Wirtschaft in Gefahr?

Gefährdet der Flüchtlingszustrom unsere Wirtschaftskraft?

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    • (1) 06.10.15 - 20:21

      Nachdem sich ein wenig Angst um die Wirtschaft heraus kristallisiert, hier mal eine Umfrage dazu.
      Danke

      • Also, ich habe mit "Enthaltung" gestimmt, weil ich die langfristigen Zusammenhänge gar nicht beurteilen kann. Die Wirtschaft profitiert kurzfristig immer von billigen Arbeitskräften, aber nicht jeder, der kommt, ist eine Arbeitskraft. Ein großer Teil ist nicht vermittelbar und wird auf Transferleistungen angewiesen bleiben, den dann alle anderen mit erwirtschaften müssen. Insofern kann ich beim besten Willen keinen Vorteil sehen, sehe aber auch keinen expliziten Nachteil.

        • "Ein großer Teil ist nicht vermittelbar und wird auf Transferleistungen angewiesen bleiben, den dann alle anderen mit erwirtschaften müssen. "

          Die Transferleistungen belasten zwar den Haushalt, fließen aber zu einem großen Teil, durch Konsum, direkt in die Wirtschaft. Die Wirtschaft in Deutschland profitiert jetzt schon von den Flüchtlingen. Allein die Hersteller von Wohncontainern und Zelten machen gerade enorme Gewinne. Aber nicht nur die. In Deutschland werden bis Jahresende mindestens eine Million Zahnbürsten zusetztlich benötigt - nur um mal ein Beispiel zu nennen.:-)

          • "Die Transferleistungen belasten zwar den Haushalt, fließen aber zu einem großen Teil, durch Konsum, direkt in die Wirtschaft."

            Ja lass uns den Kreislauf mal genauer anschauen. Zunächst wird der Haushalt belastet, ok. Wie wird man das ausgleichen? Zwei Möglichkeiten: Entweder, man spart es an anderer Stelle ein, oder man muss die Einnahmen erhöhen. Wo wird man einsparen? Ich habe keine Ahnung, weil die Flüchtlinge ja jetzt bereits enorm Geld kosten und man die schwarze Null halten will. Wo könnte man die Einnahmen erhöhen? Bestimmt wird man sich wieder nicht an die Reichen heran getrauen und denen mal gerechte Steuern abverlangen, also wird man es wieder bei allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern tun, indem man vielleicht einen Flüchtlings-Soli einführt oder die Steuern erhöht. Aber gut, nun bekommen die Flüchtlinge also Geld, das sie in die Wirtschaft tragen. Frage, wo kommt das Geld dann an? Ich befürchte, dass es sich nicht in den Löhnen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wiederfindet, sondern in den Taschen der Unternehmer. Die freuen sich über steigende Umsätze, weil da auch die Gewinne steigen und damit ihr Einkommen. Die zahlen dann zwar vielleicht mehr Steuern, aber die sind ja zwangsläufig weniger als der Gewinn... Also Umverteilung.

      Warum sollte das ein Nachteil sein? Bisher handelt es sich nicht mal um 1% der Gesamtbevölkerung, davon ist ein Großteil arbeitswillig, arbeitsfähig und durchaus vermittelbar, sobald die Sprache erlernt wurde.

      Ich finde es geradezu lächerlich sich um die Kosten für die Flüchtlinge Gedanken zu machen. Der deutsche Staat gibt jedes Jahr ein vielfaches an Milliarden für irgendwelchen Unsinn aus. Und ganz ehrlich. Keiner wird hier ärmer, wenn er tatsächlich mal 20-30€ monatlich mehr für Flüchtlinge zahlen müsste.

      • <<<Keiner wird hier ärmer, wenn er tatsächlich mal 20-30€ monatlich mehr für Flüchtlinge zahlen müsste. <<<

        Das knall mal jemandem vor den Kopf, der zu den Geringverdienern gehört. Da machen 20 bis 30 Euro einen riesen Unterschied aus.

