Für Gutmenschen und "Schlechtmenschen" ;-)

    • (1) 15.01.16 - 19:26

      Ob wir liberal oder konservativ sind, hängt von biologischen Merkmalen ab.

      http://www.handelsblatt.com/technik/forschung-innovation/biologie-liberale-achten-auf-schoenes-konservative-auf-bedrohliches/6101034.html

      Der Artikel ist zwar schon älter, passt aber aktuell hier ins Forum, wie ich finde.

      Sollte das wirklich stimmen, frage ich mich, ob wir dann überhaut einen Einfluss auf die Werte unserer Kinder haben. Ich komme aus einem erzkonservativen Elternhaus. Meine Geschwister würde ich auch eher als konservativ bezeichnen, wenn auch nicht in dem Maße. Ich bin so zu sagen das schwarze Schaf.:-)

      Wie ist es bei euch so? Habt ihr andere Werte und politische Einstellungen, als eure Eltern? Und falls ja, würdet ihr sagen, dass das schon immer so war oder seid ihr von Dritten beeinflusst worden?

      Bei mir war es, solange ich zurückdenken kann, schon immer so, dass ich Regeln eher umgangen und hinterfragt, als befolgt habe. :-p

      • Moin :-D

        Ich denke, die Eltern haben immer einen Einfluss... Entweder, man geht konform oder grenzt sich ab. Aber völlig autonom ist es nie.

        Ich komme aus einem einfachen, kleinbürgerlichen Arbeitermilieu. Habe mich während der Schulzeit schon deutlich abgegrenzt. Heute bin ich soweit raus, aber in manchen Situationen ist meine Herkunft zu merken, z.B. wenn ich wütend werde :-p

        LG
        Nele

        So ganz wird mir der Bezug zur Überschrift nicht klar, aber das ist auch nicht schlimm.

        Interessante Ergebnisse, allerdings finde ich den Rückschluss aus den Infos im Artikel auf die biologischen Merkmale etwas gewagt, denn genauso gut kann die Erziehung eine entscheidende Rolle spielen. Und eine Gehirnregion wird ja auch dann besser ausgebildet wenn sie häufiger beansprucht wird, wäre also die Frage ob die Menschen pessimistischer sind weil die Gehirnregion aktiver ist oder umgekehrt. Die Anzahl der Probanten ist auch sehr überschaulich und recht dürftig für eine Studie, sowas kommt aber beim heutigen Publikationsdruck, dem Wissenschaftler unterliegen, nicht selten vor.

        Muslime sind ja eher konservativ, zumindest wenn sie den Euroislam vehement ablehnen. Die Lieralen würden ja sehen, dass es Zeit ist für eine Veränderung. Aber so richtig kann ich nicht erkennen was uns die Ergebnisse dieser Studie hier nun bringen soll ;-)

        • "Muslime sind ja eher konservativ, zumindest wenn sie den Euroislam vehement ablehnen. Die Lieralen würden ja sehen, dass es Zeit ist für eine Veränderung."

          Sicher sind viele Muslime konservativ. Ob die Ablehnung des Euroislams ein Beweis dafür ist, wage ich zu bezweifeln. Ich bezeichne mich selbst als eher liberal, würde mich aber immer gegen irgendwas wären, was mir von Außenstehenden aufgezwungen werden soll.

          • wehren

            ***Ob die Ablehnung des Euroislams ein Beweis dafür ist, wage ich zu bezweifeln. Ich bezeichne mich selbst als eher liberal, würde mich aber immer gegen irgendwas wären, was mir von Außenstehenden aufgezwungen werden soll. ***

            Von Beweisen spreche ich sicherlich nicht. Und unter vehement ablehnen ist ja nicht nur zu verstehen den Euroislam als fertige Religion abzulehnen, sondern auch die grundsätzliche Idee dahinter abzulehnen. Ihn nicht vehement abzulehnen bedeutet ja nicht, dass man ihn sich aufzwingen lässt. Bisher konnte ich mit keinem Muslim sprechen, der wenn, nicht nur den Euroislam ablehnte, sondern dann tatsächlich die ganze Idee dahinter für absolut undenkbar erklärte.

            Die Überschrift finde ich zudem etwas irritierend, da sie scheinbar "ProAsyl" und Asylkritiker in konservativ und liberal einteilt. Das mag unter der deutschen Bevölkerung durchaus über Teile zutreffen, aber unter "Muslimen" scheint das doch eher umgekehrt zu sein, denn für sie bedeutet es ja, dass der Islam in seiner traditionellen Form "Verstärkung" bekommt. Zumindest kann ich bei meinen muslimischen Freunden/Bekannten, die ich durchweg als sehr liberal einstufen würde, auch und insbesondere dem Islam gegenüber, weitaus weniger Optimismus bzgl der Flüchtlingssituation erkennen, als bei den hier postenden Muslimen.

