KITA-Streik

    • (1) 28.04.15 - 12:35

      Hallo,

      meine Jüngste geht in eine städtische Kita und ist nun vermutlich bald wieder außerplanmäßig zuhause,

      Mein Wille die Lasten des Streikes weiter alleine zu tragen ist nun bald am Ende.

      Wen stört denn so ein Streik letztenendes? Eigentlich nur die Eltern, die für eine Betreuung bezahlen, die sie gar nicht bekommen. Der Staat spart ja sogar daran, weil mW die Gehälter im Streik aus der Streikkasse bezahlt werden.

      Was kann man als Eltern tun um den Druck auf den richtigen Adressaten umzulenken? Habt ihr Ideen?

      Ich habe gelesen, dass man als AN (bezahlt) zuhause bei seinem Kind bleiben kann wenn es wegen einem kurzfristig angekündigten Streik nicht in die Kita kann. Damit wäre die Last zumindest ein wenig verteilt, würde aber auch wieder nicht die Richtigen treffen. Allerdings kostet uns so ein Tag zuhause, bzw unsere Nottagesmutti knapp 100€ pro Tag, wir arbeiten beide voll, ich kann keinen Urlaub nehmen und mein Mann hat durch seine Selbständigkeit auch sofort Umsatzverluste. Und es ist ja nicht so, dass wir lediglich Betreuungsengpässe durch Kita-Streiks organisieren und finanzieren müssten...

      Meine Kollegen haben alle ihre Kinder in Kitas von anderen Trägern....

      Wie geht ihr damit um? seht ihr es gelassen? Braucht ihr die Betreuung nicht ganz so dringend?

      LG S.

      • Hallo!

        Ganz schwierig...

        Von der sachlichen Seite aus habe ich Verständnis dafür und unterstütze den Arbeitskampf der Erzieher auch. Wenn ich bedenke, wie allein die Anforderungen in diesem Bereich gestiegen sind, ist es nur berechtigt mehr Lohn und vor allem eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu fordern.
        Ich wohne auf dem Land. Meine Kinder gehen/gingen (noch) in exakt den gleichen Kiga, in den ich schon vor 25 Jahren gegangen bin. Damals war es so: Einstiegsalter war vier Jahre, man kam zwischen acht und neun Uhr und wurde um zwölf Uhr abgeholt.
        Kein Vergleich mehr zu heute. Ich kann natürlich nur von meiner Region und unseren Lebensbedingungen sprechen.
        Mir ist klar, dass z.B. User aus den neuen Bundesländern das ganz anders beurteilen, weil sie schon ganz anders aufgewachsen sind.

        Die Anforderungen haben sich massiv verändert. Arbeitszeiten, Umfeld, Alter der Kinder, Bedingungen... Fördern, Bilden, Erziehen (auch das mitgeben, was heutzutage zu Hause gar nicht mehr vermittelt wird...), oft Umgang mit Kindern, die bereits im jüngsten Alter mit massiven Störungen zu kämpfen haben...
        Also der Arbeitskampf ist berechtigt, keine Frage. Der Beruf hat einen viel höheren Stellenwert, alle reden von frühkindlicher Bildung, wir brauchen dringend mehr Männer in dem Job...

        Aber ich bin eben auch betroffene Mutter.
        Unser Kiga hat 30 Schließtage im Jahr. Drei Wochen Sommerferien, komplett Weihnachten bis Dreikönige, eine Woche Osterferien, alle Brückentage... Dazu kommen noch 4-5 Tage Fortbildungen, "städtischer Betriebsausflug", Übernachtung der Schulanfänger... und solches Zeug.

        Und eben dann noch jedes Jahr 2-3 Streiktage. Seit vier Jahren, jedes Jahr im späten Winter/Frühlingsanfang ein Streik. Jedes Jahr!
        Das geht allmählich auf die Nerven. Ich frage mich: Kann man nicht endlich ein Mal eine vernünftige Lösung finden, die auch mal für mehrere Jahre vorhält? Muss JEDES Jahr ein Arbeitskampf geführt werden??

        Notgruppen für Ferien u.ä. gibt es hier nicht. Die wurden vor drei Jahren ersatzlos gestrichen, aufgrund Unwirtschaftlichkeit und mangelnder Nachfrage.

