Endlich eine faire EU-Lösung in der Flüchtlingsfrage

    • (1) 02.08.16 - 20:15

      Nachdem die sog. Balkanroute geschlossen wurde und Griechenland relativ hilflos rund 50.000 Flüchtlinge versorgen muss, haben diese ihre Routen wieder geändert und kommen wieder verstärkt über das Mittelmeer. Dabei sterben jedoch sehr viele Menschen, aufgrund der maroden Boote und der Gefahren, denen man auf hoher See ausgesetzt ist.

      Da ich davon ausgehe, dass aufgrund der politischen Situation in der Türkei, der ohnehin inhumane Deal mit der Türkei in dieser Frage, platzen wird, ist es noch dringlicher geworden, dass endlich alle EU Staaten, ihren Teil der Verantwortung tragen und Flüchtlinge aufnehmen.

      Das würde die EU auch unabhängiger machen von dem entfesselten Autokraten Erdogan.

      Was meint ihr?

      • Das wäre wohl die Wunschvorstellung aller. Doch das bleibt ein Märchen. So Länder wie Polen, Ungarn, Slowakei, die wollen keine Flüchtlinge aufnehmen und die werden es auch nicht. Meine Meinung.

        Das denke ich schon seit vergangenem Jahr. Ich habe den Schritt, die Türkei als Partner in der Flüchtlingsproblematik zu sehen, nie verstanden.

        Die EU müsste alle Mitgliedsstaaten verpflichten, Flüchtlinge aufzunehmen. Aber es scheint kaum möglich zu sein, das hin zu bekommen.

        Ich hoffe inständig, dass die EU seit einem Jahr an einem Plan B arbeitet, denn in meinen Augen war absehbar, dass die Idee mit der Türkei nix wird.

        So ein Mist, und alles auf dem Rücken der Flüchtlinge ausgetragen. Die schwimmender weiter durchs Mittelmeer und ertrinken elendig.

        Derzeit läuft ein Film im Kino, der macht keine Freude, bringt keine Entspannung, sondern zeigt ein wenig von dem, was da unten gerade passiert.

        https://youtu.be/D5hH3titte0

        • Entschuldige die Fehler im Text, seitdem ich eine neue Version meines Betriebssystems geladen habe, berichtigt mein Laptop, was und wie es will. Nicht immer ergibt das dann nachher einen Sinn... #gruebel

          Und ich bin noch nicht daran gewöhnt, alles genau zu kontrollieren. #hicks

      Unabhängig davon, dass viele Länder keine Flüchtlinge aufnehmen wollen, wollen umgekehrt die Flüchtlinge in kein Land, wo sich um sie nicht gekümmert wird. Hier in Deutschland haben sie gute Chancen, bleiben zu dürfen, haben ein Dach über dem Kopf, bekommen saubere Kleidung und genügend zu essen. Die finanziellen Zulagen, die Flüchtlinge hier bekommen, sind königlich im Vergleich zu anderen Ländern. Bekommt man eine Aufenthaltsgenehmigung stehen die Chancen auf ein HartzIV-Leben recht gut, das um Längen besser ist als das Leben der meisten Flüchtlinge in ihren Ländern. Außerdem gibt es nicht wenige Flüchtlinge, die in den westlichen Ländern Familie oder wenigstens eine Community haben.

      Wenn ich Flüchtling wäre, würde ich mir doch auch die Rosinen rauspicken und nicht das schimmelige Brot nehmen. Was will ich in einem Ost-Staat, wenn ich dort kein Geld bekomme und nie eine Aussicht auf einen Job habe?

      • Das stimmt.
        Also müsste man theroretisch auch da was ändern und die Leistungen für Flüchtlinge drastitsch kürzen und den anderen Ländern anpassen.
        Dann würden sie evt auch in anderen Ländern bleiben.
        Das wird aber mit Angie nie passieren, deshalb steht uns bald wieder die nächste Welle bevor..aber mit Merkel schaffen wir auch die;-)

        • Du willst nicht ernsthaft Menschen, die nicht mehr haben als sie am Körper tragen auch noch die grundleistungen, die jeder arbeitslose hier hat, kürzen, oder? Die Menschen die hier her kommen leben nicht wie die Made im Speck sondern (im Vergleich zu jedem von uns) in bitterer Armut! In anderen Ländern leben sie nur NOCH beschissener. Da gibt's keine flüchtlingswohnheime sondern zelte, ohne Strom, fließendes Wasser und im tiefsten Winter werden die Leute da krank und werden nicht oder kaum medizinisch versorgt. Ich bitte dich. Andere Länder müssten die gleichen Standards setzen wie wir, damit sich die Flüchtlinge besser verteilen und nicht wir den Lebensstandard für Flüchtlinge deren Bedingungen anpassen. Unglaublich, wie menschenverachtend du schreibst; ich schäme mich für dich!

