Würdet ihr eure Tochter alleine ins Asylantenheim lassen?

    • (1) 07.01.16 - 18:11

      Ich finde das alles so schrecklich, weiß gar nicht mehr was ich denken soll...

      Wir wohnen weit weg von Köln in einem Dorf. Hier gibt es ein Heim mit ca 120 Asylanten.

      Meine Tochter (19) gibt In einem Gemeinderaum ehrenamtlich in Kleingruppen Deutschunterricht, da sind auch meistens noch andere Ehrenamtliche dabei. Sie geht aber auch ab und zu mal alleine ins Asylantenheim. Jetzt frage ich mich, ob ich sie noch bedenkenlos dort hingehen lassen kann !!!!!?????

      Ich hatte auch schon vor den Kölner Übergriffen Bedenken, wenn sie da alleine in dieses Heim geht. Hab mir dann aber eingeredet, dass ich nicht so "rumglucken" darf....

      Meine Tochter geht dort gerne hin, sie findet die Menschen dort alle sehr nett.

      In diesem Artikeln hier wird berichtet, dass wohl doch Asylanten unter den Tätern in Köln waren.

      Ich weiß dass man nicht alle unter generalverdacht stellen darf, aber ein blödes Gefühl im Bauch bleibt trotzdem...

      http://m.welt.de/politik/deutschland/article150735341/Die-meisten-waren-frisch-eingereiste-Asylbewerber.html

      • (2) 07.01.16 - 18:17

        Hallo!

        Ja, würde ich.

        Wir haben 3 Töchter im Alter zwischen 21 und 18. Und ich habe keine Angst und hätte keine Bedenken, wenn sie in einem Asylantenheim Ein und Aus gingen.

        Hätte ich jetzt jedoch wie meine Freundin ein dunkelhäutiges Kind adoptiert, hätte ich leider Angst, dass dieses Kind (ein Mädchen im Alter von 12 Jahren) Opfer rechtskrimineller Gewalt wird.

        Viele Grüße

        liki

        Deine Tochter scheint da schon länger hin zu gehen ohne dass etwas passiert ist.

        Was soll da nun anders sein, nur weil in Köln ein paar Vollspacken weder die Hände bei sich-, noch ihr Ding in der Hose lassen konnten?

        Willst Du nun alle über einen Kamm scheren?

        Es wird immer freundliche anständige Menschen geben, und es gibt gewissenlose Arschlöcher......ÜBERALL....unabhängig von Nationalität oder Glauben, und da man anderen Menschen immer nur VOR den Kopf schauen kann, sollte man sie nicht gleich abstempeln.

        Vertrau deiner Tochter, sie ist eine erwachsene junge Frau!

        Ich betreue u.a. Schüler/innen, die entweder ehrenamtlich oder aber durch (pflicht-)praktika in Asylbebwerberunterkünften arbeiten und das schon seit Jahren.

        ALLE haben diese Arbeit bisher als Bereicherung erlebt und alle sind sich einig, daß ihnen selten irgendwo so viel Herzlichkeit und Offenheit entgegengebracht wurde.
        Viele gehen auch nach ihren Praktikumswochen weiter ehrenamtlich hin, übernehmen die Begleitung bei Behördengängen oder aber die Beteuung der Kinder während des Deutschunterrichts, aber es ergeben sich auch Freundschaften und gemeinsame Projekte (Verschönerungsaktionen, gemeinsame Kochabende,..)

        Und mir geht es genauso: ich werde nirgends so so oft, so freundlich gegrüßt wie in diesen (für mich depremierend wirkendenen) Unterkünften!

        P.s. Die Täter waren wahrscheinlich zu 100% Männer. Du wirst ja vermutlich nun auch nicht die Schlußfolgerung ziehen, daß du deine Tochter nicht mehr mit Männern zusammen sein lassen kannst, ohne ein schlechtes Gefühl zu haben, oder?!

      • Ja, natürlich. Zumal deine Tochter die Menschen bzw. Männer dort am besten einschätzen kann.

        "sie findet die Menschen dort alle sehr nett."

