Kann mir einer den "Domino-Effekt" erklären?

    • (1) 22.01.16 - 09:06

      Hallo,

      http://www.huffingtonpost.de/2016/01/20/oesterreich-obergrenze-me_n_9035612.html?icid=maing-grid7%7Cgermany%7Cdl1%7Csec1_lnk3%26pLid%3D422374

      Ich kapier diesen Artikel nicht so ganz. Für mich hört sich das nicht so an, als wenn das den Flüchtlingszustrom verringert. Eher im Gegenteil, wenn die Länder an den Grenzen nur noch Flüchtlinge durchlassen, die Deutschland oder Österreich als Ziel angeben, trägt das doch nicht zur Entspannung der Situation bei #kratz Oder habe ich da einen wichtigen Punkt überlesen?

      LG

      • Österreich sagt, sie nehmen nur rund so viele Flüchtlinge auf. Alles andere bleibt draußen.
        Also versuchen die Länder vorher schon gar nicht so viele reinzulassen, denn nach Deutschland kommst du über Österreich, Österreich lässt sie aber nicht rein, also können sie auch nicht zu uns.
        Im Moment lassen die Länder eben durch, in Zukunft eben nicht mehr alles und da sie selbst nichts aufnehmen wollen und man verständlicherweise da auch nicht bleiben will, wird es eben dazu führen, dass diese Länder sie auch erst gar nicht mehr reinlassen.

        Löst die Probleme in kleinster weise sondern verschiebt sie bestenfalls.

        So verstehe ich das jedenfalls.

        • Da bliebe aber noch der Weg über Tschechien und Polen...oder über Frankreich von der anderen Seite. Aber du hast Recht, eine Problemlösung sehe ich da beim besten Willen nicht. Die Flüchtlinge scheinen sich ja in irgendwelchen Lagern zu stapeln #kratz--das kann ja jetzt nicht Merkels Ziel gewesen sein.

          • Der größte Strom kam jetzt wohl über Österreich. Polen will ja eh niemanden, die werden auch nicht durchschieben. Frankreich genausowenig.
            Polen hat schon eine rechte Regierung und bei Frankreich könnte man auch vermuten, dass sie nachgeben, allein schon um le pen keinen Vorschub zu leisten.

            Im Moment entspannt das die Lage für Merkel. Im ganzen ist es für mich aber eine trügerische Entspannung, die auch eskalieren kann.

      Für mich treibt das das Problem an Europas Außengrenzen zurück. Und alles, was den deutschen Wahlberechtigten jetzt ein bisschen entspannt, ist gut - so jedenfalls meine Interpretation.

    • Dieser Beitrag wurde von den urbia-Mitgliedern oder den Administratoren als nicht angemessen bewertet und wird deswegen ausgeblendet.

      • "...denn die humanitären Zustände in den Auffanglagern unmittelbar um Syrien herum sind katastrophal und da braucht es auch Geld und Solidarität von allen Staaten, die ein humanistisches Weltbild für sich in Anspruch nehmen."

        Genau so. Wie können wir die Grenzen schliessen, wenn wir doch wissen, dass die Menschen dort sterben werden? Und ja, sie sterben da. Verhungern, erfrieren, verzweifeln, weil sie keine Perspektive haben, es gibt zu wenige Schulen in den Lagern, es gibt nur ungenügend Nahrungsmittel, es gibt Planen und Kohleöfen, die, wenn sie umkippen auf dem unebenen Grund, ganze Zeltreihen abbrennen.

        Wie kann man mit dem Wissen mit dem "Grenze schliessen" beginnen, also in meinen Augen das Pferd von hinten aufzäumen?

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          • DU natürlich nicht, das ist doch auch nicht das Thema. Weder du noch ich werden die Umstände verbessern oder die Grenzen schliessen. Das sind Vorhaben von Regierungen.

            Aber so soll es doch derzeit laufen, oder nicht? Die halbe Welt redet von konkreten Plänen, die Grenzen Europas zu schliessen. Als sei DAS die Lösung ALLER Probleme.

            Aber gibt es konkrete Pläne, die Bedingungen in den Lagern im Libanon etc. weitreichend zu verbessern?

            Und: Gibt es Pläne, die auf eine Hinführung zu Friedensgesprächen hindeuten? Hat da irgendjemand vor, sich als Vermittler zu geben, Frieden zu stiften?

            Das ist, was mir ganz enorm fehlt.

            Und wenn du das als Kritik angesehen hast, nein, so war das nicht gemeint. Ich beziehe mich auf das, was Politiker uns heute vorhalten. "Grenzen zu, alles hübsch" - Lüge.

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