Wie verhält man sich :(

    • (1) 14.01.16 - 16:39

      :(

      Ich habe gerade erfahren, dass meine Kollegin, die mich momentan während meines Urlaubes vertritt, am Freitag von einem Asylbewerber sexuell belästigt wurde:-[

      So etwas ist mir bis jetzt nicht annähernd passiert. In bisheriger beruflicher Praxis nicht einmal eine falsche Anmerkung und jetzt ?

      Ich gehe natürlich nach meinem Urlaub dahin und tue als wäre nichts gewesen !?!

      Das ist so krass. Es ist so eine schöne Arbeit.

      Momentan bin ich sprachlos. Ich würde mir einen Pffeferspray anschaffen, ist aber dies nicht der Anfang vom Ende ?!?

      :-(

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      • wie, in welcher Form wurde sie denn belästigt?

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        • Hallo,

          angfangen hat es mit wörtlichen Beschimpfungen und als sie weiterhin darauf nicht reagierte und weiter ging, wurde sie in die Ecke gedrängt und zwischen den Beine angefasst.

          :-(

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          • ich versuche grad, mich in die Situation hinein zu versetzen.

            >>wörtlichen Beschimpfungen<<
            in verständlicher Sprache?
            Hat ja etwas mit zu tun, wenn ich etwas nicht verstehe, wie soll ich drauf reagieren. Wobei, mit Händen und Füßen zu verstehen geben, dass ich etwas nicht verstehe, sollte klappen.

            >>und als sie weiterhin darauf nicht reagierte und weiter ging, wurde sie in die Ecke gedrängt und zwischen den Beine angefasst.<<

            wer hat sie in die Ecke gedrängt, einer od. mehrere?

            du, ich versuchs mir echt vor zu stellen und ich versuch heraus zu finden, wie ich reagieren würde

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            • Angeblich ist sie im Flur gegangen und man beschimpfte sie mit Hure und Schlampe etc. und als sie darauf nicht reagierte, hat sich eine Gruppe um sie gebildet und sie an die Wand gedrängt und zwischen den Beinen angefasst.

              Sie schrie in dem Moment sehr laut um Hilfe.

              Das war es dann auch. Mehr weiß ich nicht.

              Wir werden an sich immer mit Respekt behandelt, weil wir ihnen ja schließlich helfen. Natürlich wurde ich schon bedroht. Diese Art und Weise ist mir noch nie begegnet. Es ist für mich auch vollkommen unverständlich, warum es passiert ist. Sie ist ein recht liebenswerter Mensch.

              Ich würde mir sofort Spray anschaffen, habe aber Angst, dass es am Ende gegen mich verwendet wird.

              Die Welt ist irre. Ich kenne bis jetzt keiner Kollegin, der etwas ähnliches passiert ist.

              #winke

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              • ich selbst hätte wahrscheinlich recht kratzbürstig reagiert, um mich getreten und gehauen aus reinem Reflex heraus. Denk ich jeden falls.

                Da deine Kollegin genau weiß, um welche Männer es sich handelt, hat sie Anzeige erstattet? Sollte sie.
                An deiner Stelle würde ich ganz normal weiter arbeiten, aber wachsam sein. Sollte man ja eigentlich immer auf eine gewisse Weise. Pfefferspray halte ich in diesem Fall für nicht gut. Dann wohl eher was zum um sich schlagen in der Tasche

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            • "Natürlich wurde ich schon bedroht"

              Also "natürlich" wäre es das für mich nicht. Für mich wäre spätestens hier Ende und ich würde den Job hinwerfen. :-[

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              • Hallo,

                das müsste die Polizisten und alle anderen auch tun. Warum ?

                Die Arbeit ist wirklich wunderschön. Nun ist etwas passiert, was ich so noch nie erlebt habe und dessen Logik sich mir komplett entzieht.

                Wenn mich jemand bedroht, weil ich ihn nicht einweisen lasse, damit er nicht sbgeschoben werden kann, ist es anchvollziehbar. Mir sind schon manche Dinge passiert, die einen zwar in seinen Grundlagen erschüttern aber icj konnte mich bis jetzt immer in den anderen hineinversetzen und ihn verstehen.

                Die Situation, so wie sie sich ereignete, verstehe ich nicht. Warum plötzlich jetzt. Die Männer leben da seit Monaten, manche seit Jahren. Ja, sie sind schwierig. Solche Grenze wurde noch nie überschritten. Und dann auch die Frage - bringe ich es in den gesellschaftlichen Zusammenhang oder war es ein vrdammter Zufall ?

                Ich bin ratlos.

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    Hallo.

    Wie du dich jetzt verhalten sollst?!?? Nun ja, ich würde mal sagen "völlig normal und sachlich".
    An was hättest du denn gedacht? Die Übeltäter zur Rede stellen und beschimpfen? Denke nicht, dass die da stark beeindruckt wären. Dass man "das nicht macht", das werden sie wohl eigentlich selber wissen. Lässt sie aber unbeeindruckt, wie man sieht.

