innereuropäische Grenzkontrollen

    • (1) 25.04.16 - 17:49

      Vor relativ langer Zeit habe ich eine Reise mit dem Auto von Teneriffa nach Berlin im Forum angekündigt.
      Ich hatte zwei Spanier dabei.
      Außerdem war ich "neugierig" wie sich auf die geänderten Situation der Flüchtlinge die Grenzkontrollen sichverändert haben.
      Da sich auch viele Asylbewerber und auch Illegale auf den Canaren aufhalten, wurde schon vor dem Befahren auf die Fähre stark kontrolliert.
      Damit sollte wohl die Überfahst der Illegalen auf das spanische Felstland verhindert werden.

      Alle Ausweise/Pässe/Tckets wurden 2x von der Polizei in Augenschein genommen.
      Die Fähre wurde von außen abgeschirmt. "Blide" Passagiere hätten keine Möglichkeitkeit gehabt das Schiff zu betreten.
      Nach 42h haben wir dann den Hafen von Cadiz erreicht und wurden abermals recht scharf vom Zoll und der Nationalpolizei einer Kontrolle unterzogen.
      Wir sind dann nicht auf der Autobahn in Richtung Barcelona gefahren und haben die Stat DENIA passiert.
      Von dort aus fahren Fähren auf die Balearen Aber auch nach Nordafrika.
      Die Zufahrtstraßen in Richtung Fährhafen waren regelrecht von der Polizei "überfüllt".
      Von Barcelona gig es dann Richtung Frankreich.
      Grenzkontrollen ohne Ende... Ebenso auf der D-F Grenze in Kehl.
      Noch weit in D wurden Kotrollstellen eingerichttet.
      Auf der Rückfahrt wurde nur in DENIA stark kontrolliert. Und natürlich auch in Cadiz.

      Mein Fazit: es ist wohl erstmal vorbei mit dem unbeschwerten Reisen, ohne Kontrollen innerhalb der EU.
      Ich erinnere mich noch sehr gerne an meine 1 Autoreise nach TF.
      Ich hatte gar nicht bemerkt das ich eine Landesgrenze überquert habe.

      Schade das es so kommen musste. Ich persönlich empfand es ohne Kontrollen sehr angenehm. Aber es muss wohl so sein.
      Auch wenn es nur eine Alibifunktion beinhaltet.

      Gruß aus der #sonne#sonne...

      • Öhm, ja.

        Wie unangenehm für uns.
        Und so.

        Ob es so sein muss, wie du im vorletzten Satz schreibst, lasse ich mal außen vor, denn ich bezweifel diese Zwangläufigkeit doch sehr. Weil einige europäische Staaten die Idee eines freien Europas ohne Grenzen, aus Angst vor den rechten Kräften in ihren Ländern aufgegeben haben, bedeutet weder, dass es richtig ist noch alternativlos.

        Schade, dass du es so hinnimmst. Vielleicht wirst du ja eines Tages auch wieder mit Peseten auf Teneriffa bezahlen und dann auch sagen, das es wohl so sein muss.

        Anti-Europa hat Konjunktur.

        • Nein.Hinnehmen ist nicht so mein Ding.
          Aber ändern? Wie?

          Die EU ist ist zu einer Transferunion verkommen.

          So betrachtet hast Du mit Deiner Behauptung voll ins Schwarze getroffen das antieuropa Konjunktur hat.

          Die Frage treibt mich um, woher kommt der Sinneswandel?
          Siehe die jüngste Wahl in Österreich.

          Fest steht für mich, in der EU laufen einige Dinge schief.
          Die Politik geht mit den Milliarden um, wie der Nikolaus mit den Nüssen.
          Bestes Beispiel: Türkei.
          Und Erdogan nimmt die Rolle des Erpressers ein. Mit sichtlichem Erfolg.

          Und Griechenland? Wird mit seinem Elend allein gelassen.

          So hatten sich die Gründungsväter Europa nicht vorgestellt.
          Gruß von acentejo

          • Hallo,

            mir stellt sich halt die Frage:

            Wie einig war Europa denn wirklich? Ist es nicht so, dass die europäischen Staaten sich ein Mäntelchen übergehängt und auf Einheit gemacht haben, die es m.E. gar nicht gab.

