Umgang mit Pädophilen

    • (1) 26.02.15 - 02:50

      Hallo,
      ich möchte, losgelöst vom Fall Edathy, gerne mal darüber diskutieren, wie wir als Gesellschaft mit Pädophilen umgehen sollen?
      Pädophil zu sein ist kein Verbrechen und niemand sucht sich seine sexuelle Ausrichtung aus. Fachleute gehen davon aus, dass ca. ein Prozent der erwachsenen Männer pädophile Neigungen haben. In Deutschland wären das 250000 Männer bzw. ist ein Mann von Hundert davon betroffen. Grob überschlagen bedeutet das, in meinem Wohngebiet leben vier Pädophile. Mit zweien bin ich wahrscheinlich gut bekannt und einer gehört vermutlich zu meinem engsten Kreis.
      Das ist kein Grund zu Panik. Die große Mehrheit dieser Männer, lebt ihre Neigung nicht aus. Studien zeigen, dass nur ca. 12 % der sexuellen Übergriffe an Kindern von Pädophilen begangen werden. Viele vermeiden engen Kontakt mit Kindern um gar nicht erst in Versuchung zu kommen. Pädophile Menschen leben unter uns ohne je ein Kind missbraucht zu haben oder Kinderpornos konsumiert zu haben.

      Und trotzdem ist das ein Tabu. Ein normaler Umgang mit diesen Menschen, wie z.B. mit Homo-Inter- oder Transsexuellen scheint nicht möglich. Eigentlich müsste ich ja dankbar sein, wenn mein Nachbar zu mir kommt um mich darauf aufmerksam zu machen, dass mein Kind nicht unbekleidet im Garten rumlaufen soll, weil er pädophil ist. Ich müsste mich bedanken und mich für meine Gedankenlosigkeit entschuldigen. Damit sollte das Thema vom Tisch sein.
      Aber mal ehrlich! Wer von uns würde so reagieren? Meine erste Reaktion wäre wohl Fassungslosigkeit und Panik. Nach dem ersten Schreck würde ich das vielleicht rationaler sehen und eventuell wäre ich meinem Nachbarn auch dankbar dafür, dass er so offen damit umgeht und mich warnt. Aber ich könnte nicht aus meiner Haut und könnte nicht mehr unbefangen mit ihm umgehen oder sorglos mein Kind im Garten spielen lassen. Nicht weil er pädophil ist, sondern weil ich Mutter bin und er eine potenzielle Gefahr für mein Kind darstellt. Ich kann meinen Mutterinstinkt genauso wenig ablegen, wie er seine Vorliebe für Kinder. Deswegen wünsche ich ihm nicht die Pest an den Hals oder seinen Ruin. Aber ich würde ihn auf Abstand halten.
      Ich kann nur hoffen, dass diejenigen, die in meinem Umfeld davon betroffen sind zu jenen gehören, die ihre Neigung im Griff haben und falls nicht, dass sie sich Hilfe suchen und finden. Leider gibt es zu wenig Anlaufstellen für Betroffene. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für Therapien leider nicht und nicht selten stoßen Pädophile selbst bei Therapeuten auf Unverständnis und Ächtung.
      Ich habe mal ein Interview mit einem Pädophilen gelesen, der dringend Hilfe suchte. Er wurde von Neurologen und Psychiatern abgelehnt, beschimpft und weitergeschickt. Einige drohten ihm sogar mit der Polizei. Er war ein extremer Fall, weil er pädophile Fantasien mit sadistischer Fixierung hatte. Seinen Fantasien hat er bis dahin nicht nachgegeben. Ob das so bleiben würde, konnte er nicht garantieren. Beim Lesen war ich hin und her gerissen zwischen Abscheu, Angst, Entsetzen, Fassungslosigkeit über den Umgang mit diesem Mann, der verzweifelt Hilfe suchte und echtem Mitgefühl für ihn, der voller Selbstverachtung und Scham war und ernsthafte Suizidgedanken hegte. Hilfe fand er letztlich beim Projekt „kein Täter werden“. Dieses Projekt kämpft Jahr für Jahr um sein Fortbestehen. Nicht, weil das Angebot nicht angenommen wird, sondern weil es an Geld fehlt.
      Ich bin bei diesem Thema zwiegespalten. Einige fordern für Pädophile die gleiche Akzeptanz, wie für Homosexuelle. Aber wie soll diese Akzeptanz aussehen? Denn bei allem Verständnis für die Täter, gibt es auf der anderen Seite auch die wehrlosen Opfer. Führt eine Akzeptanz nicht dazu, dass Hemmschellen sinken? Und nehmen wir mal an man würde Pädophile akzeptieren in der Hoffnung, dass sie sich therapieren lassen und offen mit ihrem Problem umgehen dürfen. Könnte ein Pädophiler, der sich outet als Krankenpfleger auf der Kinderstation arbeiten oder als Kinderarzt praktizieren? Dürfte ein bekannter Pädophiler, der strafrechtlich noch nie in Erscheinung getreten ist, als Erzieher im Kindergarten arbeiten? Und wenn nicht, wäre das nicht diskriminierend? Fragen über Fragen.
      Zuletzt sollten wir auch nicht verschweigen, dass es eben nicht nur Pädophile gibt, die moralisch, ethnisch und rechtlich richtig handeln. Es gibt Pädophile, die ihre Neigung ausleben wollen ohne Rücksicht auf die Opfer. Es gibt viele die Sex mit Kindern legalisieren wollen und auf die sexuelle Selbstbestimmung von Kindern hinweisen. Es gibt jene, die nur sich selbst als Opfer sehen und keine Verantwortung für ihre Taten übernehmen wollen.