    Da hilft wohl nur:
    entweder anderen Job suchen oder zähneknirschend weitermachen.

    LG

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    • Hallo,

      momentan denke ich an gar nichts.

      Ich ging vom öffentlichem Raum aus. Männer, die stark alkoholisiert waren.

      Nein, die Männer waren nicht alkoholisiert.

      Es wurde uns immer gesagt. Solche Sachen sind ausgeschlossen. Keiner würde es sich zu uns erlauben. Es macht ja schließlich auch Sinn.

      Warum gerade jetzt ? Muss ich damit auch rechnen ?

      Natürlich werde ich mich professionell verhalten. Darum geht es gar nicht.

      Ich bin nomentan einfach nur traurig.

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      • Hm, wo soll das passiert sein? Auf dem Gelände einer Unterkunft? Ich arbeite auch in zwei Flüchtlingsunterkünften und hier stehen überall securities an allen Eingängen. Wenn etwas wäre, dann kann man jederzeit um Hilfe rufen und jemand ist da. Desweiteren haben wir in jedem Raum ein Funkgerät wo die Mitarbeiter dran kommen. Habt ihr so etwas nicht? #gruebel

        Ich habe so etwas auch noch nicht erlebt muss ich sagen. Wenn ich den Eindruck hatte jemand kommt mir zu nahe, dann habe ich gesagt sie sollen Anstand halten und auch bei jemandem der kein Deutsch kann, versteht man ein Stop! Wenn eine sexistische Bemerkung oder ein Blick da war, dann half eigentlich ein klares nein oder no und sie waren kleinlaut und sind abgezogen.

        Ich werde nichts ändern. Weder werde ich mir Pfefferspray zulegen, noch etwas ändern an meiner Arbeitsweise. 99,9 % der Flüchtlinge sind sehr respektvoll und zuvorkommend, oder eben normal.

        Achja, es gab natürlich auch trotzdem bei uns auch andere Vorfälle krimineller Art. Dann wurden die Bewohner eigentlich entfernt. D.h sie wurden verlegt. Das dürfte bei euch auch geschehen sein. Der Bewohner wird also wohl nicht mehr da sein. Wo ist das Problem? Die anderen können ja nichts dafür . Ich würde sein wie immer.

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        • Hallo,

          dann arbeitest du in einer Erstaufnahmestelle, da ist Security gewöhnlich. Dies ist aber nicht für normales Übergangswohnheim üblich.

          Nein. natürlich haben wir kein Funkgerät. Sie war zu dem Zeitpunkt absolut alleine da.

          Genauso wie ich in der Turnhalle absolut alleine bin.

          Ja, davon würde ich auch ausgehen. Dies setzt aber vorraus, dass der Landkreis anderswo freie Plätze hat.

          Das letzte Mal ist mir in der Turnhalle eine Ehefrau auf ihren Ehemann mit Messer losgegangen und dennoch blieben sie beide. in der Halle.

          Ich denke, dass du rein rational recht hast Zudem waren es nicht meine Klienten. Nein, in dem Falle bin ich mir nicht sicher, Ich bin auch nur ein Mensch und keine Maschine.

          #winke

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      Sorry, aber davon auszugehen, dass nur alkoholisierte Männer ausfallend werden ist mehr als naiv.

      "Es wurde uns immer gesagt. Solche Sachen sind ausgeschlossen. Keiner würde es sich zu uns erlauben. Es macht ja schließlich auch Sinn." .... genauso wie diese Worte

      Wer hat euch das gesagt? Die Bewohner des Heimes? Eure Vorgesetzen?

      Warum gerade jetzt? - Das spielt doch keine Rolle. Es kann immer und überall passieren.
      Muss ich auch damit rechnen? - Ja, du solltest es zumindest nicht ausblenden.

      Es hat jetzt nicht unbedingt was mit "Übergangswohnheim, Flüchtlinge" usw. zu tun. Ich finde einfach, man sollte generell (vor allem als Frau) Fremden gegenüber nicht immer so leichtgläubig und naiv sein - egal welcher Herkunft.

      Ich darf nur an die Diskussion letzte Woche erinnern, als es um die Frage ging, ob man seine Tochter in ein Übergangswohnheim schicken würde.........

      LG

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      • Hallo,

        ich bin weder naiv noch leichtgläubig. Das ist ein harter Job und ich habe einiges an Erfahrung. Dieses ist aber eine neue Dimension mit der wirklich keine rechnen konnte.

        Ich habe zum Anfang meiner Tätigkeit über das Thema Sicherheit mit meinem Vorgesetzten gesprochen und es kam von allen Seiten, dass man nicht die Hand beißt, die einen futtert. Wenn ich bedroht wurde, waren es nachvollziehbare Situationen seitens der anderen Person.

        Nein. Ich bin nicht überueugt, dass es ein Zufall war.

        #winke

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