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    • (1) 14.03.15 - 21:10

      "Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist, was geschieht dann mit dem Rest????"

      Dieser Zitat stammt aus dem Buch " Nachtzug nach Lissabon" und beschäftigt mich sehr...

      LG

      • << ... was in uns ist, was geschieht dann mit dem Rest????" >>

        Nichts.

        Ebenso nützlich ist das Grübeln darüber, wie es einem Furz ergehen wird, wenn er uns verlassen hat #gruebel

        • Es ging der TE, so vermute ich, nicht um die "Nützlichkeit" solcher Gedanken.

          Dieser Forumsteil hat auch den Begriff "Philosophie" in seinem Namen.

          Das beinhaltet auch das ergebnisoffene Nachdenken über Fragen von metaphysischer Bedeutung.

          Wenn das bei dir lediglich Gedanken an deine Darmtätigkeit als solche anregt, bist du hier vielleicht leidlich überfordert und solltest dich wieder den Forumsteilen zuwenden, die deinen Ansprüchen genüge tun - "Topfgucker" z.B. oder "Schweine im Weltall".

          Im Wunsch an deine baldige Abstinenz grüße ich

      Ein Jammer, nicht wahr?

      Wir könnten so viel mehr leisten, erdenken, vollbringen wenn wir nur all die ungenutzten Potentiale aktivieren könnten.

      Gefangen in der alltäglichen Routine und den Anforderungen, die das Alltagsleben an uns stellt, schafft man es stetig weniger querzudenken und sich Bereichen zuzuwenden, die rein von der Kapazität, möglich zur Entdeckung wären.

      Hinzu kommt für mich die Frage, ob man da ist, wo man hin wollte und was einem seiner eigenen Bestimmung gemäß, zukommt.

      Eigentlich hat man immer Zeit, neue Wege zu gehen oder aber sich selbst zu fordern. Eigentlich. Wenn da nicht der eigene Schweinehund wachend vor dem Tor stehen würde, hinter dem die verborgenen Potentiale liegen.

      • Ich habe das Zitat, welches die TE beschäftigt, wörtlich genommen. Die metaphysische Bedeutung habe ich nicht erkannt. Das hast du mir voraus. Dafür und für deine beeindruckende Ausdrucksweise ist ein #stern von mir.

        Kürzlich las ich das Buch "Darm mit Charme" von Giulia Enders. Dieses Buch und eine ernsthafte und erkenntnisreiche Diskussion über den Furz bei urbia hat mich zu diesem Vergleich angeregt. Mit Metaphysik hat das nichts zu tun, sondern mehr mit der zunehmenden Entropie des Universums.

        Ich bitte alle um Verzeihung, die meinen Vergleich unpassend fanden.

        • Angenommen. Die Entschuldigung.

          Wenn du magst, erhelle die Gruppe doch mit deinem Stand der Gedanken über jenen universellen Furz. Diese eine, wahre Blähung, von der manche Männer angeblich träumen. Einmal im Leben der Galaxis den Urknall als quasi Antwort unter Gleichen zurückgeben und damit den Anfang und das Ende erklärbar machen.

          • Ich bin nur Ingenieur, aber weder Metaphysiker noch Philosoph.

            Das Zitat "Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist, was geschieht dann mit dem Rest????" erscheint mir als Hirnschas oder wohlwollend als unscharfe Formulierung. Trotzdem gab es dazu gute Antworten, z. B. von metha. Mir ist das nicht gelungen.

            Der Furz ist für mich nur ein physiologischer und thermodynamischer Prozess. Eine metaphysische Bedeutung sehe ich darin nicht. Du offensichtlich schon, wenn ich dich richtig verstanden habe.

            Dieter Nuhr hatte zu diesem Thema eine bemerkenswerte Assoziationskette:

            Ein Mann auf dem Klosett sitzend - ein Ebenbild Gottes - hat Gott auch einen Stoffwechsel - war der Urknall etwa nur ...

            Vielleicht findet die Religion eine Antwort darauf. In der Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments wird es anders beschrieben.

            An die TE: Mit dem Rest deiner Gaben geschieht nichts. Du hast sie (noch) nicht genützt. Anderen Menschen stehen sie nicht zur Verfügung.

        Das ist ein sehr gutes Buch, by the way.

Ich finde diesen Gedanken, diese Frage auch sehr aufwühlend..

Ich persönlich finde zunächst einmal spannend und beängstigend zugleich, was oder wer auswählt, was wir leben und was Rest bleibt.

