Die Welt vor dem Abgrund. Naht der 3. Weltkrieg?

    • (1) 18.08.14 - 10:11

      Wie ist eure Ansicht? Man liest immer mehr Berichte, wonach der Konflikt in der Ukraine zum 3. Weltkrieg führen könnte. Treiben die USA Europa in einen Krieg? Und warum interessiert es so wenige Leute. Warum verkaufen uns die gleichgeschalteten Medien für blöd? Nicht nur die zahlreichen Probleme im eigenen Land oder in der EU, sondern auch noch ein drohender Krieg mit ungeahntem Ausmaß.

      • "Warum verkaufen uns die gleichgeschalteten Medien für blöd?"

        Tun sie das? Und was meinst Du mit "gleichgeschaltet"? Gleich geschaltet mit wem oder womit?

        Und nein, ich sehe das Risiko für einen dritten Weltkrieg als sehr gering.

        Nein, ich glaube nicht, dass wir kurz vor einem weiteren Weltkrieg stehen.

        Die Ukraine ist viel zu unwichtig, als dass man sich deshalb in einen Krieg mit Russland verwickeln lassen würde. Außerdem ist es weder EU-Mitglied noch in der Nato. Im zweifelsfall würde man die Ukraine wohl einfach opfern.

        Außerdem ist das Kräfteverhältnis viel zu unausgewogen, das weiß auch ein Psychopath wie Putin. Russland ist wirtschaftlich sehr schwach, sehr vom Westen abhängig. einen längeren Krieg gegen westliche Staaten könnte sich Russland kaum leisten.. Natürlich könnte Russland dem Westen "den Gashahn zudrehen", aber dann würden für Russland auch wichtige Devisen fehlen.
        Außerdem wäre Russland im Falle eines kriegs ziemlich isoliert. Der einzige nennenswerte Partner wäre vielleicht China, nur ob die sich für die Krim interessieren?

        "Und warum interessiert es so wenige Leute."
        wie kommst du denn darauf?

        "Warum verkaufen uns die gleichgeschalteten Medien für blöd? "
        Ich glaube kaum, dass unsere Medien gleichgeschaltet sind. Heutzutage ist es durchs Internet kaum möglich Informationen komplett zurückzuhalten oder zu verändern. Sicher stimmt nicht alles, was wir lesen, aber wir haben durchaus die Möglichkeit an viele verschiedene informationen heranzukommen und das so leicht wie nie. Abwägen und uns unsere eigenen Gedanken machen, müssen wir natürlich immer noch, aber das machen auch viele.
        Die Medien sind übrigens ein weiterer Grund, warum es mMn nicht so schnell zu einem großen Krieg kommen wird. Die meisten unserer Politiker sind doch sehr von der öffentlichen Meinung abhängig, werden von ihr auf gewisse Weise kontrolliert. Diese, nicht zu unterchätzende Kontrolle gab es weder 1939 noch 1914.

        Die Gefahr, das ein 3. Weltkrieg droht kann ich nicht teilen.

        Die bestand eher zu Zeiten des "kalten Krieges" mit dem Höhepunkt der Kubakrise.

        Ich prognostiziere: käme der 3.Weltkrieg wirklich zustande, wäre er auch der Letzte auf dem blauen Planeten.

        Das Waffenarsenal an ABC-Waffen würde einen "Overkill" verursachen.
        Überlebende gäbe es wohl nicht.

        Das alleine wäre schon Grund genug nicht den falschen Knopf zu drücken.

        acentejo

      Setz doch mal ein paar Links rein, die zu den Berichten führen, die dich ängstigen.

      Abgesehen davon, dass ich glaube, dass ein dritter Weltkrieg eher im Cyberspace geschlagen wird und nicht mehr im realen Leben mit realen, konventionellen Waffen, so ist der Konflikt in der Ukraine ein regionaler Konflikt, den es in der Form leider Dutzendemale ebenfalls auf der Welt gibt. Allein in Afrika gibt es derzeit rund 10 andauernde bewaffnete, regionale Auseinandersetzungen.

      Beim Ukraine-Konflikt prallen die alten Gegner des kalten Krieges aufeinander, USA und seine Alliierten und Russland als Nachfolger der Sowjetunion. Das gibt diesem Schauplatz eine besondere Brisanz und eine besondere Berücksichtigung in den Medien.

      Dass sich der Konflikt über das jetzige Gebiet der Ost-Ukraine ausdehnt oder gar zu einem globalen Flächenbrand wird, dafür gibt es keinerlei Anzeichen. Weder die eine noch die andere Seite hat ein Interesse daran und findet dafür in einer vernetzten Welt, auch im eigenen Land, die notwendige Unterstützung.

      Was wir aber erleben ist, und da kann es durchaus noch mehr Herde für Konflikte geben, sind die langandauernden Nachwehen des Zerfalls des Sowjetreiches. Vor allem aufgrund lokaler ethnischer Strukturen. Hier flammen immer wieder revisionistische und nationalistische Störfeuer auf, die ein Zusammenleben unterschiedlicher Ethnien und Kulturen erschweren.

