Ach Mensch, hier jetzt auch...

    • (1) 21.09.16 - 19:54

      Hallo, wer mich bisher gelesen hat,der weiß, dass ich unsere Situation mit den Flüchtlingen durchaus kritisch sehe. Ich sehe Konfliktpotential aufgrund verschiedener Kulturen und ich finde auch nicht alles toll, was so läuft.
      Bisher dachte ich, dass ich in einer recht offenen Stadt wohne. Da gab es die Flüchtlingshilfe und Demos gegen Rechts. Das war vor einem Jahr. Inzwischen engagiert sich einer meiner Söhne sehr für Flüchtlinge. Er ist mit ihnen befreundet, sammelt auf Festen, bereitet mit ihnen Projekte vor usw. Aber ihm schlägt immer mehr Hass entgegen. Auf einem Fest vor einer Woche wurde er von diversen Leuten angebölkt, dass sie keinen Cent für Flüchtlinge ausgeben wollen (dabei ging es bei dem Projekt nur sekundär um Flüchtlinge) und heute wurde er als "Flüchtlingsfreund" beschimpft, der sich mit den "scheiß Flüchtlingen" abgibt. Mein Sohn hat sich ein paar Flüchtlinge geschnappt, um ihnen deutsch beizubringen, er hilft halt gerne.

      Mich hat das total geschockt heute, mein Sohn sieht das locker und seine Klassenkameraden stehen auch hinter ihm. Habt ihr noch Ideen, wie ich ihn unterstützen kann? Ich selber bin nicht mobil, was Hilfen meinerseits stark einschränkt. Ich dachte eher an seelisch-moralisch?

      lg

      • Ich gratuliere Dir, dass Du einen tollen und mutigen Sohn zu haben scheinst, es ist schön, wenn von so jungen Menschen noch solches Engagement gelebt wird. Sag ihm einfach, dass Du wahnsinnig stolz bist und immer hinter ihm stehst und er ein Vorbild für andere ist. Die Beschimpfungen kann er zur Anzeige bringen aber wenn er das locker sieht, dann ist es gut er soll nur aufpassen, dass er sich selbst nicht vergisst und auch mal entspannt, falls ihm das alles doch zu viel wird.
        Euch noch alles Gute!

        hör ihm zu, sei für ihn da, sag ihm, dass du wahnsinnig stolz auf ihn bist. Das ist die beste seelisch-moralische Unterstützung, die ein Kind von seinen Eltern bekommen kann

        Es ist super,,was dein Sohn macht!

        Ich weiß ja nicht, wie alt er ist, aber es klingt ja schon nach recht selbständig.
        Vielleicht einfach mal mit ihm sprechen? Es ist wichtig, sich "laut" und öffentlich gegen rechts zu stellen.
        Du kannst ihm ja sagen, dass du zwar nicht mobil bist, aber dass du hinter ihm stehst und du Respekt vor ihm hast.

      • Zeig ihm, dass du stolz bist auf das, was er tut. Stolz auf ihn. Da er schon recht erwachsen zu sein scheint, erzähl ihm das, erklär ihm, was genau du meinst, etc.

        Mach ihm Mut, unterstütz ihn, indem du dich so beteiligst, wie es dir möglich ist, und wenn das eben Zuhören und Diskutieren meint.

        Er ist schon groß und du bist seine Mutter.

        Gut gemacht, würde ich sagen!

        L G

        White

        Hallo,

        Du hast einen tollen Sohn der über den Dingen stehen kann, aber Du machst Dir Sorgen und das kann ich voll und ganz nachvollziehen. Ich sage meiner Tochter immer, sie soll sich auf keine Art Diskussion einlassen. Sie ist halt immer gleich sehr aufbrausend, wenn es um Ihre ausländischen Freunde in der Klasse geht oder um die Kinder in der "Flüchtlingsklasse". Auch sage ich ihr immer, sie solle niemals allein unterwegs sein. Sie hat einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, das ist manchmal wirklich schwierig, aber sie ist so und sie handelt, für Ihr Alter, sehr korrekt. Dennoch macht man sich Gedanken :-(

        LG

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