weiblich, sexy, rechtsextrem

      • Schätzt du diese Angst vor den rechtsextremen Frauen, die das System lokal begrenzt im Osten unter anderem als Kindergärtnerinnen unterwandern, ehrlich als realistisch ein?

        Oder warum bewertest du diesen Beitrag bzw. die Reportage als wichtig?

        • Ich schätze den Einfluss rechtsextremer Frauen als weitaus größer ein als er gemeinhin wahrgenommen wird, ja. Ob man nun sagen kann, dass rechtsextreme Frauen gezielt die Gesellschaft unterwandern - naja. Das finde ich arg überspitzt und lässt mich an Aliens denken.

          Ich schätze die Gefahr der Verbreitung rechtsextremer Ideologien als sehr realistisch ein. Und die Rolle der beteiligten Frauen wird dabei häufig unterschätzt, meine ich.

          Hierzu noch eine Publikation, die Dich vielleicht mehr überzeugt als das arg verkürzte Interview: http://www.kritisch-lesen.de/rezension/von-der-freiwilligen-unterwerfung

          Ich habe das Buch gelesen und unterschreibe die Rezension.

          • Danke für den Tipp, bestelle ich mir mal und lasse dir nach dem Lesen meine Rezension zukommen! Ich bin an diesem Thema sehr interessiert.

            "Ich schätze den Einfluss rechtsextremer Frauen als weitaus größer ein als er gemeinhin wahrgenommen wird, ja"

            In der rechten Szene mag das stimmen. Aber deren gesellschaftlicher Einfluss ist in Deutschland nunmal sehr gering.

            Es ist aber mit Sicherheit kein Zufall, dass es ausgerechnet eine intellektuelle und intelligente Frau wie Marine le Pen den Rechtsextremismus in Frankreich gesellschaftsfähig gemacht hat.

            Eine solche Persönlichkeit erkenne ich in der rechten Szene aber weit und breit nicht.

            "Ich schätze die Gefahr der Verbreitung rechtsextremer Ideologien als sehr realistisch ein."

            Woran machst du das fest? An den Gruppierungen und Organisationen der rechten Szene oder gibt es Untersuchungen zur Gesinnung der Deutschen?

            Ich schätze das nämlich als äußerst gering ein.

            Oder meinst du auch allgemein Rassismus und Fremdenfeindlichkeit?

            Ich fasse den Begriff der rechtsextremen Ideologie noch etwas enger bzw. umfänglicher, je nachdem, wie man drauf guckt.

            Ich habe das Buch mittlerweile gelesen und bin im Gesamten ganz froh, dass ich es gebraucht erstanden habe, weil ich es nicht durchgängig gut fand.

            Ich mochte den Schreibstil nicht so gerne, der war mir zu unwissenschaftlich und erzählend.

            Aus dem Grund gefällt mir auch z.B. Abdel-Samad (aus dem anderen Thread) auch nicht so gut wie andere Autoren, wenngleich der Inhalt interessant und sehr lesenswert ist.

            Das empfohlene Buch fand ich ebenfalls inhaltlich gut gestaltet, interessant und auch informativ, wenn ich auch einige Namen, wie Ricarda Riefling etc. schon kannte.

            Das gezeichnete Bild der verschiedenen Organisationen war wirklich vielschichtig und das Buch bis Seite 199 daher wirklich lesenswert.

            Nicht überzeugend fand ich allerdings das Kapitel "Das lässt sich eben nicht trennen- Vom Umgang mit rechten Frauen"

            Gerade davon hatte ich mir mehr erwartet. Da ging es mir ähnlich wie mit der Reportage.

            Es wurden nun nicht wirklich Beweise geliefert, dass eine Indokrination, sofern sie denn statt findet, überhaupt Erfolg zeigt.

            Besonders schwach war das Beispiel von Karin Schmutzler:

            -über 16 Jahre im Schuldienst (erstmal nichts Ungewöhnliches)
            -aufgefallen ist sie, weil sie sich SELBST in einem Interview zu ihrem politischen Engagement geäußert hatte
            -die Schulleiterin wird zitiert mit: "Uns war nichts aufgefallen"
            - sie selbst sagt nur, dass sie Kindern ein geschlossenes Weltbild ohne Randgruppeneinbezug liefern wolle und gewollt habe

            So schlimm bzw. von Erfolg gekrönt kann das ja dann nicht gewesen sein, wenn sich 16 Jahre lang Eltern nicht beschwert haben.

