Ich verstehe es nicht (Berlin)

    • (1) 21.12.16 - 22:51

      Hallo zusammen. Vielleicht bin ich ja blond, vielleicht habe ich auch einfach die falschen Berichterstattungen gelesen... Da wird nach dem
      mutmaßlichen Anschlag ein Verdächtiger festgenommen und 2 Tage verhört. Man ist nicht sicher, ob er aus Pakistan oder aus Afghanistan kommt, aber er ist schon vorbestraft (wird bei einer Verurteilung die Identität nicht festgestellt?). Dann heißt es, er war es doch nicht und PLÖTZLICH werden Papiere eines Tunesiers im LKW gefunden (hat in das Fahrzeug vorher keiner reingeguckt, oder wie?) Auch komisch, dass er sie dort ZUFÄLLIG vergessen hat, oder?
      Bin ich die Einzige, die das alles merkwürdig findet?

      (4) 22.12.16 - 06:42

      Kurz: Es wurden Fehler gemacht.

      Der Pakistani? wurde faelschlicherweise festgenommen, verhoehrt, er wurde fuer unschuldig befunden, und richtigerweise wieder frei gelassen. Naechste Spur wird verfolgt.

      Nicht alle Infos der Polizei (Wie Papiere im LKW) werden an die Presse weiter gegeben. Waere ja auch schlimm, du siehst ja schon die Reaktionen darauf, dass ein pakistanischer Fluechtling festgenommen wurde.

      Wenn du also davon ausgehst, dass du nur einen Bruchteil der Informationen der Ermittler hast, ist das ganze nicht wirklich merkwuerdig.

    • (5) 22.12.16 - 07:10

      Hallo,

      na, ich denke, das ist der chaotischen Berichterstattung geschuldet; möglichst raschen Output zu generieren, und das in einem laufenden Ermittlungsverfahren.

      LG

      Nun, es gibt die Theorie, dass Attentäter das ganz bewusst machen - um den IS wissen zu lassen, dass sie es waren, die dieses Attentat begangen haben.

      Um als Held gefeiert zu werden, die Familie versorgt zu wissen, etc.

      Das klingt mir wesentlich plausibler als all die Andeutungen, die Polizei/ die Regierung/ DIE MÄCHTIGEN würden solche Ausweispapiere faken (ausgesprochen wird das ja selten, aber gemeint ist es oft, wenn solche Fragen wie deine kommen - aber wie gesagt, wie du das meinst weiß ich nicht).

      Dass irgendwelche MÄCHTIGEN es für schlau halten, eine vermeintliche Identität mit der immer gleichen "verlorenen Ausweisnummer" zu "belegen", obwohl sich schon nach Charlie Hebdo jeder über die verlorenen Ausweise gewundert hat - mal ganz ehrlich, hältst du DAS für plausibel?

      • Die Zweifel bestehen nicht erst seit Charlie Hebdo. . Auch beim Anschlag auf das WTC wurden ja angeblich Paesse der Attentäter gefunden.
        Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand so dumm ist, die Nummer immer wieder zu bringen .Glaubwürdig finde ich es aber auch nicht. #kratz

        • Bei 9/11 wurde EIN Pass gefunden und es waren insgesamt 19 Attentäter. Ich denke nicht, dass dieses Beweisstück bei der Aufklärung deutlich weitergeholfen hat.

          Wie gesagt, es gibt vershciedene Erklärungen dafür und schlicht und ergreifend den Punkt, dass ein Faken weder Sinn macht noch notwendig ist. Im Gegenteil, ein anderer TÄter als der, den sie jetzt suchen, wäre ihnen im Moment vermutlich lieber...

          • Also meines Wissen nach ist mehr als nur ein Pass gefunden worden, entweder 2 oder 3 sowie die Reste einiger anderer. Vom Flugschreiber gibt es allerdings keine Spur. Das Einzige was ich mir vorstellen könnte, ist das jemand nach dem Anschlag die Papiere dorthin hat, aber warum?

