Kohl - Monster oder Held?

    • (1) 08.10.14 - 20:47

      Moin zusammen und ja, die Überschrift ist absichtlich an die Regenbogenpresse angelehnt.

      Derzeit geht es ja wild darum, ob nun der "Volksschriftsteller" seine Bänder für das neue Buch verwenden darf, oder nicht.
      Nun war der Herr Kohl ja bekannt dafür, Machtpolitik innerhalb und außerhalb seiner Partei sehr erfolgreich zu betreiben und offenbar hat er für sich immer seine Weggefährten und auch Gegner für sich recht drastisch eingeschätzt.

      Vielleicht hat er aber gerade durch diese Art der Politik, die nichts anderes als seine Sichtweise zuließ, dafür gesorgt, dass die Anerkennung eines vereinten Deutschlands möglich wurde.
      Ist der Mann nun ein "Machtmonster", oder müsste man seine Leistungen anerkennen, auch wenn er alles seinem Machthunger untergeordnet hat?
      Braucht es vielleicht diese "Arschlöcher", um tatsächlich Lösungen zu erreichen?

      Ich werd jetzt bestimmt Haue kassieren, aber ich habe großen Respekt vor seiner Leistung, auch wenn ich manche Dinge nicht nachvollziehen kann, schlicht für mich selbst als "no-go" definieren würde, aber in seiner Position musste er vielleicht eben diese Dinge einfach tun, um erfolgreich zu sein?

      Mich interessieren halt eure Einschätzungen :-)

      Beste
      Tom

      • Hey, der Mann ist genau soviel Monster wie Held, dummes Gewäsch. Von mir aus kann er für seine Bücher auch den Staatsvertrag nutzen.

        Und über seine Politik zu Lästern, nachdem man ihn 16 Jahre ins Amt gewählt hat, ist typisch deutsch, anstatt man seine Leistung anerkennen würde. Wenns ihn nicht gegeben hätte, dann wäre der Westen immer noch vom Osten getrennt.

        Dich möchte ich mir nicht in der Position eines Kohls sehen, armes Deutschland.

        Bye

      • Moin!

        An welcher Stelle habe ich denn über "seine" Politik gelästert?
        Ich habe mich lediglich gefragt, ob diese Art, mit Konkurrenten, Gegnern, Verrätern umzugehen, wie sie sich aus den Inhalten der nun auszugweise veröffentlichten Tonbandaufzeichnungen ergibt, eine notwendige Bedingung dafür ist, erfolgreich Politik zu betreiben oder eben nicht.

        Das was ein Herr Schröder heutzutage so von sich gibt, scheint mir auch in vielerlei Hinsicht auf eine völlige Freiheit von Selbstkritik oder realistischer Selbsteinschätzung hinzudeuten, insofern ist die Fragestellung eigentlich gar nicht so direkt auf Herrn Kohl gemünzt, dort tritt sie aber gerade sehr drastisch zu Tage.

        Dass es eine Wiedervereinigung ohne Helmut Kohl nicht gegeben hätte, halte ich für eine recht exotische These.

        Ansonsten sei mir die Bemerkung erlaubt, dass Du, als der liebe Gott die Höflichkeit verteilt hat, offenbar nicht besonders laut "hier!" gerufen hast ;-)

        Beste Grüße
        Tom

        • >>Dass es eine Wiedervereinigung ohne Helmut Kohl nicht gegeben hätte, halte ich für eine recht exotische These<<

          Wäre zu der Zeit Gerd schon Kanzler gewesen, dann wäre die Mauer noch um 10 Meter aufgestockt worden, denn der war damals ein Gegner dieses politischen Vorhabens.

          GG

          • >Wäre zu der Zeit Gerd schon Kanzler gewesen, dann wäre die Mauer noch um 10 Meter aufgestockt worden, denn der war damals ein Gegner dieses politischen Vorhabens.<

            Klingt nach Insiderwissen, gibt es dazu Tonbänder oder Schriftstücke?

            Beste

            • bundestag.de und auf der HP der SPD unter historische Ereignisse.

              Aber auch zu sehen bei 60mal Deutschland oder im Archiv der Tagesschau.

              Die Links musst du dir selbst suchen, dazu hab ich jetzt keinen Bock.

              GG

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