      Das sind so meine Gedanken zu diesem Thema um 3 Uhr morgens.
      Wie seht ihr das?

      • Also erstmal Homo- Inter oder Transsexuelle darf man nicht mit Pädphilen vergleichen. Natürlich gehören diese Gruppen Respektiert in unserer Gesellschafft. Denn deren Sexuelle Neidung bezieht sich auf Ebenbürdige Erwachsene und nicht auf den Missbrauch von Kindern. Und nichts anderes sind Pädophile Gedanken. Ein Kind ist dem Erwachsenen völlig unterlegen, es findet hier niemals ein Ausstausch auf gleicher Augenhöhe und gleicher Selbstbestimmung statt. Das ist der aber der wichtigste Pfeiler.

        Sexuelle Neigungen darf jeder ausleben solang beide Parteien, ihren freien Willen dazu bekunden. Wie diese dann aussieht ist mir Persönlich völlig egal. Und genaus das ist bei der Pädophilen nie gegeben.

        Daher kann es für Pädophile gar nicht die gleiche Akzeptanz geben wie für Homosexuelle. Beides hat in keinster Weise etwas mit einander zutun.

        Ein Mensch, den einzigst der Gedanke zu Vergewaltigen erregt, hat ja wohl auch überhaupt nichts mit einen Hetrosexuellen zutun.

        Ob eine Theraphie was bringt? Wer Hilfe sucht sollte sie auch bekommen. Es ist sicherich Sinnvoller hier Hilfsangebote zu machen, als diese Menschen völlig allein damit zulassen

        Ein Alkoholiker wird allerdings auch nicht in einer Bar arbeiten, genauso sollte ein Pädophiler auch nicht mit Kindern arbeiten. Hier gillt es dann zu den Reizen abstand zuhalten.

        Eine Akzeptanz kann ich mir trotzdem nicht vorstellen. Wenn ich wüsste das ein Pädophiler in meiner Nähe legt, würde ich sehr unruhig werden und bei den kleinsten Dingen ihn im Visier haben. Vielleicht leben einige Menschen dieser Neigung in direkter Nachbarschaft, aber manchmal lobe ich mir dann doch die Unwissenheit als in ständiger Angst zuleben.

        • Ich stimme dir in allen Punkten zu.

          Mir ging es aber darum, wie man mit Pädophilen umgeht, die ihre Neigung nicht ausleben oder vielleicht so ausleben, dass kein Kind zu schaden kommt.

          Darf man Pädophile unter Generallverdacht stellen? Darf man ihnen die Arbeitsstelle kündigen, nur weil sie mit Kindern arbeiten, ohne dass sie je auffällig geworden sind?

          Ich habe keine Antwort auf diese Frage. Ich würde mein Kind jedenfalls nicht von einem Kinderarzt untersuchen lassen, der sich dazu bekennt pädophil zu sein. Andereseits käme ich nicht auf die Idee mein hetrosexueller Gynäkologe hätte sexuelles Interesse an mir.

          • "Andereseits käme ich nicht auf die Idee mein hetrosexueller Gynäkologe hätte sexuelles Interesse an mir. "

            Ich glaube, das Problem ist hier etwas anders.
            Bei einem "normalen" Gegenüber beruht ein intimer Kontakt auf Gegenseitigkeit. Beide geben ihr Einverständnis und beide wissen, was das Ganze für Konsequenzen hat.