            Das mag so lange funktioniert haben, bis man die EU bis ins Unendliche erweitert hat, ohne die Folgen zu bedenken.

            Schaut Euch Polen und Ungarn an. Haben die überhaupt eine entsprechende Beziehung zu Europa?

            Europa steht vor der größten Bewährungsprobe in seiner Geschichte. Und - so leid es mir tut - Frau Merkel ist die Einzige, die noch versucht, das aufrecht zu erhalten, auch weil der wirtschaftliche Schaden, der den EU-Staaten entsteht, immens sein wird.

            Der Gegenwind im eigenen Land ist stark - siehe AfD.

            Aber: Quo Vadis, Deutschland?

            GLG

            • Frau Merkels Bemühungen sind mit Sicherheit weder selbstlos noch auf eropas Einheit fixiert.
              Sie betreibt nur Schadensbegrenzung.
              Eine gehörige Portion der derzeitigen Misere hat sie ja selbst mit iher "willkommenskultur" ins rollen gebracht.
              Und nun wundert sie sich dass Europa das Spiel nicht mitspielt.

              Auch die sinnlose Erweiterung der EU ist zu einem Problem geworden.

              Um zu retten, was noch zu retten ist hat die EU mit einem Despoten namens Erdogan Zugeständnissse unterbreitet die er nie und nimmer ohne die Flüchtlingskrise bekommen hätte... Das Ziel von Erdogan: der EU-Beitritt. Ohne lange Verhandlunen.
              Ich befürschte, das wird auch passieren.
              Zum Dank wurde ihr ein "Musterlager" vorgeführt.

              Und die zigtausend Flüchtlinge die im türkisch/syrischen Grenzgebiet vegetieren? was ist mit denen?

              Die wurden Frau Merkel nich vorgeführt.
              Ist auch nicht nötig. Sie weiß genau was los ist.

              Kan man es H unnd Pl wirklich ernsthaft verdenken das sie sich abschotten?
              Sie haben doch ausreichend eigene Probleme.

              Wenn nicht ein europäisches Gesamtpaket geschnürt wird, dann wäre es überlegenswert
              die EU, wie sie momnetan besteht, neu zu ordnen.

              • "Und die zigtausend Flüchtlinge die im türkisch/syrischen Grenzgebiet vegetieren? was ist mit denen?"

                Für jemanden, der vor wenigen Wochen kritisiert hat, dass Flüchtlinge nach Europa kämen, dass Deutschland nicht wüsste wohin mit denen und was das alles kostet, finde ich deine Kritik an den Zuständen in Flüchtlingslagern anderer Länder und an Frau Merkel geradezu lächerlich.

                Wenn man selbst nicht bereit ist, zu helfen, dann sollte man sich mal schön zurückhalten wenn einem die Hilfe und die Zustände in anderen Ländern nicht passen.

                • Ob Du mich mit Deinen Unterstellungen verwechselt?

                  Außerdem, sei Dir darüeber im klaren, Du wirst nicht wissen ob, und was ich für Flüchtlinge als Hilfe leiste. Woher auch?

                  Ich setze mich aber überwiegend für Leute ein, die weit unter dem Existzenzminimum in meiner unmittelbaren Gegend leben.

                  Den Flüchtligen bin ich behilflich beim Übesetzen, bei Behördengängen, bei der Arbeitssuche.

                  Besonders die Arbeitsuche stellt sich als enorm schwierig dar.
                  Auf den Canaren besteht eine enorme hohe Arbeitslosenquote.
                  Weit höher wie auf dem Festland.

                  Deine Anschuldiegungen tangieren mich nicht im geringsten.

                  Weil sie nicht stimmen.

        Ein freies Europa welches nicht in der Lage ist auf seinem Gebiet gleiche Werte
        umzusetzen bzw.übereinstimmend zu handeln, kann niemals auf Grenzen verzichten!
        Mal ganz zu schweigen davon, daß es ein extremes Wohlstandsgefälle gibt.

