Trump ist Präsident! Warum wollten unsere Politiker u Medien das nicht eher wahrhaben?

    • (1) 09.11.16 - 16:36

      Nun ist es also entschieden. Der nächste Präsident der USA heißt Trump.

      Peinlich, peinlich die ständige Hackerei auf Trump während des gesamten Wahlkampfes seitens fast aller Politiker und der gesamten Medienwelt.

      Kann man ein souveränes Land wie die USA nicht souverän über ihren eigenen Präsidenten entscheiden lassen und das Ergebnis dann auch anerkennen?

      Wie konnten unsere Medien, Spitzenpolitiker und Umfrageinstitute so blind sein und diesen Wahlausgang nicht vorher in Betracht ziehen? Als wäre das eine Überraschung gewesen....!

      Und warum wird immer noch gekeift und gehackt gegen den Wahlsieger als wäre er ein Irrer. Hätten die Amerikaner wirklich einen Irren gewählt? Hat er es nötig, von unserer ständig versagenden Kanzlerin über demokratische Grundwerte belehrt zu werden?

      • Na weil Trump ein Irrer ist. Und ja die Amerikaner hätten/ haben einen Irren gewählt, weil in den USA immer mehr Menschen Angst davor haben, durch die Globalisierung unter die Räder zu kommen. Weil sie den Wohlfahrtsversprechen eines heiß gelaufenen Finanzkapitalismus nicht mehr glauben wollen – und einer Protagonistin dieses Wirtschaftssystems noch viel weniger. Deshalb haben sie sich für den einzigen Gegenkandidaten entschieden, der am Schluss noch übrig blieb. Trump ist das was man eine Verzweiflungstat nennen würde.

      Das ist so, weil jeder meint, es besser zu wissen und alle anderen sind blöd.

      ich hätte nicht gewusst, wem ich gewählt hätte und lasse mich jetzt einfach mal überraschen, ob Trump wirklich so ein irrer ist, wie hier viele tun, oder ob er nur auffallen wollte und jetzt trotzdem eine ordentliche Politik macht.

      Es bleibt uns nämlich schlichtweg nichts anderes übrig.

      Lg

    • Entschuldige bitte, aber Du wirfst da doch etwas durcheinander. Trump hat doch die Entrüstung anderer Politiker oder der Medien selbst provoziert. Oft geplant aber auch oft aufgrund eines ungezügelten Temperaments. Wenn ihm die eigenen Wahlkampfstrategen seinen Twitter-Account sperren, damit er nicht wieder früh morgens in die Welt hinausgiftet, gegen "fette Frauen", gegen Latinos, gegen politische Gegner keilt wie noch nie vorher dagewesen und und und,... dann sagt das doch eine Menge über ihn. Und da sind nun nicht die bösen Medien Schuld. Wer Wind sät, usw...kennst du sicher.

      Nicht alles, was er geäußert hat, war grundfalsch aber oft es war es einfach instinktmäßig herausgeschossen, oft fehlte es sogar an sachlichen Zusammenhängen, oft hat er einfach auch Unwahrheiten erzählt, wie z.B. dass er schon immer gegen den Irak-Krieg war. Der Mann tut das, was ihm sein Bauch sagt. "Scheiss auf Wahrheiten, Scheiss auf andere, die man verletzt, Scheiss auf den Rest da draußen"...Zumindest war das sehr lange der Eindruck, den man von ihm gewinnen konnte. Deswegen erscheint es so kafkaesk, dass ausgerechnet der es geschafft hat.

      Und natürlich wird man das Ergebnis anerkennen, schließlich war es eine demokratische Wahl. Aber nicht alles, was gewählt wird, muss man gut finden und es ist sehr wohl erlaubt, Kritik zu üben. Oder siehst du das anders?

      "Hat er es nötig, von unserer ständig versagenden Kanzlerin über demokratische Grundwerte belehrt zu werden? "

      Dein Bild von unserer Kanzlerin steht wohl in einem reziproken Verhältnis zu Deinen Sympathien für Trump?

      Es war auf jeden Fall bezeichnend, dass Frau Merkel in ihrer ersten Rede nach der US-Wahl, zunächst sagte, dass "wenn sich Trump an die Grundrechte wie Menschenwürde etc. hält, einer engen Zusammenarbeit und so weiter"...Ich glaube, in der Geschichte gab es noch nie eine Rede eines deutschen Regierungschefs nach einer US-Präsidentenwahl, die impliziert, dass sich der neu gewählte Präsident nicht an die Grundwerte halten würde/könnte.

      Dass es Menschen gibt, die das bei Trump anzweifeln, kann man nach seiner bisherigen Brachialrhetorik durchaus nachvollziehen.

      War nun wirklich kommt, weiß man nicht. Aber wie heißt es doch: Hunde die bellen, beißen nicht.

