Was wirklich hinter den Ereignissen in Köln steckt.

    • (1) 10.01.16 - 10:27

      Männer und Alkohol. Dazu noch in grösseren Gruppen, die einerseits eine Dynamik entwickeln aber auch Schutz und Anonymität vor Zugriff durch Polizei oder die Gegenseite.

      Egal, woher diese jungen Männer kommen, egal welcher Nationalität, grössere Gruppen von jungen Männern, dazu alkoholisiert, neigen dazu, Ärger zu machen. Sie sind laut, sie entwickeln eine testosteronbedingte Aggressivität und bestimmte kleine Anlässe reichen zur Eskalation.

      Das ist mein Bild der Ereignisse von Köln. Eine zwangsläufige Verbindung zum Flüchtlingsthema, dass ebenfalls parallel in den Medien präsent ist, kann ich nicht sehen und ist nicht belegbar.

      Natürlich ist es Wasser auf die Mühlen von denen, die schon beim Flüchtlingsthema oder beim Thema Migranten allgemein gesagt haben, dass die Menschen, die da zu uns kommen, vor allem oder ausschließlich Probleme machen werden. Dieser Rückschluss ist, ebenso falsch wie gefährlich weil er die Pauschalverurteilung aller Migranten in sich trägt.

      Ob bei Menschen aus bestimmten Regionen der Welt die Enthemmung gegenüber Frauen grösser ist, vor allem in der Gruppe und unter Einfluss von Alkohol oder Drogen, darüber konnte ich bislang nichts Belegbares finden. Dass es in anderen Ländern ein rückständigeres Frauenbild gibt, ist ohne Zweifel so. Dass bedeutet jedoch für mich nicht, dass diese Männer auch automatisch zu mehr Gewalt gegenüber Frauen neigen.

      Köln ist nur ein weiteres trauriges Beispiel dafür, was passieren kann (nicht muss), wenn sich Männer zusammenfinden, betrunken sind und niemand ihnen Einhalt gebietet. Hier ist die Polizei zu schwach aufgetreten, war schlecht vorbereitet und somit ensteht der subjektive Eindruck eines rechtsfreien Raums.

      Daraus sollte man lernen.

      Wer nach wie vor diesen Vorfall als Anlass nimmt, seine ohnehin vorhandenen Ressentiments zu bedienen, begeht den schweren Fehler, nicht an die Ursachen des Problems heranzugehen. Wer Flüchtlinge oder Migranten als Gruppe dämonisiert und sie fälschlicherweise als Ursache für die Zunahme an Gewalt gegen Frauen ansieht, verweigert sich dem Blick auf die Art des institutionellem Sexismus, sexuellen Übergriffen und Anzüglichkeiten aller Art, die jeden Tag hier in Deutschland stattfinden.

      Täter sind Mãnner und nicht eine bestimmte Nationalität.

      Oder anders gesagt: wir haben eine Herausforderung, was die Hilfe, die Integration und die Aufnahme von Flüchtlingen angeht und wir haben eine Problem, was Gewalt gegen Frauen angeht. Beides hat nichts miteinander zu tun.

      • Ergänzung:

        Nach meinen Recherchen sind insbesondere Männer im Alter von 16/17 bis etwa 30 besonders probematisch. Sie verfügen über ein hohes Aggressionspotential, sind risikofreudig und rücksichtsloser gegen sich und andere. Keine andere Bevölkerungsgruppe ist mit großem Abstand so oft in Gewalttaten und Ausschreitungen verwickelt.

        warum ein neuer Thread?

        und ehrlich gesagt habe ich noch nie gehört, das knapp 400 Frauen Anzeige gleichzeitig erstatten, weil eine Horde Männer über sie hergefallen ist, und dann auch noch Zettel dabei haben wo Drohungen drauf stehen, und vor allem keine Männer die aus Kriegsgebieten fliehen, sprich selber vor angst und Gewalt.

        "Täter sind Mãnner und nicht eine bestimmte Nationalität."

        das ist schon richtig, aber in den letzten Tagen waren es aber nur Vorfälle, von Männern nicht deutscher Herkunft.

        und noch mal hier stellt niemand Flüchtlinge unter Generalverdacht.

        hier werden nur unterschiedliche Ansichten diskutiert.

    "Dieser Rückschluss ist, ebenso falsch wie gefährlich weil er die Pauschalverurteilung aller Migranten in sich trägt."

    "Köln ist nur ein weiteres trauriges Beispiel dafür, was passieren kann (nicht muss), wenn sich Männer zusammenfinden, betrunken sind und niemand ihnen Einhalt gebietet."

    Naja, ob es den "Männern" so gefällt, dass man ihnen jetzt alle samt das Verüben solcher Straftaten zutraut?
    Ich finde es jedenfalls absurd, Pauschalverurteilungen aller Flüchtlinge als gefährlich zu bezeichnen und gleichzeitig lieber alle Männer hernimmt, um denen dann zu unterstellen, sie würden in Horden, enthemmt durch Alkohol, Frauen überfallen, vergewaltigen und ausrauben.

    • Von -allen- Männern habe ich nichts geschrieben. Deswegen ist es eben nicht pauschal.

      Dennoch ist Gewalt ein männnerspezifisches Problem. Vor allem bei Männern einer bestimmten Alterskategorie. Hinzu kommen die Faktoren Alkohol und Gruppe.

      • Die Täter in Köln waren Migranten und Flüchtlinge. Hier schreibt auch keiner von "allen". Deswegen ist es nicht pauschal.

        • Aber die Vorfãlle in Köln weden teilweise mit der Flüchtlingsfrage in Verbindung gebracht. Obwohl beides nichts miteinder zu tun hat.

          Ein Mann belästigt oder bestiehlt eine Frau nicht weil er Flüchtling ist oder Migrant sondern weil ihn seine kriminelle Energie dazu bewegt. Innerhalb einer Gruppe kann dieser Effekt noch verstärkt werden.

          Im Fall der Massenvergewaltigung einer 16-jährigen durch eine Gruppe junger deutscher Männer haben die Täterprofile ergeben, dass die Anstifter ein besonders problematisches Frauenbild hat, dass soziopathische Züge trägt. Die grössere Gruppe der Mitläufer hat mitgemacht, um als "männlich" zu gelten. Alleine wären die wahrscheinlich nicht straffällig geworden.

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