Umfrage: Wie ist die Situation/Stimmungen eurer Stadt?

    • (1) 09.11.15 - 18:18

      Hallo,

      Also wir sind in einer Kleinstadt und da fallen die Flüchtlinge natürlich sehr auf. Andere Hautfarben waren bei uns eher selten. Die Stimmung ist solala würde ich sagen. Tendenziell aber eher negativ. ... ok die Jugendlichen führen sich schon auffällig auf im Park. Lassen ihren Müll überall liegen , werfen Flaschen in den Fluss und einige Lärmbelästigunen gab es wohl auch .... eine Bekannte meinte am Spielplatz wäre es nimma schön weil die Halbstarken auf den Klettergerüsten hocken würden und auch nicht Platz machen würden. ... ICH persönlich hab noch keine direkten Erfahrungen gemacht und kann weder positiv noch negativ berichten.

      Allerdings stell ich mir das in den Großstädten schon anders vor oder?

      Wie ist es also bei euch so?

      • "Wie ist es also bei euch so?"

        Alles bestens.

        Herumlungernde Jugendliche gibt es auch bei uns, allerdings kann man diese nicht genau identifizieren, wer sie sind und welchen Ursprung sie haben, weil sie nicht, wie bei Euch offensichtlich, ein Schildchen um den Hals tragen, wo drauf steht "Ich bin ein Flüchtling".

        Im ortsansässigen Flüchtlingsheim gab es nur vor zwei Monaten einen sehr unschönen Vorfall, als sich ein Bewohner dieses Heims in den Duschräumen angezündet hat. Allerdings konnte man keiner verlässlichen Quelle entnehmen, wie es zu diesem tragischen Ereignis kam.

        • Unauffällig. Stadt 50000 Einwohner

          Hier gibt es keine Sammelunterkünfte. Es gibt in den Schulen mehrere Klassen mit Deutsch für Ausländer. Die Kinder können Paten werden.

          Es gab schon vorher viele Angebote. Deutschkurse, Fahrrad fahren lernen, schwimmen für Frauen , usw..
          Die Tafel wird sehr stark besucht. Es gibt jetzt eine Zweite. Leider oft nicht genug Lebensmittel für alle. Allerdings wer davon Flüchtling ist?

          In meiner Gemeinde sind sehr viele Flüchtlinge konvertiert. Letzte Woche haben sich wieder 10 Stück taufen lassen. Der Gottesdienst wird jetzt immer übersetzt.
          Einge Helfer war enttäuscht das sich die Flüchtlinge nicht so gefreut haben wie angenommen.

      Huhu,

      Bei uns fällt nichts auf und schon gar keine anderen Hautfarben. Türkische Migranten gibt es hier schon immer, genauso wie Italiener, Spanier, Griechen, ...

      Würde ich nicht persönlich in der Flüchtlingsunterkunft vorbeischauen, würde ich die Menschen gar nicht als Flüchtlinge wahrnehmen.
      Müll hinterlassen bei uns Jugendliche aller Herren Länder und auch auf dem Spielplatz hingen die Halbstarken schon immer herum, schon seit ich ein Kind war und auch in kleineren Orten.

      Ich war vor zwei Wochen für mehrere Tage in Berlin, und auch dort sind mir speziell keine Flüchtlinge aufgefallen, Menschen mit südländischem Aussehen und Menschen, die andere Sprachen sprechen, natürlich schon, ist ja logisch. Wobei diese mir nicht auffallen, die sind da halt einfach. ;-)
      Bin dort viel mit der S/U-Bahn gefahren, auch außerhalb der Innenstadt.

      Was mir in Berlin auffiel: es wurde überall in der U-Bahn für den St. Martins-Umzug geworben, und nicht etwa fürs Laternengehen.

      Die generelle Stimmung bei uns im Ort ist positiv, es gibt viele hilfsbereite Menschen. Es gibt eine Flüchtlingsinitiative, die sich gut kümmert.
      Negative Vorfälle gibt es keine.

