Hebammen - ein aussterbender Beruf

    • (1) 08.04.14 - 10:18

      Eigentlich ist der Beruf der Hebamme, doch ein äußerst wichtiger Beruf - oder etwa nicht? Warum wird der Beruf dann von der Politik (und auch von der Gesellschaft - also von uns allen) so vernichtend behandelt? Wenn es so weiter geht, dann gibt es den Beruf der Habammen bald gar nicht. Vielleicht sind die Politiker dann zufrieden. Ein schönes Plädoyer für Hebammen könnt ihr bei Kinderfee lesen: https://www.kinderfee.de/blog/hebammen-kinderbetreuung-der-ersten-stunde/

      • Hallo,

        das meine ich auch. Es ist ein so wichtiger Beruf. Er darf nicht aussterben.

        Die Regierung müsste eine Möglichkeit schaffen, in der sich Hebammen z.B. in einer Berufsgenossenschaft o.ä. anschliessen oder vereinen können.

        Lotta

        Also ich finde man kann es auch übertreiben, was soll denn dieser plötzliche Hype um Hebammen?!?

        Es wird ja gerade so getan als würden wir ohne alle aussterben. Eine Hebamme ist in meinen Augen nichts anderes als eine vielleicht ein klein wenig "bessere" Krankenschwester.

        Wenn der Beruf ausstirbt, dann ist es eben so, ich benötige keine Hebamme.

        Und bei dem Blödsinn denn manche Hebammen schwangeren Frauen etc erzählen kann man eh oft nur noch denn Kopf schütteln!

        • Eine Hebamme mit einer Krankenschwester zu vergleichen (die jetzt Gesundheits- und Krankenpflegerin heißt) zeugt eindeutig von Unwissen!!! Die Hebamme als besser hinzustellen ist eine Frechheit - Du hast ja netterweise noch "vielleicht" dazu geschrieben, macht es aber nicht wirklich besser.

          Nen Ehrentag für Hebammen einzurichten halte ich auch für übertrieben und das manche Hebammen mehr als grenzwertig sind erlebe ich auch regelmäßig. Trotzdem solltest Du Dich vielleicht erstmal genauer informieren und dann erkennst Du evtl. das Problem der Hebammen. Außerdem bist Du dann beim ersten Herzinfarkt auch dankbar wenn nicht die Hebamme kommt sondern die Krankenschwester ;-)

          Viele Grüße,

          Hermiene - die KEINE Krankenschwester ist, falls der Verdacht aufkommen sollte

        • >>Es wird ja gerade so getan als würden wir ohne alle aussterben. Eine Hebamme ist in meinen Augen nichts anderes als eine vielleicht ein klein wenig "bessere" Krankenschwester.<<

          bevor es Ärzte gab, gab es als Geburtshelfer die Hebammen.

          Kennst du die Geschichte der Frauenheilkunde? Schon früher wurde versucht, die Hebammen verschwinden zu lassen
          >>Siegreiche Kontrolle

          Dem zum Trotz ging die männliche, als "wissenschaftlich" ausgewiesene, Gynäkologie als Siegerin hervor und den Hebammen wurde die selbständige Weiterentwicklung der Frauenheilkunde strengstens untersagt. Sie mussten sich zur politischen Mitarbeit im Sinn einer Kontrolle über Frauen verpflichten und waren und sind selbst der Kontrolle von ÄrztInnen unterstellt. Dass es sich hierbei um patriarchal kirchlich-staatliche Interessen im Sinne einer "angemessenen Bevölkerungspolitik" handelt(e), ist einleuchtend. Wie die Kontrolle des weiblichen Körpers - Verhütung, Geburten, Abtreibungen - den Frauen enteignet wurde, soll im Artikel Entmachtung der Hebammen erörtert werden.<<
          http://diestandard.at/2091697/Die-Geburt-der-Gynaekologie

          >>Gewaltvolle Vorwehen zur Etablierung der Gynäkologie: Die Verdrängung und Ermordung der heilkundigen Frauen <<
          http://diestandard.at/2092368

          Zumindest im Moment brauchst du sie noch. Denn kein Arzt darf ohne die Anwesenheit einer Hebamme in Deutschland ein Kind entbinden. Eine Hebamme ohne Arzt aber schon.

          Und bei dem Blödsinn denn manche Hebammen schwangeren Frauen etc erzählen kann man eh oft nur noch denn Kopf schütteln!

          Ach was wurde mir schon von manchem Arzt für ein Blödsinn erzählt. Ich könnte Romane schreiben.

          • "Zumindest im Moment brauchst du sie noch. Denn kein Arzt darf ohne die Anwesenheit einer Hebamme in Deutschland ein Kind entbinden. Eine Hebamme ohne Arzt aber schon."

            Wie lange halt noch!

            • Ja, aber das können sich unserre Politiker eigentlich nicht erlauben. Dann würden Tausende Frauen auf der Straße stehen ohne Job, wovon sollten sie bitte leben?

              Das sind gut ausgebildete Medizinische Fachkräfte, Potenzial das verlohren gehen würde.

              Die die noch jung sind, so würde ich es zumindest machen, könnten Sprachkurse belegen und sich ins Ausland bewerben.

              Denn dort sind Deutsche Medizinkräfte sehr begehrt.

              Auch wenn du meinst sie währen bessere Krankenschwerstern, auch die kleinen Krankenschwerstern sind im Ausland beliebt und werden gesucht und auch gut bezahlt.

              Auch sehe ich Probleme darin wie dann die Geburtsstationen besetzt werden sollen.

              Wo sollen die Ärzte die dann gebraucht werden würden herr kommen?

              Und noch einen Schritt vorher. Das Gesamt Studium müsste umgeschmissen werden da Geburten dort nur einen kleinen Teil einnehmen, sie werden angeschnitten aber mehr auch nicht.

        Ich habe gerade weiter unten von deinem Kaiserschnitt gelesen, alles klar.

        Und ich brauche keine schneidegeilen Ärzte sondern Hebammen an meiner Seite die nicht mein Leben durch einen unnötigen Kaiserschnitt gefährden, sowie das Leben meines Kindes. Und ja die Folgen waren und sind immens. MIttlerweile 2 Jahre Schmerzen und 2 Re-Ops, die dritte ist nicht ausgeschlossen weil die Schmerzen wieder kommen.

        Aber klar, lieber einen Arzt an der Seite der dich retten kann, ob nötig oder nicht, als eine Frau die dich begleiten, anweisen und retten lassen kann wenn es nötig ist.

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