Auf dem Punkt gebracht...

  • "Bin mal gespannt, wie das jetzt zerrissen wird."

    Die Mühe mache ich mir nicht. Es ist völlig fruchtlos mit Menschen diskutieren zu wollen, die exemplarisch Einzelfiguren einseitig betrachten und komplett aus dem historischen Kontext reissen.

    "Und nein, es ist KEINE Provokation. "

    Was denn sonst?

    Wer so einsteigt, zielt sicherlich auf keine historische Sachdiskussion über eine prominente Person der Zeitgeschichte.

    Danke für den Link

    Ich finde das Interview und die Leserdiskussion sehr aufschlussreich. Die Überschrift verstehe ich als bewusste Provokation.

    Über den Islam weiß ich zu wenig. Dass der in vielen Ländern gelebte Islam keine Meinungsfreiheit erlaubt, ist offensichtlich.

    Die Karikaturen über das Leben Jesu haben zwar Proteste, aber keine Todesdrohungen ausgelöst.

    • "Die Karikaturen über das Leben Jesu haben zwar Proteste, aber keine Todesdrohungen ausgelöst. "

      Da muss ich Dich leider korrigieren.

      Beispiele sind Carolin Kebekus und Gerhard Haderer, die wegen ihrer Parodien resp. Cartoons in fudamentalen Katholiken-Blogs mit Drohungen auch gegen das Leben bedacht worden.

      Einige Christen haben immer noch ein Problem mit dem Wange hinhalten, was ihnen ihr Vorbild doch vorgelebt hat.

      • "Beispiele sind Carolin Kebekus und Gerhard Haderer, die wegen ihrer Parodien resp. Cartoons in fudamentalen Katholiken-Blogs mit Drohungen auch gegen das Leben bedacht worden"

        Die leben aber noch, oder?

        • Ging es um Ausführung der Tat oder Drohung?

          Lies doch bitte nochmal das Posting meines Vorschreibers.

          • Mir gehts um Relationen. Drohen kann man viel, aber kritische Stimmen gegen den Islam wurden nicht nur bedroht, sondern eliminiert. Und das ist für mich ein Unterschied - auch wenn ich Drohungen nicht gutheiße. Nur die graduelle Abstufung - ist bei Umsetzung der Drohung schlimmer. Und da sind mir jetzt keine Vorkommnisse radikaler Christen in Bezug auf ihre Religion innerhalb Europas bekannt - die letzten 100 (?) Jahre. Vorkommnisse mit Bezug auf islamischen Glauben (?) schon - die letzten 15 Jahre eigentlich regelmäßig.

            Und deswegen mag ich die weichgespülten Verweise auf grausame Bibelzitate (also im Stil von die Christen sind ja auch nicht besser) in Bezug auf konkrete Massentötungen von islamistisch motiviertem Terror nicht - das Christentum hat kein Problem mit radikaler Jugend in Europa - sondern ein ganz anderes - "fehlende Anhänger". Von daher finde ich die Verweise auf die Greueltaten christlicher Religionen im Mittelalter als Vergleich zu islamisch motiviertem Terror HEUTE lächerlich. Und ja, mag sein dass Katholiken keine Schwulen mögen und sie nicht Priester lassen werden - aber sie köpfen sie nicht - genausowenig wie Andersgläubige.

            Und eine Religion, die junge Mädchen verschleiert, weil junge Männer sich sonst nicht beherrschen können, diese jungen Männer aber deutsche bitch...es v...ln - sorry, die nehm ich nie nie nie im Leben ernst. Diese Auslegungen sind sowas von überholt, da kann kein Katholik niemals niemals mithalten... Und mit welchem Recht beansprucht eine solche Vorzeitreligion in heutiger Zeit ihre Daseinsberechtigung? Während amerikanische Mormonen oder Leute, die sich für die Ehe "aufsparen" verlacht werden? Warum akzeptiert man die Andersartigkeit von anderen Religionen, die eigene aber nicht?

            Das ist ein typisch deutsches Problem.

            Haben ganz viele Ausländer festgestellt, in deren Kreisen in mich bewege. Und ich hab auch nur einen deutschen Pass - aber keine deutschen Gene.

            • Dann darf ich vielleicht Deine lückenhaften Erinnerungen ein wenig auffrischen?

              http://www.tagesspiegel.de/politik/genozid-an-muslimen-srebrenica-massenmord-vor-gericht/12035414.html

              Damals wurden Tausende Muslime von christlich-orthodoxen Serben abgeschlachtet. Es war eine sogenannte ethnische Säuberung - damals Unwort des Jahres - die ganz gezielt die Region endgültig von Muslimen "reinigen" sollte. Das war, neben der politischen Komponente auch eine gezielte Aktion gegen Andersgläubige.

              Es ist keineswegs so, dass Christen nicht auch in jüngerer Zeit nur friedliebend gehandelt haben. Und es gibt Dutzende andere Beispiele von Übergriffen gegen Muslime in Europa. Auch wenn die Täter virdergründig weniger aus religiösen Gründen handeln, sie im Wortsinne keine religiösen sondern politische Eiferer sind, so handeln sie doch gegen eine andere Religion. Die religiöse Komponente ist unverkennbar gegeben.

              Und das die katholische Kirche heute niemanden mehr bestrafen kann für eine nach ihrer Sicht gottlose Lebensweise, liegt weniger an der Kirche als an der Tatsache, dass wir in einem laizistischen bzw. säkularen Staat leben, wie auch der Rest Westeuropas. Ein Blick nach Russland aber reicht, um zu erfahren, welchen Einfluss die Kirche noch haben kann wenn der Staat sich den konservativen Mächten der Kirche zu sehr anbiedert. Siehe das Beispiel Pussy Riot.

              Du irrst gewaltig wenn Du alle Missetaten der hiesigen europäischen Amtskirchen ins ferne Mittelalter verbannen willst.

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