            Wenn Du nicht möchtest, sagst Du "nein" und der andere akzeptiert das. Eventuell wird dann der Kontakt aber auch etwas Schwieriger.

            Bei einem Pädophilen ist das Problem. WENN er seine Neigungen in der Realität auslebt (und dazu muss er bei einem Kind nicht unbedingt Gewalt anwenden), steht auf der anderen Seite jemand, der sein Einverständnis gar nicht geben kann.

            • "Bei einem Pädophilen ist das Problem. WENN er seine Neigungen in der Realität auslebt (und dazu muss er bei einem Kind nicht unbedingt Gewalt anwenden), steht auf der anderen Seite jemand, der sein Einverständnis gar nicht geben kann."

              ja, genau das ist der Grund warum es natürlich niemals einzureihen sein wird in andere Spielarten der Sexualität

              • " ja, genau das ist der Grund warum es natürlich niemals einzureihen sein wird in andere Spielarten der Sexualität "

                Das sehe ich genauso. Hinzu kommt, dass ich für mein Kind verantwortlich bin. Schicke ich es zu einem Kinderarzt, der pädophile Neigungen, von denen ich weiß, hat und es passiert doch was, habe ich dann eine Straftat begünstigt oder mich gar mitschuldig gemacht. Von der moralischen Schuld ganz abgesehen.

        Es gibt Projekte "Kein Täter werden". Dafür worde in groß Geworben. Also wer sich seiner Porbem bewußt ist. Kann sich helfen lassen. Die meißten vergehen an Kindern ca. 90 Prozent gehen auf "normale" Täter. Die Überwiegend aus der Familie und dem nahen Umfeld der Kinder kommen.

    Guten Morgen,

    wenn dem so ist, und ich bin rein logisch bereit, diesem Gedanken zu folgen, dass Pädophilie nichts anderes ist, als eine von zahlreichen Facetten der menschlichen Sexualität, dann sollte sie zunächst einmal auch als solches wahrgenommen werden.

    Auch wenn das Ausleben einer pädophilen Neigung heutzutage juristisch geahndet wird und psychologisch, wie andere Neigungen, als Paraphilie und stark von der Norm abweichend betrachtet wird, hat sich die Natur offensichtlich nicht darum gekümmert, was nachfolgende Generation einmal mit diesem Zustand anfangen.

    Der gravierende Irrglaube bei vielen Menschen ist, pädophil = übergriffig oder gewalttätig bzw. wenn ein Pädophiler seine Neigung in irgendeiner Art und Weise auslebt oder erlebt, werden IMMER Kinder geschädigt.

    Es gibt keinerlei empirischen Untersuchen, die das belegen. Vielmehr vermutet man so, wie du sagst, dass der überwiegende Teil der Pädophilen ihre Neigung in keiner Weise auslebt oder noch nicht mal wirklich Kenntnisse über die eigene Präferenz hat.

    Übergriffigkeit und (sexuelle) Gewalt sind Bestandteile des menschlichen Wesens und keineswegs fixiert auf eine bestimmte Ausrichtung. Statistisch gesehen und auch in Relation gesetzt gibt es weit mehr sexuelle Übergriffe heterosexueller Männer gegen erwachsene Frauen.

    Das Bedrohungspotential, dass von Pädophilen ausgeht, ist wahrscheinlich tatsächlich weitaus geringer als von vielen gefühlt angenommen.

    Auf der anderen Seite steht der berechtigte Wunsch von Eltern, ihre Kinder behütet, geschützt vor den Unwägbarkeiten und Gefahren der Umwelt, möglichst angstfrei aufwachsen zu sehen und diese eines Tages als für das "Leben da draussen" vorbereitete menschliche Wesen in die Welt zu entlassen.

    Pädophile werden hier als potentielle Gefahrenquelle und Störfaktoren wahrgenommen, die Eltern liebend gerne eliminieren wollen. Ist ihnen letztlich nicht zu verdenken.
    Hinzu kommt, dass wenn die Medien von Kindesmissbrauch berichten, sofort Bilder projiziert werden, die "deformierte" Kinderseelen beinhalten, was die ohnehin enorme Emotionalisierung bei dem Thema noch verstärkt.

    Allerdings wollen Eltern womöglich auch nicht, dass die 14-jährige Tochter einen 18-jährigen Freund hat oder der 15-jährige Sohn mit einer 30-jährigen Alleinerziehenden ausgeht, Eltern wollen vieles nicht. Und ich weiß nicht, ob wir schon so "normalisiert" sind, dass manche Eltern eben doch nicht wollen, dass ihr Nachwuchs Zeuge eines sich leidenschaftlich küssenden schwulen Pärchens wird.