        Wir haben keinerlei Unterstützung. Keine Großeltern, die einspringen können, keine Geschwister - nix! Aus diesem Grund habe ich mich nach der Geburt unserer zweiten Tochter entschieden, nicht mehr berufstätig zu sein. Wäre ich jetzt berufstätig, wäre ich jetzt inzwischen wahrscheinlich ohnehin gefeuert worden. Berechtigterweise! Wir hatten bereits vier Streiktage dieses Jahr, eine Woche Osterferien, einen Tag Schließtag an Karneval und einen Tag Fortbildung. Von Ende Januar bis Anfang März hatte uns die Grippewelle hart erwischt. Zusammen waren meine Kinder (1Schulkind, 1 Kigakind) dieses Jahr schon 27 Tage krank zu Hause. Teils überschneidend, teils Einzeln. Ich selbst hatte mich dann angesteckt und lag auch zweimal flach.

        Für mich ist der Streik nur ein weiteres Hindernis, dass ich nur mit größter Mühe vielleicht überwinden könnte, wenn ich zwingend müsste. Aber ich habe längst kapituliert.

        Tja, wohin könnte man den Druck umlenken... Ich habe vorhin im Auto überlegt, wie es wohl wäre, wenn alle betroffenen Eltern an einem Streiktag mit ihren Kindern ins örtliche Rathaus gingen und sich dort niederließen. Oder eben Großeltern, Ersatzbetreuer... wenn die Eltern berufstätig sind und ihre Kinder anderweitig unterbringen können. Es hilft wohl nur etwas, wenn auch die Eltern demonstrieren und auf sich aufmerksam machen. Es geht ja in erster Linie zu Lasten der Familien und der Kinder.

        Selbst mein Kind, als Tochter einer nicht berufstätigen Mutter, leidet darunter. Wir sanieren gerade unser Eigenheim, 40km entfernt. Bei einem Streik müsste ich meine Dreijährige jeden Tag mit auf die Großbaustelle schleppen - und ihr werden die letzten Wochen in ihrem heißgeliebten, alten Kiga total vermiest.
        Da ich in höchstem Maße ehrenamtlich agiere, müsste sie mich auch auf diverse Sitzungen und Meetings begleiten. Überwiegend zur Flüchtlingssituation, aber auch zu meinen Abschlussgesprächen, da an meinem Wegzug aus dem Dorf ein ganzer Gemeindebezirk hängt. Ich bin Ehrenamtskoordinatorin...

        Ab dem Sommer habe ich das Theater dann nicht mehr. Am neuen Wohnort geht meine Tochter in eine Elterninitiate... weil wir evangelische Heiden von den dort ausschließlich katholischen Kindergärten rundweg abgelehnt wurden. Da hätte ich mich dann über eine städtische Kita gefreut - und jetzt fluche ich.

        Ich sag ja... schwieriges Thema.

        Liebe Grüße und ich wünsche Euch eine Lösung!!!

        • Das Streikrecht ist eines der Grundprinzipien der sozialen Marktwirtschaft, gar keine Frage, die Arbeitnehmer haben sonst wenig Möglichkeiten, auf ihre Arbeits- und Lebensbedingungen Einfluss zu nehmen.

          Allerdings mit dem Hinweis auf gestiegene Anforderungen im Beruf Gehaltserhöhungen von 10 % zu fordern ist doch weit übertrieben. In welchem Beruf sind die Anforderungen nicht enorm gestiegen, haben nicht Industriearbeiter, Maurer, technische Angestellte und Bilanzbuchhalter in den letzten Jahren eine enorme Erhöhung der Anforderungen erfahren, die die Arbeitgeber an die Arbeitnehmer stellen ? Wieso gibt es denn immer mehr burn-out-Fälle ?

          • "die Arbeitnehmer haben sonst wenig Möglichkeiten, auf ihre Arbeits- und Lebensbedingungen Einfluss zu nehmen."

            Diese wenigen Möglichkeiten kann man aber voll ausschöpfen. Bildung wird vom Staat extrem gefördert, das Arbeitsamt unterstützt auf Berufstätige dabei... Wer sich weiterbildet und qualifiziert, kann auch leichter mehr Geld verlangen. Für mich persönlich ist es keine Rechtfertigung, einfach zu sagen "wir wollen jetzt mehr Geld" ohne das zu begründen. Wenn die Arbeitslast steigt, was bei KITAS ja der Fall ist, dann ist das berechtigt.

