Angst durch Nachrichten

    • (1) 01.02.16 - 10:25

      Hallo ihr Lieben,
      bisher habe ich in meinem Leben Nachrichten immer mit einem gewissen gesunden Abstand lesen/gucken können. Seit dem Sommer ist es anders. Ich lese/gucke viel, zu viel. Und ich merke, wie sehr mich die aktuellen Geschehnisse beeinflussen. Manchmal so, dass ich in eine Art Angststarre verfalle und mich kaum mehr auf etwas anderes konzentrieren kann. Meine Angst bezieht sich in erster Linie auf die Zukunft meiner Kinder.

      Ständig habe ich das Gefühl, dass es am besten wäre Europa zu verlassen.
      Dabei sind es nicht die Menschen, die zu uns kommen, die mir Angst machen, sondern ein gefühlter Rechtsruck in Deutschland und Europa. Putin und Erdogan gruseln mich, genauso wie Donald Trump.

      Mir ist klar, dass viele Dinge aufgebauscht werden und Medien gezielt mit Angst arbeiten.

      Ich wüsste gerne von euch, was ihr für Strategien habt, mit Medien und Nachrichten umzugehen. Wie oft guckt/lest ihr Nachrichten? Waren eurer Meinung nach Nachrichten schon immer so beängstigend oder hat es zugenommen? Guckt ihr mit Angst in die Zukunft oder seid ihr eher gelassen?
      Über Tipps und Meinungen würde ich mich freuen,
      eure Anne

      • Hallo,
        mir geht es phasenweise wie dir, zumal man ja leider die wachsende Feindseligkeit einiger Mitmenschen auch schon am eigenen Leib zu spüren bekommen hat (viele Menschen sind aber auch sehr sehr freundlich, also irgendwie sind beide Seiten extremer geworden, das könnte aber auch nur ein subjektiver Eindruck von mir sein...)

        Wenn ich merke, dass es mich zu sehr belastet, schaue ich bewusst eine zeitlang keine Nachrichten. Oft sind wir durch Kinder und Arbeit auch einfach zu beschäftigt um uns mehr Sorgen zu machen, als was den Alltag betrifft.

        Wir werden übrigens wirklich auswandern, das haben wir aber schon lange geplant, die derzeitige Stimmung gibt einem aber auch nochmal eine kleine Bestätigung...

        Manchmal gibt es hier auch sehr besonnene kluge Beiträge, die mir manchmal helfen, wieder ein bisschen runter zu kommen....

        Reden hilft immer ganz gut, möglichst mit Menschen natürlich, die nicht gerade in der selben Panik stecken.

        (3) 01.02.16 - 10:56

        Liebe Anne,

        vielen Dank für Deine Nachricht. Mir geht es nämlich genau so und ich würde gerne hören, wie andere damit umgehen. Ich schaue Nachrichten, lese Zeitung und unterhalte mich mit Freunden und Bekannten über die aktuellen Themen und habe immer versucht, mit "gesundem Menschenverstand" zu urteilen und mich stets auf Werte zu besinnen. Ich möchte niemanden vorverurteilen sondern vertrauen können.

        Die Nachrichten der vergangnen Tage, Woche, Monate sind aber derart erschreckend, dass ich auch dauerhaft angstbehaftet bin. Wenn ich lese, dass terroristische Gruppen "weiche" Ziele im Visier haben, möchte ich am liebstem meinem Bruder den Karnevalsbesuch verbieten und meine Kinder nicht mehr in die Kindergärten in unserer Kleinstadt geben - und das, obwohl ich gar nicht so sein möchte.

        Mein Mann sagt, dass wir immer darauf hoffen sollen, dass unsere interne Aufklärung wie bisher (Hannover/ München) weiterhin einen Schritt voraus ist. Hilft mir gar nicht.

        Wie macht ihr das?

        Viele Grüße

        Tja, wir saßen lange Zeit im Glashaus. Die Welt war schon immer so.
        Jetzt ist es wieder bei uns angekommen, wir sind so quasi wieder in der Realität gelandet.
        Jetzt hängt es von uns ab, wie wir damit umgehen.

        Versuch dir positive Dinge anzuschauen. Es gibt viele deutsche, die offen sind und helfen wollen.

