Ab wann ist man Arm?

    • (1) 01.03.16 - 21:25

      Guten Abend liebe Forumsmitglieder,

      Schon seit Jahren beschäftigt mich ein Thema.

      Ab wann ist man arm?

      Aktuell gibt es ja einen neuen Armutsbericht und laut dem sind wir "fast" arm. Das erschreckt mich ein bisschen, denn so fühlen wir uns gar nicht.

      Wir sind beide ganz knapp unter 30. Mein Mann verdient 2000€ Netto. Außerdem kriegen wir für 2 Kinder ca. 390€ Kindergeld. Unsere Miete beträgt 850€. Kindergartenbeiträge sind 220€. 2 Autos wollen getankt werden, wo wir dann bei 250€ Kosten sind. Essen ca. 450€. Strom 40€. Versicherungen im Jahr ca. 1500€ (Haftpflicht, Kfz, private Rentenversicherung). Turngruppen ca. 150€ im Jahr. GEZ ca. 220€ im Jahr. Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten, die aber nicht ins Gewicht fallen.

      Worauf ich hinauswill, trotz der Summen konnten wir einen sehr niedrigen 6-stelligen Betrag zur Seite legen. Natürlich leben wir trotzdem, wir gehen alle drei Monate ins Kino, 1x im Monat essen (bei Bedarf auch mehr), fliegen jetzt das dritte Mal in die USA (was jedes Mal ca. 6000€ kostet).

      Wir fühlen uns einfach nicht Arm, sondern eher REICH. Geld ist uns nicht wichtig, leider musste ich schon einige Verluste in meinem Leben mitmachen. Wir wollen unser Leben einfach nur genießen und das beste daraus machen.

      Ich wollte euch einfach einen Einblick in unser Leben geben, ich möchte damit nicht angeben. Mir ist klar das nicht jeder so leben kann und wir einfach bis jetzt viel Glück hatten. Ich frage mich halt, sind die 1923€ als Grenze zur Armut ( für 2 Erwachsene und 2 Kinder) nicht ein bisschen hoch angesetzt?

      Ich hoffe ihr gebt mir Einblick in das wahre Leben.

      Ich danke euch für eure hoffentlich lieben Antworten.

      LG lorasa

      • Sorry, ich möchte euch nicht arm quatschen, aber rechne doch einmal nach.

        Ihr habt ein Einkommen von 2400 Euro, davon gehen etwa 1950 an regelmäßigen Kosten ab. Bleiben 550 Euro im Monat übrig, von denen ihr Geschenke, Reparaturen, Kleidung, den Urlaub von 6000 Euro, Kino und Essen gehen, Sparen um 100 000 Euro in kurzer Zeit zusammen zu haben aufbringt. Selsbt wenn ihr jeden 1000 Euro (!, von 2450 absparen würdet, würde das fast 10 Jahre dauern)

        Wie kann das denn bitte gehen?

        natürlich fühlt man sich dann nicht arm!

        Irgendetwa stimmt an eurer rechnung nicht.

        • Danke für deine Antwort.

          Mir war klar, das es unrealistisch klingt. Wir wundern uns ja selbst manchmal.

          Was und hilft sind, Steuererstattungen, dann kriegen wir ein Teil des Kindergartenbeitrages erstattet, wir legen konsequent am Anfang des Monats 600€ auf die Seite. Ich weiß selbst nicht wie wir hinkommen. Aber ich habe gesehen beim Gehalt meines Mannes ist ein Fehler drin, es sind 2200€.

          Es sollte auch nur einen Einblick geben. Es geht nicht darum ob wir 100.000€ oder 50.000€ gespart hätten. Beides ist viel Geld. Ich wollte damit nur aufzeigen, wie gut wir von dem Geld leben können. Und ob die Armutsgrenze gerechtfertigt ist? Wie Leben andere? Haben Sie höhere Kosten? Es geht nicht ums Sparen, sondern wie gut kann man von 1926€ leben?

          Achja und als kleine Anmerkung, wir sparen seit 8 Jahren.

          Ich hoffe du hast einen schönen Abend.

          LG

          Lorasa

          • Das funktioniert nicht. Wenn ihr seit 8 Jahren spart, müsstet ihr bei 100.000 Euro jeden Monat über 1000 Euro sparen. Ohne davon in die USA zu fliegen, ins kino zu gehen oder ins Restaurant. Und ich finde es schon einen Unterschied, ob man 100000€ oder 50000€ spart. Beides ist viel Geld. sicherlich. Aber für 50.000 Euro muss man nur die Hälfte in 8 Jahren beiseite legen.