        Man kann (als Frau) mit seiner persönlichen Einschätzung und seinem Gefühl natürlich immer falsch liegen; dennoch ist es ein sehr wichtiger Indikator.

        Du solltest dich auf ihre Menschenkenntnis verlassen.

        LG

        Auch angenommen die Übergriffe in Köln, Hamburg und einigen anderen Städten wurden alle von Asylbewerbern verübt, müssen wir uns unbedingt davor hüten nun alle Asylbewerber unter Generalverdacht zu stellen. Der Großteil ist sicher integrationswillig, harmoniebedürftig und friedliebend. (Das ändert aber nichts daran dass wir die Vorfälle durchaus sehr ernst nehmen müssen und dass ich es absolut gefährlich finde das nun wie gewohnt kleinzureden)

        Entscheidend für die Gefährdungsabschätzung deiner Tochter ist, dass solche Täter nicht total verblöded sind und sicher auf eine gewisse Anonymität achten. Da würde ich sogar sagen, dass deine Tochter in dieser Hinsicht in einem Asylbewerberheim sicherer ist als an irgendeinem öffentlichen Ort.

        Deine Tochter sollte sich dort mit derselben Umsicht verhalten wie eine Frau sich in einem Umfeld mit ähnlichem Männerüberschuss verhalten sollte, egal welche Nationalität.

        VG S.

        • Es wird ueberhaupt nichts kleingeredet! Vor allem muss hier das Versagen der Polizei geklärt werden.

          Ansonsten hat die Nationalität aber nur insofern etwas damit zu tun, dass wir deutschen etwas zur integration beitragen müssen.
          Wir müssen diese ermöglichen und wir müssen offen bleiben.

          ***Es wird ueberhaupt nichts kleingeredet! Vor allem muss hier das Versagen der Polizei geklärt werden.***

          Klar wird das von manchen hier klitzekleingeredet.
          Und du redest hier doch auch darüber hinweg.

          Das Veersagen der Polizei müsse geklärt werden. Sie hätten "wenigstens einen verhaften müssen"? Wie stellst du dir das vor? Wen hätten sie denn verhaften sollen, wenn sie gar nicht an die Taten/Täter herangekommen sind? Warst du schonmal bei so einem Tumult dabei?

          Ja, man muss bzgl dem Vorgehen der Polizei wohl auch einiges aufklären (insbesondere die schleppende Information der Öffentlichkeit), aber wie sollen die adhoc adäquat auf ein Phänomen reagieren, mit dem sie so gar nicht gerechnet haben und vor allem, für das sie in der Form nicht ausgebildet sind, weil es so nicht bekannt war. Ist ja in anderen Städten auch so abgelaufen. Natürlich muss die Polizei endlich maßgeblich aufgestockt werden.

          Aber eine Lösung des Problems wäre es, selbst wenn es personell machbar wäre, ja auch nicht nun überall immer eine ausreichende Menge Polizisten abzustellen. Oder willst du in Zukunft immer und überall unter Bewachung stehen? Bei jeder Festivität?

          • Ich rede überhaupt nichts klein. Gewalt ist und bleibt immer scheisse, egal von wem und in egal in welcher Form.
            Ob es nun Linksextreme ist, der Ausländer oder der Pfarrer.

            Und nichts anderes habe ich von denjenigen gelesen, die du hier wohl ansprichst.
            Es gibt aber wieder etliche, die es auf die Kultur und die Religion beziehen.
            Wenn Frauenrechte aber nur damit verknüpft werden, dass ein Ausländer Scheiß bauen könnte oder gebaut hat,, dann haben einige die Frauenrechte noch nicht Begriffen.

            Und ja,mich frage mich tatsächlich, wie es sein kann, dass polizisten vor Ort sind und sie nicht einem einzigen habhaft geworden sind(wenn meine Zahlen noch stimmen, waren es ja wohl an die 1000). Tumult hin oder her!
            Vor allem bist du Polizist? Weißt du direkt am eigenen Leib, wie sie ausgebildet werden?
            Und selbst, wenn die Ausbildung so nicht ist, hätte man doch spätestens seit hogesa oder bspw. den Ausschreitungen bei der Eröffnung der EZB dazulernen können. Wir reden davon, dass wir eine solch riesige terrorgefahr haben, aber wie hätte die Polizei denn da reagiert? Sich unter dem Tisch versteckt?
            Ich bin kein Polizist, aber selbst mir ist bewusst, dass jede Großveranstaltung grundsätzlich gefährlich ist. Was, wenn eben etwas passier oder es nur zu einer Panik kommt.

