Was spricht für die GEZ?

    • (1) 12.09.16 - 09:47

      Hallo

      mein Sohn muss in zwei Wochen einen fünf minütigen Vortrag darüber halten, was für die Rundfunk und Fernsehgebühren spricht. Eigentlich macht er seine Sache immer sehr gewissenhaft und auch allein, diesmal hat er aber um Hilfe gebeten Das schlimme ist, dass ich ihm da auch nicht helfen kann #schock

      Gibt es hier GEZ Befürworter?

      lg Luci

      • (2) 12.09.16 - 10:09

        Ja, hier (Achtung, diskriminierte Minderheit :-p)

        Ob die Argumente der Realität in den Sendern stand halten, müsste überprüft werden, aber ich schreibe das mal idealtypisch:

        - Themenmix, auch Beiträge, die nicht dem (politischen) Mainstream entsprechen, bekommen eine Chance

        - Bildungsauftrag: Nicht nur die Sendungen, die Quote und damit Geld aus Werbung generieren, kommen dran, sondern auch mal was zur politischen Situation in Burkina Faso oder so :-)

        - Randgruppen-Kultur: z.B. Konzertübertagungen, auch wenn es nicht Justin Bieber ist (ist der eigentlich noch in?)

        - Gegengewicht zu PayTV (Sport kostenlos gucken)

        - Weniger Werbung

        Ich schaue fast nur GEZ-Fernsehen...

        LG
        Nele

        • Ich finde deine Argumente wirklich Intendant...und da ich wirklich keinen gez-Befürworter privat kenne frage ich mal dich :-p

          Ich verstehe das man die öffentlich-rechtlichen den privaten vorzieht - auch deine Gründe sind plausibel....aber spricht das wirklich für eine allg gez-Gebühr?

          Wir schauen werder das eine noch das andere....oder sehr sehr selten und wenn dann zu unserer Schande die privaten. Radio überhaupt nicht und trotzdem muss ich fiese Gebühr zahlen...

          Ich hab mir alle Argumente durchgelesen....aber kein Argument für die Zwangsabgabe gefunden....nur warum die öffentliche-rechtlichen besser sind (sein sollen)

          • Ich gehe selten ins Schwimmbad, aber zahle die Subventionen mit :-p

            Man könnte statt GEZ die öff-rechtlichen Sender auch aus Steuern finanzieren, das ist gehupft wie gesprungen ...

            Und in einer Solidargemeinschaft zahlt man eine Menge, was man nicht nutzt - fürs gesamtgesellschaftliche Wohl.

            Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht, wer sich die GEZ wann und warum ausgedacht hat. Aber der Sohn der TE soll ja auch noch was zu tun haben...

            LG

            Nele

            • (5) 12.09.16 - 22:35

              "Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht, wer sich die GEZ wann und warum ausgedacht hat."

              Weil man wollte, dass das öffentlich rechtliche Fernsehen eben genau NICHT vom Staat finanziert wird und dementsprechend staatlich unabhängig auch in Fragen der Finanzierung ist.
              Man will ja kein Staatsfernsehen.

              Bei einem steuerfinanzierten öffentlich rechtlichen Rundfunk, wäre man vom politisch geführten Steuerressort abhängig.
              Der Finanzminister ist nunmal derjenige der die Steuereinnahmen an die Ressorts verteilt und der kann Kürzungen vornehmen und die Ressortschefs (entsprechende Minister) müssten dann Kürzungen umsetzen.

              Genau das wollte man nicht und hat sich deshalb das Gebührenmodell für das öffentlich rechtliche Fernsehen ausgedacht.

              Das mit den GEZ Gebühren ist sicherlich vom empfinden her für viele ungerecht, aber ich persönlich finde das im Gegensatz zu den Alternativen die eleganteste Lösung.
              Gar nicht so blöd die Gründervater des öffentlich rechtlichen Fernsehens ;-)

              Gruß
              Demy

              • (6) 13.09.16 - 12:57

                #danke

                Stimmt, nicht so doof, wusste ich nicht.

                Nach der NS-Zeit wollte man ja eh lieber für staatliche Angebote unterschiedliche Träger... Dazu passt dieses Modell.

                Naja und für mich als Endverbraucher ist es Wurscht, ich zahle es so oder so gern. Lieber als Subventionen für Pleite-Banken z.B. oder für die Irrtümer bei der Elbphilharmonie.

                LG

      Hier auch!

      Wenn ich mir das Niveau des spanischen öffentlichen Fernsehens anschaue und damit vergleiche, muss ich GEZ-Befürworter sein. Aus einem ganz einfachen Grund: Qualität!!

      Ich finde, es ist meilenweit besser hier. Ich liebe die Qualität und auch die Unabhängigkeit im deutschen Fernsehen. In Spanien werden nach einer Regierungswechseln sehr oft komplette Mannschaften von Nachrichtensprecher "ausgetauscht". Wenige schaffen es über mehrere Regierungen zu bleiben.

