Bildung ist für alle da.....

    • (1) 06.09.15 - 14:53

      Es gibt, wie sollte es anders sein, Zusammenhänge, zwischen Bildungsarmut und politischer Meinung. Bildungsschwache folgen eher und schneller den simplen Antworten rechtspopulistischer und rechtsextremer Meinungsträger, da diese einfache Antworten geben auf komplexe Zusammenhänge, die in der Regel zwar gar nicht funktionieren aber jemand, dem die Bildung fehlt, kann die komplexeren Zusammenhänge und Schlussfolgerungen nicht verstehen.

      http://www.bpb.de/apuz/30315/oekonomische-bildung-fuer-bildungsferne-milieus?p=all

      Gerade in der aktuellen Flüchtlingsdiskussion erklären Rechtspopulisten, es sei kein Geld vorhanden und wenn Geld vorhanden sei, dann sollte dieses erst für arme deutsche Rentner oder Familien ausgegeben werden. Dass sich die Frage Flüchtling oder deutscher Rentner eigentlich gar nicht stellt, wird natürlich von diesen Populisten gar nich erwähnt. Genauso wenig wie die Tatasache, dass sehr wohl Geld vorhanden ist. Es ist nur die Frage, wofür man es verwendet. Jedenfalls wird der neue Berliner Flughafen mit im Moment geschãtzten 7 bis 8 Mrd. Euro weit teurer werden als die Investition in Menschen, die hier in Deutschland leben und arbeiten möchten.

      Es gibt Studien unter Anhãngern solcher simplen und verzerrten Lösungen, dass bei entsprechender Fortbildung, die späteren Meinungen wesentlich differenzierter ausfielen und z.T. diametral zu dem standen, was man noch zu Beginn als feststehende Meinung innehatte. Bildung hilft also.

      Wer nur einfache Antworten verstehen kann, kann nur die verstehen, die diese einfachen Antworten geben. Alles andere muss auf diese mangelhaft gebildeten Menschen wie eine Fremdsprache wirken, die sie nicht verstehen.

      Ein weiteres Phänomen ist die gebetsmühlenartige Behauptung dieser rechtslastigen Meinungsträger, dass man in Deutschland nicht seine Meinung sagen dürfe. Das stimmt natürlich nicht. Jeder kann seine Meinung äussern. Sogar ohne Logik und ohne Argumente. Allerdings denken diese schlichteren Gemüter, dass allein schon die Gegenmeinung, die sie zu hören bekommen, ihnen wie ein Meinungsverbot vorkommt. Es rührt dieser Eindruck nicht aus einem Verbot sondern aus der Schwäche der eigenen Argumente. Und Menschen, die sich sowieso schwach und benachteiligt fühlen, überhòhen diese eigenen Defizite damit, sie hätten sowieso ein Meinungsverbot.

      Ein weiteres Phänomen ist die Nãhe dieser Menschen zu angeblichen Verschwörungstheorien und die Neigung, alle anderen als Opfer einer angeblichen Lügenpresse hinzustellen.

      Natürlich muss es Aufgabe der Politik sein, auch diesen Menschen Zusammenhänge zu erklären, sie abzuholen oder ihnen Wege aufzuzeigen, ihren zu schmalen Horizont zu erweitern. Aber wie viele wollen wirklich erreicht werden und wie viele wollen viel lieber in ihren einfachen Welten verharren?

      Bei Menschen ab einem bestimmten Alter wird es schwierig aber ich glaube, Jugendliche und Kinder kann man noch erreichen. Da sollte man beginnen.

      Bei einigen Beiträgen, die hier in den letzten Tagen und Wochen geschrieben wurden, kann man nur mit dem Kopf schütteln und es fällt mir zugegeben schwer, diesen Menschen vernünftig zu erklären, wie was wohl in Zusammenhang steht. Zu schnell reagiert die Gegenseite aggressiv und beleidigt, da die Gegenargumente als Entblössung der eigenen Dummheiten wahrgenommen werden.

      Ich kann nur hoffen, dass es von der politischen Meinungsbildung nie eine Mehrheit für diese Haltungen gibt, die z.B. Flüchtlinge zu allererst als eine Bedrohung oder als reinen Kostenfaktor, gar als Sozialschmarotzer, sehen.

      Man hat nie ausgelernt. Das gilt für jeden. Aber die, bei denen die Defizite besonders eklatant sind, diese sollten sich dringend aufmachen, ihre geistige Dunkelheit zu verlassen.

      So, das war jetzt mal mein Wort zum Sonntag.:-)

            • Was bitte hat das mit meiner Frage zu tun?

              Du bist so eine Plage!

              Ich stelle hier ernsthaft eine Frage in einem thread in dem es weder um dich und andere User bei urbia, noch um Diskussionen hier bei urbia geht und du musst wieder wie ein räudiger Hund nach Aufmerksamkeit betteln.

              Und dann jammerst du rum, andere würden dich hier geradezu verfolgen. Was machst du denn?

              Hier wird immer beklagt, dass keine ordentliche Diskussion entsteh. Wie auch, wenn du ständig dazwischen grätscht?

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