

        Musste er auch nicht lernen, weil eben die meisten Leute, mit denen er zu tun hatte, Englisch oder Französisch, manche sogar Deutsch konnten und es auch als selbstverständlich angesehen haben, diese Sprachen im Arbeitsleben zu nutzen.

        GLG

        Zu dem Thema Sprache:

        ich schätze, dass englisch so beliebt ist, da es eine relativ einfache Sprache ist.

        Ich selbst bin garantiert nicht sprachbegabt, interessiere mich aber für das Thema Sprachen, da ich beruflich mit vielen Ländern der Welt in Kontakt komme.

        Fast jeder kann englisch, oder wenigstens ein paar Brocken. Wenn man ein Wort nicht weiß, finden sich meist andere Worte mit denen man das gesuchte umschreiben kann.
        Man kann komplexe Sachverhalte mit einfachen Worten erklären und wird spätestens nach ein paar versuchten Umschreibungen verstanden.

        Wenn man sich anschaut, was sonst noch so auf der Welt gesprochen wird, kann man mit französich und spanisch auch noch recht weit kommen.

        Indisch hingegen wäre unpraktisch, da in Indien viele verschiedene Sprachen gesprochen werden, so dass sich sogar Inder untereinander in englisch unterhalten, wenn sie ausunterschiedlichen Regionen kommen.

        In China soll es ja auch viele Dialekte geben. Auch ist die Schrift unpraktisch, da man einzelne Worte nur im Sachzusammenhang lesen kann. Und auch hierwerden die Schriftzeichen in den Regionen unterschiedlich interpretiert.

        Arabisch hingegen wäre eine Überlegung wert. Es wird in vielen Ländern gesprochen, hat eine Buchstabenschrift und ist somit "leichter" erlernbar (zumindest, wenn man sich darauf verständigen könnte, dass a, e und o wieder mitgeschrieben werden.)

    (14) 07.04.14 - 09:04

    Hallo Tim.

    Wie Falkster schon mitteilte ist die Anzahl der Chinesen irrelevant um ihre Sprache zur Weltsprache zu küren.
    Ebenso irrelevant ist der Anteil der Weltproduktion. Mag sein, in China werden 40% produziert.

    Aber!!! unter welchen Umständen?

    Wanderarbeiter, weitgehend rechtlos, auf schlimmste ausgebeutet müssen sich von ihren Kindern trennen weil sie außerhalb ihrer Heimatprovinz nicht zur Schule angemeldet werden dürfen.
    Schau Dir die Fabriken in China an. Teilweise ist im Vergleich ein Gulag die reine Sommerfrische. Vom Umweltschutz schreibe ich erst gar nicht.

    Worauf möchte ich hinaus?

    Der soziale Kessel steht in China schon lange unter Hochdruck.
    Über kurz oder lang wird er platzen.

    Die Folgen werden entweder zum Umdenken der Partei führen oder aber es ist Schluss mit lustig was die noch bestehende "Ruhe" angeht. Die eh nur mit Unterdrückung der Staatsmacht (noch) funktioniert.
    Auch Chinesen werden langsam aber stetig wach und erkennen ihre Position die einer sozialen Katastrohe ähnelt.
    Meine Prognose: lange geht es nicht mehr gut. Anfänge wurden bereits gemacht und Proteste sind bis jetzt nur mit Gewalt seitens der Polizei beendet worden.

    2 Milliarden Menschen sind dann unkontrollierbar.

    Dauerhaft setze ich auf China nicht einen Yüan. Wenn sich sozial nichts grunlegend ändert.

    Aber auch auf die USA setze ich nicht mehr wie einen inflationären Dollar.

    Innovativ liegt Europa für mich, zukunftsorientiert vorne. Wenn endlich die politischen Führer von ihrer Kleinstaatlichkeit Abschied nehmen würden.

    FG acentejo

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