      Nele hat aber auch interessante Aspekte ausgeführt.

      LG,
      Natalia

      (8) 12.09.16 - 10:52

      Hallo,

      welche Schule gibt denn so nen sinnbefreiten Vortrag auf und das bei Kindern in dem Alter?
      Ich persönlich bin der Meinung, daß sowohl für das private, als auch für das öffentlich rechtliche Fernsehen und Radio gezahlt werden sollte und die öffentlich rechtlichen bei weitem nicht so viel geistigen Müll bringen, wie die privaten Fernsehanstalten bspw.

      Komisch finde ich immer, daß jeder meint, die GEZ gehöre abgeschafft, aber das Geld für die Pivaten ist da. Naja, was soll´s...

      LG

      Für mich ist der wichtigste Punkt, dass qualitativer Journalismus bezahlt werden muss. Ob die GEZ das richtige Mittel ist oder ob es nicht einfach ein steuerfinanziertes Modell geben sollte, lasse ich an dieser Stelle dahin gestellt.

      Medien in privater Hand werden eben auch von dieser privaten Hand gesteuert. Rupert Murdoch ist das beste Beispiel für Medienkonzerne in privater Hand, die die öffentliche Meinung zu ihrem Gunsten beeinflussen.

      Komplett unbeeinflusst sind natürlich auch öffentlich-rechtliche Medien nicht. Dennoch sind sie 1.) quotenunabhängiger und 2.) journalistisch unabhängiger.

      Axel Springer, als einer der großen privaten Medienmogule der Nachkriegszeit, hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass nach seiner Auffassung Medien die öffentliche Aufmerksamkeit zu steuern haben. Mit investigativem und ergebnisoffenem Journalismus hat das nichts zu tun.

      (10) 12.09.16 - 13:14

      Hier auch ein GEZ Befürworter!

      Mach doch mal einen Selbsttest!

      Schaue mal 7 Tage ausschließlich RTL2 "News" und
      dann schaue einmal 7 Tage Tagesschau um 20Uhr

      Allein für den Unterschied lohnen sich schon fast die Gebühren.

      Gut, es ist nicht ganz so einfach, ich weiß.

      Ich finde das unabhängige öffentlich rechtliche, über Gebühren finanzierte Fernsehen um Lichtjahre dem privaten gegenüber Voraus.
      Das heißt nicht dass ich dem öffentlich rechtlichen kritiklos gegenüber stehe.

      Es gab und gibt auch gerade im öffentlich rechtlichen Fernsehen meiner Meinung nach journalistische Fehltritte die mich maßlos ärgern.
      Das Gesamtsystem überwiegt dabei gegenüber den privaten aber bei weitem.

      Sicherlich kann man sich die ein oder andere Frage stellen, muss man wirklich soviele Sender im Fernsehen und Radio haben, kann man das nicht eindampfen und damit Gebühren sparen.
      Das denke ich dann solange, bis ich wieder Regionalfernsehen aus meiner Umgebung einschalte und mir dann sage, hm, neeee ;-)

      Aber nele27 hat hier schon ein paar gute Punkte genannt die man für ein Referat gut als Themenpunkte nennen können.

      Ich finde es aber sogar eher erschreckend, dass soviele gegen GEZ wettern und das Privatfernsehen verteidigen.

      Ich habe den Start des Privatfernsehens 1984 in Deutschland tatsächlich Live miterlebt und finde die Wandlung die das private Fernsehen bis heute vollzogen hat absolut erschreckend, bzw. ein wundervoll abschreckendes Beispiel, was Markt und Quotenabhängigkeit aus Fernsehen machen kann.

      Ich bin aus dem Konsum von Privatsendern vollkommen ausgestiegen.
      Fernsehen nutze ich ausschließlich öffentlich rechtliche Sender und ansonsten benutze ich das Internet ( mit Werbe und Trackingfilter ;-) ) und VOD (Video on Demand) für Filme und Serien.

      Gruß
      Demy

      (11) 13.09.16 - 15:39

      jaaaa! ich liebe radio, privates radio ist einfach horror! dokumentationen, hoerspiele (unvergessen: Der Hobbit und Anhalter ins All hoerspiele in den 80er und 90ern, habe ich alles auf kasette aufgenommen), radiofeatures, live klassik mitschnitte, die fussballkonferenz am samstag nachmittag, "sanft und sorgfaeltig" auf radio1) "blue moon" auf radio fritz.... . soviel!

      radiosender, auf die nicht nicht mehr verzichten möchte:

      RBB KulturRadio
      RBB Radio1
      Deutschlandradio
      Deutschlandradio Kultur
      Funkhaus Europa
      hr2

      und ich wohne nicht mal in deutschland....

      lg

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