    Eltern definieren ihre Kinder oft sehr lange als nicht-sexuelle Wesen, da hat der Nachwuchs schon längst erste fundamentale Erfahrungen sammeln können.

    Und von all den "Gefahren", die aus dem großen Themenbereich Sexualität den eigenen Kindern widerfahren können, gilt der Pädophile sicher als das ultimativ Böse. Gar nicht von dieser Welt. Sondern ein Dämon, der nur menschliche Gestalt hat.

    Dass es viel zu wenig fachspezifische Anlauf- und Beratungsstellen für Menschen mit pädophiler Neigung gibt, ist, denke ich, unbestritten.

    Pädophile haben keine Lobby.

    Womöglich würde auch jeder Politiker, der sich dem Thema widmen würde, zumindest, wenn er ein Mann wäre, schon unter Generalverdacht gestellt werden, er würde sich in irgendeiner Form gemein machen mit "Kinderschändern". Was das für die Karriere bedeutet, braucht man nicht weiter zu erläutern.

    Aufklärung als erstes tut not. Es reicht nicht nur, den Kindern beizubringen, dass sie sexuell selbst bestimmte Wesen sind und ihr Körper ihnen gehört, auch die Erwachsenen sollten mehr über ihre Kinder lernen und all die potentiellen Gefahren besser einzuschätzen lernen.

    Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden, liegt in Deutschland der Wahrscheinlichkeitsrechnung nach um den Faktor 1000 mal höher als Opfer eines Missbrauchs (Wobei die Dunkelziffer sicherlich hoch ist).

    Es ist schwer, zu relativieren ohne in den Verdacht zu geraten, man möchte banalisieren.

    Fakt ist, ich kann meinen 12.jährigen Sohn nicht vor allem schützen, was ihm an Unbill drohen könnte. Aber die Beschäftigung mit den Gefahrenquellen hilft mir, das Risiko besser einzuschätzen und selbst den pädophil geneigten Nachbarn immer noch auch als Menschen wahrzunehmen.

    • "Allerdings wollen Eltern womöglich auch nicht, dass die 14-jährige Tochter einen 18-jährigen Freund hat oder der 15-jährige Sohn mit einer 30-jährigen Alleinerziehenden ausgeht, Eltern wollen vieles nicht. Und ich weiß nicht, ob wir schon so "normalisiert" sind, dass manche Eltern eben doch nicht wollen, dass ihr Nachwuchs Zeuge eines sich leidenschaftlich küssenden schwulen Pärchens wird.

      Eltern definieren ihre Kinder oft sehr lange als nicht-sexuelle Wesen, da hat der Nachwuchs schon längst erste fundamentale Erfahrungen sammeln können."

      Der Mensch ist von Geburt an ein sexuelles Wesen. Selbstbefriedigung im Kleinkindalter ist keine Seltenheit und auch Doktorspiele mit GLEICHALTRIGEN sind Teil einer normalen Entwicklung. Die Sexualtät von Kindern unterscheidet sich ganz erheblich von der eines Erwachsenen. Zudem besteht zwischen Erwachsenen und Kindern ein Machtgefälle. Kinder sind auf die Zuwendung nähere Bezugspersonen existenziell angewiesen sind. Diese Abhängigkeit birgt die Gefahr, dass der Erwachsene seine Überlegenheit bewusst oder unbewusst ausnutzt, um das Kind zu sexuellen Handlungen zu bewegen, die nicht dem wirklichen Willen des Kindes entsprechen.

      (10) 26.02.15 - 17:42

      "wenn dem so ist, (...) dass Pädophilie nichts anderes ist, als eine von zahlreichen Facetten der menschlichen Sexualität, dann sollte sie zunächst einmal auch als solches wahrgenommen werden."

      So wird sie auch wahrgenommen, aber eben nicht als eine normale "gesunde" Art der sexuellen Neigung. Diese Neigung ist genausowenig "gesund", wie andere sexuelle Neigungen, bei denen Dritte zu Schaden kommen. Es ist nicht alles "normal", nur weil es das gibt.

      "Der gravierende Irrglaube bei vielen Menschen ist, pädophil = übergriffig oder gewalttätig bzw. wenn ein Pädophiler seine Neigung in irgendeiner Art und Weise auslebt oder erlebt, werden IMMER Kinder geschädigt. Es gibt keinerlei empirischen Untersuchen, die das belegen."