      Bei uns es schon 3 Jahre her als unsere noch in der Kita waren. Allerdings war es so gewesen das man einen Antrag stellen konnte und für die Streiktage haben wir Eltern Geld wiederbekommen. Einmal das Betreuungsgeld und das Essensgeld.

      Mit der Betreuung hatten wir das so geregelt, das wir Listen für die Streiktage ausgehangen haben und wir Eltern konnten uns eintragen, wer Zeit hat und wieviele Kinder von wann bis wann zusich nach Hause mit nehmen kann. Haben uns das als KitaEltern also selbst Organisiert, das lief immer sehr gut.

    • Hey,

      ich bin da ganz bei dir. Ich mache diese ganze Geschichte jetzt schon seit 9,5 Jahren mit. erst meine Tochter und als die endlich in der Schule war mein Sohn (aktuell 5 )

      Ich kann nicht mehr. Meine Nerven liegen blank und der Streik ist für mich ein rotes Tuch. Auch die Ver.di ist bei mir unten durch! Ich habe mal mit einen von denen diskutieren dürfen (Gesamtelternbeirat). Aber Einsicht gleich null. Das "Gespräch" endete mit: WIR SIND VERDI, WIR HABEN DAS RECHT ZU STREIKEN UND WIR WERDEN STREIKEN. zusammen mit einem aufstampfenden Fuß. Er konnte nicht diskutieren und ist auf die Vorschläge der arbeitenden Eltern gar nicht eingegegangen.

      Da war bei mir der Ofen aus.

      Ich weiß nicht wie ich das dieses Jahr hin bekomme. Meine Eltern wohnen 450km entfernt und arbeiten beide noch voll. Meine Oma ist zu alt. Schwiegereltern einer krank die Mama arbeitet noch. Mein Bruder: Arbeit. alle befreundeten Eltern haben ihre Kids letztes Jahr eingeschult und der einzige Freund meines Sohnes kommt aus einem zweifelhaften Umfeld (in der Wohnung wird geraucht und nachmittags schon sehr viel Alkohol konsumiert).

      Wir haben Krank Tage von zwei Kindern, Studientage vom Kiga und Hort, Dienstbesprechungen von beiden Einrichtungen und dazu kommen noch einige Verantaltungen wo die Kinder eher abgeholt werden müssen.

      Ich habe das super große Glück das mein Arbeitgeber da tolerant ist und mir versetzte Schichten genehmigt. Aber das bringt mich an meine absolute Belastungsgrenze.

      Ich steh dann morgens um 5.30 auf. kümmere mich um die Große. Mach den Haushalt, einkaufen und beschäftige den Kleinen. Um 14.30 kommt mein Mann (er macht dadurch minusstunden) und übernimmt und ich geh bis 22 Uhr arbeiten (und mache dabei Minusstunden) nächster Morgen selbes Spiel.
      Nach so einer Woche kann ich dann noch Samstags arbeiten gehen um das Minus auszugleichen. um 5 Uhr aufstehen und bis 14.45 Uhr arbeiten gehen.

      Das halte ich nicht lange durch. Urlaub kann ich nicht nehmen da unser Betrieb Schließzeiten hat.

      Was bleibt als Alternative? Unbezahlter Urlaub? Können wir uns so nicht leisten, Krank schreiben lassen? Gefahr des Jobverlustes. Tagesmutter? Hier greift wieder die finanzielle Situation. Wir bezahlen die vollen Gebühren für beide Kinder und mehr ist da einfach nicht drin.

      Naja ich habe resigniert und harre der Dinge. Nächstes Jahr kommt er in die Schule und dann haben wir eine Hortbetreuung ohne öffentlichen Träger.

      Alles gute und viele gute Nerven.

      LG Anja

      Hallo,

      "Was kann man als Eltern tun um den Druck auf den richtigen Adressaten umzulenken? Habt ihr Ideen?"
      Verdi hat eine Postkarte vorbereitet die man dann an seinen Bürgermeister schicken kann. Und Verdi glaubt das wüssten alle. Oh die Postkatze muss man sich natürlcih selber abholen. Sie schaffen es nicht diese in den betroffenen Kitas zu verteilen.

      Du kannst ebenfalls selber eine Demo organiesieren und das Rathaus mit allen Kindern besetzen.

