Bassam Tibi, emeritierter Politologe Uni Tübingen, mit 18 Jahren aus Syrien gekommen

    • (1) 12.06.16 - 10:15

      Guten Morgen,

      ich möchte einen Bericht posten, von jemandem der selbst Syrer ist, Politologe und Kenner der arbabischen Welt. Dieser Bericht hat mich sehr geschockt und gibt mir zu denken.

      Bitte bis zum Ende lesen und euch Gedanken dazu machen.

      http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/8490164/junge-maenner--die-die-kultur-der-gewalt-mitbringen.html

      Mit Grüßen

      K.

      Ich habe den Artikel nicht gelesen!
      Was ich gesehen habe. Der Mann ist inzwischen 72! Er kam hierher als er 18 war.

      Was ich sagen kann. Ja, es gibt frauenfeindliche, gewalttätige Flüchtlinge.
      Es gibt aber auch genauso frauenfeindliche, gewalttätige deutsche. Nicht umsonst werden 45% aller Frauen über 16 mindestens einmal Opfer von Gewalt in Deutschland.
      Genauso haben sich sehr, sehr viele Flüchtlinge ganz klar von Dingen, wie sie an Silvester in Köln passiert sind, distanziert.
      Genauso ist es absoluter Blödsinn Europa als eine Insel der Freiheit zu sehen. Der Westen nimmt sehr viel Einfluss auf gerade diese Gewaltherrschaften und das sollte er eigentlich wissen. Dazu ist das Buch 'Wer den Wind sät..." Sehr interessant.
      Und es gibt Flüchtlinge, die ich viel lieber hier habe, als bspw. diesen komischen Politologen, der ja wohl auch so ein Frauenbild hat, stammt er doch auch dieser Kultur.
      Z.b. Diesen hier (bis zum Ende anschauen).
      https://www.youtube.com/watch?v=nQHySJbOG1A

      • Du solltest den Artikel lesen. Und zwar bis zum Ende. Sonst hat eine Diskussion keinen Sinn. Ich finde seine Sichtweise interessant und wollte sie teilen. Da ich denke, dass jemand wie er mehr Einblick hat.

        • Für mich hat es keinen Sinn etwas von jemandem etwas zu lesen, der seit Jahrzehnten hier lebt und lediglich seine Meinung zu etwas kundtut, dass er nur noch aus der Ferne kennt, das aber als alleinige Wahrheit verkauft.

          Das komische Video stammt jedoch von genau einem solchen, den er verurteilt.

      "als bspw. diesen komischen Politologen,"

      Bassam Tibi ist eine herausragende Persönlichkeit, die seit vielen vielen Jahren für einen aufgeklärten, liberalen Islam steht, sich dem weltlichen Herrschaftsanspruch, der (gewalttätigen) politischen Ausprägung des Islam, aktiv entgegenstellt und für einen integrationsfähigen (wirklich integrationsfähig, nicht nur als Schlagwort missbraucht) Reformislam kämpft.

      Diesen Mann bezeichnest du ernsthaft als "komischen Politologen" und verlinkst zu einem dämlichen Video?

      Da kann man nur mit dem Kopf schütteln.

      Auf Bassam Tibi als deutschen Staatsbürger möchte ich nicht verzichten! "Der Westen nimmt sehr viel Einfluss auf gerade diese Gewaltherrschaften und das sollte er eigentlich wissen."

      Auf wenn man immer wieder darauf hinweist, kann man leider "dem Islam" in den meisten Ausprägungen seine von innen heraus bestehende Intoleranz, Unreflektiertheit und aggressive bis gewaltsame Ausrichtung nicht aufgrund der westlichen Verantwortung absprechen.

      • Sie hat den Artikel nicht einmal wenigstens gelesen. Was soll man dazu sagen, wenn sie so in eine Diskussion über einen Artikel hinein geht?

        Sie spult ihren eigenen Text ab den man von allen immer wieder gebetsmühlenartig hört und wertet den Mann ab, der ganz sicher mehr Durchblick hat als die Laien hier.

        Sie ist nicht an einem Austausch interessiert.

        • Ich habe eine Vermutung, wer du bist.
          Und du bist derjenige, der immer wieder dasselbe daherschreibt. Immer wieder solche Beiträge eröffnet und meint, er sei der Inhaber der alleinigen Wahrheit.

          Wie sagte mal jemand über Herrn Tibi. "Ein verbitterter, eitler, nun auch noch im schlechten Stil nachtetender Mann".
          Das war jemand, der bei ihm eine Vorlesung hatte, auf die Reaktion, dass sein Lehrstuhl aufgelöst wurde.
          Hinzu kommt, dass er Politologe ist, kein islamwissenschaftler oder Soziologe.

          Er hat lediglich eine Meinung.
          Diese muss ich nicht teilen. Nachdem er nun 54 Jahre nicht mehr dort lebt, hat er auch keinen direkten Einblick mehr.
          Er hat eine Meinung. Um diese zu erkennen, reicht es, die ersten Zeilen zu lesen. Zusammen mit deinem post wird klar, dass Moslems, vor allem männliche, der Inbegriff des Bösen sind. Sie sind alle Machos...

