Terror braucht keinen Gott...

    • (1) 13.02.15 - 15:34

      Wir hatten ja jetzt fast schon alle durch. Nur die Atheisten sind bisher verschont geblieben.#schwitz

      http://www.derwesten.de/politik/usa/drei-muslime-von-erklaertem-atheisten-in-usa-erschossen-id10336133.html

      Mann, Mann, Mann...wo sollt das noch hinführen?#gruebel

          • "Anklagen" finde ich dafür auch nicht direkt schlimm.
            Ich muss nur die Meinung des anderen tolerieren, aber ich muss sie in keinster Weise gut finden.
            Wenn ich hier bspw. Frau Mund nehme. Wenn ich mit ihr diskutieren würde, würde ich sie wohl auch "Anklagen", aber ich würde ihre Meinung "dulden".

      Hi,

      ich verstehe nicht was du meinst.

      Es wurden schon immer Menschen wegen ihres Glauben bzw. Andersglauben verfolgt und getötet. Manchmal im großen Stil als Glaubenskrieg und manchmal nur im kleinen wie in diesem Fall...

      Das ist kein neues Phänomen und wird sich wohl auch nicht mehr ändern!
      Das führt also nirgendwohin....Es ist immer das gleiche und wird auch immer so sein!

      LG

    • Was ist zuerst da? Der Wunsch zu töten oder die Begründung dafür?

      oh nein, Terror braucht keinen Gott
      Die ETA oder die IRA haben sich genauso wenig darauf berufen wie die RAF oder der NSU (mein Gott, diese Abkürzungen).

      Auch da wo Ideologien die Motivation sind zu töten, ist niemals die Ideologie die Ursache für einen Mord, sondern sie dienst als Rationalisierung.

      Was Menschen dazu bringt, andere zu töten, weil sie sie als Feinde betrachten, ohne sie zu kennen, das ist in der Tat ein wirklich interessantes Phänomen.
      Die Debatten, die wir aber im Augenblick führen bringen uns da leider nicht weiter...

      • "Was Menschen dazu bringt, andere zu töten, weil sie sie als Feinde betrachten, ohne sie zu kennen, das ist in der Tat ein wirklich interessantes Phänomen."

        Inhaltlich stimme ich dir absolut zu, nur wie passt das zu dem Link von Mateo?

        Die vier waren doch nachbarschaftlich verbandelt.. Und ob der radikale Atheist sich nicht intensiv mit Religionen beschäftigt hat, wissen wir doch auch nicht, oder?

        • meine Antwort bezog sich allgemein auf die aussage, daß es zum töten keinen glauben an Gott braucht-
          eingeleitet mit einigen Terrororganisationen, die das belegen sollten - und abschließend mit der frage, die aber allen Teorrororganisationen (so sie denn auch Töten) gemein ist: "den anderen" als feind auszumachen und zu töten, ohne mit ihm in einer Beziehung gewesen zu sein

          Insofern war ich nicht an einer bestimmten Organisation oder einer bestimmten tat interessiert, sondern an der allgemeinen frage nach Morden im namen einer Idee/ ideologie

          • Du warst nicht an deiner bestimmten Tat interessiert, hast aber die konkret verlinkte Tat zum Anlass genommen, über Terrororganisationen nachzudenken.

            Ohne Frage eine sinnvolle und wichtige Diskussion, die aber überhaupt nicht zum Thread passt.

            " "den anderen" als feind auszumachen und zu töten, ohne mit ihm in einer Beziehung gewesen zu sein"

            Bislang hat sich die verlinkte Tat ja gerade als Beziehungstat dargestellt, da die vier Nachbarn waren.

            Mateos Thread ergibt nur Sinn, wenn man, ohne genaue Kenntnisse zu haben, annimmt, dass diese Tat ein reines Hassverbrechen war und das ist bisher nur Spekulation.

            • hmm, ich glaube wir haben ein Kommunikationsproblem- ode ich verstehe dein Anliegen einfach nicht.