      Entschuldige, hier kann ich dir überhaupt nicht mehr folgen. Es ist ein gravierender Irrglaube, dass Kinder bei sexuellen Übergriffen geschädigt werden? Was möchtest du damit sagen? Selbstverständlich werden Kinder IMMER geschädigt, wenn sie von erwachsenen PErsonen als Objekt der sexuellen Begierde betrachtet werden! Bis du da allen Ernstes anderer Meinung? Die einzige Situation, in der Kinder nicht direkt zu Schaden kommen würden, wäre, wenn lediglich normale Fotos aus handelsüblichen Katalogen "konsumiert" oder Kinder auf dem Spielplatz beobachtet würden. Genau diese Situationen jedoch, müssen Pädophile vermeiden und das lernen sie in einer Therapie. Sie müssen zeitlebens darauf achten, zu Kindern so wenig Kontakt wie möglich zu halten.

      "Hinzu kommt, dass wenn die Medien von Kindesmissbrauch berichten, sofort Bilder projiziert werden, die "deformierte" Kinderseelen beinhalten"

      Ja was denn sonst? Hier kann ich dir wieder nicht folgen.

      "Allerdings wollen Eltern womöglich auch nicht, dass die 14-jährige Tochter einen 18-jährigen Freund hat oder der 15-jährige Sohn mit einer 30-jährigen Alleinerziehenden ausgeht, Eltern wollen vieles nicht."

      Dieses Beispiel verstehe ich absolut nicht. Was hat das mit dem Thema "Pädophilie" zu tun? Und welches Argument willst du mit diesem Beispiel bekräftigen? Was hat eine 14jährige, die evt. unbedingt mit ihrem Freund schlafen will und ich das als Mutter nicht gutheiße, zu tun, mit einer anderen 14jährigen, die gegen ihren Willen vom Nachbarn (oder einem Familienangehörigen) missbraucht wird?!?

      "Es ist schwer, zu relativieren ohne in den Verdacht zu geraten, man möchte banalisieren."

      Da hast du Recht. Und gerade, weil du ein intelligenter Mann bist, verstehe ich diese deine Thesen und Beispiele überhaupt nicht. Du setzt dich damit tatsächlich dem von dir genannten möglichen Vorwurf aus.

      Grüße
      Luka

      • Leider keine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema.

        Hoch emotional und sehr hoch erhobener Zeigefinger.

        Und leider hast du den Beitrag vom Doktor entweder inhaltlich nicht verstanden oder nicht verstehen wollen.

        > Bis du da allen Ernstes anderer Meinung?

        > Und gerade, weil du ein intelligenter Mann bist, verstehe ich diese deine Thesen und Beispiele überhaupt nicht.

        > Du setzt dich damit tatsächlich dem von dir genannten möglichen Vorwurf aus.

        Drei Sätze als Diskussionsdisqualifikation.

        • (12) 27.02.15 - 12:05

          "Leider keine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema."

          Warum? Ist (erschrockenes) Nachfragen bei einer Diskussion nicht erlaubt?

          "Und leider hast du den Beitrag vom Doktor entweder inhaltlich nicht verstanden oder nicht verstehen wollen."

          Da hast du Recht. Deshalb schrieb ich ja den Beitrag.

          Grüße

      Guten Morgen,

      Du hast in Deinem Beitrag nun so oft damit kokettiert, dass Du mir partout nicht folgen kannst, (obschon ich annehme, dass auch Du kein dummer Mensch bist,) dass ich es als Frechheit meinerseits Dir gegenüber ansehen müsste, dir nun zu erklären, wie was gemeint war.....Und am Ende kannst Du dann erneut nicht folgen.

      Das würde Dich lediglich versucht sein lassen, Dich erneut zu desavouieren....und das möchte ich nicht. Dafür mag ich Deine Beiträge im Allgemeinen zu gern und das hast Du eigentlich nicht verdient. So wie Du den Beitrag an mich nicht verdient hast.

      :-)

      • (14) 27.02.15 - 11:54

        Ich habe nicht kokettiert, ich bin mir tatsächlich nicht sicher, ob ich deine Argumente und Beispiele richtig verstanden habe. Ich bin nämlich erschrocken, als ich sowohl diesen als auch deinen letzten Beitrag zu Edathy gelesen habe. Und diese Rückmeldung darf man doch geben oder findest du das verwerflich?