Genau bin ich mir natürlich nicht sicher, aber ich gehe von einem freien Willen bzw. Entscheidungsfreiheit aus. Aber man könnte sich bereits fragen, gibt es eine Freiheit unserers Geistes, die über der Realität steht? Was beeinflusst unsere Entscheidungen von außen?

Die Tatsache, dass unser Leben aus einer Aneinanderreihung von (notwendigen) Entscheidungen besteht, die, so unbedeutend sie auch erscheinen mögen, weitreichende Folgen für unsere Entwicklung haben, macht mir je nach Stimmung Angst oder Mut.

LG

Guten Abend

Ich mag dieses Zitat auch sehr und habe mir schon so oft Gedanken darüber gemacht. Wie so oft bei solchen Dingen kam ich für mich persönlich zu keinem abschliessenden Gedanken. Ich mag dieses Zitat auch sehr, weil es noch so viele weitere Fragen zum philosophieren versteckt.

Für mich ist es unumstritten, dass wir nur einen kleinen Teil unseres Potential ausschöpfen. Ich frage mich aber immer, wer den über den Teil welchen wir ausschöpfen entscheidet. Passiert es durch Erziehung? Ist es in unserem Körper schon festgelegt? Wird es gesellschaftlich beeinflusst? Entscheiden wir in einem gewissen Sinne bewusst darüber?

Ich glaube auch, dass es einigen gelingt mehr aus sich zu schöpfen als anderen. Aber auch hier bin ich mir nicht sicher in wie fern wir dies selbst beeinflussen und wie stark die Beeinflussung von aussen ist?

Obwohl das Zitat auf eine Art ernüchternd ist, finde ich es auch ermutigend. Ermutigen im Sinne, aus diesem Rest etwas zu machen. Den Rest nehmen und anfangen zu träumen oder gar die Träume Wirklichkeit werden lassen. Doch ist dieser Rest Realität oder nur unser Streben nach Höherem? Würde es kein Rest geben, würden wir dann immer dort stehen bleiben wo wir heute sind?

So vieles was sich in einem kleinen Satz verbergen kann. Ich mag das Zitat wirklich :). Und bis heute war mir nicht bekannt, dass es aus diesem Buch stammt.

Liebe Grüsse

(13) 15.03.15 - 21:44

Hallo,

ich würde sagen, dass "der Rest" einfach verkümmert. Das kann beunruhigend sein, weil man immer mit dem Wissen leben muss, dass man sein Potential nicht voll ausschöpft, man kann es aber auch gelassen sehen, da man ohnehin nicht weiß, was "der Rest" ist, also was er beinhaltet, was ihn ausmacht. "Der Rest" ist eben "nur" ein Potential, aber keine Wirklichkeit. Sobald man aber einen Teil davon nutzt, gehört dieser nicht mehr zum Rest.

Man kann das Wissen darum durchaus als ermutigend empfinden, denn man kann daraus auch ziehen, dass man jederzeit über sich hinaus wachsen kann. Man weiß, da ist noch etwas, dass einen beflügeln kann. Gleichzeitig kann das aber auch frustrierend sein, weil man eben nicht weiß, was "der Rest" ist und wie man ihn gezielt herbeiführen kann.

Wodurch wird überhaupt festgelegt, inwieweit ein Mensch sein Potential nutzt? Anlage? Erziehung? Eigener Wille? Eigene (finanzielle, geistige,...) Möglichkeiten? Hat jeder Mensch das gleiche oder zumindest ein ähnliches Potential (von der Qualität und / oder der Quantität) und wenn nein, wie kommen die Unterschiede zustande? Kann man als Eltern etwas dafür tun, damit die eigenen Kinder ein besonders vielfältiges Potential haben und was kann man dafür tun, damit sie auch möglichst viel davon nutzen?

Fragen über Fragen. Ich persönlich belasse es im Alltag gerne dabei, wie es ist und besinne mich dann darauf, wenn ich Stillstand oder Hindernisse bemerke. Genau das regt mich anscheinen dazu an mein Potential zu erforschen und zumindest einen Teil davon zu nutzen. Ich nehme an, dass man mehr Potential nutzen kann, wenn man sich (bewusst) in vielfältige Situationen begibt, die einen herausfordern.

LG

Der Rest bleibt in uns als ungenutztes Potenzial. Sinnlos, aber auch nicht belastend.

Gegenfrage: Wenn man versucht, so viel wie möglich von dem zu leben, was in uns steckt, leidet dann nicht irgendwann die "Qualität"? Wird es nicht irgendwann austauschbar und beliebig?

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