            Nur weil wir keinen Grund sehen heisst das nicht, dass er nicht existiert. Und wenns nur ein übler Running Gag ist.

    Den vorherigen Antworten ist eigentlihc nichts mehr hinzuzufügen, au´ßer einer weiteren Variante, dass es gar nicht die Papiere des Täters sind. Bei den Anschlägen in Paris wurden von den Terroristen auch absichtlich falsche Papiere zurückgelassen, um ncoh mehr Zwietracht zu sähen.
    Ich würde uach einen tatsächlichen Verlust im "Eifer des GEfechts" nicht völlig ausschliessen, auch wenn mir das nicht die wahrscheinlichste Variante zu sein scheint.

    Jedenfalls wäre es ziemlich schwachsinnig und auch unnötig von den Behörden/Polizei, so etwas zu faken. Man sieht ja, wie die Leute darauf anspringen. Wenn man etwas zu verheimlichen hat oder einen falschen Schuldigen präsentieren wollte, gibt es da doch ausreichend andere, subtilere Methoden. Ein bisschen DNA würde da doch reichen...

    Ich hoffe wirklich sehr, dass sie den Täter (wer auch immer es nun war) lebend kriegen.

    ICh finde den Umgang mit dem THema in den Medien und besonders bei Twitter fürchterlihc. Früher hat die Polizei halbwegs in Ruhe gearbeitet und einmal am tag eine Pressekonferenz veranstaltet. Heute erwartet jeder, über neuste Erkenntnisse binnen Minuten informiert zu werden. Es sollte aber eigentlich klar sein, dass Polizeiermittlungen nicht öffentlich ablaufen können. Und ich finde es echt anmaßend, dass die Menschen erwarten, dass einen Tag nach so einem Anschlag der komplette Hergang komplett geklärt ist. Ja, ich bin auch der Meinung, bei der Überwachung des jetzt gesuchten Mannes wurden Fehler gemacht, aber das Wissen darüber bringt uns jetzt auch nicht weiter. Udn die Instrumentalisierung der Geschehnisse bei Twitter ist wirklich widerlich, ich habe gestern beschlossen, da nicht mehr reinzuschauen.

    << Auch komisch, dass er sie dort ZUFÄLLIG vergessen hat, oder? >>

    Er kann damit die Ermittler in die Irre führen. Die wissen das natürlich auch.

    << Bin ich die Einzige, die das alles merkwürdig findet? >>

    Nein.

    Mich wundert es nicht. Anfangs hat man den Falschen festgenommen - passiert. Selbstverständlich wurde der Mann freigelassen, hätte man ihn in Haft behalten sollen? Woher weißt du, dass das Herkunftsland strittig war? Selbst wenn, kann das viele Gründe haben - mehrere Identitäten, unklare Angaben oder ein Dialekt, der auf ein anderes Heimatland hindeutet als das, das im Pass steht - und nicht zu vergessen, Fehler im Zeitungsartikel, Missverständnisse des Reporters.

    Und soweit ich weiß, lassen Attentäter ihre Papiere nicht zufällig zurück, sondern gezielt. Ilvas Begründung klingt plausibel. Auch von der Hamas weiß man, dass sie die Familien von Selbstmordattentätern finanziell entschädigt. Fragen konnte man bislang keinen Attentäter eines Anschlags in Europa oder den USA, weil alle beim Anschlag ums Leben gekommen sind. Wenn man also davon ausgeht, dass diese Menschen mit ihrem Tod rechnen, wird es nur noch plausibler, dass sie Papiere zurücklassen. Schließlich muss man sie identifizieren können, sie haben ja "Großes" geleistet, Opfer gebracht und gemacht, wollen als "Helden" in die Geschichte eingehen. Was ist ein unbekannter Held? Nur ein namenloser Toter.
    Inzwischen hat man wohl auch Fingerabdrücke des Gesuchten in der Fahrerkabine des LKWs gefunden.

    Soweit meine fünf Cent. Was ist denn deine These zu den Dingen, die du als Ungereimtheiten betrachtest?

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