      LG

      Hanna

    • Stadt, 90.000 Einwohner, NRW:
      Stimmung ist gut, Hilfsbereitschaft weiterhin gegeben, ein knappes Drittel der Einwohner hat Migrationshintergrund- insofern fallen die Flüchtlinge nicht als solche auf. Sie sind teilweise in der Stadt, teilweise außerhalb untergebracht. Bis Ende des Jahres wird mit ca3000 Flüchtlingen gerechnet. Dadurch ist es nicht möglich, eine Asylbewerberunterkunft, die in sehr schlechtem baulichen Zustand ist, zu schließen. Ursprünglich war die Schließung Mitte diesen Jahres geplant. Momentan wird ein ehemaliges Bürogebäude umgebaut. Persönliche Begegnungen waren bislang ausschließlich positiv.

      Ich wohne in einer Stadt mit ca. 500.000 Einwohnern und studiere in einer Stadt mit ca. 125.000 Einwohnern. In beiden Städten ist die Lage ruhig. Hier waren die Menschen schon immer sehr bunt zusammengewürfelt, es gibt vTürken, Russen, Inder , Griechen .... da fallen die Flüchtlinge nicht auf #gruebel Vor allem in meiner Universitätsstadt gibt es auch viele ausländische Studierende aus allen möglichen Ländern und wenn man durch die Stadt geht, merkt man nicht ob es Studierende oder Flüchtlinge sind.

    • Kleiner Ort mit knapp 8000 Einwohnern.
      Die Flüchtlinge sind im ganzen Ort in verschiedenen Immobilien verteilt. Teils Häuser, die von Privatpersonen dem Landkreis vermietet wurden, 2 Gebäude gehören der Kirche, ein Gebäude gehört der Kommune.
      Vorfälle bislang keine.
      Allerdings haben wir fast nur Familien hier und einen sehr engagierten und großen Helferkreis (mit eigener FB-Seite).
      Im Nachbarort sind 74 Personen in einer alten Sporthalle untergebracht. Auch dort gibt es große Hilfsbereitschaft seitens der Bevölkerung und keine nennenswerten Vorkommnisse.

      Natürlich gibt es auch kritische Stimmen in der Bevölkerung. Allerdings keine wirklich konstruktive Kritik, die eine Diskussion lebendig und interessant machen würden, sondern das typische Nachplappern von Unwahrheiten und Unwissen über Asylrecht und Organisation einer Flüchtlingsunterkunft.

      Im Wohnort meines Bruders wurde in unmittelbarer Nachbarschaft "seiner" Siedlung ein Containerheim errichtet. Ein Nachbar initiierte eine Unterschriftenaktion gegen dieses Heim. Mein Bruder hat nicht unterschrieben, ihm aber den Text korrigiert zurückgegeben. Das Heim wurde letzte Woche eingerichtet - mit tatkräftiger Hilfe vieler Anwohner - und die ersten Flüchtlinge (überwiegend Familien aus Syrien) sind am WE eingezogen.

      Auch bei uns wurden zwischenzeitlich Sporthallen in Schulzentren "zweckentfremdet". Widerstand gab es wenig. Oft haben die Schüler noch mitgeholfen, Bettgestelle aufzubauen oder haben für die Helfer Brötchen geschmiert.
      Die betroffenen Sportvereine und Schulen haben nicht gejammert, sondern sich mit den Vereinen/Schulen in den Nachbargemeinden ausgetauscht und freie Hallenkapazitäten angefragt. So findet Schulsport statt, allerdings eben nicht unmittelbar an der Schule sondern es kann auch sein, dass die Schüler (Oberstufe) ein paar Kilometer mit dem Bus fahren müssen.