            • ***Es gibt aber wieder etliche, die es auf die Kultur und die Religion beziehen***

              Du meinst also, dass diese geeinschaftlichen Übergriffe genausogut von westlich sozialisierten Männern begangen worden sein könnten und dass es nur reiner Zufall ist, dass es in etlichen Städten und nicht nur an Silvester, sondern vereinzelt auch schon in den vergangenen Monaten, arabischstämmige Männer waren?

              ***Und ja,mich frage mich tatsächlich, wie es sein kann, dass polizisten vor Ort sind und sie nicht einem einzigen habhaft geworden sind***

              Nein, ich bin keine Polizistin, habe aber einen Einsatzleiter im Freundeskreis und habe mich selbst in jüngeren Jahren sehr viel "herumgetrieben" und so einiges erlebt.

              Meine (und seine) Erfahrung: Insbesondere bei bestimmten Nationalitäten, aber nicht nur, sind Festnahmen in einer allgemein aufgebrachten Situation Zundfeuer und die Ordnungshüter sind sofort Feind Nr.1 für ALLE in der Nähe befindlichen Menschen gleicher Gesinnung/Nationalität. Da muss die Polizei schon zahlenmäßig überlegen sein und/oder mit Schutzmaßnahmen "bewaffnet" sein, um wirklich einschreiten zu können, ohne sich selbst maßgeblich zu gefährden. Und wieviel Polizisten braucht man wohl, wenn es tatsächlich 1000 waren?

              Davon abgesehen wurde die Polizei ja auch systematisch von den Übergriffen abgeschirmt und so bekamen sie auch gar keinen adäquaten Überblick über die tatsächliche Situation. Erst im Nachhinein wurde klar was da passiert ist.

              Natürlich, bei deinen genannten Events ist eine Auseinandersetzung mit "dem Staat" ja regelrecht erwünscht und die Polizei zahlenmäßig und in Ausrüstung entsprechend darauf vorbereitet. Aber für normale Silvesterfeiern war das bisher nicht nötig und nicht üblich. Und sicherlich möchte auch keiner dass jede x-beliebige Feier nun großartig polizeilich begleitet und regelmäßig zu einem Spektakel ala Bürger-gegen-Staat wird.

    Ich arbeite seit über einem Jahr mit Flüchtlingen in einer Flüchtlingsunterkunft, inzwischen kommt eine zweite dazu. Ich bin mindestens einmal pro Woche da, im letzten Winter war ich auf 450 Eur Basis dort angestellt! Ich kann nichts negatives berichten. Die Arbeit war teilweise anstrengend, doch das lag an den Geschichten der Menschen und nicht daran, dass sie gefährlich waren. Es gab natürlich ein paar Idioten, die dachten glotzen zu müssen, oder auch mal dumme Bemerkungen zu machen, aber das waren sehr sehr wenige und sie waren nicht penetranter als das was ich von deutschen Männern in meinem Alter kenne. Die meisten Syrer und andere Bewohner waren zuvorkommend, hilfsbereit, freundlich und ganz normal. Es keine Sitation wo ich mich belästigt oder bedroht gefühlt habe.

    Hallo,

    geh doch einfach mal mit und überzeug dich selbst. Das ist doch am besten, oder?

    vg, m.

    hi,

    ja, würde ich. wir haben asylanten in der turnhalle und meine nachbarin gibt ihnen deutschunterricht. die sind total lieb (sagt sie).

    mein sohn trifft ab und zu mal einen im supermarkt und sie unterhalten sich mit händen und füßen--er mit ein paar brocken englisch, der flüchtling mit ein paar brocken deutsch.

    lg

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