      Ich glaube aber, dass aufgrund der weltwirtschaftlichen Vernetzung, Bedürfnisse und Zusammenspiele, keine Macht ein echtes Interesse an einem Flächenbrand mit all seinen wirtschaftlichen Folgen hat.

      Aufgrund der Globalisierung halte ich einen Weltkrieg für sehr unwahrscheinlich.

    Ich sehe jetzt auch keine erhöhte Gefahr für einen dritten Weltkrieg. Und ich weiß auch nicht, wie du darauf kommst, dass die USA hier irgendwen in einen Krieg treiben will. Putin ist ein Spinner. Ein gefährlicher Spinner und den muss man im Zaun halten. Aber deswegen einen Weltkrieg anzetteln wird weder die USA noch Europa.

    Mehr Sorgen bereitet mir der Ebolaausbruch in Westafrika und der deletante Umgang damit dort vor Ort. Aber das ist ein anderes Thema.

    VG
    Mateo

    • Was genau bereitet dir denn Sorgen am Ebolaausbruch? Empathie mit den Betroffenen oder fürchtest du ein Übergreifen auf andere Kontinente? Das ist ja eher ausgeschlossen.

      Ich weiß nicht, ob man den Umgang als dilettantisch bezeichnen sollte. Die Möglichkeiten und Voraussetzungen sind einfach andere als sie es bei uns sind bzw. wären. Bei uns kann man jeden Menschen, der an einem "ungewöhnlichen" Durchfall und Erbrechen leidet, auf Ebola testen. In Afrika kann man schlecht jeden Menschen, der diese Symptome zeigt beispielsweise, auf Ebola testen. Das ist dort schlicht nicht möglich. Dazu kommt, dass die erkrankte Bevölkerung, aus verschiedenen Gründen, sei es aus mangelnder Bildung und Aufklärung, sei es aus verschiedenen kulturellen Gründen, nicht mit den Hilfskräften zusammenarbeitet.

      In Deutschland würden Betroffene sich wohl direkt auf den Weg ins Krankenhaus machen und nicht zusehen, wie ihre Familie stirbt. Aber als dilettantisch würde ich den Umgang deswegen nicht bezeichnen, jedenfalls nicht den der offiziellen Hilfskräfte.

      Im muss Sagen, mir bereitet der Ausbruch da überhaupt keine Sorgen.

      VG

      • Nein, ich mache mir keine Sorgen, dass Ebola hier in Europa zu Epedemie werden könnte.

        Aber in Westafrika ist die Lage noch lange nicht stabil. Die Regierung in Guinea hat von Anfang an zu zögerlich reagiert. Auch jetzt noch ergreift sie nicht schnell genug und auch nicht alle Maßnahmen, die WHO und die Hilfsorganisationen fordern.

        Ein guter Freund meiner Frau ist Arzt in der Schweiz und war im Juli drei Wochen in Guinea. Er beschreibt katastrophale Verhältnisse. Die Zahlen, der Erkrankten und die der Verstorbenen, die die WHO veröffentlicht, sind nur die bei denen Ebola tatsächlich nachgewiesen wurde. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher. Bis diese Epedemie ein Ende nimmt, werden in Westafrika noch viele Menschen sterben. Es wird Monate, wenn nicht noch ein ganzes Jahr dauern und das auch nur, wenn jetzt alle an einem Strang ziehen.

        Diese Epedemie könnte zu weiteren Ausschreitungen und noch mehr Gewalt führen.
        Was die Bekämpfung dieser Epedemie noch weiter erschweren würde.

        VG

        • Da hilft nur eins: Grenzen dicht! Denn so bald ein infizierter in Europa ist, kann er sich überall frei bewegen!

          Ich glaube aber nicht, dass es in Europa (speziell in Deutschland) zu einer Epidemie wird. Die Ausmaße in Afrika sind vor allem auf die dortigen hygienischen Bedingungen zurück zu führen. Auch die Krankenhäuser sind dort schlecht und verfügen über kaum ausreichende Quarantäne Stationen. In Deutschland dagegen könnte man die Krankheit recht schnell eindämmen, da bin ich mir sicher. Die Bundeswehr hat auch Quarantäne Spezialisten und ABC Anlagen, die dabei helfen können!

          • Ebola ist zwar eins der gefährlichsten Viren, die Ansteckungsgefahr ist aber bei weitem nicht so hoch, wie bei einer Grippe, da das Virus sich nicht über die Atemluft verbreitet. Man muss also schon direkten Körperkontakt mit einem Infizierten haben um sich anzustecken. In Afrika verbreitet es sich besonders gut, da es dort üblich ist die Toten bei der Beerdigung zu umarmen und zu küssen. Dabei ist die Virenlast bei einer Leiche am höhsten. Dort muss einfach mehr Aufklärung stattfinden.

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