      • Ich habe keine besonderen Sympathien für Trump, weil ich ihn fast gar nicht kenne. Aber ich sehe, dass in unserem Land Demokratie nichts mehr ist als nur eine Worthülse. Und da klingt es mich mehr als ein Hohn, wenn unsere Kanzlerin, der es piepegal ist was das Volk will, einen Präsidenten der USA mit diesen Worten ermahnen will.

        Ich sage mal Beispiele:

        - Millionen haben gegen CETA und TTIP demonstriert und unterschrieben, aber CETA wurde durchgezogen.
        - Die Menschen stehen praktisch geschlossen gegen die GEZ Steuer, und es wurde durchgezogen. Ich habe keine Glotze, ich schau kein TV, ich habe das nicht bestellt, und ich muss es trotzdem bezahlen. Sonst droht mir am Ende der Knast, und wahrscheinlich kostet es noch den Job.
        - Niemand will die Transferunion, dass wir für Pleitestaaten und Pleitebanken haften, aber es wurde durchgezogen.
        - die Bundeswehr wurde völkerrechtswidrig in einen Kriegseinsatz nach Syrien geschickt, obwohl wir in der Verfassung festgelegt haben, dass wir eine reine Verteidigungsarmee sind.
        - usw.

        Und da seh ich was das Wort Demokratie bedeutet: nämlich nichts mehr.

        Trump kenne ich nicht. Aber er will anscheined TTIP stoppen und das finde ich schon mal gut. Außerdem sehe ich die Gefahr eines Krieges mit Rußland bei Clinton viel höher, und ich will keinen Krieg mit Rußland, wir hatten schon zwei Weltkriege mit Rußland, reicht das nicht?

        • Also in deinem ersten Text hast du die Medien und andere Politiker angegriffen weil du deren Verhalten gegenüber Trump nicht gut findest.

          Dazu habe ich dir etwas geschrieben aber darauf gehst du nun gar nicht mehr ein sondern antwortest mit einem ganz anderen Thema, nämlich dem Versagen in deinen Augen unserer Regierung. Das wäre jetzt ein ganz neues Thema. Aber dennoch bin ich der Meinung, dass auch eine Regierung oder eine Regierungschefin sich zu einem Kandidaten bei den US-Wahlen im Ergebnis äußern darf, egal wie ihre hiesige Bilanz für den ein oder anderen Bürger ausfällt.

          Ich habe leider nicht die Zeit jetzt mich zu jedem Punkt, den du als Kritik an Frau Merkel oder unserer Regierung oder Europa äußerst, Stellung zu nehmen.

          Nur eines vielleicht:

          "Außerdem sehe ich die Gefahr eines Krieges mit Rußland bei Clinton viel höher, und ich will keinen Krieg mit Rußland, wir hatten schon zwei Weltkriege mit Rußland, reicht das nicht? "

          Ich kenne keine Äußerung, in der Clinton Russland mit Krieg gedroht hat. Sehr wohl hat sie mehr militärischen Einsatz in Syrien angekündigt. Das kann man sehen wie man will. Die Bombardierung der Zivilbevölkerung durch die syrische und russische Luftwaffe sehe ich jedenfalls negativ.
          Und die beiden Weltkriege, von denen du sprichst, die hat das damalige deutsche Reich, (vor allem den zweiten), angezettelt. In diesem waren Russen und US-Amerikaner Alliierte und keine Gegner.

          Russen und Amerikaner haben noch nie Krieg gegeneinander geführt, sehr wohl aber einige Stellvertreterkriege, v.a. in der dritten Welt.

          Und ob die Angst vor einem dritten Weltkrieg, wie du ihn unter Clinton prophezeist, nun wahrscheinlicher als bei Trump gewesen wäre, weiß ich nicht. Jemand, der sich über soziale Netzwerke nicht im Griff hat, dem würde ich aber vorsorglich auch keine Codes für Atomwaffen überantworten.

          Trump ist ganz ähnlich wie Putin. Ein Macho, einer, der gerne den starken Kerl markiert. Einer, der Kante zeigen will, er will ja Amerika wieder "groß" machen. Dazu gehört es sicher nicht, sich aus Kriegen komplett herauszuhalten und außenpolitisch die Schweiz zu spielen. Das würde man gerade in seiner Partei als Schwäche auslegen. Und schwach will gerade einer wie er nicht sein.

          Mag sein, dass er TTIP stoppt, fände ich persönlich nicht schlimm wenn er es nicht macht. Auf jeden Fall bestreitet er den Klimawandel und möchte gerne die Klimaziele zu Gunsten der US-Wirtschaft aufkündigen. Es hat auch angekündigt, eine Mauer zu Mexiko zu bauen, einen Einreisestopp für Muslime, er hat 40% Schutzzölle für Waren aus China angekündigt, er hat gesagt, er will Frau Clinton ins Gefängnis zu bringen, er hat gegen Homosexuelle gewettert und gegen Latinos und Schwarze und und und.... Was von all dem unter seine Präsidentschaft wirklich kommt und was nicht, weiß niemand. Von daher würde ich mich auf einzelne Wahlversprechen gerade bei ihm nicht verlassen wollen.