      Es gibt Flyer von Verdi was man machen kann wenn der Kindergarten bestreikt wird. Nein diese werden natürlich ebenfalls NICHT von Verdi in den Kindergärten verteilt, darum müssen sich die Eltern auch alleine kümmern.

      In einer diesen Flyer gibt es den Hinweis das du wenn nichts anderes im Arbeitsvertrag oder im Tariefvertrag steht MAXIMAL den ersten Tag zu Hause bleiben kannst. Am zweiten Streiktag bist du verpflichtet eine Betreuung aus dem Ärmel geschüttelt zu haben. Schließlich wäre das ja genug Zeit.

      Ich finde diesen Flyer auch nicht auf der Internetseite von Verdi aber hier

      am 28 April 22 Uhr als Fotos hinzugefügt

      https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=653518528111923&id=632803803516729

      Ich bin weit davon entfernt gelassen zu sein auch wenn meine Notfallbetreuung steht, denn die Notfallbetreuung steht für 2 maximal drei Wochen.

      Gruß Karin

      Hallo,
      ich habe eben die Beiträge hier gelesen. Ich bin irgenwie "froh" dass auch andere sich ihre wütenden Gedanken machen..
      Mir wurde gestern mitgeteilt, dass auch unsere Kita mitstreiken wid..
      Wie lange und wie oft etc bleibt offen..
      Hier im Ort zucken alle, die ich gesprochen habe mit den Schultern, die Erzieher dürften ja streiken, fertig.. man muss aber auch klar sagen, die meisten schleppen ihre Kids dann einfach zu Oma und Opa.. also ist es den Leuten wurst, die Betreuung ist ja garantiert..

      Ich habe dem Bezirksvorsitzenden der ver.di hier im Kreis grade eine eMail geschrieben, einfach weil es mich interessiert wie dieser Streik etwas bringen soll..

      Es wird ja keinerlei Druck auf die Komunen und Arbeitgeber ausgeübt, nur auf uns Eltern..
      Ich weiß nicht wie wir es organiseren sollen, da Notgruppe und Elternzusammenschluss für uns mit einem unter 2 Jährigen Kind nicht in Frage kommt..

      Ich arbeite nun erst wieder seit 2 Wochen und nun so etwas!!!
      Unser Urlaub ist schon komplett für die vermaledeiten Schließtage des Kindergartes verplant..

      Ich grad soo geladen...und hab null Verständnis für diese elenden Gewerkschaften.. alles GEldgeier..echt..#aerger
      Die Erzieher ziehen ja nur mit was die (übrigens neue!!) Leitung vorgibt. Bei uns geht es sogar so weit, dass die Erzieher, die noch nicht gewerkschaftlich organisiert waren, nun wegen den Streiks "gezwungen" werden in die Gewerkschaft einzutreten..

      • "alles GEldgeier..echt..#aerger"

        Ich hoffe, DU verdienst das, was deine Arbeit wert ist

        • Ich meine doch nicht die Erzieher!!!!

          Mir geht es um die Gewerkschaften.. ich habe hier selbst viel mit den Gewerkschaftsmitarbeitern zu tun (die,die bei der Gewerkschaft arbeiten, also die Vertreter, nicht die die nur Mitglieder sind)
          und ganz ernsthaft.. eine Weltanschauung haben die#aerger
          Da wird nie über den eigenen Tellerrand hinweggeschaut..

    Meiner Meinung nach müssten noch viel mehr Menschen und Branchen streiken.

    Ich möchte nicht mit einer Erzieherin tauschen, die die Verantwortung für 24 Kinder hat und wenn was passiert, wird sie allein an den Pranger gestellt. Ebenso die unmenschlichen Arbeitsbedingungen mancher Lokführer. Oder die ewig befristeten Verträge an den Unis. Oder die fiesen Überwachungen im Einzelhandel...immer mehr Leistung in immer weniger Zeit und für wenig Geld. Pfff....eines der reichsten Länder der Erde und noch immer können allein erziehende Menschen ihre Miete alleine nicht bezahlen, weil sie kaum was verdienen. Ich kenne Leute, die arbeiten hier im Osten beide Vollzeit und bekommen kein Kind, weil sie meinen es sich nicht leisten zu können und damit haben sie Recht. Das ist doch alles krank. Das ganze System ist krank.