      • (5) 01.02.16 - 11:11

        >>Ständig habe ich das Gefühl, dass es am besten wäre Europa zu verlassen.
        Dabei sind es nicht die Menschen, die zu uns kommen, die mir Angst machen, sondern ein gefühlter Rechtsruck in Deutschland und Europa.>>
        ....das macht mir auch Angst...

        LG

        Hallo

        Mir machen Nachrichten über den Klimawandel Angst.
        Sogar große Angst.
        Normalerweise müsste jetzt zur Zeit Schnee über Schnee bei uns liegen. Stattdessen regnet es und hat Plusgrade.
        Das ist nicht normal.
        Auch 40 grad plus im Sommer sind in unseren Breitengraden nicht normal.

        Ich als Skifahrer und Wintermensch bin zutiefst traurig über diese Entwicklung. Und ich habe Angst deswegen. Die Pole schmelzen, was kommt dann?
        Eine Naturkatastrophe gefolgt von einer weiteren humanitären Katastrophe.

        Deswegen hab ich auch Angst um die Zukunft meiner Kinder und Enkelkinder (die echten Schnee wahrscheinlich nicht mehr kennenlernen dürfen)

        Vor den Flüchtlingen habe ich, wie so manch anderer, dagegen keine amgsw.
        Vor dem was in Amerika geschieht, auch nicht. Ausser das die usa mit ihrer umweltpolitik einen großen Anteil an der Erderwärmung haben.

        Liebe Grüße

        • Mich erschreckt dabei immer noch die Begeisterung. Da wird im Dezember beim Wetter im Radio noch gejubelt, dass es 15 grad hat.

          • Da geb ich dir Recht.
            Oder die Aussage "ach, ich brauche keinen Schnee"
            Da könnte ich immer aus der Haut fahren.
            Okay, ich wünsche mir auch aus vielleicht egoistischen Gründen Schnee, da ich wahnsinnig gern ski fahre.
            Aber selbst wenn nicht, Schnee gehört zu dieser Jahreszeit und alles andere ist unnormal und eigentlich schon eine Umweltkatastrophe.
            Und Minusgrade wären momentan auch normal.
            Diese Leute, die sich über die Wärme freuen, sollen mal bewusst darüber nachdenken, was das alles für unsere Umwelt bedeutet.
            Liebe Grüße

        Blumenwiese, ich glaube das sich das Klima immer schon gewandelt hat und dass der Mensch das nicht unbedingt beeinflussen kann. An der Arktis fördert man Erdöl, da standen einmal riesige Urwälder, und die Ölbohrer haben Farne aus Urzeiten dort herausgeholt.

        Es gab kleine und große Eiszeiten (auch um 1700) und es gab Wärmeperioden. Im Moment haben wir eben oft Wetterextreme.

        Was ich schlimm finde, dass die sog. Klimaerwärmung politisch zum Angstmachen und zum Herausquetschen weiterer Steuern mißbraucht wird. Dazu fälscht man auch in großem Stil Daten. Das ist zwar aufgeflogen, aber nun ist das Märchen ja nun mal im Mainsteam angekommen und gerade die GEZ-Medien tun als wären das alles Fakten. Sie wollen schließlich für ihre enormen Zwangseinnahmen auch was tun was der Regierung gefällt.

        Ich kann dir versichern, ich war neulich in Deutschland (Mittelgebirge) Skifahren, wir hatten -15° und herrlichen Schnee. Und die Straßen waren mehrfach schon fast unpassierbar wegen so viel Schnee. Es gibt also einen Winter.

        Laß dir keinen Bären aufbinden mit der Klimaerwärmung!!

        • Naja, ganz so einfach ist es sicher nicht. Das Klima unterliegt immer Schwankungen, soviel ist sicher. Und während im Zeitalter des Barock der Schnee zu Weihnachten die Regel war, ist er seit 1850 im norddeutschen Tiefland eher selten. Aber es gibt die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung, und die führt nunmal dazu, dass der Meeresspiegel steigt und einige tieferliegende Siedlungen im Meer versinken werden. Das gab es früher sicher auch schon, aber bei 8 Mrd. Menschen auf der Erde wird die bewohnbare Fläche knapper. In Mitteleuropa wird man sich mit höheren Deichen zu helfen wissen, aber in Bangladesh und Indonesien werden viele Menschen umziehen müssen, aber wohin.