        Ich möchte sogar sagen, daß nur Staaten mit gleichem Brutto-Inlandsprodukt
        eine tragfähige Gemeinschaft durchhalten können.

    Sicher muß das so nicht sein. Es gibt aber eben keine Einigkeit wie man in Europa
    mit der Situation umgeht, ergo sieht man zu daß man national ein gangbares
    Grenzregime umsetzt.

    Irgendwann wird man evtl. zu einer effektiven Sicherung des Schengenraumes,
    an den Außengrenzen kommen...........bis dahin bleibt es eben so.

    Aber vor 1989 war das Alles viel Schlimmer in Europa............ist zZt.erträglich.

    • Hallo,

      "Aber vor 1989 war das Alles viel Schlimmer in Europa"

      Findest Du wirklich?

      Es gab keine Pegida, keine AfD, keine Geschäftsleute, die aus Angst vor Randale auf der Straße (was mich schon an Bürgerwehr und SS erinnert) ihre Läden und Restaurants zusperren.

      Es geistern irrationale Ängste vor allem, was fremd ist, herum.

      Ich habe den Eindruck, dass uns das alles im Moment entgleitet und ich wüsste kein Gegenmittel.

      GLG

      • Ich meinte ,daß das Grenzregime schlimmer war. Durch die Ost/ West Teilung war
        die Situation natürlich generell ruhiger und geregelt.
        Jede Supermacht hat ihren Machtbereich kontrolliert und ein Ausbrechen wurde
        nicht geduldet.
        Sozusagen, in gewisser Weise, ein Status Quo welcher von Allen Beteiligten
        eingehalten wurde.
        Heute fehlt eine effektive Ordnungsarchitektur da und dann macht eben Jeder wie
        er möchte.

        • Ich, als ehemaliger West-Berliner weis sehr gut wie das damals an der innerdeutschen Grenze vonstatten ging.

          Genau das ist der Grund, warum ich keine Mauern und Zäune in Europa haben möchte.

          "Schlimm" empfand ich die Kontrollen auf meiner Reise nicht.
          Aber störend.

          FG acentejo

Natürlich ist es für uns Europäer viel bequemer ohne Grenzkontrollen herumzureisen. Das war auch ein wunderschöne Zeit, der auch ich nachtrauere!

ABER: wenn die EU nicht soweit ist, ihre Außengrenzen ordentlich zuzumachen und hunderte, bzw tausende von Menschen nach Greichenland und Italien einreisen um von dort dem bequemen 'grenzenlosen Verkehr' auszunutzen, dann muss hier etwas geschehen! Ich frage mich oft, was Frontex genau macht, wenn jedes Schlauchboot aus Afika oder Asien ungehindert in die EU einreisen kann.

Erst wenn die Außengrenzen komplett dicht sind, kann man innerhalb der EU wieder die Grenzen öffnen. Denn es kann nicht sein, daß jeder Schwerverbrecher als Flüchtling getarnt bei uns machen kann was er will. Dem muss einfach Einhalt geboten werden!

Frau Merkels Leitsatz 'Wir schaffen das' trägt wenig dazu bei.

Ich bin nicht dafür, keine Flüchtlinge ins Land zu lassen. Aber die Flüchtlinge sollten wir uns schon aussuchen dürfen. Die Leute die jetzt kommen, sind meistens alleinstehende Männer die sich Schlepper leisten können. Besser wäre es, Familien mit Kindern gezielt in unser Land zu lassen. Auch solche, die kein Geld für eine gefährliche Überfahrt haben...

  • Leider hat sich die Situation durch Erdogan und seine Erpressungsversuche gegenüber der EU nicht wirklich zum guten verändert.

    Die Zutimmung der EU, Erdogan bei der Flüchtlingsfrage mit ins Boot zu holen war m.M. nach ein Schnellschuss der nicht zuende gedacht wurde.

    Richtig ist, die EU-Außengrenzen müssen geschützt werden. Was nicht heißen soll das notleidende Flüchtlinge nich mehr in die EU kommen sollen.

    Aber auf anderen Wegen... und nicht krimnellen Schleppern das Geld in den nimmersatten Rachen schmeißen sollten.

    FG

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