    • Gibt Leute, für die sind 20-30 Euro viel Geld im Monat.

      Mit den Verschwendungen gebe ich dir Recht. Da ist so einiges, was unnötig ist.

      • siehe Antwort oben.

        Die 20-30€ sehe ich jetzt mal als Durchschnittswert. Geringverdiener zahlen weniger, Hartz4-Empfänger gar nix und die mit richtig Kohle eben mal ein paar € mehr....

        Zudem ist das sowieso maximal nur dann nötig wenn man hier weiter so verschwenderisch mit Steuergeldern umgeht, Flughäfen komplett versaut und irgendeinen Mist verzapft den kein Mensch braucht und will...

Hallo,

ich habe mich für "enthalten" entschieden. Ich denke, so wirklich weiß niemand, was die Zukunft bringt.

Im Moment müsste die Baubranche im Aufschwung sein. Es muss Wohnraum geschaffen werden. Also haben Maurer, Elektriker, Dachdecker, Maler etc. bestimmt demnächst vollere Auftragsbücher. Vielleicht stellen die Firmen dann vermehrt Mitarbeiter ein. Und Leute, die in Arbeit sind, geben auch mehr Geld aus, als Leute die nicht in Arbeit stehen. Das bedeutet mehr Steuereinnahmen. Es müssen mehr Lebensmittel und Dinge des tägl. Bedarfs produziert werden. Ich denke, viele Firmen müssen auch hier ihre Mitarbeiteranzahl aufstocken.

Dann werden noch Lehrer und Erzieher gebraucht. Auch die Behörden und die Polizei werden aufstocken müssen. Das heißt, sehr viele Jobs für uns (Uns Deutsche meine ich. Weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken soll#hicks)

Die Flüchtlinge werden es sehr schwer haben, hier Arbeit zu finden. Und wenn, dann nur Jobs, die noch mit ALGII aufgestockt werden müssen.

Ich habe mich den 33% angeschlossen.

Das, was sich VW geleistet hat, wird der deutschen Wirtschaft deutlich mehr schaden.
Es stehen schon Entlassung zur Debatte und die Warnung dass der Staat, sprich der Steuerzahler wohl zur Kasse gebeten wird.

Überlege ich, welche Unsummen, laut schwarzbuch, verschwendet werden...

Diese Gelder, sinnvoll eingesetzt, würden für viele neue Arbeitsplätze bei Lehrern, Polizei, usw. gut angelegt sein.
Ich sage nur: BER-Stuttgart21- Elbphilharmonie.

FG

Die Arbeitslosenzahlen sagen es eindeutig:

Je mehr Vertriebene wir aufnehmen, desto mehr sinkt die Arbeitslosigkeit!

Ich kenne ganz persönlich mehrere Fälle, wo durch die Flüchtling Arbeitsplätze entstanden sind.

Ich habe mich für "Vorteil" entschieden.

Wenn ich sehe was so alles unserer Staatskasse zur Last fällt, finde ich im Gegenzug unsere Flüchtlinge, eine gute Investition für die Zukunft.

Insgesamt und v.a. auf lange Sicht, anhand er jetzigen Zahlen, vor allem auch mit Blick auf das Durchschnittsalter der Menschen, die kommen, überwiegen die Vorteile für unser Land.

Ich erachte auch gerade die jetzige Wucht, bei allen logistischen Problemen, mit den die Flüchtlinge zu uns kommen, als Vorteil.

Nur mit ausreichend Druck können Gesetze schnell auf den Weg gebracht werden, Verfahren beschleunigt werden, Menschen schneller integriert werden. Das geht bis hin zu unseren Bauvorschriften, die so komplex sind und voller versteckter Subventionsvorteile, dass eine Reform dringend geboten ist. Es kann nicht sein, dass Gebäude als nicht bewohnbar gelten, weil Marginalien in der Brandschutzverordnung nicht eingehalten werden, die zur Zeit der Errichtung des Gebäudes noch gar nicht galten.

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