            Im Übrigen komme ich aus einem sozialdemokratischen Elternhaus (maßgeblich geprägt von meiner Mutter und ihrer Familie, die übrigens in Dresden teilweise sehr aktiv gegen Pegida sind). Mein Jugend verbrachte ich (u.a. auch gesellschafts)politisch sehr aktiv, was dazu führte dass ich zB bei Herrhausens Ermordung vom SEK festgenommen wurde oder zeitweise auf einem Hof landete, zu dem ausschließlich Frauen und weibliche Tiere Zutritt hatten.

            • Irgendwie gefällt mir der von mir verwendete Ausdruck "muslimischen Freunden/Bekannten" nicht, denn eigentlich sind es einfach meine Freunde/Bekannte, die einen muslimischen Glauben haben, so wie ich im weitesten Sinne Christin bin, aber ich glaube sie würden mich nie "Christin" nennen.

              Das wäre dann eine passende Bezeichnung, wenn wir unseren Glauben "heraushängen" lassen würden, oder zumindest öfters thematisieren. Das ist aber eigentlich nie der Fall, allerhöchstens wenn es speziell um diese Religionen geht.

              "Die Überschrift finde ich zudem etwas irritierend, da sie scheinbar "ProAsyl" und Asylkritiker in konservativ und liberal einteilt. "

              Mein Post hat nichts mit Asyl-Politik zu tun. Darauf wollte ich gar nicht hinaus. Wir hatten hier in den letzten Tagen nur immer mal wieder Beiträge zum Unwort des Jahres und Gutmenschen und dass die alle realitätsfremd sind. Ich wollte das einfach nochmal aufgreifen. Ich kenne im Übrigen auch konservative Menschen, die pro Asyl sind und sich sehr engagieren.

              • ***ir hatten hier in den letzten Tagen nur immer mal wieder Beiträge zum Unwort des Jahres und Gutmenschen und dass die alle realitätsfremd sind. Ich wollte das einfach nochmal aufgreifen.***

                Ah, ok, dann habe ich das falsch verstanden. Diese Diskussion habe ich glaube ich gar nicht richtig verfolgt, sondern nur die ersten Antworten überflogen.

      Den Rückschluss auf biologisceh Merkmale finde ich auch etwas gewagt. oticawin hat das treffend in Worte gefasst.

      Meine Eltern sind/ waren konservativ (mein Vater ist tot). In der aktuellen Diskussion bin ich mir allerdings sehr einig mit meiner Mutter. Auch mal schön! :-)

      LG

      • " Meine Eltern sind/ waren konservativ (mein Vater ist tot). In der aktuellen Diskussion bin ich mir allerdings sehr einig mit meiner Mutter. Auch mal schön! :-)"

        Da meine Eltern nicht in Deutschland leben, bleiben mir derartige Diskussionen glücklicherweise erspart.;-) Wobei ich vermutlich mit meiner Mutter schon einen gemeinsamen Nenner finden würde, da sie gläubige Christin ist und Nächstenliebe (allerdings ihre ureigene Form dessen) für sie Pflicht ist.

    Ein tolles Thema! Danke!

    Ich denke man bekommt so um die 50% genetisch mit. Die Eltern sind die ersten
    Former und die Lebensumstände bzw. das Umfeld machen den Rest.

    Bsp. Manche Kinder sind eher ruhig und angepasst, Andere Kinder sind eher
    Rebellen und machen ihren Eltern das Leben schwer.

    Ein schwerwiegendes Ereignis im Leben könnte noch etwas stark umdrehen,
    aber der Grundtyp bleibt....ist meine feste Überzeugung!

    Das fällt mir noch etwas ein! In der Psychotherapie gibt es ein Standardwerk:
    Fritz Riemann "Die Grundformen der Angst"!

    Da werden die 4 Persönlichkeitstypen des Menschen beschrieben.
    1.DER SCHIZOIDE - Interlektuell,strebt nach Erkenntnis- hat Angst vor Ich- Verlust und Hingabe
    2. DER DEPRESSIVE - strebt nach Liebe/ Hingabe, hat Angst vor Isolation
    3. DER ZANGHAFTE - strebt nach Macht, hat Angst vor Veränderung
    4. DER HYSTERISCHE- strebt nach Freiheit, hat Angst vor Bindung

    Jeder von uns vereint verschiedene Anteile dieser 4 Grundtypen. Geht es ganz

    stark nur in eine Richtung, wird es schwierig............das Umfeld gibt zu verstehen
    daß man einige schlechte Eigenarten hat.

    Haben wir Einfluß auf die Werte unserer Kinder ?.......max.50% würde ich tippen

    Fazit: Erkenne dich selbst und ärgere die Anderen nicht so!;-)

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