WIESO ICH DENKE, dass „WIR ES NICHT SCHAFFEN“.

    • (1) 20.09.16 - 22:26

      WIESO ICH DENKE, dass „WIR ES NICHT SCHAFFEN“.

      Wieso ich denke, dass wir es niemals schaffen können. Ich selbst komme aus einem EU-Land, bin 36 Jahre alt, weiblich und Ausländer. Meine Heimat und Deutschland trennen nur ein paar hundert Kilometer. Man könnte annehmen, die Kultur sei nicht allzu anders als die deutsche. Dass war mein erster Irrtum. Mein zweiter war, deutsche sind ja auch nur Menschen, ich werde mich bestimmt wohl füllen, fast wie „zu Hause“. Nein, dem ist es auch nicht so… ich musste auf die harte Weise lernen, dass man als Ausländer nicht willkommen sei. Am schlimmsten waren komischer Weise die, die einem „auf dem Papier“ ganz nah standen. Wo man sich Hilfe oder wenigstens keine Bosheiten erhofft hat, … so begegnen wir uns immer wieder mit dem Gesichtsausdruck Nummer 33 (allgemeiner standardisierter nichts sagender Gesichtsausdruck, mit ab und zu mal einem Lächeln, damit ja keine Anschuldigung kommen kann, man sei unfreundlich).
      So begann vor vielen Jahren mein Leben voller Verachtung und Ignoranz,..
      Letztes Wochenende sollte mein Selbstverteidigungskurs stattfinden. Ich kam an und schon waren etwa 4 andere Mitkämpfer anwesend. Wir haben die ersten Sätze ausgetauscht. Bin ein schüchterner sehr umgänglicher Mensch, der sich lieber im Hintergrund versteckt. Vielleicht auch deswegen, da die Deutschkenntnisse nicht 100% sind. Definitiv aber auch nicht schlecht. So oder so, kommt man doch irgendwie nicht drum rum. Auf einmal springt mir ins Wort ein deutscher Bürger und sagt, wie schade er es finde, dass in den Halb ausländischen Ehen der deutsche Partner nicht den schwächeren korrigiert. Damit der schwächere es auch lernt, so wie es sich gehört. …. Hat noch weiter irgendetwas erhellendes von sich gegeben, … dachte ich mir, danke.

      Wenn sich jemand fragt, WIESO sich die Ausländer am Liebsten nur in den „eigenen Reihen“ aufhalten und auch immer aufhalten werden. Wieso die Integration so überhaupt nicht klappt. Da gibt es ganz einfache Antwort, die Mentalität der Deutschen und schon ganz nah grenzenden EU-Völker sei so unterschiedlich und inkompatibel. Ja, man sei in Deutschland, man tut was man kann. Man versucht alles, egal was auch kommt, man sagt nichts und toleriert alles. Denn man WILL sich ja anpassen, man wohnt ja in Deutschland… als EU-Bürger, da ist die „Kultur des eigenen Landes“ nicht so unterschiedlich. Man geht weiter und immer wieder aufs Neue.

      WIE bitte, soll es mit den anderen Völkern klappen, die ja sowas von anders ticken! Man solle tatsächlich nicht Völker mit allzu unterschiedlicher Kultur mischen wollen, die Integration klappt nie.. da ist die Toleranz für einander nicht gegeben, man kann sie nicht mal erwarten.

      • Du pauschalisierst ganz schön. Nur weil du persönlich viele negative Erfahrungen gemacht hast, sprichst du ALLEN deutschen ab, dass sie andere Völker akzeptieren. Du glaubst also, dass ALLE deutschen so sind, weil du bei EINIGEN diese Erfahrung gemacht hast. Integration klappt oft ziemlich gut, in meinem Umfeld erlebe ich nur positive Beispiele. Nachbarschaftshilfe, wo jeder Partei egal ist, wo der andere her kommt weil man sich gegenseitig helfen will. Du wirst auch nicht von JEDEM DEUTSCHEN, so behandelt werden, wie du schriebst, den du je getroffen hast. Du bist enttäuscht, das kann ich verstehen..Aber durch diese pauschalisierung erwartest du ja quasi, dass jeder dich so behandelt wie du es von vorne herein erwartest. Sei freundlich und hilfsbereit zu deinen Mitmenschen und sie werden dir auch freundlich und hilfsbereit entgegentreten. Meistens jedenfalls. Ausnahmen gibt's immer. Aber wenn man nur das schlechte erwartet, bekommt man es eben auch. Ausstrahlung und Wirkung auf andere.

        • ja ich bin und war es immer, freundlich und hilfsbereit.. bis lang traf ich leider sehr oft die falchen.

          Über Integration weiß ich vielleicht mehr als so ein durchschnittlicher Mensch, da ich an der Quelle bin, uzw. ein Beiratsmitglied der Migration und Integration. Ich weiß, was die Menschen dort bewegt, was ihnen fehlt, was so alles falsch läuft.. Wie es sehr oft nicht einmal an den Syrern liegt,... Leider wurde mein Beitrag komplett falsch verstanden.. meine Wortwahl ist irgendwie zu hart, .. bin kein Flüchtlingshasser, ich arbeite ehrenamtlich für diese und auch andere Ausländer. Und ich hatte Pech, ja.. da wo ich so negativ geschrieben hab, dass war über meine "neue Familie", meine Schwägerin und meine Schwiegermutter.

      Also ich kenne viele Ausländer, die sich integriert haben und akzeptiert werden.

      Liegt also nicht nur allein an den bösen deutschen #aha

    • Wir haben viele ausländische Freunde. Und bisher habe ich auch gedacht, dass diese ganzen "Angstbürger" in der Minderheit sind und dass wir es bestimmt schaffen.