      Auch bei uns im Ort ist es möglich, dass eine der Sporthallen (wir haben 3) für Flüchtlinge genutzt werden muss.
      Zitat unseres Vorstandes (Turnverein). "Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, dass wir Flüchtlinge in ein schlechtbeheiztes Zelt stecken, damit die Hausfrauen der Beckenbodengymnastik ihre Übungen in einer warmen Halle absolvieren" Natürlich gab es da auch böse Worte aber letztendlich haben die Mitglieder des Vereines diese "Pille" geschluckt. Noch stehen uns die Hallen zur Verfügung. Irgendwie sind wir hier noch so eine kleine Oase - auch für die geflüchteten Menschen. Wie lange das noch anhält.... keine Ahnung. Ich hoffe, noch lange.

      Vielleicht sind wir naiv oder verblendete Gutmenschen - keine Ahnung. Aber es wird kalt, die Menschen kommen und bislang sind sie hier auch willkommen.

      • "Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, dass wir Flüchtlinge in ein schlechtbeheiztes Zelt stecken, damit die Hausfrauen der Beckenbodengymnastik ihre Übungen in einer warmen Halle absolvieren" #rofl

        Wunderbar!

    universitätsstadt in Bayern mit 130 000 einwohnern
    Wir haben sowieso grundsätzlich eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbeweber in der Stadt mit ca 500 Plätzen.
    Auch sonstn fallen Asylbenweber hier nicht auf- zumindest sehe ich keinem an, welchen aufenthaltsstatus er hat, wenn ich ihn/ sie in der stadt sehe.
    Innerhalb und außerhalb der stadt sind viele notunterküfte mit ca 100- 300 Personen.
    Bislang bis auf wenige Ausnahmen (streiterein innerhalb der unterkuft) alles sehr entspannt, die Hilfbereitschaft ist riesig.

    Viele helfen mit, es werden websits zur vernetzung etabliert, es gibt regelmäßige treffen der ehrenamtlichen, es gibt viele spendeaufrufe, die auf eine unglaubliche spendenbereitschaft stoßen, sogar schulen und die Universität machen mit. Studierende bekommen frei um sich zu engagieren, die Uni bietet Sprachkurse an und erleichtert den Zugang etc...

    Gerade Schüler, die bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mitarbeiten sind sehr angetan von der lernbegierigkeit der Kinder i nden Unterkünften und profitieren auch sonst stark von diesem Erfahrungen.

    persönliche erfahrungen mache ich mit asylsuchenden menschen seit vielen jahren. Die allermeisten Erfahrungen sind positiv, viele haben mich überrascht- alle haben mich bereichert

    Morgen.

    Also bei uns sind auch Flüchtlinge/Asylanten. Aber die verhalten sich eigentlich noch sittlich. Mir macht jetzt anderes mehr Sorgen. In Spandauer Flüchtingsunterkünften sind wohl jetzt schon ansteckende Krankheiten festgestellt worden (Tuberkulose und Krätze). Das find ich jetzt nicht mehr so prickelnd. Ich hoffe nur, Deutschland hält dieses unter Kontrolle.

    LG

    Du liest und hörst also keine Medien? Was soll die Frage hier? Gefühlte 100000 Beiträge zuvor wird ausführlich diskutiert #aerger

    Bei uns ist die Stimmung schlecht, aber nicht aggressive, rechts schon gar nicht. Ein bisschen hilflos vielleicht...

    Allerdings sind wir direkt an der österreichischen Grenze, wir bekommen das Chaos tagtäglich hautnah mit. Und da merkt man einfach wie hoffnungslos und planlos alles ist, hier geht es wirklich rund.
    Außerdem ist bei uns natürlich alles überbelegt und das schon ewig. Die Turnhallen sowieso, Zelte, Container... hier gibt es auch keine freien Wohnraum, keine leerstehenden Hallen o.ä., auch ohne Flüchtlinge nicht und irgendwo müssen sie ja hin.
    Dazu das ständige hohe Polizeiaufkommen, die Szenen, die sich immer wieder am Bahnhof abspielen... es ist so eine Mischung aus Mitleid und Entsetzen.