          Also, entweder schließt er von sich auf andere und er hat es nicht geschafft, sich zu integrieren (dann könnte man seine Sorge ja noch ansatzweise verstehen) oder er könnte es positiv sehen. Wenn er es geschafft hat, sich zu integrieren, können es andere auch.
          Vielleicht nicht alle, aber viele. Tatsaechlich versuchen genau das nämlich sehr viele, denn bspw. haben sich unglaublich viele von den Taten an Silvester distanziert und sich entschuldigt, obwohl sie gar nicht dort waren.

          Auch hier haben die Flüchtlinge in der erstunterkunft einen Brief geschrieben, dass sie solch ein Verhalten nicht gutheißen und sie Frauen und das Leben hier voll und ganz respektieren.

          Wenn die Meinung von Herrn Tibi aber so richtig ist, dann sind wir Deutschen wohl alle rechtsradikale Nazis. Dazulernen ist ja wohl nicht möglich und die Übergriffe sind auch Beweis genug.

      Ach, darf ich jetzt keine Meinung mehr haben? Gilt nur deine? Ach, stimmt ja, du bist die klügste, beste...
      Gut, auch dazu habe ich eine andere Meinung. ;-)

      Ich habe übrigens kein Interesse an einer weiteren Antwort von dir.

Er ist vor 54 Jahren, mit 18, aus Syrien emigriert, hat somit 3/4 seines Lebens hier in Deutschland verbracht.

Ob er wirklich so viel mehr Einblick hat als ein deutscher Politologe?

Würde man von einem deutschen Politologen im Ausland behaupten: "Der kennt sich mit dem deutschen Frauenbild besser aus als einheimische Politologen, schließlich hat er in den 50er und 60er Jahren in Deutschland gelebt!"

http://www.planet-wissen.de/geschichte/deutsche_geschichte/frauenbewegung_der_kampf_fuer_gleichberechtigung/index.html

"In der Realität jedoch waren die Frauen in den 1950er und 60er Jahren alles andere als gleichberechtigt. Ein uneheliches Kind war für die Frau gesellschaftlich eine Katastrophe, seine Mutter erhielt nicht einmal das Sorgerecht. Das Ehe- und Familienrecht bestimmte den Mann zum Alleinherrscher über Frau und Kinder. Eine Ehefrau musste ihrem Mann jederzeit sexuell zur Verfügung stehen. Wenn er sie und die Kinder misshandelte, galt das als Privatsache. Verheiratete Frauen durften nur dann arbeiten gehen, wenn der Mann es ihnen erlaubte. "

Das wäre so vergleichsweise der Stand, auf dem der "Deutsche Insider" bei Auswanderung gewesen wäre.

Was mich stutzig macht, ist der Jargon im Text. "Gutmensch", "Merkel hat eingeladen", "Flüchtlingslawinen", die "auf uns zurollen"...

Sonderlich objektiv und differenziert wirkt der Artikel damit nicht auf mich.

LG

  • Jeder soll sich seine Meinung zu dem Artikel machen. Er ist Poitologe an einer deutschen Universität gewesen, er lebt fast sein ganzes Leben in Deutschland, hat aber auch Wurzeln in Syrien. Wenn sich also jemand auskennt, dann wohl er.

    Ich denke der Artikel hat nicht den Anspruch objektiv zu sein. Er spiegelt viel mehr die Meinung dieses Mannes wieder. Der wie du und ich und jeder andere auch eine Meinung zu dem Thema hat. Die du natürlich nicht teilen musst. Trotzdem hat er meiner meinung nach Einblick.

    Und ich habe diese Sicht der Dinge in der Form noch nie so gelesen und fand es interessant.

    • Hm.

      Du hast "diese Sicht der Dinge" also noch nirgendwo gelesen.

      Dafür bist du hier ganz schön eifrig dabei, zu betonen, was für eine "allseits bekannte Gefahr" von "DEN arabischen Männern" ausgeht.

      Naja. Wenn du Spaß dabei hast.......

      Warum befähigen ihn seine Wurzeln dazu, sich in seinem Geburtsland auszukennen, wenn er doch in seiner Jugend von dort weggegangen ist?

      Das meinst du sicher anders, oder?

      Das klingt so, als müsste jeder Migrant, der als Jugendlicher seine Heimat verlassen hat, sich zwangsläufig mit allem auskennen, was seitdem dort geschehen ist. Das passt doch nicht?

      • Er ist ein arabischer Mann, der 18 jahre dort sozialisiert wurde und sicherlich mehr über deren Wertesystem weiss als ein deutscher. Und er ist politologe und wird wohl auch beruflich damit zu tun haben. Und doch, ich denke jeder Migrant kennt sich mit seinem Herkunftsland besser aus als andere. Vor allem wenn man furch Familie ubd regelmäßige Besuche auch weiterhin eng mit dem Land verbunden bleibt. Wieso versuchen do viele ihm sein Wissen abzusprechen?

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