Flüchtlinge April 2017

    • (1) 08.04.16 - 19:38

      Hallo,

      wie stellt ihr euch Deutschland in einem Jahr vor? Haben wir es da wirklich "geschafft" was auch immer das genau heisst.
      Oder Steuern wir direkt auf eine Katastrophe zu? Wird es wirklich "knallen" wie von einigen geuunkt wird?

      Ich persönlich denke, dass wir bis dahin noch viele schlimme Bilder sehen werden. Ob nun von wütenden Rechten oder verzweifelten Menschen weiss ich aber nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir diese Situation so in den Griff bekommen, dass es für uns UND die Flüchtlinge tragbar ist. Dafür ist das ganze zu Emotionsgeladen.....
      Eine Chance hätten wir, wenn die anderen Länder auch aufnehmen...aber ich kann es mir nicht vorstellen und ich frage mich ob die Flüchtlinge überhaupt dort bleiben würden/könnten.
      Das ist nicht das was ich will ...nur was ich denke.

      Wie gehts euch?

      • Hm, lass mich überlegen.

        Frühsommer 2016 - Merkel wirft das Handtuch, wandert auf eine einsame Insel aus und denkt sich 'nach mir die Sintflut'.

        In einer vorgezogenen Wahl erhält die AfD 35% der Stimmen und bildet eine Koalition mit der NPD.

        Sommer 2016 - Deutschland schließt seine Grenzen, die Bundeswehr sorgt für die Sicherung selbiger.

        Im Gegenzug tun es die übrigen (verbliebenen) Mitgliedsstaaten der EU es den Deutschen gleich. Das neue Motto ist: Jeder bleibt, wo er ist. Wie von der Bevölkerung gewünscht. Die Menschen jubeln.

        Jogi Löw streicht unter dem Druck der Öffentlichkeit Mesut Özil, Sami Khedira und andere aus dem Kader der Nationalmannschaft. Deutschland darf in Folge nicht bei der EM antreten. Die Menschen jubeln nicht mehr so laut.

        Herbst 2016 - Sämtliche seit 1945 ausgestellten deutschen Pässe für nicht 'Deutschgeborene' verlieren ihre Gültigkeit und sind abzugeben.

        Bei der Passabgabe werden Menschen ohne deutschen Hintergrund sofort in Abschiebehaft genommen.

        Zur Erhaltung der Reinheit des deutschen Blutes werden Mischehen verboten. Bisher geschlossene verlieren ihre Gültigkeit. Aus Mischverbindungen hervorgegangenen Menschen wird freigestellt, das Land zu verlassen oder sich sterilisieren zu lassen, um das deutsche Blut nicht noch weiter zu verdünnen.

        Alle anderen europäischen Länder tun das ebenfalls.

        Sprösslinge zweier Nationen schließen sich zusammen, kapern die Enterprise und fliegen auf den kurz zuvor entdeckten, erdähnlichen Planeten 'Luxidus', woanders will sie niemand mehr haben.

        Winter 2016 - Die Menschen, die die sogenannte 'Dritte Welt' bewohnen, lehnen sich auf gegen die Ausbeutung der europäischen Staaten. Menschen aus durch Krieg, Hunger und Abschiebung heimatlos gewordenen sind, schließen sich ihrem Zug nach Europa an. Sie hinterlassen Zerstörung, Tod und Hunger.

        Frühjahr 2017 - Europa ist besetzt. Sämtliche Bewohner werden vor die Wahl gestellt, das Gebiet zu verlassen oder sich sterilisieren zu lassen. Sie bauen ein Raumschiff und wollen künftig auch auf Luxidus leben. Sie werden abgewiesen. Jeder soll bleiben, wo er ist.

        Sie beten zu Gott. Der hat es sich mit Frau Merkel auf der Insel gemütlich gemacht und bildet mit ihr die 'rutscht uns den Buckel runter' Partei.

      Es total unsinnig davon auszugehen, dass Integration (das meinst du doch mit es) in einem Jahr zu schaffen wäre. Das geht nie und das sollte auch jedem klar sein.

