... und währenddessen irgendwo in Niedersachsen

    • (1) 09.12.15 - 14:04

      http://www.zeit.de/2014/51/schlachthof-niedersachsen-fleischwirtschaft-ausbeutung-arbeiter

      Das poste ich nicht, damit man hier über die Sklavenarbeiter an sich schimpft, denn die kommen schliesslich aus Rumänien und nehmen den Deutschen die Arbeit weg. Nein, darum soll es nicht gehen. Es geht um die Gründe, warum sie hier sind. Weil wir Deutschen nämlich Fleisch so billig wie irgend möglich haben wollen.

      Ich poste das, damit man erkennt, dass das Ausbeuten von Menschen um des eigenen Vorteils Willen einfach mies und dreckig ist.

      Wer Fleisch an Fleischtheken von Supermärkten für billiges Geld kauft, muss sich darüber im Klaren sein, wieso dieses Fleisch so abgrundtief billig sein kann.

      Und es ist nicht so, dass wir dem tatenlos zuschauen müssen. Sein Essverhalten grundlegend ändern, das ist für manche bereits ein guter Anfang.

      L G

      White

      • >>Wer Fleisch an Fleischtheken von Supermärkten für billiges Geld kauft, muss sich darüber im Klaren sein, wieso dieses Fleisch so abgrundtief billig sein kann.<<
        das ist es bestimmt vielen. Auch denen, die es sich rein finanziell nicht leisten können, teures Fleisch beim Fleischer zu kaufen. Weil der Verdienst so niedrig und die Miete so hoch ist, weil das Leben an sich ganz schön teuer ist.

        Wo bleibt das Verständnis für diese Menschen?

        >>Es geht um die Gründe, warum sie hier sind. Weil wir Deutschen nämlich Fleisch so billig wie irgend möglich haben wollen.<<
        nicht alle Deutschen. Sonst würden die ortsansässigen Fleischereien kaum über leben können, oder die Bauernhöfe, die direkt verkaufen

            Nicht jeder hat das Geld für teures Fleisch. Aber MUSS man denn unbedingt Fleisch essen? Warum? Du bist hier ja so etwas wie die Gesundheitsexpertin, ist Fleisch lebensnotwendig für uns Menschen? Wer suggeriert den Familien, dass es wichtig ist FLEISCH zu essen, egal, welcher Qualität?

            Und ist es ein Wohlstandproblem, dass nicht alle Familien so viel gutes Fleisch essen können, wie sie wollen? Und dass sie stattdessen Billigfleisch essen? Mit Antibiotika verseuchtes, von multiresistenten Keimen befallenen, von Billiglöhnern verarbeitetes Fleisch?

            Ist dein Lösungsvorschlag: "Gebt den Menschen so viel Geld, dass sie all das gute Fleisch essen können, das sie essen wollen"?

            Verlöre dadurch nicht das "gute" Fleisch an Qualität? Weil es dann in Massen produziert werden würde, was wiederum zu einem massiven Qualitätsverlust führte?

            Sollte es nicht vielmehr sein: "Esst weniger Fleisch, denn die Mengen, die wir Deutschen insgesamt jährlich verzehren, sind ohnehin ein Supergau für unsere Gesundheit, für unsere Umwelt, für die Masttiere an sich, für den Hunger auf dieser Erde"?

            Also, was ist dein Anliegen, wenn du sagst, es ist ein Wohlstandsproblem, dass so viel Billigfleisch gekauft wird?

            Die Fleischlobby, die mosert da natürlich immer. Ich denke aber eigentlich nicht, dass du Teil der Fleischlobby bist?

            • nein, ich bin nicht Teil der Fleischlobby. Und meine Tochter ist Veganerin, stell dir mal vor.
              Sich auf diese Art (oder vegetarisch) zu ernähren, bedeutet aber, sich sehr genau mit dem Thema zu befassen, um keine Mangelerscheinungen zu bekommen.

              Und für manche Menschen ist es teil weise sehr schlecht mach bar, z. B. Sojaallergiker od. Nussallergiker. Und häufig Hülsenfrüchte sind auch nicht so jedermanns Sache.

              Da wird es wirklich schwer, eine ausgewogene Ernährung kpl. ohne Fleisch hin zu bekommen. Aber es ist mach bar, natürlich.

              >> Mit Antibiotika verseuchtes, von multiresistenten Keimen befallenen, von Billiglöhnern verarbeitetes Fleisch?<<
              das ist natürlich absolut nicht in Ordnung.

              btw

              in diesem Artikel gehts ja um Billiglöhner aus dem Ausland.

