Sigmar Gabriel..oder nicht aufgearbeitete Kindheit und Väter sind alle doof

    • (1) 09.08.16 - 11:17

      https://www.berlinjournal.biz/unterhalt-spd-fordert-fahrverbot/

      Das scheint mir nun offensichtlich das es nicht gut ist nur bei einem Elternteil aufzuwachsen...
      Weil Sigmars Papa nicht bezahlt hat muss es den Vätern( von Müttern ist keine Rede) nun an den Lappen gehen...

      Oder gibt es mittlerweile soviele alleinerziehende Mütter das sich dieser Blödsinn für die SPD lohnen könnte?

      Sommerloch..Wahlkamfp..Dummheit? Ich weiß es nicht..

      • Hallo,

        es gibt die Möglichkeit den Unterhalt einzuklagen, den Lohn zu pfänden oder den Gerichtsvollzieher einzuschalten. Rechtlich gibt es also genügend Möglichkeiten. Ein Führerscheinentzug ist sinnlos - entweder fährt dann derjenige einfach ohne Führerschein oder verliert den Job dadurch. Und ohne Job kein Unterhalt.

        LG
        Lady

        • Ja, so ist es.
          Ausserdem frage ich mich warum keiner von Denen auf die Idee kommt das manchmal gar kein Geld zum Unterhalten mehr da ist..Vielleicht überlegt sich die SPD ja mal ob man da nicht was an den Steuerklassen drehen sollte anstatt so ein populistischen Blödsinn zu verbreiten.

          Der Gedanke, der dahinter steht, ist, die Lebensumstände unangenehmer zu gestalten. Und sinnlos ist das nicht unbedingt.

          Es geht um die Frage, inwiefern Männern, die sehr gut zahlen können, es aber nicht wollen und auch nicht tun, bereit sind, angesichts eines drohenden Verlusts liebgewonnender Annehmlichkeiten, sich doch durch kleine Maßnahmen kooperativ zu zeigen.

          Nicht per se der richtige Weg, aber auch nicht per se schlecht mit der Konsequenz des Jobverlusts. In anderen Ländern gibt es solche Möglichkeiten schon länger.

          In den Usa wird erfolgreich sogar der Angelschein entzogen, den sich die säumigen Väter gerne durch Nachkommen der Unterhaltspflicht "zurückkaufen.."

          https://www.dijuf.de/tl_files/downloads/2013/SZ_Nr.53_04.03.2013.pdf

          • Hallo Katemiddleton,
            "Es geht um die Frage, inwiefern Männern, die sehr gut zahlen können, es aber nicht wollen und auch nicht tun, bereit sind, angesichts eines drohenden Verlusts liebgewonnender Annehmlichkeiten, sich doch durch kleine Maßnahmen kooperativ zu zeigen."

            Genau das ist schon im Ansatz falsch. Es sollte hier nicht um Männer und Frauen gehen, sondern um Elternteile. Alleine diese Formulierung Gabriels hat mich schon massiv gestört.

            Ich sehe es auch so das es schon genug rechtliche Möglichkeiten gibt den Unterhalt einzufordern.
            Den Entzug der Fahrerlaubniß halte ich für puren Populismis.

            Ich denke man sollte Alleinerziehende und Unterhaltszahler massiv steuerlich entlasten.

            • "Es sollte hier nicht um Männer und Frauen gehen, sondern um Elternteile. Alleine diese Formulierung Gabriels hat mich schon massiv gestört."

              Das finde ich richtig albern angesichts der realen Situation. Natürlich sollte es um Elternteile gehen und so kann man auch in einem offiziellen Papier formulieren.

              Diese Formulierung trifft es allerdings genau, denn, wie es unten auch schon die Userin Susa schrieb, handelt es sich bei den Unterhaltssäumigen überwiegend um Männer.

              Frauen, die ihren alleinerziehenden ehemaligen Partnern den Unterhalt nicht zukommen lassen, sind ein Einzelphänomen.

              In diesem Fall ist die politisch korrekte Formulierung einfach ungenau.

              "Den Entzug der Fahrerlaubniß halte ich für puren Populismis."

              Den Vorschlag Gabriels halte ich auch für etwas populistisch, die Idee dahinter nicht.

              "Ich sehe es auch so das es schon genug rechtliche Möglichkeiten gibt den Unterhalt einzufordern."

              Bei der Durchsetzung gibt es offenbar noch Probleme.

              • "Frauen, die ihren alleinerziehenden ehemaligen Partnern den Unterhalt nicht zukommen lassen, sind ein Einzelphänomen."