            Der Schwerpunkt des Kapitels schien mir darauf zu liegen, zu zeigen, wie man rechtsextreme Frauen am Arbeiten in pädagogischen Einrichtungen hindern kann bzw. es versucht, sie daran zu hindern.

            Alles in allem ein guter Tipp, wenngleich ich keinen wirklichenBezug zu diesem Thread herstellen konnte.

            LG

    #pro

    (10) 11.10.15 - 22:05

    Entschuldigung, ich werde um Verschiebung bitten.#sorry

    Meine Frage, wenn du die meinst, zielte auf tiefere Zusammenhänge ab und nicht die konkrete Angst vor der rechten Politik in Deutschland. Dennoch äußere ich mich mal zu deinem Thread:

    In Deutschland macht bisher den Rechtsextremismus niemand salonfähig.

    Am allerwenigsten die NPD und die weiblichen Mitglieder. Die NPD demontiert sich durch ihre Mitglieder und Funktionäre selbst, immer und immer wieder.

    Salonfähig machen kann man ihn durch Rechtspopulismus, der ihn verschleiert oder sich so gebärdet wie Marine le Pen in Frankreich.

    Ich sehe absolut kein Pendant in Deutschland dazu. Du etwa?

    Selbst wenn wir eine Marine le Pen hätten sehe ich keine Entwicklung dahingehend, dass sich so etwas auf Bundesebene durchsetzen könnte.

    Zu der verlinkten "investigativen" Reportage.

    Mir ist nicht ganz klar, welche konkrete Gefahr von diesen Frauen ausgehen soll.

    Wie sollen sie die Demokratie unterwandern?

    Die NPD hat ungefähr 7000 Mitglieder, die allermeisten davon dumm und männlich.

    Selbst die Funktionäre sind nicht gerade die Bundesspitze der Intellektualität. Von ihrem Anwalt und vielleicht noch Frank Franz, der halbwegs intelligent ist, mal abgesehen.

    Die Frauen sind an der Zahl eh schon gering und diejenigen mit überdurchschnittlicher Intelligenz dürften kaum vorhanden sein.

    Diese einzelnen Gestalten sollen nun die Demokratie unterwandern?

    Und wie sollten sie das tun? Indem sie laut Artikel als Erzieherinnen in Kindergärten indoktrinieren, oder was?

    Ich zitiere mal daraus:

    "Der Grund: Bei Frauen merkt man es erst viel später, dass sie gefährlich sind."

    Als Beispiel der gefährlichen rechtsradikalen Frauen wird unter anderem Marianne Pastörs aufgeführt. Inwiefern sollte man bei ihr erst spät ihre Gesinnung merken?

    Sie ist die EHEFRAU von Udo Pastörs, einem NPD-Funktionär. Inwiefern sollte man denn die Frau von diesem Mann, dessen verbale Aussetzer inklusive seiner Holocaustleugnung und seinen Straftaten weit bekannt sind, unterschätzen?

    Weil sie gepflegt auftritt? Das ist doch lachhaft!

    Dann Sigrid Schüßler, die nun als ehemaliges Mitglied der NPD die Gesellschaft durch verschiedene Organisationen "bedroht"?

    Selbst wenn wir mal von rechtsextremen Frauen ausgehen, die nicht parteilich organisiert sind und selbstständig das System durch Indokrination versuchen, zu unterwandern.

    Was soll da passieren? Dass eine große Anzahl von Rechten herangezogen wird? Durch die Ehefrauen der Rechsextremen?

    Ganz ehrlich: Ich halte diese Reportage zwar für interessant, aber hinsichtlich ihres aufrüttelnden Wertes für völlig lachhaft.

    Es gibt keinerlei Zahlen darüber, wieviele intelligente Menschen in Deutschland dem Rechtsextremismus anhängen. Die Beobachtung der rechten Szene lässt aber nicht gerade darauf schließen, dass das eine riesige Anzahl ist.

    Und ein System unterwandern kann man zum Beispiel als Jurist in einer Richterfunktion.

    Die Gefahr, die von einer Kindergärtnerin flächendeckend ausgeht, sehe ich nun nicht.

    Das ging vor einigen Jahren schon einmal durch die Medien, war aber auf lokale Phänomene im Osten (Mecklenburg-Vorpommern) begrenzt.

    Ähnlich schätze ich auch immer die Reportagen ein, in denen berichtet wird, wie Jugendliche gefangen werden.