              Wäre es nicht prima, wenn deren Heimatländer es schaffen würden, ihnen dort Arbeit und einen ordentlichen Verdienst zu geben, dann müssten sie nicht nach Deutschland kommen.
              Wäre doch alle mal besser, als ihnen hier die einzige Möglichkeit, Geld zu verdienen zu nehmen. Ja, die Bedingungen sind absolut grausam, da brauchen wir gar nicht drüber zu reden. (na ja, dass sowas in Deutschland über haupt möglich ist evtl. schon)

              schau mal hier, da gehts um Kinderarbeit, die es NATÜRLICH eben falls zu bekämpfen gilt
              >>Wenn Schokoladenunternehmen den Kampf gegen Kinderarbeit wirklich beschleunigen möchten, dann müssen sie die Armut unter Kakaobauernfamilien bekämpfen. Das heißt auch, dass die Bäuerinnen und Bauern einen fairen Preis für ihren Kakao erhalten müssen<<
              http://www.tagesspiegel.de/advertorials/ots/inkota-netzwerk-e-v-erfolg-fuer-verbraucher-protest-schokoladenunternehmen-beteiligen-sich-an-einkommensdebatte-fuer-kakaobauern/12674568.html

              • Ja, die Liste setzt sich unendlich fort. Kaffee, Kakao, Kleidung, Fleisch... All das ist Ergebnis unserer Wohlstandsgesellschaft. Wir wollen alles. Wir wollen es billig. Wer darunter leidet, ist uns egal.

                Ich füge an: Nicht ALLE wollen alles. Nicht ALLE wollen billig. Nicht ALLEN ist es egal, wer darunter leidet.

                Nur, damit du mich nicht korrigieren musst oder mich wieder falsch verstehst.

                "Und für manche Menschen ist es teil weise sehr schlecht mach bar, z. B. Sojaallergiker od. Nussallergiker."

                Da hast du recht.. Freunde von mir haben aus gesundheitlichen Gründen eine weitgehende vegane Ernährung angestrebt.

                Dem Mann hat es nicht gut getan.

                "Da wird es wirklich schwer, eine ausgewogene Ernährung kpl. ohne Fleisch hin zu bekommen. Aber es ist mach bar, natürlich."

                Noch einmal etwas ab vom Thema.. Es ist aber ein Unterschied, ob ich mich bewusst für eine weitgehend fleischfreie Ernährung entscheide oder aus finanziellen Gründen verzichten muss, obwohl ich mir gerne einmal die Woche (für den Genuss) das Putensteak leisten würde..

                Da entscheiden sich eher die Wenigsten für eine vegetarische Ernährung, sondern eben für günstigeres Fleisch..

                • sich vernünftig vegan od. vegetarisch zu ernähren ist nicht günstiger als fleischlose Ernährung. Auch bei Gemüse, Obst & Co gibt es massive Qualitätsunterschiede.
                  Es sollte eigentlich immer die Art Ernährung angestrebt werden, welche man verträgt, welche einem gut tut und die einen mit allem versorgt, was der Körper halt so braucht.

                  Was für den einen das Non-plus-Ultra, ist für einen anderen unverträglich. Auch da gilt, jeder Mensch ist individuell.

                  • "sich vernünftig vegan od. vegetarisch zu ernähren ist nicht günstiger als fleischlose Ernährung. Auch bei Gemüse, Obst & Co gibt es massive Qualitätsunterschiede."

                    Das kommt hinzu. Wobei es heute noch wesentlich einfacher, wenn auch teilweise sehr teuer ist.

                    Eine Bekannte ist schon sehr sehr lange Veganerin und hat mal im Gespräch darauf hingewiesen, dass es früher z.B. fast unmöglich war, bezahlbare Alternativen zu Sojamilch bzw. Sojaprodukten etc. zu finden..

                    "Es sollte eigentlich immer die Art Ernährung angestrebt werden, welche man verträgt, welche einem gut tut und die einen mit allem versorgt, was der Körper halt so braucht."

                    Das stimmt, mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen.#pro

                    Das noch in Kombination mit Bewusstsein und Genuss ist dann ideal:-)

                  und so schnell gehts..... es muss natürlich fleischhaltige Ernährung heißen

    "nicht alle Deutschen. Sonst würden die ortsansässigen Fleischereien kaum über leben können, oder die Bauernhöfe, die direkt verkaufen"

    Was möchtest du uns allen damit sagen?

Top Diskussionen anzeigen