        Warum sollte ich es also als Frechheit empfinden, wenn du darauf eingehen würdest? So funktioniert normalerweise eine Diskussion: Man tauscht Argumente aus, die in bestem Fall durch ihr hohes Maß an Stichhaltigkeit und ihre Aussagekraft bestechen und nicht durch eine hübsch anzusehende rhetorische Verpackung.

        Danke, dass du mich im Allgemeinen gerne liest. Das Kompliment gebe ich gerne zurück. :-) Gerade, weil das so ist, fand ich deine Aussagen umso befremdlicher.

        Grüße
        Luka

    "So wird sie auch wahrgenommen, aber eben nicht als eine normale "gesunde" Art der sexuellen Neigung. "

    Von normal = gesund war auch nicht die Rede.

    Nur ist es aber nach ernsthaften Erkenntnissen so, dass innerhalb einer menschlichen Population ein nicht geringer Anteil an Menschen diese Neigung haben. Also, wertfrei gesprochen, gehört diese Neigung als immer wiederkehrende Erscheinung zum Präferenzspektrum der menschlichen Sexualität.

    "Selbstverständlich werden Kinder IMMER geschädigt, wenn sie von erwachsenen PErsonen als Objekt der sexuellen Begierde betrachtet werden!"

    Solange sich der Pädophile nur mit sich selbst oder anhand von Bildern dem Thema nähert, ist eine direkte Schädigung des Pädosexuellen zu einem Kind nicht gegeben.

    Die Frage, um welche Bilder es sich handelt, kann natürlich beinhalten, dass es Bilder sind, die den Tatbestand der Kinderpornografie erfüllen.

    "Ja was denn sonst? Hier kann ich dir wieder nicht folgen."

    Siehe oben. Wenn ich nicht missbraucht worden bin, kann ich mich nicht missbraucht fühlen.

    "Dieses Beispiel verstehe ich absolut nicht. Was hat das mit dem Thema "Pädophilie" zu tun? Und welches Argument willst du mit diesem Beispiel bekräftigen? "

    Diese Beispiele bezogen sich auf die Ängste der Eltern und den allgemeinen Teil meines Posting, dass Eltern in ständiger Sorge um ihre Kinder sind. Wenn man selbst Kinder hat, kennt man diese Sorgen, je nach Alter der Kinder sehr unterschiedlich. Nur kann man seine Kinder leider nicht ständig und überall beschützen. Dieser Abschnitt bezog sich also auf jene, dass denken, es gäbe durch das Verdrängen, Wegblenden oder Totschweigen der Ursachen ein Mehr an Sicherheit.

    Man kann an der ein oder Stelle dieses Threads sehr gut erkennen, wie wenig manche Menschen bereit sind, sich auch nur ansatzweise dem Thema zu nächern. Es gibt Vorurteile die gelebt werden und stellenweise unzumutbare Falschbehauptungen.

    Hier sehe ich in der Tat auch die Parallelen zu Homosexuellen. Der Paragraph 175, der Unzucht unter Männern unter Strafe stellt, ist nach meinem Wissen erst 1988 (!) gestrichen worden. Auch sagte man homosexuellen Männern lange auch nach, generell Päderasten zu sein.

    Ähnlich, und das kannst Du hier nachlesen, gibt es eben auch Vorurteile gegen Pädophile. Wie z.B. dass jeder Pädophile zwingend irgendwann übergriffig wird und dass er per se als gewaltbereiter gilt.

    Für mich ist das wie auch andere Paraphilien wie z.B. Sadismus, Masochismus, Nekrophilie usw. eine psychische Störung, die einer Krankheit gleichkommt.

    Und kranke Menschen durch die Bank weg in einen Sack zu stecken und draufzuknüppeln, ist ein Armutszeugnis für den emotionalen Entwicklungsstand eines Landes.

    Das bedeutet nicht, die Opfer links liegen zu lassen. Aber erste der rationelle Umgang und die intensive Forschung mit den Tätern oder solchen die Täter werden könnten (aber nicht müssen) erhellt die mir oft zu mittelalterliche Sicht auf die Dinge.

    Im Übrigen, wenn man schon emotionaliseren möchte, sind mir jene, die zwar selbst nicht pädophil sind aber Geschäfte mit dem Thema machen, also all die Menschenhändler, Fotografen, Video-Performer, Seitenbetreiber usw. usw bedeutend mehr zuwider. In Analogie zum Drogenmilieu, bei dem böse Menschen mit den bösen Süchten anderer Menschen Geschäfte machen.

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