                Beschaftige Dich mal mit dem Thema, Du wirst sehen wieviele Frauen keinen Unterhalt bezahlen.

                Er hätte es zwingend korrekt formulieren müssen.

                "Bei der Durchsetzung gibt es offenbar noch Probleme. "

                Nein, ich glaube bei den Mitteln gibt es Probleme. Es wird schlicht oft genug nicht mehr genug Geld da sein.

                • >>Es wird schlicht oft genug nicht mehr genug Geld da sein. <<
                  was soll dann ein Führerscheinentzug bringen?

                  "Er hätte es zwingend korrekt formulieren müssen."

                  Ja, wenn es eine politisch differenzierte Diskussion werden soll, dann muss man natürlich von alleinerziehenden Elternteilen sprechen.

                  "Beschaftige Dich mal mit dem Thema, Du wirst sehen wieviele Frauen keinen Unterhalt bezahlen."

                  Ich nehme gerne das Wort "Einzelphänomen" zurück.

                  Da wir aber (Zahl von 2013) 390.000 alleinerziehende Männer und 2.300.000 alleinerziehende Frauen haben, kann man schon sehr deutlich darauf hinweisen, wen das Probem vorrangig betrifft.

                  Dass bei der Formulierung Gabriels sein persönlicher Hintergrund mit reinspielt, denke ich auch. Ist verständlich und in Ordnung, wenn er nicht aus dem Blick verliert, dass man die Gesamtsituation natürlich etwas differenzierter beschreiben kann.

                  Väter sind natürlich nicht alle doof und Mütter nicht alle verantwortungsbewusst und Opfer.

                  "Es wird schlicht oft genug nicht mehr genug Geld da sein. "

                  Das ist doch eine reine Spekulation deinerseits. Der Führerscheinvorschlag, der ja nicht neu ist, bezieht sich ja auch eher auf die Elternteile, die nicht zahlen wollen, es aber könnten. Auch ohne großartige Verschlechterung der Lebensumstände.

                  Als Druckmittel funktioniert diese Maßnahme ja in anderen Ländern durchaus.

                  Das ist jetzt kein Vorschlag, mit dessen Umsetzung man grundsätzliche Probleme lösen kann, aber auch nicht völliger Schwachsinn. Mehr wollte ich gar nicht sagen.

          Dazu gibt es aber die Möglichkeit den Lohn bzw. das Konto pfänden zu lassen. Das Mittel ist wirksamer als ein Führerscheinentzug.

      Diese Möglicheiten treffen nur auf Geld, das tatsächlich angegeben wurde zu .Ist der Führerschein bedroht überlegen sich vielleicht einige, ob sie den schwarz dazu verdienten Nebenverdienst nicht doch "opfern" sollten .Wenn der oder diejenige einen Job hat sollte doch auch etwas für den Unterhalt da sein oder man müsste sich um einen anderen Arbeitsplatz oder mehr Stunden bemühen Ich gehe aber stark davon aus, dass die Meisten zahlen könnten, sich dann aber ggf einschränken müssten

      • Wer schwarz arbeitet oder wissentlich Geld bei der Angabe zur Unterhaltsberechnung unterschlägt, wird wohl noch so viel kriminelle Energie aufbringen und ohne Führerschein fahren. Die Chance erwischt zu werden ist relativ gering. Die direkte Pfändung des Lohnes ist DAS Mittel, um den ausstehenden Unterhalt zu kassieren. Den Führerschein zu entziehen kann sich sehr schnell als Lachnummer und Bumerang erweisen - ohne Führerschein keinen Job und damit Finanzierung auf Staatskosten. Schließlich kann keiner gezwungen werden einen Führerschein zu machen oder zu behalten oder ein Auto zu besitzen, um damit zur Arbeit zu fahren.

ich tendiere zu Punkt drei deiner Aufzählung

Als ich das gehört habe, dachte ich, die Nachricht kommt vielleicht aus dem Postillon...als ich feststellte, daß das ne ernst gemeinte Überlegung ist, fiel mir fast die Schminke aus dem Gesicht #schwitz
Also Punkt 3.....

LG

Ich finde das gar nicht blöd - und wenn ich die Zahlen sehe, wie gering der Anteil alleinerziehender Mütter ist, die den vollen Unterhalt bekommen, scheint es mir dringend nötig zu sein, da mal was wirkungsvolleres auf den Tisch zu bringen.
Und: Wer Sigmar Gabriels Biographie kennt, weiß, dass das nicht sein Problem war. Aber das passt natürlich so gar nicht zu deiner schönen These. Politik wird ja immer nur aus eigener Betroffenheit gemacht, weiß man ja.

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