      Die Situation wird ähnlich sein wie jetzt, relativ ruhig und entspannt, es war ja schon weit schlimmer. Ich vermute (oder hoffe) die Flüchtlingsströme pendeln sich ein wenig ein, es müssen keine Menschen mehr monatelang in Turnhallen leben und das Chaos wird insgesamt geringer und damit auch die Akzeptanz hier größer. Und die Erwartung der Flüchtling passt hoffentlich besser zu dem was sie hier vorfinden.

      Vor der ganz großen Kathastrophe habe ich keine Angst, zu der wird es mMn nicht kommen.

      Ich denke, wir sind auf einem ganz guten Weg, hier entspannt sich die Lage gerade merklich. Vielleicht können unser Kinder dieses Schuljahr ja doch noch mal in die Turnhallen...

      • "Die Situation wird ähnlich sein wie jetzt, relativ ruhig und entspannt, es war ja schon weit schlimmer"

        Für uns ja, für die Flüchtlinge die jetzt dasitzen, sieht das anderes aus.

        Und nein, ich meinte nicht explizit die Integration. Einfach eine Prognose wie die Situation im Bezug auf die Flüchtlingskrise aussehen wird.

    Aber es ist doch genauso wie du sagst. Es gab die ganzen knalltheorien, dass wir es nicht schaffen mit 1 Mio flüchtlngen.

    Aber das stimmt doch nicht. Es klappt doch.

    Dass einzige ist, dass immer noch irgendwelche den Weltuntergang heraufbeschwören.

    Und daher kommen auch die schlimmen Bildern. Rechte, die brutal vorgehen und Flüchtline, die verzweifelt handeln.

    Mit ein bisschen Zuversicht und Blick auf das, was wir schon geschafft haben, sieht doch alles sehr positiv aus.

    Ich verstehe nicht, was mit Katastrophe gemeint sein soll.

    Wir leben in einem ständigen Wandel. Das allein ist noch keine Katastrophe.

    Niemand kann genau sagen, wie lange der Krieg in Syrien noch dauert, niemand weiß genau, wie viele Menschen in ihre Heimat zurùckkehren, wenn es dort wieder lebenswert ist. Niemand weiß, wie lange die Integration von denen dauert, die bleiben werden. Zu viele unterschiedliche Faktoren spielen eine Rolle. Manche sind direkt steuerbar, den politischen Willen vorausgesetzt, manche kann man nur bedingt oder kaum beeinflussen.

    Ich weiß nur, dass wir, global betrachtet, in einer Welt leben, die z.T extrem ungerecht strukturiert ist. Und das die, die am meisten von den Ungerechtigkeiten profitieren, den grössten Einfluss haben, die Dinge gerechter zu gestalten aber auch das geringste Interesse an Änderungen haben.

    Die Welt wird im Grunde beherrscht von einer relativ kleinen Clique aus Politikern, Unternehmen, Reichen und deren Handlangern wie Bankern, Anwälten und Bürokraten. Ich weiß nicht, wie lange der Rest der Welt sich deren Tun noch anschauen wird. Wann und wo das System kippt. Aber wenn Arm und Reich weiter so auseinanderdriften, sehe ich ein wenig schwarz fur die weitere Zukunft.

    Entweder werden sich die Mächtigen hinter hohen Mauern verschanzen, so wie sie es mancher Orts schon heute machen und die Machtlosen werden versuchen, immer und immer wieder, diese Mauern zu überwinden. Wenn es immer mehr Machtlose gibt, und danach sieht es aus, wird es ihnen vermutlich auch irgendwann gelingen, die Mauern einzureissen.

    Ich weiß nur, siehe oben, dass alles einem ständigen Wandel unterliegt. Und nicht immer können nur einige wenige die Profiteure sein.

    Ich glaube es wird noch viel schlimmer . Es gibt z.Z. 40 Millionen Flüchtline. Es werden immer mehr Bevölkerungsexpolsion, Umwelzerstörung, Zerstörung der Strukuren usw..