      Jetzt, nachdem ich hier in diesem Forum
      gelesen habe und die Leute immer dieselben "Argumente" bringen und viele immer und immer wieder die ganzen Klischees bedienen ("warum baut man Flüchtlingsunterkünfte? Die stehen jetzt leer. Hier schließen Schwimmbäder" und "ich Trau mich nicht mehr auf die Straße" "ein Birkaverbot präventiv weil sonst laufen die irgendwann überall rum.") und gleichzeitig immer darauf gepocht wird, dass sich gefälligst die Ausländer zu integrieren haben und dabei soll die Politik helfen. Und es sei nicht die Pflicht jeden Bürgers.

      Ja , seit dem Zweifel ich auch. Und das macht mich sehr traurig.

      • Über Integration weiß ich vielleicht mehr als so ein durchschnittlicher Mensch, da ich an der Quelle bin, uzw. ein Beiratsmitglied der Migration und Integration. Ich weiß, was die Menschen dort bewegt, was ihnen fehlt, was so alles falsch läuft.. Wie es sehr oft nicht einmal an den Syrern liegt,... zB. die Deutschkurse, sie können nicht teilnehmen, da sie fast 2 Jahre warten müssen, bis sie endlich auf die Reihe kommen! 2 Jahre sind sie dann isoliert, denn anders geht es nicht, sie müssen dort und dort bleiben. Leider wurde mein Beitrag komplett falsch verstanden.. meine Wortwahl ist irgendwie zu hart, .. bin kein Flüchtlingshasser, ich arbeite ehrenamtlich für diese und auch andere Ausländer.

    Hallo,

    das ist nicht schön, was Dir passiert ist, aber auch sehr pauschal gehalten. Ich finde, wir sollten unbedingt von: "Wir schaffen das..." und: "Wir schaffen das nicht...", also von diesem stupiden Satzbau weg gehen. Fakt ist, in Deutschland leben genau so viele deutsche Idioten, wie in jedem anderen Land einheimische Idioten zu finden sind. Integration kann natürlich nicht bei allen, sich im Moment hier aufhaltenden, Flüchtlingen klappen, aber wenn doch ein Teil integriert werden kann ist das ein Fortschritt. Und wer nicht integriert werden will, der soll dann auch dem entsprechende Sanktionen erhalten.
    Im Übrigen sind "Beamte" nicht nur "Ausländern" gegeüber unfreundlich, sonder auch den deutschen Bürgern....ich pauschalisiere jetzt auch einfach mal. Und fehlende Toleranz gibt es auch unter den Deutschen. Ich bin der Meinung, keiner kann sagen, das klappt, oder das klappt nicht. Es wird schon in einigen Fällen klappen, aber in vielen Fällen eben auch nicht.

    LG

    "Man solle tatsächlich nicht Völker mit allzu unterschiedlicher Kultur mischen wollen,die Integration klappt nie....da ist die Toleranz nicht gegeben,man kann sie nicht mal erwarten."

    Ich denke du bist gerade sehr enttäuscht und verletzt,ansonsten könnte man denken,dass du im Auftrag der " Identitären Bewegung" unterwegs bist.

    Die Unterschiede ZWISCHEN verschiedenen Kulturen sind längst nicht so groß, wie die Unterschiede zwischen Arschlöchern und Nichtarschlöchern INNERHALB einer Kultur!

    Hallo,
    da hast du aber wirklich Pech gehabt.

    Unser Hintergrund ist so ähnlich. Ich bin auch Ausländerin und auch EU-Bürgerin, seit nun 18 Jahren in Deutschland. Meine Erfahrungen sind das komplette Gegenteil von deinen. Ich wurde von Anfang an und wirklich überall herzlich aufgenommen. Meine Sprache wurde immer gelobt und alle fanden mein nicht perfektes Deutsch eher niedlich.

    Ich habe mittlerweile hier viele sehr enge Freunde (die Meisten davon Deutsche), bis vor kurzem relativ wenig Kontakt mit Landesmänner/frauen (jetzt versuche ich da etwas intensiver Kontakte aufzubauen, wegen der Sprache, damit meine Kinder auch woanders die Gelegenheit haben meine Sprache zu sprechen. Aber gefehlt hat mir da nichts)

    Bei mir wäre der Fazit eher: wo, wenn nicht hier, können sich Ausländer gut integrieren?

    LG,
    Natalia

    Wenn Du uns als so ätzend, dumm, inkompatibel und ausländerfeindlich siehst, dann geh doch dahin zurück, wo Du herkommst. Es zwingt Dich niemand hier zu bleiben.

    Wir kümmern uns dann lieber um die Ausländer, die offen auf uns und unsere Kultur zugehen und überhaupt kein Problem mit uns haben. Den davon gibt es viele! Multikulti was Spaß macht.

    Wenn man allerdings in jedem und allem etwas negatives sieht, dann ist es egal - wo auf der Welt immer - doof!

    Um auf Dein Beispiel zurück zu kommen, hast Du bei dem Herren nachgefragt, was er genau meint? Ja in einer Mischehe muss jeder Partner die Kultur des anderen lernen und ist somit erstmal der Schwächere...in DTL gehört es sich zum Beispiel die Hand zu geben, in China wirst Du komisch angeguckt.
    Nur eine Aussage aufschnappen und für sich interpretieren reicht nicht, Kommunikation ist das Geheimnis.

    Aber pauschal hier alle Deutschen über den Kamm zu scheren, ist total armseelig. Kein Wunder, dass keiner Lust auf Dich hat, wenn Du so bist. Wie soll denn bitte jemand reagieren, wenn Du ihm ins Gesicht sagst, wie Scheiße Du Deutsche findest?

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