Frankreichwahl

    • (1) 07.12.15 - 10:52

      Wie ich schon vor einiger Zeit hier meine Befürchtung zum Ausdruck gegeben habe:
      LePen liegt weit vorne in der Wahl.

      Präsidentin wird sie (hoffentlich) nicht werden.

      Aber der Trennd, "radikal" zu wählen ist in Europa angekommen.
      Das Wahlvolk ist wohl nicht mehr bereit als "Stimmvieh" zu agieren.

      Und diesen Trend erkenne ich auch bei der AfD.
      Und sei es bloß aus unüberlegtem Protest.

      acentejo

      Guten Morgen, gerade in der Normandie, die eher liberalwählten wählten, verdoppelten ihre %-Anteile für LePen. Naja, was soll`s. Europa benötigt Demokratie, die aktuelle Politik wie Politiker handeln jedoch in der Art die genau zum Gegenteil davon führt und weiter führen wird.Wenn ich unsere Asyl- und Flüchtlingspolitik sehe, wundert mich es auch nicht. Im Moment reibe ich mir ungläubig die Augen wie jahrzentelang für unsere hier in Deutschland lebenden Menschen und Geringverdiener keinerlei Sozialbau stattfand, eherdas gegenteil warder Fall. verkauf von 100.00 Genossenschaftswohungen etc.. Auf einmal hört man, dass der Sozialbau wiederbelebt werden soll, was grundsätzlich OK ist, aber warum dann nicht schon früher für unseren eigenen Leute.

      • Ja sowas aber auch. Vielleicht war es einfach nicht nötig?

        Wer irgendwann mehr verdient muss aus Sozialwohnungen wieder ausziehen. Auf diese Art entstehen Ghettos für Geringverdiener. Daraus resultieren dann andere Probleme - u.a. Schulen mit einer sehr schwierigen Klientel.

        Das macht man nur, wenn es nicht anders geht - und davon konnte bis vor kurzem allenfalls in den Metropolen die Rede sein.

        Jetzt hat sich die Situation geändert - und das führt dazu, dass auch Deutsche wieder vermehrt Wohnraum in den Zentren finden.

        • Liebe virgina-woolf, sicherlich hast du auch recht. Ich möchte michaber ganz klarandem Beispiel der Stadt München orientieren, die Stadt in der in aufwuchs. Durch meien Oma habe ich mitbekommen, dass es inMünchen von den 50`ziger - 80´ziger Jahre tausende von Wohnungen der Stadt München gab (umgangspr. Sozialwohnungen) in der z.B. Geringverdiener, Alleinerziehende, Polizisten, städtische Angestellte, kleine Beamte Postleute, Bundesbahnleut, Feuerwehrleute usw. die Möglichkeit und rechtlichen Anspruch hatten eine solche Wohnung zu einen relaiv niedrigen Mietzins im Stadtgebiet (S-Bahn und Busnähe) zu erhalten. In den 90 zigern begann die münchener SPD diese Wohnung zu verkaufen (privatiesiern und/ oderkündigte diese Mietverhältnisse mit Übergangsfristen auf) diese Bauten aus der Vor- und nachkriegszeit der 50 ziger Jahre wurde dann abgerissen und in München entstanden dadurch Wohnungen im Hochpreissegment die die "kleinen Leute" faktisch an die Stadtränder wie Milbertshofen, Aubing, Hasenbergl oder komplet aus der Stadt trieb. Seit nun knapp 25 Jahren wurde im Stadtgebiet München trotzt derallseits bekannten Wohnsituation in München nichts dagegen unternehmen, sondern man saugte förmlich Gutverdienerin die Satdt hinein. Jetzt kommen irgendwelche Leute aus einen uns völlig fremden Kultur- und Bildungsumfeld und dergute deutsche Politiker schreit nun medienwirksam nach Sozialbau - das finde ich nur verlogen und lächerlich.

          • So hoch wie in München sind die Wohnkosten in keiner anderen Stadt. Das war politisch offenbar so gewollt, ist aber in dieser Form ein Ausnahmefall.

            Nebenbei: Es gab schon Gründe kaum noch Sozialwohnungen zu bauen - das waren in aller Regel hässliche Ghettos. Aber warum darf man das jetzt nicht wieder aufnehmen und vielleicht einige Fehler vermeiden? Hat irgendjemand einen Nachteil davon?

            • Guten Morgen, ich weiss jetzt nicht ob ich es Nachteil nenne würde. Es kann aus meiner Sicht jedoch nicht sein, dass für Flüchtlinge aus Syrien plötzlich die Wohnungen in Ballungszentren gebaut werden sollen, während die eigenen Menschenseit vielen Jahren weiterhin an die Stadtränder oder auf`s Land gedrängt werden um sich günstigeren Wohnraum leisten zu können um dann täglich zurück in die Stadt zum Arbeiten zu pendeln. In vielen Teilen deutschlands stehen doch tausende von Wohnungen leer, alleine in Dessau und Landkreis ca. 23.000 Wohneinheiten.

              • "In vielen Teilen deutschlands stehen doch tausende von Wohnungen leer, alleine in Dessau und Landkreis ca. 23.000 Wohneinheiten."

                Dies Wohnungen stehe leer, weil dort niemand leben will oder kann. Die Menschen sind abgewandert in Gegenden mit mehr Perspektive.

                Es macht wenig Sinn, die Flüchtlinge genau dahin zu setzen, wo es eh schon keine Arbeit gibt. So schafft man nur mit System neue Sozialhilfeempfänger.
                Außerdem sind die Gegenden mit nennenswertem Wohnungsleerstand meist auch die ärmeren Regionen. Und gerade die kann man nicht einfach so mit einer Vielzahl Asylanten belasten.

                Die leerstehenden Wohnungen, die es definitiv gibt, sind also auch keine langfristige Lösung des Flüchtlingproblems.

    Hmm, für mich machen sich die Wähler noch mehr zum "Stimmvieh" als sie es vorher waren. Jeder, der denkt, dass solche Parteien etwas für sie tun, ist schlichtweg dumm.

    Genauso ist es dumm, sich nur auf einen einzigen Programmpunkt zu verlassen. Der Rest ist egal.

    • LePen bedient eben die Empfindungen der Menschen. Und sie hat ja offensichtlichen Erfolg mit ihrer Strategie.

      Ich habe die leichte Hoffnung das die politische Kaste sich das franz. Wahlergebnis durch den Kopf gehen lässt.

      Die Hoffnung stirbt zuletzt.

      • Na ja, man könnte auch sagen: hoffentlich merkt der Wähler, was für einen blödsinn er da gemacht hat und lernt daraus.

        Ich denke, die meisten denken, sie würden damit ihren Protest zum Ausdruck bringen und merken nicht, dass das sehr gefährlich ist.
        Wie vielen ist denn WIRKLICH klar, was diese Parteien für Programme haben? Reagieren nicht viele nur auf das Geschrei von LePen und Co und denken eben genau das, was du schreibst (jetzt sollen die Politiker mal nachdenken).

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