    • Hallo,
      Necla Kelek schreibt:" Der Krieg in Syrien ist für viele nur der Anlass zur Flucht, die Ursachen liegen tiefer. Die arabischen Gesellschaften sind zutiefst verrottet und stehlen der Jugend die Zukunft. Europa ist Sehnsuchtsort. "
      in diesen Ländern müsste sich etwas ändern, da das aber nicht geschieht,
      wird es noch schlimmer werden.

Hallo!

Ehrlich gesagt ich sehe höchstens 10 % dauerhaft integriert. Das sind Die die
pfiffig genug sind, schnell deutsch lernen und zielstrebig eine Ausbildung
machen und dann schnell in einem ordentlich bezahlten Job sind.
Die Hälfte wird wohl zurück gehen, sofern das geht.

Bleiben also ca. 400 000 die keine dauerhafte Bleibe bekommen, oder
schwarz untertauchen, oder abgeschoben werden, oder im Sozialsystem
landen.

Ob das so kommt, wird man sehen. Aber daß da nur Wenige einen ordentlichen
Job bekommen (oberhalb von 10 Euro Stundenlohn) scheint mir sicher.
Ganz einfach weil Viel zu Wenige ausreichend Bildung / Zielstrebigkeit mitbringen.
Mal ganz davon abgesehen, daß es hier ein Kulturschock ist und auch psychische
Probleme dazu kommen.

  • Deine "aus dem Bauch heraus Statisitik" (hast du eine Umfrage unter Flüchtlingen gemacht?) krankt bereits an der Unkenntnis der aktuellen Zahlen:

    *Bleiben also ca. 400 000*

    Es hat sich inzwischen harauskristallisiert, dass nur 600.000 Flüchtlinge überhaupt gekommen sind. Minus 60%, das sind keine 400.000. Mal wiedere ein schönes Beispiel vom Unterschied zwischen Panikmache und Wirklichkeit.

    Ansonsten sehe ich keinen Anhaltspunkt, zu glauben, 90% der Menschen seien nicht zielstrebig.

    Flüchte mal etliche tausend Kilometer durch mehrere fremde Länder. Das ist ne andere Hausnummer, als vom Sofa aus herablassende Wirklichkeitskonstrukte über völlig unbekannte Menschen zusammenzuschwurbeln.

    Danach weißt du, was zielstrebig ist.

    • Das Zahlenmaterial ist eh etwas vage, egal. Viel mehr ist bedeutsam welche
      Anzahl an Leuten der Arbeitsmarkt, im Bereich ab 8,50 Euro, aufnehmen kann.
      Frau Nahles hat mal 10% gesagt.

      Selbstverständlich kann ich jemanden ausbilden, aber er muss motiviert, zielstrebig
      und vom Kopf her geeignet sein........das scheint mir nur bei 10- höchstens 20%
      so zu sein.

      Wenn ich über 1000 km flüchte bin ich zielstrebig, weil ich weg will. Ja gehe ich
      mit!

      Aber nun bin ich in einer fremden Umgebung, mit fremder Sprache und Kultur,
      mit anderen Anforderungen und ich bin mir nicht bewusst auf was ich mich da
      eingelassen habe (weil ich z.b erst Anfang 20 bin).

      Also ist eine Integration viel anstrengender, weil Langwierig u. fordernd, als die Flucht.
      Ich denke auch daß ein Großteil der deutsche Bevölkerung das, in diesem Ausmaß, garnicht möchte. Es sagt nur kaum Jemand offen.

      Also wird vielen Flüchtlingen eine Ernüchterung einsetzen, weil sie das
      so garnicht erwartet haben.

      Und ob sie es so wollen......großes ?

Abgesehen davon, dass deine Zahlen nicht aktuell sind und Menschen, die sogar ziemlich zielstrebig mehrere tausend Kilometer reisen, sehr wohl beweisen, wie entschlossen und mutig sie sind (beides wurde schon von meiner Vorposterin gesagt), weiß ich auch ansonsten nicht, anhand welcher Quellen du deine sehr negative Prognose aufstellst. In der Vergangenheit haben sich Migranten weit besser bewährt in Deutschland und warum sollte das bei diesen Menschen anders sein?

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