              "Du warst nicht an deiner bestimmten Tat interessiert, hast aber die konkret verlinkte Tat zum Anlass genommen, über Terrororganisationen nachzudenken."

              nein, ich habe in einem Politik und Philosophieforum über die Frage nachgedacht, ob "terror einen Gott braucht".
              ich habe weder den Link geöffnet noch mit eine Silbe von dem Link, der Tat oder der Berichterstattung darüber geschrieben. Schlicht und einfach, weil ich den fall gar nicht kennen und es überhaupt keinen Unterschied machen würde, egal um was es sich dabei handelt.

              "Ohne Frage eine sinnvolle und wichtige Diskussion, die aber überhaupt nicht zum Thread passt."

              Offenbar bist du die einzige, die sich daran stört, wenn jemand grundsätzlich über eien Thematik nachdenkt, ohne sich an einem Einzelfall aufzuhalten, der rein gar nichts aussagt.

              "Bislang hat sich die verlinkte Tat ja gerade als Beziehungstat dargestellt, da die vier Nachbarn waren."
              das mag sein- das wäre eine völlig andere frage, die ich nicht unter dem Oberbegriff "braucht Terror einen Gott" subsummieren würde und über die man (die Beziehungstat) selbstverständlich auch diskutieren könnte- und wieder, völlig unabhängig von einzelfall, wenn man auch nur annähernd aus einer metaperspektive ein Phänomen anschauen will (im gegensatz zu einer Boulevardisierung von Opfern und Tätern von Gewalttaten an der ich mich nicht beteiligen möchte)

              "Mateos Thread ergibt nur Sinn, wenn man, ohne genaue Kenntnisse zu haben, annimmt, dass diese Tat ein reines Hassverbrechen war und das ist bisher nur Spekulation."

              das mag deine sicht auf die Dinge sein. Meine Sicht habe ich in meinem Beitrag geschildert-
              lies ihn dir doch einfach nochmal durch.
              Das Thema des Threads heißt
              "Terror braucht keinen Gott"

              mein Beitrag dazu lautet:

              "oh nein, Terror braucht keinen Gott
              Die ETA oder die IRA haben sich genauso wenig darauf berufen wie die RAF oder der NSU (mein Gott, diese Abkürzungen).

              Auch da wo Ideologien die Motivation sind zu töten, ist niemals die Ideologie die Ursache für einen Mord, sondern sie dienst als Rationalisierung.

              Was Menschen dazu bringt, andere zu töten, weil sie sie als Feinde betrachten, ohne sie zu kennen, das ist in der Tat ein wirklich interessantes Phänomen.
              Die Debatten, die wir aber im Augenblick führen bringen uns da leider nicht weiter..."

              Ich erkläre sie dir gerne ein weiteres mal:

              vollkommen unabhängig von einer konkreten tat (und da gibt es ja sehr viele) habe ich beispielhaft einige Terrororganisationen aufgezählt, die genau dies praktiziert haben.
              = Passend zum Thema: Terror braucht keinen Gott

              dann bin ich auf die Metaebene gegangen- neben Religionen sind es häufig Ideologien, die als Legitimierungsgrund für Terror und Gewalt herhalten müssen.
              Aber sowohl im einen (Religion) also auch im anderen Fall (sonstige Ideologien) ist es nicht die Ursache, sondern die Ideologie dient als Rationalisierung (hier habe ich mich weit aus dem Fenster gelehnt, indem ich einen psychoanalytischen Erklärungsversuch gestartet habe- sicher angreifbar, aber eben eine mögliche Lesart).

              So und nun bin ich eine weitere Ebene gesprungen um auf die dahinter liegende Frage zu sprechen zu kommen: Etwas, daß wir als stärker als alles andre betrachten, bringt menschen zu allen zeiten und überall auf der welt dazu andere Menschen zu töten und zwar Menschen, die sie nicht mal kennen. Dies zu ergründen würde uns möglicherweise einen Schritt weiter bringen- als Menschheit.
              Jedoch stelle ich im Augenblick gar nicht diesen Wunsch fest (vielleicht auch bei dir?), sondern das verhaftet bleiben am Einzelfall und im "klein Klein". Das bringt uns aber in aller regel zu schnellen Lösungen und urteilen, die meist wenig hilfreich sind und das phänomen nur unzureichend erklären können.