    Generell geht die Leute viel positiver mit echten Kriegsflüchtlingen um. Hier ist einfach viel mehr Verständnis und Mitgefühl da. Da muss geholfen werden, da sind sich die meisten einig.
    Schwierig wird es mit den vielen allleinstehenden jungen Männern aus Afrika. Hier gibt es deutlich weniger Solidarität.

    Hallo.
    Ich wohne in der Stadt, die öfters negativ in den Medien erwähnt wird. Und ich arbeite in der anderen Stadt, die auch nicht mit besonders positiven Schlagzeilen dient.
    Ich persönlich mache ausschließlich gute Erfahrungen mit den Ausländern, hier. Egal ob sie schon länger hier wohnen, oder ob sie "neu" sind. Privat, wie auch dienstlich. Sie sind freundlich und zuvorkommend. Sie wissen sich zu benehmen und sind dankbar für jede Freundlichkeit.
    In meinem Bekanntenkreis gibt es sehr viele kritische, "besorgte" Bürger.

    Ich höre oft Sätze wie: " Wenn die ihre Religion hier ausleben, na dann Prost Mahlzeit".
    Ich habe den ein, oder anderen auch schon darauf angesprochen, aber klare Antworten, wie genau das gemeint ist, bekomme ich da nicht zu hören. Ich bin mir ziemlich sicher das diese Menschen überhaupt nicht wissen von was sie reden.

    LG

    auch eher unauffällig. wohne in einer kleinstadt (sollen bis jetzt ca. 400 flüchtlinge verteilt untergekommen sein, gesehen habe ich aber wenige bis jetzt), komme aber immer wieder auf die dörfer 15 km entfernt, da meine eltern dort wohnen usw.
    dort gibt es im größeren nebendorf meiner eltern eine art WG mit ca. 30, hauptsächlich männlichen, flüchtlingen. man hat schon gehört, dass diese öfter im ortskern sitzen und frauen/mädchen anmachen sollen und in der WG soll es wohl sehr unsauber sein, schei... an den wänden kleben usw.

    eine erstaufnahmestelle gibt es 27 km weiter weg und laut regionalen berichten usw. soll es wohl gerade in einem real-markt seitdem zu mehr diebstählen gekommen sein bzw. augenzeugen haben angeblich gesehen, dass flüchtlinge mit gefüllten einkaufskörben an der kasse vorbei sind ohne zu bezahlen und die verkäuferin meinte nur, dass es bis 50 € ok ist, wenn sie das nicht zahlen. ist so angeordnet!

    wie gesagt ist das alles hörensagen/berichte, aber das alle flüchtlinge in deutschland keine engel sind, sollte auch klar sein. es gibt leider genug schwarze schafe dazwischen, die eben nicht schutzbedürftig sind und andere (kriminelle) ziele verfolgen.
    deshalb ist es sehr unverantwortlich von der politik, dass die türen derzeit offenstehen und man nicht wirklich weiß, wer hier alles reinmarschiert!

    davon ab... (nur) deutschland kann nicht die halbe welt "retten", zumal die flüchtlinge seit mehreren staaten bereits in sicherheit waren!

    gruß

    • Hallo,

      diese Einkaufswagennummer gibt es. Allerdings werden die Gäste darauf hin gewiesen, das es bezahlt werden muss und es das nicht für lau gibt.
      Oft bekommt man dann den Mittelfinger gezeigt und neuer Tag neues Glück.

      Manche probieren das täglich bis hin zum Hausverbot.
      Die Ordner vieler Markleiter sind nach wenigen Monaten so voll, wie zuvor in Jahren nicht.

      Einige der Gäste haben in fast sämtlichen Lebensmittelgeschäften Hausverbot.
      Das Hausrecht wird von der Securitiy (extrem boomendes Gewerbe) dann auch konsequent durch gesetzt.

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