Stellt euch mal folgendes vor...

    • (1) 22.02.16 - 11:53

      Ein kleines Gedankenspiel. Reine Fiktion.

      Es gibt einen Volksentscheid zur Thematik Flüchtlingspolitik, konkret geht es darum, ob weiterhin Flüchtlinge aufgenommen werden sollen.

      So. Alle die wollen und dürfen, gehen abstimmen.

      Heraus kommt: Die Mehrheit der Deutschen ist DAFÜR, dass die Flüchtlinge weiterhin aufgenommen werden.

      Was passiert dann? Der Bürger hat seinen Volksentscheid bekommen, er ist nun aber ein wenig anders ausgefallen als vielleicht erwartet.

      Ist dann Ruhe? Wird akzeptiert, dass die Mehrheit des Volkes DAFÜR ist, die Flüchtlinge vorerst aufzunehmen, bis endlich Europa wieder an einem Strang zieht (oder wie auch immer es weitergeht)?

      Was denkt ihr?

      Ich finde das ganz interessant, durchzuspielen, denn so ein Volksentscheid wird hier immer wieder als DIE Lösung schlechthin präsentiert.

      Was wäre also, wenn der Entscheid nicht im eigenen Interesse ausfällt?

      L G

      White

      • Dann ist er gefälscht, ganz klar. Mehrheitsmeinung ist in diesem Land nämlich seit einiger Zeit ausschließlich das, was man selbst glaubt. Und wenn das, was man selber will, nicht innerhalb kürzester Zeit (also Wochen oder höchstens Monaten) umgesetzt wird, dann muss man leider Widerstand üben, weil einem ja sonst nichts anderes übrig bleibt.
        Im Übrigen fehlt mir für eine Gedankenanregung hier noch eine Umfrage mit nicht unter zehn möglichst absurden Antwortmöglichkeiten. So kann das nichts werden.

        Garantiert nicht. Dann ist die wähl gefälscht/manipuliert oder sonst was.

        Vorallem haben wir doch garnicht den Überblick über die internen Angelegenheiten....Finanzen, Kapazitäten etc. Ich maße mir nicht an, darüber ein Urteil fällen zu wollen/können.

        Mal abgesehen davon würde ich als Regierung dem rechten Gesindel oder auch solch Stimmchen, die hier immer verlauten, gar keine Plattform geben! Die haben nicht mitzuentscheiden über solche Dinge. Fremde Leben in die Händen von der untersten, neidischsten und egoistischsten Schicht der Deutschen zu legen, finde ich fatal.

        Ich glaube wirklich, dass herauskommen würde, das wir noch Flüchtlinge aufnehmen sollten. Und dann geht der Pöbel erst recht auf die Barrikaden.

        Und dann? Auch hier Bürgerkrieg?

        • Hi du,

          es ging ja nicht darum, OB so ein Volksentscheid je kommt, sondern was geschähe, wenn er POSITIV für die FLÜCHTLINGE ausfiele.

          Ich lese hier immer wieder davon, dass man unbedingt einen Volksentscheid wolle, damit endlich mal Klarheit in der Sache herrsche.

          Den Gedanken sollte man weiterdenken. Was wäre, wenn diese "Klarheit" eine andere wäre als die, die man sich erhofft hat?

          L G

          White

          • Wollte noch meine Gedanken zum Volksentscheid allgemein mal loswerden :-p so eine Forderung finde ich immer unheimlich anmaßend und nervig.

            Aber ich glaube dass es so kommen würde, wie ich schrieb: der Anfang zum Bürgerkrieg. Denn viele Menschen, die gegen Flüchtlinge sind, sind ja nicht unbedingt für ihre Ruhe und Besonnenheit und klaren Verstand bekannt. Die würden dann erst recht ausrasten.
            Mit fatalen Folgen.

            • Uff.

              SO weit habe ich noch nicht gedacht.

              Nach dem Motto: Wenn wir nicht bekommen, was WIR wollen (auch wenn wir in der Unterzahl sind und wir in einer Demokratie leben), dann nehmen wir uns das eben mit Gewalt.

              Klingt ein wenig wie Terror. Will hier doch niemand haben, oder? Oder will man nur den islamistischen Terror NICHT haben?#gruebel

              • Weißt du, wenn man liest, dass ca. 10%(??) der deutschen AFD wählen würden tröste ich mich damit, dass es immerhin 90(!!)% nicht tun.
                Ich glaube, dass es weniger Flüchtlingsgegner gibt, als man annimmt. Die sind einfach nur viel lauter, als die Gegenseite.
                Deswegen werden die bei einem angenommenen Volksentscheid auch nicht gewinnen.

                Aber die sind ja jetzt schon frustriert.
                Was wäre, wenn das auch noch öffentlich wäre???

                Ich stelle mir wirklich eine "Jagd" vor. Krawall. Wütende Bürger, die es nicht akzeptieren, demokratisch überstimmt worden zu sein, da sie doch im Recht sind.

