Wann ist ein Mensch/Flüchtling integriert?

Wann ist ein Mensch/Flüchtling integriert?

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    • (1) 14.01.16 - 08:50

      Im letzten thread kam die Frage mal so zwischendurch. Dachte mir ,daß wir das
      mal vertiefen sollten.
      Ich habe versucht die Fragen von minimal bis sehr wünschenswert aufzubauen.

      Ich finde die letzten drei Punkte sehr wünschenswert, glaube aber nicht, dass das etwas ist, was man vorschreiben kann. Dann wären ja auch einige Deutsche als nicht integriert zu werten. Integration kann ja mehreres meinen: das Bilden einer Einheit oder auch nur, dass jemand Teil einer Gruppe ist.
      Mir persönlich würde es reichen, wenn Menschen, die hier leben, die Gesetze einhalten, sich hier ein Leben aufbauen und mit ihrer Umwelt klarkommen. Die müssen nicht die gleichen Dinge essen wie ich oder das gleiche Brauchtum pflegen, das ist mir egal.
      Ich bin mir nur nicht sicher, ob es bei Flüchtlingen eigentlich primär um Integration geht: die sollen ja eigentlich nur so lange Schutz bekommen, bis sie wieder in ihre Heimat können. Und ich finde, den Schutz vor Krieg und Verfolgung sollten wir gewähren, auch wenn jemand gar kein Deutscher werden will.

      • ja, so sehe ich das auch. Gut geschrieben!
        Evtl. noch eine Ergänzung
        >> Die müssen nicht die gleichen Dinge essen wie ich oder das gleiche Brauchtum pflegen, das ist mir egal.<<
        Genau so egal sollte es den "anderen" jedoch auch sein, was ich esse od. welches Brauchtum ich pflege

      (10) 14.01.16 - 09:38

      Mir würde es reichen wenn Menschen, sowohl Inländer als auch Ausländer einen gewissen Wohlfühlfaktor erreicht haben. Wenn eine gewisse Behaglichkeit eintritt, man sich geborgen und gut aufgehoben in seiner Umgebung fühlt. Dann ist Assimilation möglich.

      Jeder kennt das, wenn er z.B. in einer neuen Umgebung beruflich Fuß fassen will. Wenn man als Berliner ins Rheinland zieht und alles herum ist erst einmal neu. Man muss sich zurecht finden, neue Kontakte knüpfen, Menschen kennen lernen.

      Sprache, Schule, Job. Wohnung etc. sind nur Instrumente. Aber die Musik spielt erst wenn man sich "gut" fühlt.

      Gesetzteskenntnisse sind meiner Meinung nach völlig Gaga. Die kennen noch nicht einmal die Deutschen selbst. Natürlich muss man wissen, was man darf und was nicht. In Bayern darf man in der Mittagspause ein Weizenbier trinken, in NRW ist das nicht üblich, in der Mittagspause während der Arbeit. Es sind diese Alltags-Dinge, die der Neuling lernen muss, aber nicht das Grundgesetz auswendig herunterbeten.

      • (11) 14.01.16 - 09:54

        In dieser ganzen Grundgesetz-Diskussion finde ich ja so besonders schön, dass wir jetzt so viele Kämpfer haben, die bis vor ein paar Wochen auch extrem unverdächtig gewesen sind, den Gesetzestext zu kennen. Das ist immer ein bisschen so, wie wenn Pegida die abendländische Liedkultur hochhalten will.

        • (12) 14.01.16 - 10:04

          Hier werden sogenannte Werte ins Feld geführt, auf die die jeweilgen Verfasser teilweise bisher einen Dreck gegeben haben. Und auch in Zukunft nichts geben werden. Ja, sie kannten diese Werte nicht einmal. Aber sie möchten darauf bestehen, dass andere die besseren Deutschen werden.

          Da wird mal eben fix nach dem Grundgesetz gegoogelt, ein paar Zeilen zitiert und schon führen sich einige auf, als hätten sie jahrelang beim Verfassungsgericht Dienst getan.

          An Lächerlichkeit nicht zu überbieten.

          Von einigen Kloppis, die hier wirklich unverwüstlich ihr Unwissen mit ihrem, an Satire grenzendem Pauschal-Bla Bla freilegen, will ich mal gar nicht reden.

Es gibt eine Menge Deutsche, die keinen der oben genannten Punkte erfüllen!

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