            • Hallo. Wir verkaufen auch gebrauchte Sachen bei EBay. Alles was nicht mehr verwendet wird, wird verkauft und zwar konsequent. Da kommt auch einiges zusammen, über die Jahre. Es sind Kleinigkeiten die das Konto füllen.

              • Im Leben nicht. Ihr habt jeden Monat nach deiner korrigierten Rechnung 600€ übrig. Die sparst du "konsequent". Dennoch fehlen dir jeden Monat noch mindestens 400€, um in 8 Jahren fast 100 T€ anzusparen. Dazu kommen noch weitere Differenzen, da ihr ja ins kino geht, in die USA fahrt etc. Sprechen wir also mal von rund 500€, die euch mtl fehlen, damit ihr in 8 Jahren auf 100000€ kommt. Also 6000€ jedes Jahr oder in 8 Jahren insgesamt 48.000€, die du angeblich über Privatverkäufe bei Ebay und Steuererstattungen bekommen willst. Ich glaub dir kein Wort. Sorry

                • Ich bin es gerade ein wenig leid. Ich habe jetzt sovielen geantwortet, ohne Antworten zu meiner eigentlichen Frage zu bekommen. Also, auch ich habe mal gearbeitet. 1500€ im Monat, das haben wir 3 Jahre zur Seite gelegt (was Ca. 43500€ macht). Das hätte ich vielleicht einfügen können. Dann wäre nicht so eine große Diskussion entstanden. Es sollte nur einen kurzen Einblick in unser Leben geben. Und natürlich zahlen wir auch nicht seit 8 Jahren Kindergartenbeiträge.

                  • Wie süß.

                    das lässt die ganze Sache ja anders aussehen.

                    Wenn man jahtrelang die Möglichkeiit hatte 1500 Monat zur Seite zu legen, muss man ja Jahre später nicht fragen, wie man es mit einem geringen Gehalt schaffen kann teuer in urlaub zu fahren und noch einen 6stelligen Betrag anzusparen.

                    • Wir hatten drei Jahre lang die Möglichkeit, allerdings hat mein Mann damals auch nur 1500€ verdient. Es Waren noch keine Kinder da. Es sollte ja in dem Beitrag ja auch nicht darum gehen was wir gespart haben oder wieviel wir für etwas ausgeben. Wir fühlen uns reich, ob es nun um Geld oder um die Gesundheit gehen. Deshalb verstehe ich nicht wieso die Armutsgrenze bei 1926€ liegt. Und frage mich wie Leben die Menschen in Deutschland. Wo sind die versteckten Kosten?

                      Trotzdem danke ich dir für deine Antwort.

                      • Weisst du, das ist eine ganz ähnliche Geschichte wie die Berechnungen von Studenten, die hier aufrechnen, dass sie mit 800 Euro Im Monat klarkommen.

                        Das konnte ich im Studium auch. Keine Versicherung, second Hand Mode, selbst genäht, Bier in Studiekneipen und die Nudeln mit Tomatensauce für 3 mark 50. ich habe keinen Alkohol getrunken, bin zwei Jahre nicht in Urlaub gefahren, habe im Discounter eingekauft und zum größten teil meine alten Klamotten aufgetragen.

                        Entscheidend für die Frage ist aber nicht, was man irgendwann sparen konnte, sondern wie man aktuell mit Kindern und dem existenzminimum auskommt.

                      (12) 04.03.16 - 09:55

                      Das verfälscht deinen Eingangsbeitrag einfach mal so dermaßen, dass man ihn nicht mehr ernst nehmen kann.

                      Wie lächerlich.

                Jaaaa, das HÄTTE man in der Tat anfügen können.

                Sorry, was willst du hier eigentlich. #gruebel

                • Liebe weite-blank-page,

                  Auf deine Antwort habe ich gewartet. Da ich mich freue im Forum von dir zu lesen und auch du eigentlich für deine freundlichen Antworten bekannt bist.

                  Falls du Lust hast, ab Seite 4 oder 5 diskutieren wir über das eigentliche Thema.

                  Ich hätte die 100.000€ einfach weglassen sollen. Dann wäre keine so große Diskussion entstanden. Entschuldige bitte.

                  Ich hoffe du hast einen angenehmen Tag.

                  LG lorasa

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