          • ubuntu,

            ich möchte nur auf deinen ersten Satz eingehen, weil das andere den Rahmen sprengen würde.

            Die dt. Politiker und Medien werfen schon länger ihren Gegnern Polarisierung und Hetze vor, sie tun das aber die ganze Zeit selber. Sie beleidigen die Wähler, und wünschen selber dass man respektvoll miteinander umgeht.

            Von den Medien erwarte ich Neutralität und Ausgewogenheit. Das heißt, das man wertungsfrei beide Seiten zu Wort kommen läßt und sie gegeneinander sachlich darstellt. Ich habe z.B. im Radio immer nur Trump-Gegner und Argumente gegen Trump gehört, und das waren meist nicht mal Sachargumente. Da die GEZ-finanzierten Medien auch mit meinem Beitrag bezahlt werden, bin ich sehr empört über diese Einseitigkeit. Immerhin, wenn ich in den online-Zeitungen die Kommentare lese, finde ich mindestens 80-90% der Leserkommentare die es komplett anders sehen als der Mainstream. Und genausoviele Leser sind sauer über die Art wie bei uns über die Köpfe der Steuerzahler und Wähler hinweg regiert wird.

            • Wenn du, wie ich, die sozialen Netzwerke nutzt, dann wirst du ungefilterte Trump-Botschaften gelesen haben. Nicht angeblich manipuliert durch das hiesige GEZ- und Medienkartell, wie Du mutmaßt. Oder haben unsere Staatsmedien nun auch einen maßgeblichen Einfluss auf Twitter und Facebook oder LinkedIn? Du kannst dir wahlweise auch Trump-Reden auf youtube anschauen, wenn dir die Medienberichterstattung hier nicht neutral genug ist.

              Ich bin übrigens auch kein Freund des jetzigen GEZ-Systems. Allerdings lehne ich ein durch und durch werbefinanziertes Privatfernsehen genauso ab. Weniger wegen der Werbung sondern weil man von dort nun wirklich keine neutrale Berichterstattung erwarten kann.

              Deine ansonsten rundweg schlechte Meinung über die deutsche Politik will ich nicht weiter kommentieren. Trotzdem dürfen auch Politiker, die in deinen Augen einen schlechten Job machen, sich zu außenpolitischen Gegebenheiten äußern. Das mag Dir nicht gefallen, ist aber so. Könnte man u.a. mit dem GG und es Rechts der freien Meinungsãusserung begründen. Oder bist du auch gegen das Grundgesetz?

              Es wäre übrigens hilfreich, wenn Du mal konkret Beispiele nennen kannst, in welchem Zusammenhang über Trump nicht objektiv berichtet wurde.....

              (10) 09.11.16 - 21:38

              "Da die GEZ-finanzierten Medien auch mit meinem Beitrag bezahlt werden, bin ich sehr empört über diese Einseitigkeit"

              Noch schlimmer finde ich das wir keinen Einfluß darauf haben was allgemein mit unseren Steuergeldern "finanziert" wird.
              Kriege, U-Boote für Israel, Privat-Banken-Rettung (was haben wir damit zu tun) Lobbyismus etc.

              Da ist die einseitige (gleichgeschaltete) Qualitäts-Medien-Berichtserstattung eher noch erträglich weil leicht durchschaubar.

    (11) 09.11.16 - 17:35

    Einige der Trump-Verächter haben bereits zurückgerudert.
    Wendehälse eben. Mehr nicht.

    Ja, der Amerikaner ist Dumm, nur wir sind viel schlauer.....#winke

    Darum haben wir auch eine gut funktionierende Demokratie.

    Ich glaube die Politik hat sich in den letzten 20 Jahren so zum Nachteil für uns alle entwickelt, da graust es einen.
    Aber egal. Irgendwann hat alles sein Ende. Mit oder ohne Schrecken.

    Hallo
    Clinton: 59.445.467 Stimmen Trump: 59.265.360 Stimmen.
    Tja, was soll man da noch sagen...Das ist wohl noch trauriger als das Ergebnis selbst.

    LG

Naja auf das Warum habe ich keine Antwort und spekulieren möchte ich nicht...allerdings sehe ich es als einen Fehler das die Medien so berichtet haben, man hätte neutraler bleiben können und nicht so viel Öl ins Feuer gießen sollen , noch schlimmer als die Medien finde ich die Aussagen der Politiker , denn so was führt nicht unbedingt zu einen guten Verhältnis untereinander , ich finde auch man sollte generell aufhören die Wähler zu beschimpfen, denn auch die Art wie über die USA Bürger nun geredet wird ist nicht gerade die angebrachteste, die bekommen das alles mit und das macht das Bild von Deutschland auch nicht besser.

Top Diskussionen anzeigen