Flüchtlingspolitik kontra EU?

Die EU wird:

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    • (1) 20.12.15 - 19:48

      Nachdem nun weniger Flüchtlinge kommen und man sich auf EU- Ebene nicht
      Recht entschließen kann zu gemeinsamer Flüchtlingspolitik ist es an der Zeit
      mal über den Zustand/Zukunft der EU nachzudenken.
      Die Problemfelder sind ja bekannt:
      1. keine gemeinsame Flüchtlingspolitik
      2. schwache Absicherung der Außengrenzen, stattdessen staatliches Alleinhandeln
      3. Probleme hinsichtlich gemeinsamem Handeln in Syrien
      4. Das Griechenland-Problem
      5. die eigenmächtigen (nicht abgesprochenen) Entscheidungen der Kanzlerin
      6. das Freihandelsabkommen TTIP
      usw.

      Frage: Ist die Europäische Union, in ihrer jetzigen Form, überhaupt noch zu retten?
      Ich tendiere zu Punkt 2.

      • Die EU wird sich spätestens dann einig und stabilisiert sich wieder, wenn Brüssel anfängt den Osteuropäern das Geld zu streichen.

        Ich bin Europäer durch Überzeugung.
        Genieße die Freizügigkeit der Niederlassung und auch das grenzenlose Reisen in der EU.

        Trotzdem halte ich die EU für eine "Totgeburt" und von den Gründungsvätern nicht bis zum Ende durchdacht.
        Das manifestiert sich im Moment besonders am Fehlen einer Verteilung und Solidarität im Hinblick der Asylsuchenden in einigen EU-Ländern.
        Es sollte aber auch nicht verschwiegen werden das einige Beitrittsländer aufgrund ihrer Ökonomie noch lange nicht reif waren/sind der EU beizutreten.
        Das fing schon mit Griechenland an... Durch Betrug und gefälschten Zahlen kamen sie in die EU.

        Und mit dem Wissen der übrigen EU. Die daraus folgenden Probleme sind ja allgemein Bekannt.
        Die EU ist zu einer monetären Transferunion verkommen.
        Im Moment ist Polen das beste Negativbespiel.

        Es wundert mich auch gar nicht das Polen sich mit Orban so gut versteht...
        Wenn die EU nicht mit Bravour gegensteuert, werden wir wieder zur Kleinstaaterei zurückfinden.
        Und damit ist Europa gescheitert!!!

        Das war nur eine Kurzfassung meiner Gedanken zu der derzeitigen Europapolitik.

        Ein schönes Weihnachtsfest wünsche ich den Usern... acentejo

          • Auch Dir und Deiner Familie ein schönes Weihnachtsfest.

            Veto: die Türkei sehe ich noch lange nicht in der EU.

            Ich hoffe noch auf die Einsicht der EU-Parlamentarier und auf deren IQ.

            • Naja, wenn schon freudestrahlend verkündet wird, dass man endlich wieder Verhandlungsgespräche aufgenommen habe, und das von Seiten der EU, dann weiss ich nicht, wie viel ich noch hoffen darf.
              Das muss irgendwann vergangene Woche gewesen sein. Ich dachte, ich höre und schaue verkehrt, danach wurde mir schlecht.

              Die Türkei "kümmert" sich um das europäische Flüchtlingsproblem (auf türkische Art und Weise, wer hätte da anderes erwartet), und hat damit gute Karten, denn irgendetwas muss es ja geben als Gegenleistung.

              Naja, ich hoffe mal mit dir, bin aber eher skeptisch. In meinen Augen war das ein großer Fehler.

      Dazu bräuchte man schon die berühmte Glaskugel.

      Es ist nicht abzusehen, was geschieht. Was ist mit den Populisten in Osteuropa? Entdemokratisieren sie ihre Staaten dauerhaft oder werden sie gestürzt oder abgewählt?

      Was ist mit Frankreich? Le Pen verspricht den Austritt aus der EU. Wie sich die Briten entscheiden ist nicht abzusehen.

      Alles ist denkbar: Vom Auseinanderfallen der EU bis hin zu einem durch die Krisen letztlich gestärkten europäischen Bewusstsein und der Entwicklung eines europäischen Bundesstaats.

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