          • Es gibt Leute (ich meine jetzt NICHT cora, das wäre eine Unterstellung), die kriegen sogar folgenden Spagat hin:

            Wettern darüber, dass Asylbewerber mit Hartz4 "vergleichsweise wie die Made im Speck leben" posten drei Tage später solche Fotos auf Facebook:

            https://www.facebook.com/284334418387317/photos/a.291780524309373.1073741829.284334418387317/649611818526240/?type=3&theater

            Ich finde es auch schwierig, den unterschiedlichen Standard in verschiedenen Ländern zu verändern - in welche Richtung auch immer. Das ist ein kompliziertes Thema. Anfangen sollte man auf jeden Fall damit, die Voraussetzungen für einen positiven Asylbescheid anzugleichen. Als Flüchtling würde ich auch in das Land gehen, in dem ich eine sichere Chance habe, anerkannt zu werden - und nicht in ein Land, wo die Chance bei 70/30 oder 60/40 liegt. Und solch hohe Differenzen gibt es wohl, ich habe vergangenes Jahr eine Statistik dazu gelesen.

            Aber auch die Lebensbedingungen müssen angeglichen werden. Es gibt Länder, in denen Asylbewerber nicht arbeiten dürfen und gleichzeitig nicht genug Geld haben, um ihre Familie zu ernähren oder ihnen ein Dach über dem Kopf zu bezahlen. Das darf einfach nicht sein, da muss eine europäische Lösung gefunden werden. Da müssen auf jeden Fall Mindeststandarts her.

            LG

            • Ich denke, Asylrecht sollte eigentlich weniger national sein.

              Zuerst gehört dieses irrsinnige Dublin an sich weg. Wir haben uns jahrelang die Flüchtlinge auf Kosten Italiens vom Hals gehalten.
              Jetzt kommt Griechenland dazu.
              Dann der Deal mit der Türkei. Super Sache. 3 Mrd. Euro dafür, dass sie halt bei ihm "verrecken".
              Die Chance für Asyl sollte, wie du schon sagst, überall gleich sein.
              Genauso sollte es so geregelt sein, dass man überall ein würdiges Leben führen kann.
              Viele schreien immer, dass die nur wegen den Sozialleistungen kommen. Wo sollen sie denn sonst hin. In einigen Ländern verbringst man die Zeit bis zur Entscheidung im Gefängnis, gerne auch mal bei Folter. Ist zwar schon eine Weile her, aber ein ehemaliger Flüchtling (heute ist er deutscher Staatsbürger) erzählte, dass er in Italien einmal 200 Euro bekam und ein bahnticket. Das war alles. Arbeiten darf er natürlich nicht.

              Ich frage mich echt, wie man auf die Idee kommt, zu fördern, dass man die Leistungen von Asylbewerbern kürzt. Zumal die ja eh schon weniger als Hartz 4 bekommen UND viele anerkannte Flüchtlinge obdachlos sind.

          Nicht gleich aufregen.
          Das war jetzt nur EIN Umkehrschluss aus dem Beitrag auf den ich geantwortet habe.
          Daß die anderen Länder mehr aufnehmen, beziehungsweise ihre Bedingungen verbessern, das glaubst du ja selbst nicht.
          So, was tun?????

          Ein Lösung hat niemand, aber gleich immer loswettern und selbst keinen Plan.......DAFÜR schäme ich mich!!!

Ich meine das es aussichtslos ist. . Ich glaube nicht das Eurpo 60 Millionen Flüchtlinge aufnehmen kann. Es sind noch nicht einmal die Flüchltlinge der letzten große Welle soweit hier arbeiten zu können.

1,4 Millarden Menschen leben in extremer Armut. Also von weniger als 2 Dollor pro Tag.

Außerdem sind ie Europäischen Interessen/ ausgangslagen sehr unterschiedlich.

Frankreich will maximal 30000 Flüchtlinge aufnehmen.
Außerdem sind ie Europäischen Interessen sehr unterschiedlich. In Frankreich gibt es jetzt schon riesige Problme mit den Einwandereren aus französischen Kolonien in Nordafrika. Die leben in den Problemgebiet in den französischen Vorstädten.

Polen will gar keine Flüchtlinge mehr aufnehmen.( Vorher 400 Meschen.)Die (PiS) Regierung ist auch kein Beipiel für einge Demokratie.

So müßtest du dir jedes Land ansehen.
Nicht zuvergessen der Brexit . Ein Hauptgrund war der Stopp der Zuwanderung..

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