    • ***Meiner Meinung nach müssten noch viel mehr Menschen und Branchen streiken.***

      Hm, bist du vom Kita Streik betroffen? Ich meine grundsätzlich unterstütze ich Streiks ja auch, in meinem Beruf gibt es auch extrem viel zu verbessern. Aber ich darf nicht streiken.

      Aber es kann ja nicht sein, dass dem Adressat dadurch keinerlei Kosten entstehen, der sogar noch daran verdient und stattdessen die erheblichen Kosten von ein paar wenigen Eltern getragen werden müssen. Bei uns im Viertel gibt es 8 Kitas, einer davon städtisch, der streikt. Und wenn man die Resonanz hier liest scheint es ja recht wenige zu jucken. In unserem Kita sind einige Mütter eh fast die ganze Zeit zuhause, andere haben Großeltern oder können die Betreuung anderweitig organisieren. Ich weiß bisher von 2 weiteren, die wie ich in echte Schwierigkeiten kommen.

      Ich finde, wenn du so dafür bist, dann könntest du dich doch solidarisch mit den Eltern bei eurer nächsten städtischen Kita zeigen und sie bei der alternativen Betreuung unterstützen?

      ***Ich möchte nicht mit einer Erzieherin tauschen, die die Verantwortung für 24 Kinder hat ***

      Der Betreuungsschlüssel ist bundesweit deutlich nedriger, davon abgesehen, dieses Problem wird ja auch gar nicht bestreikt! DAS fände ich gut.

      • Also ich bin nicht mehr vom Kita-Streit betroffen, dafür vom Lehrerstreik und bei dem wenigen Unterricht, der bei uns gerade stattfindet, ist da jeder Tag wichtig.

        "Ich finde, wenn du so dafür bist, dann könntest du dich doch solidarisch mit den Eltern bei eurer nächsten städtischen Kita zeigen und sie bei der alternativen Betreuung unterstützen?"

        Was ist denn das für ne Idee? Ich denke nicht, dass ich fremde Kinder betreuen sollte. Oder nimmst du Flüchtlinge auf, weil sie dir leidtun und Hilfe benötigen?
        Abgesehen davon habe ich zu tun, wie die meisten anderen auch.

        • ***und bei dem wenigen Unterricht, der bei uns gerade stattfindet, ist da jeder Tag wi

          ***"Ich finde, wenn du so dafür bist, dann könntest du dich doch solidarisch mit den Eltern bei eurer nächsten städtischen Kita zeigen und sie bei der alternativen Betreuung unterstützen?"Was ist denn das für ne Idee? Ich denke nicht, dass ich fremde Kinder betreuen sollte. Oder nimmst du Flüchtlinge auf, weil sie dir leidtun und Hilfe benötigen?***

          Öhm ja? In der Tat habe ich viele Jahre in einer Art Kollektiv gelebt und wir haben unser Erdgeschoss Menschen zur Verfügung gestellt die ein Dach über den Kopf brauchten. Dazu gehörten vor allem Obdachlose, aber auch zwischendurch Asylbewerber. Wir haben die Räume regelmäßig gereinigt und die Betten frisch bezogen. Als ich dort ausgezogen bin haben auch regelmäßig einzelne von der Abschiebung bedrohte Asylbewerbe bei mir übernachtet (meist nur 1-2 Nächte), da ich in der Nähe vom OLG wohnte. Entsprechende Kontakte haben das vermittelt. Mittlerweile engagiere ich mich nicht mehr für Asylbewerber. also auch nicht großartig verbal.

          Und wenn du dich hier so großzügig für Streik aussprichst, insbesondere hier in der Diskussion, in der eigentlich Betroffene angesprochen sind, dann erwarte ich auch ein bisschen Engagement dafür, dass der Streik nicht nur auf dem Rücken und vor allem Geldbeutel von ein paar wenigen Eltern ausgetragen wird.

          Du findest den Streik richtig und gut, also tu was dafür dass gestreikt werden kann und die Last gleichmäßiger auf den "Unschuldigen" verteilt wird.

          Um mal bei deinem Vergleihc zu bleiben: Wenn man dann irgednwann mal vielleicht wirklich anfängt die Flüchtlinge auf die Haushalte zu verteilen und sich hier jemand "beschwert", dann würdest du ja auch nicht sagen dass du das gut findest und viel mehr aufgenommen werden sollten und dann auf den Hinweis, dann nimm doch selbst welche auf sagen: "Warum sollte ich? Ich habe zu tun...."

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