              So- also nochmal der Versuch.
              Es mag sein, daß du mir inhaltlich nicht folgst- damit habe ich kein Problem.
              Irritierend finde ich jedoch, daß es dich so massiv stört, daß auf grundlage eines einzelfalls, der sich mittlerweile als etwas anderes darstellt als wohl vom threaderöffner angenommen über ein grundlegendes Phänomen diskutiert wird, das doch wohl erheblich sinniger ist als einen Einzelfall (wie auch immer der gelagert wäre) zu diskutieren, über den keiner von uns auch nur annähernd ausreichend Informationen hat, um darüber wirklich sinnvoll zu sprechen.

              Also: Ich habe nie, wollte nie und werde nie über diesen einzelfall schreiben, da ich ihn nicht kennen und darüber gar nichts sagen kann und er auch nichts zeigen könnte, was nicht schon hundertfach vorgekommen ist (egal welches motiv da zum tragen kam).

              Willst du also über den einzelfall diskutieren, wende dich an den TE oder an jemanden ,der etwas dazu sagen kann oder möchte.
              Wenn du dich daran störst, daß ich bei themen die Metaebene bevorzuge, kann ich dir nur raten, einfach meine Beiträge auszulassen
              wenn du aber mitgehen magst auf eine eben- ab vom einzelfall, dann trage doch etwas sinnvolles bei!

      " Auch da wo Ideologien die Motivation sind zu töten, ist niemals die Ideologie die Ursache für einen Mord, sondern sie dienst als Rationalisierung."

      Sehe ich genauso.

      "Was Menschen dazu bringt, andere zu töten, weil sie sie als Feinde betrachten, ohne sie zu kennen, das ist in der Tat ein wirklich interessantes Phänomen."

      Ich denke Menschen betrachten andere als Feind, WEIL sie sie nicht kennen.

Deine Überschrift losgelöst von deinem Thread ist eine Aussage, die absolut richtig ist. Und ich kann auch nachvollziehen, was du damit meinst.

In Verbindung mit deinem Link verstehe ich sie aber nicht. Denn bislang kann (!) laut Artikel ein Motiv, das im Hass auf den Islam begründet ist, nicht ausgeschlossen werden.

Nirgends steht, dass dies bereits erwiesen ist. Im Gegenteil wird auch über einen "banalen" (in Anführungszeichen, weil die Folge leider sehr grausam war und drei Menschen ermordert wurden) Nachbarschaftstreit spekuliert.

Des Weiteren stört mich an deiner Überschrift, weil für mich mitschwingt, dass Terror keinen Gott braucht und somit Terror immer nur auf einzelne Menschen zurückzuführen ist und nicht auf religiöse Motive und das ist schlicht falsch. Religiöse Gemeinschaften sind Träger von Gewalthandlungen, schon Jseit ahrtausenden.

Ganz abgesehen davon kann man bei dieser Tat nicht vom einem terroristischen Akt sprechen. Etwas per definitionem Terroristisches sehe ich da (bisher) nicht.

Auch deiner Schlussfolgerung, dass die Atheisten "nicht verschont" bleiben, terroristisch zu agieren, kann ich nicht zustimmen. Denn, mal angenommen, dieser Tat läge das Motiv zugrunde, über das spekuliert wird, dann wäre der Konflikt gerade deshalb religiös motiviert. Ich sehe da erstmal wenig Unterschied, ob ich für oder gegen Religion gewalttätig werde.

Kate

  • " In Verbindung mit deinem Link verstehe ich sie aber nicht. Denn bislang kann (!) laut Artikel ein Motiv, das im Hass auf den Islam begründet ist, nicht ausgeschlossen werden."

    Das stimmt es sind Spekulationen. Es deutet aber einiges darauf hin, dass es sich um eine Hassverbrechen handelt. Der Streit um den Parkplatz war vermutlich nur der Auslöser.

    Für mich spielt es keine Rolle ob nun ein Atheist, der gegen den Islam hetzt, drei Muslime erschießt oder ob ein israelfeindlicher Muslim zwei Juden erschießt, wie zuletzt in Kopenhagen. Da Letzerer, der nach jetzigem Stand der Ermittlungen keine Verbindung zu Terrorgruppen hatte, ein Moslem ist, geht man aber von einem islamistischen Terroanschlag aus.#gruebel

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