                Schreckliche Vorstellung.

                • Aber, immerhin, du hast es gerade selbst gesagt, es sind vielleicht 10% der Bevölkerung. klar, andere Leute haben schon Panik, wenn 1 % der Bevölkerung einer anderen Religion angehörte, aber ICH denke, die 10 % können von den übrigen 90% gut gehandelt werden, wenn man sich denn bewegt.

                  Und damit meine ich NICHT, sie niederzutreten oder ähnliches, es reicht, ihnen ihre Grenzen aufzuweisen. Und das ganz konsequent und mit allen rechtlichen Mitteln, die man hat.

                  So viel Angst habe ich da also nicht. Wie gesagt, die übrigen 90% müssen "nur" erkennen, dass es Zeit ist, gegen zu halten.

                  Hallo,

                  Dein Beitrag liest sich so, als ob es nur schwarz oder weiß gäbe.

                  Von einer Zahl von nur 10 % AfD Anhängern auf eine hohe Zustimmung zur derzeitigen Flüchtlingspolitik zu schließen, halte ich für gewagt.

                  Mein persönlicher Eindruck ist, dass es viele Leute gibt die der derzeitigen Flüchtlingspolitik skeptisch gegenüber stehen und die Problematik mit Sorge betrachten, ohne Anhänger der AfD oder einer sonstigen Vereinigung wie Pegida zu sein. Auch sind diese Leute reflektiert genug zu wissen, dass die Flüchtlinge die falschen Adressaten für ihren Unmut sind. Als Teil eines Mobs vor einer Unterkunft wird man sie nicht finden.

                  Daher denke ich, dass der Anteil der Nein Stimmen im theoretischen Fall eines Volksentscheids gar nicht so gering wäre. Im Falle einer Niederlage würde ich allerdings keine bürgerkriegsähnlichen Zustände erwarten.

              RAF lässt grüßen !

      Moment mal. Ich finde Leute, die Flüchtlinge angreifen und die Rattenfänger, die sich ihre Dummheit und Gefühllosigkeit zunutze machen zum Kotzen.

      Aber das sind Bürger, die selbstverständlich wählen und eine Demonstration anmelden dürfen. Sie dürfen in einem sehr weiten Rahmen - bis an die Grenze zur Volksverhetzung - auch für ihren Standpunkt werben. Wegen seiner politischen Meinung - und sei sie noch so gefährlich und/oder idiotisch - allein wird hier kein Mensch benachteiligt.

      In Dresden ist man inzwischen dabei angekommen auf den Anstand zu sch...... , die AfD hat zwar zur Zeit gute Umfrageergebnisse, muss aber in Ermanglung echter Positionen bereits davon reden, auf irgendwelche Zeitgenossen zu schießen, um überhaupt im Gespräch zu bleiben. Das ist weitaus demaskierender als jede Aufklärungsarbeit.

      Für Brandstiftungen und Aktionen wie wir sie in Heidenau und Clausnitz gesehen haben sind Polizei und Justiz zuständig. Das sind keine Meinungsäußerungen, es sind Straftaten. Da kommt es nur darauf an, das auch durchzusetzen. Dass Polizisten weder in Heidenau noch in Clausnitz in der Lage waren die Personalien der Randalierer festzustellen ist ein Alarmzeichen, aber Tillich verspricht deutlich mehr Personal und größere Investitionen in die politische Erwachsenenbildung. Hoffen wir mal, dass es fruchtet.

      • Virginia, ich bin oft deiner Meinung, aber gerade versteh ich nicht wirklich, was du mir (im Bezug auf mein Kommentar) sagen möchtest ;-) auf was beziehst du dich genau?

        • Ich meinte das hier:

          Mal abgesehen davon würde ich als Regierung dem rechten Gesindel oder auch solch Stimmchen, die hier immer verlauten, gar keine Plattform geben! Die haben nicht mitzuentscheiden über solche Dinge. Fremde Leben in die Händen von der untersten, neidischsten und egoistischsten Schicht der Deutschen zu legen, finde ich fatal.

          Den Gefallen sollte man dieser Art von Elite lieber nicht tun :-) Ein Volksentscheid ist ohnehin utopisch - aber eine Plattform auf der die Herrschaften demonstrieren können, wozu sie fähig sind und wozu nicht - steht auch solchen Leuten kzu.

          • Achso ;-)

            Klar, sie haben auch ihre Rechte.
            Aber (unter anderem) deswegen würde ich dann halt alle nicht wählen lassen. Ganz oder garnicht. So eine Abstimmung ist einfach nicht durchführbar, aber ich fände es schrecklich, solche Menschen noch mitentscheiden zu lassen, über (ganz krass gesagt) leben und Tod anderer Menschen.

            Demonstrieren, klar. Sollen sie doch.

            Aber nicht mitentscheiden.
            Und da man ja nicht eine Personengruppe von einer Wahl ausschließen kann, sollte keiner wählen ;-)

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