    Es trifft ein ganz bestimmtes Klientel., das dafür aufgrund gewisser sozialer Voraussetzungen auch empfänglich sein muss.

    Für den Osten kann man sich derlei immer mal angucken. Aber nicht als generelles sorgenbereitendes Phänomen.

    Solche Berichte wie dein verlinkter bestätigen mich in meiner Aufassung immer, rütteln aber nicht auf. Wozu auch?

    • Du bist also der Ansicht, daß Menschen, welche unsere - also auch Deine Kinder betreuen, diese nicht prägen?

      Kommst Du klar soweit?

      Desweiteren bin ich der unmaßgeblichen Ansicht, Du unterschätzt das Bildungs- und Intelligenzpotential der dunklen Seite der Macht.

      "Mir ist nicht ganz klar, welche konkrete Gefahr von diesen Frauen ausgehen soll.

      Wie sollen sie die Demokratie unterwandern?

      Die NPD hat ungefähr 7000 Mitglieder, die allermeisten davon dumm und männlich.

      Selbst die Funktionäre sind nicht gerade die Bundesspitze der Intellektualität. Von ihrem Anwalt und vielleicht noch Frank Franz, der halbwegs intelligent ist, mal abgesehen.

      Die Frauen sind an der Zahl eh schon gering und diejenigen mit überdurchschnittlicher Intelligenz dürften kaum vorhanden sein."

      #schock #schock.... - dies haben damals andere auch schon mal gedacht.

      Mag es sein, daß Du die Lage hier etwas unterschätzt? Nicht, daß ich an ausgesprochener Paranoia leiden würde, doch den Anfängen wehren sollte man sich.

      Hätte ich den Eindruck, jemand würde meine Kinder infiltrieren ist mir die von Dir erwähnte (jetzige) Demokratie nicht das Wertvollte. Was mir wertvoll wäre, wäre, daß meine Kinder in absehbarer Zeit wählen dürften und u. U. ihr Kreuzchen für solche Betonschädel mit deutlichem Rechtsdrang machen würden. Der Schluchtenflitzer wurde auch für das dritte Reich "gewählt".

      Man achte auf die Feinheiten

      • "Man achte auf die Feinheiten"

        Ich habe keinerlei Feinheitenanalyse bei dir erkannt. Tut mir leid.

        "Du bist also der Ansicht, daß Menschen, welche unsere - also auch Deine Kinder betreuen, diese nicht prägen?"

        Nein, das habe ich nicht geschrieben. Sondern nur, dass indoktrinierende Menschen bzw. Frauen, die Kinder erziehen, Einzelfälle sind und kein gesamtgesellschaftliches Phänomen.

        Allerdings kann ich mir in der Tat nur schwer vorstellen, da mein Mann und ich beide höchsten Wert darauf legen, unsere Tochter zum eigenständigen Denken zu erziehen und ihr einen mündigen Verstand zu formen, dass eine rechtsextreme Einzelperson sie nachhaltig beeinflussen könnte. Zumal wir auch Vorbildfunktion haben.

        "Kommst Du klar soweit?"

        Danke, ich komme sehr gut klar. Wenn du aber ein ernsthaftes Gespräch beginnen willst, bitte ich dich, von solchen suggestiven Fragen in diesem Tonfall abzusehen.

        "Desweiteren bin ich der unmaßgeblichen Ansicht, Du unterschätzt das Bildungs- und Intelligenzpotential der dunklen Seite der Macht."

        Da stimme ich dir zu, ich werte deine Ansicht ebenfalls als unmaßgeblich.

        • Jede andere Antwort Deinerseits hätte mich mehr als überrascht.

          Immerhin ist meine unmaßgebliche Ansicht Dir noch eine paar Buchstaben wert. Dafür danke ich Dir - räusper. Verstanden, was ich sagen wollte, ist Dir verschlossen geblieben. Dies liegt sicher eher an mir und meiner Art und Weise zu vermitteln als an Deiner Art es auffassen zu wollen.

          Ps... -

          in der Geschichte sind nachweislich "Einzelfälle" schon durchaus zu echten Problemen mutiert. Dies muß ich Dir ja aber sicherlich nicht sagen. Weißt Du ja ;-). Vernachlässigen wir das einfach.

          Nichts für ungut.

          #klatsch - ich dämlich Kuh hatte noch nicht mal gesehen, wessen Nick ich da antworte... - nächstes Mal schaue ich besser richtig nach. Man sollte einfach wissen, wann man verloren hat #rofl

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