          Sicher gab es in der Kreidezeit am Südpol Wälder, aber in Deutschland lebten damals auch keine Menschen, sondern Korallen im Urmeer, sicher nicht schlecht, aber ich fühle mich als Mensch doch wohler .....

          • Aber es gibt die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung, und die führt nunmal dazu, dass der Meeresspiegel steigt und einige tieferliegende Siedlungen im Meer versinken werden. Das gab es früher sicher auch schon, aber bei 8 Mrd. Menschen auf der Erde wird die bewohnbare Fläche knapper.

            Genau das sind ja die angstmachenden Behauptungen der Mainstream Medien, einer bestimmten Richtung von "Wissenschaft". Bewiesen ist das nicht, und es ist auch nicht so, dass alle Klimawissenschaftler diese Thesen vertreten.
            Aber keine Sorge, sie sind ja (leider) auch dran, die Menschheit zu reduzieren...

            Um wiviele mm steigt denn der Meeresspiegel wirklich pro 10 jahre?

            • Ich werde mich ganz gewiss nicht auf irgendwelche Zollstock-Diskussionen - wieviel mm in wieviel Jahren - einlassen, darum geht es auch nichts. Dass es eine Klimaveränderung gibt, wird eigentlich von niemandem bestritten, fraglich ist nur, ob diese tatsächlich vom Menschen geschaffen wurde. Die meisten Wissenschaftler bejahen diese Frage, auch wenn es sich nur statistisch nachweisen lässt. Aber das Problem als "angstmachende Behauptung der Mainstream Medien" (wieso schreibst Du eigentlich nicht "Lügenpresse" #kratz) abzutun, ist wirklich zu einfach.

              Und woher hast Du die Info, die Menschheit sei dran, sich zu reduzieren ? In den von mir bevorzugten "Mainstream Medien" lese ich immer nur von Bevölkerungswachstum.

              Doch. Genau das ist bewiesen. Treibhausgase - durch den Menschen produziert- erwärmen das Klima.

              >>Bewiesen ist das nicht, und es ist auch nicht so, dass alle Klimawissenschaftler diese Thesen vertreten.<<

              Doch, das ist gewissermaßen erwiesen. So erwiesen wie es eben wissenschaftlich nur geht. Dabei wird eine Theorie so oft es nur geht mit der Realität konfrontiert, es werden Modelle errechnet und dann wieder daran überprüft, was tatsächlich eintritt und ... da gibt's wissenschaftlich keine Zweifel. Der Mensch hat einen ganz starken Einfluss auf den Klimawandel.

              Es gibt Verweigererer dieser vergleichsweise einheitlichen Sichtweise und es wird gern damit Schindluder getrieben, dass Laien unter Theorie etwas anderes verstehen als die Wissenschaft. Da gilt eine Theorie als Spekulation. Das ist in der Wissenschaft gerade nicht der Fall. Das ist keine Spekulation sondern Zusammenhänge und Daten, die immer neu gesammelt und wieder und wieder und wieder überprüft werden.

              Und das Ergebnis ist glasklar.

              Wir ruinieren das Klma, dass für uns recht angenehm war.

              Dem Planeten isses wurscht. Der hatte auch schon zeiten, wo alles brodelte und zischte und Zeiten, wo alles unter Eis bedeckt war. Das Leben fand auch irgendwie einen Weg. Für Individuen ist das aber eher wenig tröstlich. Die sind nicht weniger tot, nur weil's immer wieder eine ausreichend große Menge von Lebewesen schafft, durchzukommen.

    (15) 01.02.16 - 11:44

    Hallo,
    ich kann das verstehen - ich erwische mich selbst häufig gerade bei dem Gedanken "Die Welt ist gerade total außer Kontrolle und ich habe Angst, was das mal für meinen Sohn bedeutet.". Was mir dann echt hilft, ist, das Handy auszumachen und mal zwei Tage keine Nachrichten zu konsumieren, sondern mich sehr konkret auf unser ganz normales Leben zu konzentrieren.
    Nachrichten dauerhaft zu meiden geht aufgrund meines Jobs nicht, aber sich nicht gefangennehmen zu lassen in diesem hysterischen Kreisel, in dem jeder noch schriller und noch schneller die neuesten Neuigkeiten in die Welt posaunt, tut mir vor allem an den Wochenenden sehr gut.

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